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Afrika.
gewöhnlich 9 bis IN Wochen. Es giebt hier, mit Ausnahme der Pferde,alle Europäischen Hausthierc, wenig wilde Thiere, aber auch Ratten ingroßer Menge und bisweilen Heuschrecken. Das Pflanzenreich liefert Afri-kanische und Europäische Produkte neben einander, Palmen und Eichen,Bambusrohr und Lastanicn, pisang und Apfeln, Lararc», Südfrüchteu. a. Wein und Getreide fehlen Die Zahl berE. beläuft sich auf 3000,unter denen die Hälfte Neger sind. St. Helena wurde 1502 von Por-tugiesen entdeckt und in Besitz genommen, 1600 von den Niederländern,1660 von den Engländern erobert, für die sie als Erfrifchungsplatz derOstindicnfahrer wichtig ist. Sie ist vvn allen Seiten steil, von abschrek-kendem Anfehn und hat nur einen Landungsplatz bei der Hauptstadt Ia-mesrorvn (dfchehmstaun), die in einem so engen Lhale erbauet ist, daßdieHäuser unmittelbar an den Felsen stoßen. Die Stadt hat etwa ioo Häu-ser und neben sich auf hohem Felsen ein Fort. Bemerkcnswerth ist eineneu erbauete Sternwarte. Es giebt weiter keine Örter auf der Insel,sondern nur zerstreuete Höfe. Longwood (wudd) ist darunter der merk-würdigste; denn dieser war vvm 18. Ortbr. I8t5 an die Wohnung Na-poleons, ff 5. Mai 1821. — In der Nähe liegt LggIöland (egg eiland),eine kleine unbewohnte Felseninsel.
3) Die Himmelsahrrsinsel oder Aeeensso». 7" 56^S. 4°p., 6M.jm Umfange, ein vulkanischer Berg, dessen Gipfel 2600 F. hoch ist. Siewar ehemals nur von Ziegen bewohnt und hat ein abschreckendes Äußere,da sie fast gan; von Lava bedeckt ist. Renen ist sehr selten; es finden sichaber einige Quellen, viele Schildkröten und Seevögel in großer Menge,daher landeten Schiffe bisweilen. Seit 1816 haben die Engländer hiereine Niederlassung, die mit Erfolg den Boden urbar macht. Die Luft istmilde und sehr gesund. Die Zahl der E. betrug 1816 — 250, darunterauch Neger.
4) Die Insel Matthäus, 1°S. 15° O. ein kleines unbewohntes Ei-land, etwa 100 M. in S. des Palmeneaps.
5) Die Guinea Inseln. Sie liegen 15 bis 50 M. Vvn der Küstevon Guinea in dem großen Busen dieses Landes, zwischen 3° 30^N. und1° 31ÜS., sind klein, voll hoher Gebirge, aber höchst fruchtbar an dengewöhnlichen Afrikanischen Produkten und gesund. Sie wurden schon14/2 von den Porrugicsen entdeckt.
u) Fernando del Po, die nördlichste und der Küste am nächsten, 12M. im Umfange, von Negern bewohnt, die völlig roh sind und mit Eu-ropäern noch in gar keinem Verkehr gestanden zu habe» scheinen. DieSpanier, denen diese Insel mit der folgenden 1778 von Portugal abge-treten ist, sollen einmal eine Niederlassung daselbst versucht haben; jedochist diese wahrscheinlich nicht von Bestand gewesen; wichtig kann die Inseljetzt durch die im Jahre 1827 hier angelegte Niederlassung der Engländer-werden, die vvn hier aus Entdeckungsreisen ins Innere Afrikas unter-nehmen und den Sklavenhandel dieser Gegend verhindern können. Der