Band 
Zweiter Theil.
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Westküste.

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unbekannte Arten, aber darunter keine durch angenehme Stimme,wohl aber viele durch schönes Gefieder ausgezeichnet. Das Meer istreich an Schildkröten und Fischen. In üppigster Fülle findenwir die Pflanzenwelt. Europäisches Getreide kommt im heißen Flach-lande der Küste nickt mehr gut fort, wohl aber in dem milderen in-neren Berglande; selbst für unsere gewöhnlichen Gemüsearten ist dasKüstenklima nicht passend; dagegen zeigt sich. hprt ein unglaublichesGedeihe» einheimischer unzähliger Gewächs^, dre hier, wie in einemTreibhause unaufhörlich grünen. Hier ist das Vaterland der Kokos-,Dattel-, Wein-, Öl-, Fächer- n. a. Palmenarteu, die durchFrüchte, Saft, Blätter, Bast oder Holz nützen, des ungeheuren Bao-bab, des Kalebassenbaumes, der Tamarinde, des Schi- oderB utt erb an mes, des ManglebaumS, Ebenholzes und tau-send anderer zum Theil noch ganz unbekannter Gewächse, deren Früchteoder Holz nutzbar sind. Hanptnahrnngspflanzen sind Mais, Reis,Bataten, Jamswurzel, die aus Amerika hier her versetzte Ma-niok und Hirse. Außerdem finden sich hier die Europäischen Süd-früchte, Ananas, Indigo, Baumwolle, Santelholz,Zuckerrohr, aber nicht benutzt, Pfeffer, Pisang, mancherleiFarbe Hölzer und die schönsten Blumenarten. Die Gebirge enthal-ten Gold-, Kupfer- und Eisenerz; jedoch ist kunstgerechter Berg-bau zu unbekannt, um diese Schätze ordentlich benutzen zu können;aber in einigen Gegenden sind reiche Goldsandlager, und auchSand der Flüsse, selbst oft des Meeresnfers liefert Goldkörner, die inverschiedenen Gegenden in Menge gesammelt werden. Salz gewinntman aus dem Meere. Zu den Plagen des Landes gehören die verwü-stenden Termiten, deren Lehmwohnungen man schon 20 F. hochgetroffen bat, die Zugheuschrecken und die quälenden Moskite li-sch warme. Wilde Bleuen finden sich in den Wäldern in solcherMenge, daß sie oft Reisenden gefährlich werden. — Die E find alleNeger, in zahllose Stämme getheilt, theils unter despotischen Königen,theils unter erblichen oder gewählten durch Aristokratie oder Pricster-ansehn beschränkten Häuptlingen, an Körper- und Geistesbildung ver-schieden. In Niedcrguinea ist das Christenthum schon seit 300Jahren verbreitet, in Sencgambien der Islam, der bereits gegen S.über den Gambia vorgedrungen ist, jedoch den Negern Intoleranz undFanatismus nicht eben mitgetheilt, wohl aber Arabische Sprache undSchreibkunst verbreitet hat. Die meisten Negerstämme sind noch Fe-tischanbeter. Manche Negervölker sind schon mit Weberei, Färberei,Bearbeitung der Metalle, Lederbereitung und anderen Handwerken be-kannt, andere sind durchaus ohne alle Industrie und leben, wie derBoden es mit sich bringt, von Ackerbau und Viehzucht, manche aberauch vom Raube. Der Handel ist lebhaft und wird durch Karawanenbetrieben; Sklaven, Gold, Salz, Wachs und Europäische Waa-ren, besonders Waffen, Schießpnlver, Putzsachen, Grant-le» ein sind die Haupthandelsartikel; als Münze gebraucht man in vie-len Gegenden die bekannten Mnschelschaalen (Kauris), welche ausOstindien eingeführt werden, auch wohl eine Art baumwolluer Zeuge,