Chemische Bestandteile.
229
30 Stunden nüchterner Pferde 1,30 % und 1,33 (1,00 und 1,75)
Placenla; L.ASSAIGNE (Leurkt u. Lassaionk, Rech , physiol . et chim . pourservir ä i ’ hist . de la dit/est Paris 1825. p. 61) fand in der Lymphe aus demHalstheile eines Pferdes 0,33, G. Geiger ( Areh . f . physiol . lleilk ., V,p. 391 ff.) in der Lymphe aus dem Fufse eines Pferdes 0,04, ReesCPhiios . Mag., Kebr. 1841, p. 156) in der Lymphe der vorderen Glied-inaafsen eines Esels 0,120 % Fibrin; Chevrecl ( Mayendie , Precis eiem .de physiol ., 2. ed., ii, 192) im Chylus des (lud thorac. eines hungern-den Hundes 0,42%; J. Müller (a. a. o.) fand in der Lymphe vonFröschen 1,23% Placenla. Nach Müller gerinnt die Lymphe vonFröschen, welche lange gehungert haben, nicht; Nasse (a. a. 0., p.336)sah aber, dass dies noch bei Fröschen geschah, welche einen Theildes Winters in einem warmen Raume aufbewahrt worden waren.
Das Albumin der Lymphe besitzt die Eigenschaften des Blut-eiwcifses; Geiger (a. a. o.) beobachtete aber mit Schlossberger, dassdas vollkommen neutrale Eiweifs aus der Lymphe eines Pferdes beimKochen nicht gerann, sondern beim Abdampfen, wie Nalronalbuminat,Häute bildete; durch Essigsäure wurde nur das kochende Serum ge-trübt; Kälberlab, ebenso Aelher, coagulirien das Serum nicht. Glbleru. Qlevenise führen in ihren Analysen stalt des Albumins eine casein-ähnliche Substanz auf; dieselbe enthielt 1% Erdphosphate und Spu-ren von Eisen; nach ihrem Verhalten gegen Reagentien scheint sienicht sowohl Casein, sondern vielmehr eine Albuminmodificalion ge-wesen ZU sein. Nasse (Simons Beitr . zur physiol . u . palhol . Chemie , I,p. 449) fand , dass die Asche des wiederholt mit Wasser und Spiritusexlrabirten Lymphalbumins noch sehr viel kohlensaures Alkali ent-hielt. In der menschlichen Lymphe wurden 0,434 % (Marciiand),4,275 und 4,280 (Gubler u. Quevekne), 6,002 % (L’IHritier) Ei-weifs gefunden. Tiedkmakn u. Gmei.ix wiesen in dem Serum des Milch-brustgangs eines 30 Stunden nüchternen Pferdes 78,1 des trocknenRückstands (93,83 % Wasser) in Wasser und in Weingeist unlös-licher Materie nach; bei einem 20 Stunden nüchternen Pferde (vergi.Fibrin) im Milchbrustgang 74,5 (95,32% Wasser), im Plexus lum-bal is 75,7 (96,29 Wasser), bei einem Pferde 5 Stunden nach derFütterung mit Hafer aus den Chylusgefäfsen des Beckens 47,92 %(96,88% Wasser) des Serumriickslandes in Weingeist und in Wasserunlösliche Materie; Rees fand 1,20 % Eiweifs beim Esel, Geigerbeim Pferd 0,62 %, Chevreli. beim Hunde 6,10.
Fell findet sich in der Lymphe meist in verseifter Form. Inder menschlichen Lymphe fanden Marchand u. Colberg 0,264 %blassröthliches Fett, L’IIeritier 0,510, Glbler u. Ql£yknke 0,382und 0,920 %. Tieiiemann u. Gmelis vermochten im Serum Fett ent-weder gar nicht, oder nur Spuren desselben nachzuweisen; Nassefand beim Pferd 0,0088 % freies Fett und 0,0575 fettsaures Alkali.
Die Exlraclipstoff'e der Lymphe sind nicht näher untersuchtworden. Marchard u. Colberg bestimmten die in menschlicher Lympheenthaltenen zu 0,312, Glbler u. Qlevenne zu 1,30 (mit 0,73 Salzen)und 1,260%; Tiedemana u. Gmei.in fanden im festen Rückstand des