Senegambien.
269
dessen Thäler und Hochebenen sich jedoch nicht über 1500 F. zu erhe-ben scheinen. Der Abfall des Hochlandes ist westlich und nördlich, unddie Richtung der Bergzüge nach der Küste zu von N. nach S., nachder Sahara zu von O. gegen W. Die Flüsse durchbrechen sie unvbilden daher Wasserfalle. Die beiden Hauptgewässcr, der Senegalund Gambia, haben ihre Quellen im Hochlande, nur 60 bis 80M.von der Küste, bilden aber in ihrem Laufe gegen RO., W. und SW.einen solchen Bogen, daß sie zu großen Strömen werden. Der Sene-gal oder Bafing, der größte von beiden hat eine Menge Neben-flüsse, den Falemeh, Kokoro, Neriko n. a., tritt zur Regenzeitweit auS seinen Ufern, wie alle Flüsse des Landes, nährt Krokodileund Flußpferde und theilt sich vor seiner Mündung in mehre Arme,die zum Theil mit Seen im Flachlande (der 5M. lange Kajor inN., der Paniafula in S.) in Werbiuduug flehen. Südlich vomGambia ist der Oomingv (Cacheo), Geba (dscheba), Rio grün-de, Rnnez (nnnjeß), n. a. Die Negerstämme bilden eine MengeKönigreiche, deren nördlich liegende zum Theil unter der Herrschaft derMauren stehen: die FulaS oder Füll er, die im Inner» unter demRainen Fellans oder Fellatas bekannt sind (vergl. Sudan), inganzen Dorfschaften oft zu anderen Wohuplätzen wandernd, die Man-dingos, beide durch Bildung und freundliches Betrage» gegen Eu-ropäer ausgezeichnet, letztere als kluge Handelsleute weit verbreitet, dieDschaloffen und Felupen, jene die schwärzeste», diese die feind-seligsten der hier einheimischen Stämme; alle diese wohnen fast durchdas ganze Land verbreitet und beherrschen andere Stämme. Beschränk-tere Wohnsitze haben die Serreres, Baujons, Papels, Bia-faren, Malus, alle an der Küste, und die ScrrawulliS ammittleren Senegal. Die hiesigen sogenannten Reiche sind oft ziemlichstark bevölkerte Distrikte unter einem Oberhaupte, mit Städten, indenen man zum Theil Moskeen und weitläuftige Gebäude für die Kö-nige findet. Keine der Städte hat aber über 8 bis 9000 E.
1) Das Flachland. Es bildet ein Dreieck, dessen O- Gränze südlichvom Cap Verga unter 10" N. das Meer'berührt, von dort in nördlicherRichtung zum mittleren Gambia und dann gegen NO. zum Senegal fort-lauft. In N. des Senegal geht es in die Sahara über.
s) Zwischen Senegal und Gambia. 1) Walls oder Howa! an derMündung des Senegal, von Dschaloffen bewohnt, mit der Stadt Enden.
— 2) Gebiet des Dämel von Lajov zwischen dem Senegal und GrünenVorgebirge, ebenfalls von Dschaloffen bewohnt. Städte Makaje undBijurr, letztere eine Aollstätte an der Mündung des Senegal.— 3) ZZnrbDschalsf, östlich vom vorigen, mit der Stadt Luamkrore oder Hikarksr.
— l) Fura Tors, östlich vom vorigen, am Fuße des Hochlandes, zu demman durch die Wildniß der Simbanis hinaufsteigt, ein theatralischerStaat, dessen sieben Häuptlinge einen Muhamedanischcn Priester (Mara-but) zum Könige wählen, der ohne ihren Rath nichts unternehmen darf.Städte Lanel und Sedo.—- 5) wulli, südlich vom vorigen am Gambia,