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Cam-wood.
das reine Ouecksilberchlorür einwirkt, das basische Salz dagegen in neu-trales verwandelt, und in Auflösung bringt, so kann nur bei Gegen-wart dieser Verunreinigung ein Niederschlag durch Kali entstehen. —
Cam-wood. (6»IN-1V<>0(>.) Ein von der Küste 8ierr-r leana in den Handelkommendes rothes Holz, das in der Färberei Anwendung findet, unddem Brasilien- oder Nikaragua-Holz wohl am nächsten steht. Es ist leb-hafter roth von Farbe, als das Fernambukholz. Der Baum, welcher esliefert, heißt vaxlna vitiäa.
Cedvat. ( 6 eckra.) Eine zitronenartige Frucht, von sehr dicker Schale,deren Epidermis ein sehr wohlriechendes ätherisches Oel einschließt.
Die Cedratfrüchte werden theils in Zucker eingemacht, theils zur Bereitungsehr guter Liköre verwendet, zu welchem letzter« Zwecke man die Früchtevor dem völligen Reifwerden pflückt, und die Schale mit Branntweinertrahirt. Ein weniger gutes Verfahren besteht darin, die Schalen mitdem Branntwein einer Destillation zu unterwerfen. (M. s. „Liköre" und„Parfnmerie".)
Cerasi». Eine von John vorgeschlagene Benennung des Pflanzen-schleims, der in mehreren Gummiarten, z. B. dem Bassvra-Gummi undTraganth vorkommt, und im Wasser nur aufschwillt, ohne sich zu lösen.
Auch Basso rin genannt.
Cerin. Der Hauptbestandtheil des Wachses, der zu 70 bis 8 « Pro-zent darin enthalten ist. Man behandelt das Wachs einige Zeit mitkochendem starken Weingeist, welcher den zweiten Bestandtkeil desWachses, das Myrizin, zurückläßt, während das Cerin gelöst wird,sich aber beim Erkalten der Lösung größtentheils wieder abscheidet. Esist weiß, schmilzt bei 57°, und hat fast ganz die Konsistenz von reinemgebleichten Wachs. Es wird durch Behandlung mit ätzender Kalilaugeverseift, wobei sich Margarinsäure, nebst einer indifferenten fettigenMaterie, dem Cerai'n, bildet.
Salpetersäure wirkt unbedeutend auf das Cerin, mit kouzentrirterSchwefelsäure erhitzt aber verkohlt es sich schnell.
Cetin. (Vstmo.) Der von Chevreul eingeführte Name zur Bezeich-nung des reinen Wallrathfettes.
Chagrain. (8I>aAi-ecn, oliaxi-->m.) Eine Art Pergament, die sich frei-lich dem äußern Ansehen nach sehr wesentlich von dem gewöhnlichen Per-gamente unterscheidet. Seine Oberfläche ist mit kleinen, scharf vorsprin-gende», dicht an einander gränzenden Buckeln bedeckt, und dabei voneiner fast hornartigen Härte. Die Farbe ist gewöhnlich schwarz, dochkommt auch anders gefärbter, selbst weißer Chagrain vor.
Das Eigenthümliche und Wesentliche der Chagrainfabrikation, diehauptsächlich in Astrachan einheimisch, in Europa dagegen außer Betrieb >ist, besteht in der Erzeugung der körnigen Hervorragungen, die sichwieder auf die Eigenschaft weicher poröser Körper gründet, daß sie,in weichem, natürlichen Zustande durch Zusammendrücken verdichtet undgetrocknet, beim nachherigen Anfeuchten wieder zu ihrem ursprünglichenVolumen anschwellen. Gesetzt also, man brächte in einer feuchten leder-artigen Substanz durch Aufdrücken einer abgerundeten «pitze einen Ein-druck hervor, wobei die Substanz des Leders an dieser Stelle eine Ver-dichtung erleiden würde, und trocknete nun das Ganze, so würde die Ver-tiefung auch nach dem Trocknen noch als jolche vorhanden sein. Gesetztferner, man beschallte nun die Oberstäche, und verdünnte sie dadurch bis zurTiefe jenes Eindruckes, so würde dieser dem Auge verschwinden, und eineglatte Oberfläche sich darstellen. Legte man nun endlich das so behan-delte Leder in Wasser, so würde es anschwellen, wobei dann die vorher