Band 
Zweiter Theil.
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Inseln in Osten.

unter ihnen ein Kastcnunterschied Statt finden; jedoch fehlen uns darübergenauere Nachrichten. Die Portugiesen entdeckten die Insel 1506. DieFranzosen haben seit 1665 zu verschiedenen Zeiten Niederlassungen ange-legt und in neueren Zeiten versucht sich der alten Gebiete wieder zu be-mächtigen, was ihnen auf einigen Punkten gelungen ist. Zwei und zwan-zig Könige herrschen jetzt über eben so viele Staaten, in welche die Inselgetheilt ist; die meisten derselben waren dem 1828 gestorbenen Könige derHoras, Aadama, unterworfen, einem Manne, der sich durch Sinn fürEuropäische Cultur weit über seine Landsleute erhob, aus eigenen; An-triebe seit 1816 Verkehr mit den Engländern suchte, mit ihnen auf demfreundschaftlichsten Fuße stand und sogar den Sklavenhandel gänzlich ab-schaffte. Christliche Missionairs waren unter Radamas Schutze in vollerThätigkeit; 1828 hatten sie gegen 100 Schulen gestiftet, in welchen 5000Kinder unterrichtet wurden. Verkehr mit den nächsten Europäischen Co-lonicn findet Statt, die namentlich von hier aus Reis, Dich, Schildpatt,Ambra u. a. hvlen; sogar mit Arabien stehen einige Küstengegendcn inVerbindung. Die wichtigsten Staaten sind Nord- und SüdSekclavaan der 32.Küste, deren E., die Mararis, ein wahres Sceräubcrvolk, re-gelmäßige Raubzüge nach Mozambiquc, besonders aber nach den Comori-sehen Inseln unternehmen, Monate lang Städte belagern und mit dergrößten Barbarei verwüsten, plündern und Menschenraub treiben, so daßdie genannten Inseln durch sie förmlich entvölkert werden. Im Innernliegt Ankora, das Gebiet Radamas, mit den Provinzen Imerina, Ima-mo und vonizongo. Die einzelnen bekannten, oder wenigstens benann-ten Punkte der Küste sind folgende: ->) an dcr Ostküstc: das Ostcap, Lapund Busen von Anron Sil, wo der Hafen Lhoiseul, Insel Sc. Marieund Foulpoinr, wo sich Französische Niederlassungen befinden, StadtL»devura»te, Hafen Manguron und Matacane, Bai Sc. Äuce, PortDauphin. Unweit Foulpoint liegt der Hafen Tamarawi (zu RadamasZeit ein lebhafter Handelsplatz, 182g durch die Franzosen ganz verödet),im Gebiete des Königs Radama, dessen Hauptstadt Tananariva 12 Ta-gereisen weit im Innern auf einem 4000 Fuß hohen Hochlande liegt undcrwa 80,0»t)E. haben soll. Der Fluß Iharoka, die Seen Imaso, UM.lang, undIranghi.— b) An der Westküste: L. Sebastian, Baipassan-dara, Bai und Stadt Domcebok, Hauptort von Sekelava, <Lap An-dreas, Bai und Sradt Mnrundava, T. Vincent, Felix und Augustln.

5) Die Lomorischen Inseln. Sie liegen im nördlichen Theile desKanals von Mozambique zwischen ll und 13° S., 30 bis 40 M. vom fe-sten Lande entfernt. Es sind 4 Inseln, deren größte Angazaz'e oder Lo-moro 7 bis 8 M. lang ist; die anderen heißen Hinzuan oder Johanna,Mohilla oder Molalig und Mayorre. Sie haben ein äußerst gesundesmildes Klima und besonders Hinzuan äußerst reizende Gegenden; ihre Er-zeuaniffe sind die gewöhnlichen Afrikanischen. Die E. sind theils Neger,cheilS Muhamedanische Araber, kennen Schrcibkunst, treiben Ackerbau,