Band 
Zweiter Theil.
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Afrika.

thätig sind. Das Land der Zulas, deren jetziger König mit dem un-beschranktesten Despotismus herrscht (daS Volk darf sich nur dannfreuen wenn er heiter ist, sagt ein Missionair), ist stark bevölkert undhöchst fruchtbar. Am genauesten kennen wir die Käfern in N. desHottentottenlandes, westlich vom Ky Gariep. Dort wohnt der großeStamm der Bitschuanen, von denen die Batschapins einerder kleinsten Zweige sind, etwa 10,000 Menschen. Sie sind be-reits für das Christenthum gewonnen und schon ist ein Schulbuchin ihrer Sprache gedruckt. Der Hanptort ist Lattaku oderRrumanstadc, deren Standpunkt sich in den letzten 25 Jahren mehr-mals geändert hat, 27° 22^ S., seit 1813 am Kruman, frühernördlicher am Mvschowa, 5oooE.*) Sie besieht aus etwa 8vo Ge-hegen; jedes mit 2 oder 3 Hütten (rund, 8 bis 13 F. im Durchmesser,von Hol; und Lehm, kegelförmiges Dach, sehr reinlich gehalten) für eineFamilie. Jedes Quartier, welches unter einem besonderen Häuptlingesteht, hat ein besonderes Gehege (Mutsi, Marktplatz) zu Versammlungenfür Menschen und Vieh (Rinder; andere Hausthicrc giebt es hier nicht)und zum Begräbnißplatz der Häuptlinge. In neuerer Zeit wohnt der Kö-nig in dem südlicher liegenden Lufuman. Ferner gehören zu ihnen dieTammakas mit der Stadt Mcribahi, nördlicher die Barrolangs mit derStadt Mascha, und die Maroizis, der gebildetste Kafernstamm, der Acker-bau treibt und sich durch Kupferarbeiten auszeichnet. Ihre HauptstadtLureechane — 25° 5lsiS. soll 16,000 E. haben. Westlich von den Bat-schapins wohnen die Mokarraquas und Bamurschars mit der Stadtparani. Die Nuakersis mit der Hauptstadt Mclira verarbeiten Kupfer-erz. Die nördlichsten bekannten Kafernstämmc sind die Makwins. Seit1823 leiden diese Gegenden durch die Einfälle der Manraris (d. h. Raub-gesindel; ihr eigentlicher Name ist Barloquinis), die von den Zulasaufgejagt sind. Sie zerstörten 1825 Lattaku, wurden aber durch Hülfeder Griquas (Hottentotten) zurückgeschlagen und vereinigten sich daraufzum Theil mit den Marvtzis, theils drängten sie die Tambukis nach derGränze des Kaplandes,hin.

Das Hottentottenland.

Die Hottentotten, ein Wölk, das offenbar zum Negerstamme ge-hört, bewohnen die Hochflächen S. Afrikas in O. bis zum Gränzge-birge gegen das Küstenland der Käfern, die auch ihre Nachbarn in NO.sind, in W. bis zur Küste selbst, im Gebiete des mittleren und unte-

*) Die Lage der Städte dieser Völkerschaften läßt sich deshalb schwer bestim-men, weil sie so oft von den Einwohnern verlassen werden, die sich dannan einer andern Stelle anbauen.