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Gewichte Weinsäure zu, wodurch wie schon oben erwähnt, eine Zersetzungerfolgt, und sich die Flüssigkeit in wenigen Minuten dunkel amelhystrvthfärbt. Um die Zersetzung ganz vollständig zubewirken, kann man dicLosungkurze Zeit kochen. Die Auflösungen des chromsanreu Kali und der Wein-säure inüssen übrigens sehr verdünnt sein und wenigstens «l> Tkeile Wasserauf i Theil fester Substanz enthalten, weil ohne diese Verdünnung sichsaures weinsaures Kali niederschlägt, wodurch dann Irrthümer herbei-geführt werden könnten. Die grüne Lösung von wciusaurem Chromorvdprüft man nun mit salpetcrsaurcm Baryt, und salpctersaurem Silber. Gibtdas erstere einen Niederschlag, so zeigt dieser die Gegenwart von Schwefel-säure; eine Trübung oder ein Niedcrschlag durch das letztere dagegen Salz-säure an. Um die Gegenwart von Salpeter im chromsanreu Kali zu er-kennen, wirft man etwas davon auf glühende Kohlen, die mit Salpetereine Verpuffung bewirken.
Cöleftill. svel estine.) Natürlicher schwefelsaurer Strontian, der anvielen Orten, in England hauptsächlich in der Nähe von Bristol in der For-mation des bunten Mergels, vorkommt. Erwirb allgemein zur Darstellungder übrigen Strontianverbindungen verwandt, indem man den fcin-pulverisirteu Cölestin mit Kohleupulvcr glüht, wodurch Schwcfelstroutiumentsteht, dieses in Wasser auflöst, und nun mit Salpetersäure oder Salz-säure zersetzt, kocht, filtrirtund abdampft, wodurch falpcterfaurer, oder salz-saurer Strontiau entsteht, die nun wieder zu anderen Strontian-Präpa-raten umgearbeitet werden können. Der salpetersanre Strontian ist daseinzige technisch interessante Strontiansalz; er wird in der Fcnerwcrkcrcizur Hervvrbringuug des bekannten purpurrothcn Fcncrs benützt, zu wel-chem Ende er einer Mischung von chlorsaurem Kali und Schwefel zu-gesetzt wird.
Gotvdee, oder Kauri. Kc»,v,ie>!.) Eine neue, eigenthüm-
liche Substanz, die seit Kurzem in bedeutenden Quantitäten von Neu-seeland in den Handel kommt, und manche nützliche Anwendung zu ge-statten verspricht. Es gehört zur Klasse der Harze, und fließt aus dem«lamme eines sehr schönen Barmes, der o-nuiiia,-» ai^tealis oderKauri aus, der oft bei einer Dicke von 12 Fuß bis zu einer Höhe von!>8 Fnß fast ohne alle Aeste aufsteigt, und iifüßigc Blöcke von reinemKernholz liefert. Das Harz kommt in Klumpen von der Größe einerMuskatnuß bis zu Blöcken von 2 bis :i Zentner im Handel vor. DieFarbe ist zum Theil milchweiß, verläuft sich aber auch in's Bernstein-gelbe, oder selbst Dunkelbraune. Einzelne Stücke sind ganz durchsichtigund farblos. Die Härte dieses Harzes steht zwischen der von Kopalund Kolophonium in der Mitte; die weißen milchigen Stücke besitzeneinen schwachen Geruch, der Ähnlichkeit mit dem des Elemi hat. Spez.Gcw. — i,«4 bis 1,06. Es ist sehr leicht entzündlich, verbrennt voll-ständig mit einer klaren hellen Flamme ohne dabei abzutropfen. Vor-sichtig geschmolzen und erkalten gelassen, bildet es eine harte, zähe Masse,ungesäbr wie Schellack. Im Alkohol ist es sehr leicht löslich, und lieferteinen sehr guten Firniß, da es härter und im Allgemeinen Heller vonFarbe, als Mastir, dabei aber eben so leicht löslich ist. Zudem ist eswohl zehnmal wohlfeiler als das letztere.
Die weingeistige Lösung mit '/> emer Losung des Harzes in Terpen-tinöl vermischt, gibt einen vortrefflichen, schnell trocknenden, fast farb-losen, klaren und harten Firniß. Auch zur Siegcllackfabrikation kann esmit Vortheil angewandt werden, zu welchem Ende man es nnt«chcllackund Tcrpenthin zusammenschmelzt, und mit Zinnober oder anderen Farb-stoffen färbt.
D.
Damast, (LkmasK) ist ein seidenes oder leinenes, auch wollenes oder