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Butter.
schwanzförmig erweiterten Ruthen -m, Fig. 214 mit inwendig schrauben-förmig ausgedehnten Ruthen, in welche die Haarbündel ee, auf dieArt eingesetzt werden, daß man ein jedes in Pech oder Kitt eintaucht,es nun in die Ruth einbringt, und zwischen den Fingern, oder miteinem eignen Instrumente oval drückt, wobei sich der Durchmesser desBündels in der Richtung des Radius vergrößert, und die Haare sich indie fchwalbenschwanzsörmige Erweiterung oder die Reifen des «chrauben-aewindes fest eindrücken. Man setzt auf solche Weise Bündel nachBündel ein, und drückt das Nächstfolgende fest gegen das Vorher-gehende, bis die ganze Ruth gefüllt ist. Man ersieht diese Anordnungder ovalen Haarbündel aus Fig. 21«. Ki» ist die eiserne Fassung.
Butter. (Puttei-, beurre.) Eine in der Milch der Thiere enthalteneFettart, die je nach den verschiedenen Thieren von verschiedenen Gra-den der Konsistenz, durch Vermittlung des Käsestoffes in ihr höchst feinvertheilt und aufgeschwemmt ist. Milch ist mithin eine Emulsion vonButter in einer Lösung von Käsestoff, daher die weiße Trübung. Durchmancherlei Umstände tritt eine Trennung der Butter von den übrigenBestandtheilen der Milch ein, so z. B. durch heftiges Schütteln, wobeisich die feinsten Theilchen der Butter an einander ansetzen, und so zugrößeren Klümpchen vereinigen, die sich nunmehr aus der Emulsion ab-scheiden. Schon beim ruhigen Stehen, bei einer Temperatur von 1»bis rg°, findet eine, freilich nur theilweise, Trennung Statt; eine Schichteiner fettreicheren, daher dickflüssigeren aber auch leichteren Emulsion,der Rahm, begibt sich auf die Oberfläche, während die unterstehendeMilch zwar nicht durchsichtig, und ihres Fettgehaltes ganz beraubt, aberdoch weit ärmer an Fett, und weniger stark getrübt wird, als vorher.In dem Rahm also hat sich der größte Theil der Butter mit verhält-nißmäßig wenig Käsestoff konzentrirt. Die ausführlicheren Erörterungenüber die Behandlung der Milch und das Buttermachen gehört mehr indie Agrikultur- Chemie, und muß hier Übergängen werden.
Ein bei den Tartaren, aber auch in Frankreich und andern Länderngebräuchliches Verfahren, die Butter lange zu konserviren, besteht darin,sie bei mäßiger Wärme zu schmelzen oder zu zerlassen, wobei sich dasreine Fett.von den beigemengten wässrigen Theilen, die immer einegewisse Menge Käsestoff enthalten, und das Ranzigwerden der Buttersehr befördern, trennt. Am besten geschieht diese Schmelzung in einemWasserbad bei 80 " ., und wird so lange fortgesetzt, bis sich die Butter
vollständig geklärt hat. Wenn man sie nun von der zu Boden gegangenenwässrigen Flüssigkeit sorgfältig abgießt, durch ein reines Seihtuch fittrirt,und ein wenig Salz einrührt, so kann sie sehr lange aufbewahrt wer-den, ohne einen ranzigen Geschmack anzunehmen, besonders wenn mansie in mehrere kleine, steingutene Töpfe vertheilt, und diese wohlver-schlossen im kühlen Keller aufbewahrt. Sie verliert so nur wenig vonihrem angenehmen frischen Geschmack.
C.
Calomel. (Versüßtes Quecksilber; Oalomel, protooklorills ak ^lerourv,protoeliiorure äe Alereure.) Ein äußerst wichtiges Heilmittel, das aberauch eben seiner energischen Einwirkung auf den Organismus wegengar häufig mißbraucht wird.
Das Calomel, Quecksilberchlorur, läßt sich auf verschiedenen Wegenerhalten. Auf nassem, wenn gleich nicht dem ökonomischsten Wege, kannman es aus falpetersaurem Quecksilberorydul durch Kochsalz fällen. Mandigerirt Quecksilber mit nicht vollends der gleichen Menge Salpeter-säure von etwa i, 2 spez. Gew. Wenn sich kein Quecksilber mehr lost,so versetzt man die Auflösung unter Umrühren mit einer heißen, ziemlich