Band 
Zweiter Theil.
Seite
296
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2!)ü

Kinta.

Viehzucht und Handel mit der benachbarten Küste und sind dabei äußerstgutmüthig. Die Inseln stehen unter einem Sultan, leiden aber un-glaublich von der Räuberei der Sekelavcn (vcrgl. Madagaskar), so daßz. B. auf Hinzuan von 12 Städten nur noch 2 übrig sind. Der Sultanresidirt in einer Stadt auf Hinzuan, die ^M- im Umfange, aber nachden wiederholten Einfällen jener Räuber nur noch 3000L. hat. Dabeiein mit Kanonen besetztes Castell aus hohem Felsen. Osiindicnfahrer lan-den hier bisweilen.

6)'Die Mascarenischen Inseln, von ihrem ersten Entdecker, demPortugiesen Mascarcnhas (1545) so benannt, liegen etwa 80 M. von derOflküsic von Madagaskar entfernt.

s) Donrbon, eine Zeitlang Rcnnion und Bonaparle genannt, istdie südlichste, 21" S. 73" O- 13M. lang, I12Q-M. groß, sehr gebirgig(der Gros Morne ist über 9000, der todte Vulkan les rrois Salasses7600F. hoch) und im Innern stark bewaldet. In SO. ist ein noch thäti-ger Vulkan, der seine Umgegend einige M. weit zur völligen Wüste ge-macht hat. Übrigens herrscht allcthalbcn üppige Fruchtbarkeit, die einegroße Mannigfaltigkeit von Pflanzen hervorbringt; nur der Rand der In-sel ist einige Stunden weit angebauet, liefert aber eine große Menge Zuk-kcr, Nasser, das Hauptprvduct, ferner Gewürznäglejn, auch Muskat-nüsse, Baumwolle, Reis, Taback, Mais, Südfrüchte u. a. GiftigeSchlangen, Ratten und Mäuse soll es nicht geben. Die Insel ist vonvielen Klippen umgeben, hat nur zwei ziemlich schlechte Ankerplätze undleidet durch fürchterliche Orkane. Die E., derenZahl sich jetzt wahrschein-lich auf 80,000 beläuft, sind größtcntheils Negersklaven, über I8,oooWeiße Französischer Abkunft, 6000 freie Farbige und (1826) 4S,ooo Skla-ven, deren Zahl sich aber stark vermindert. Seit 1823 hat man Chinesi-sche Colonisien hergebracht. Schon 1654 ließen sich hier Franzosen nie-der, aber erst 1774 nahm die Französische Regierung Besitz von der Insel.Der Hauptort Gr Denis liegt in N., hat eine Rhede und 7 bis 8000L.

l>) Moritz, vorhin Isis de France, nordöstlich von der vorigen, zwi-schen 20 und 21° S. " 55^Q-M. Der Boden ist, wie in jener, gebir-gig, jedoch erreichen die höchsten Spitzen nicht mehr als 2500 §. Höhe.Spuren alter Vulkans finden sich, aber nirgend mehr Thätigkeit derselben.Die Küsten sind mit gefährlichen Korallenriffen umgeben, heftige Stürmesind auch hier nicht selten. Nicht so fruchtbar als Dourbpn, aber ebenso reichlich mit Waldungen versehn, hat diese Insel nur angebauete Kü-sten, bringt aber Naffee, Baumwolle, Indigo, Zucker und Gewürz-naglein, Maniok und Getreide hervor; der Hauptausfuhrartikel ist Zuk-kcr (1830 ^ 72Mill. Pfd.)z Ecwürznäglein u»d Kaffee werden wenigmehr gebauet. Ratten, Heuschrecken und Ameisen richten in Feldern undMagazinen oft großen Schaden an. Die Zahl der E., die größtcntheilsNeger sind, beträgt etwa 100,000, darunter 1827 — 68,000 Sklaven,15,000 freie Neger, die Weißen sind meist Französischen Ursprungs, denn