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Lymphe
Serums aus dem Milchbrustgang eines nüchternen Pferdes J3,7% inWeingeist und Wasser und 6,2 in Wasser, nicht in Weingeist lös-liche Stoffe (93,83 % Wassergehalt des Serums) etc., Nasse in derPferdelymphe 0,163 % in Weingeist löslicher und 0,325 % blofs inWasser löslicher Ext-activstofle, Geiger 0,27 °/ 0 salzfreier extractiverMaterie.
Harnstoff' konnte von Nasse in der Lymphe nicht aufgefundenwerden.
Milchsäure Satze sind zwar in der Lymphe mit Bestimmtheitnoch nicht nachgewiesen worden; allein der Umstand, dass die Ascheder von Albuminaten befreiten, kaum oder gar nicht alkalisch rea-girenden Flüssigkeit nach den Erfahrungen von Marchano u. Coi.berg,sowie von Geiger u. Schi.ossbf.rgek sehr viel kohlensaure Alkalien ent-hält, und der, dass wahrscheinlich nur oder doch hauptsächlich durchdie Lymphe die in den Muskeln gebildete Milchsäure weggeführt wird,machen das Vorkommen der Milchsäure in der Lymphe wahrscheinlich.
Zucker wollen Glbler u. Oievenne in der Lymphe gefundenhaben; nach Ce. Bkhnahd ( Lef . de physiol . exper . Paris 185ti. II, p. 428)soll die Leberlymphe Zucker enthalten. (Vergi. Leber -secrete, p, GS.)
Unter den Mineralstolfen der Lymphe ist. das ( hlornalrium dervorherrschende; Nasse fand 0,4123% desselben in der Pferdelymphe;Chevreel in dem Chylus eines hungernden Hundes 0,61 %.
Die Menge der im Pferdechylus enthaltenen kohlensauren Alka-lien berechnet Nasse zu 0,056%; von der Gegenwart derselben glaubteer sich durch die Entwicklung von Kohlensäure auf Zusatz von Essig-säure, wie er sie unter dem Mikroskop beobachtet hat, überzeugt zuhaben. Geiger fand koblensaure Alkalien nicht in der Lymphe.
Ammoniaksalze, welche Nasse in der Lymphe vermulhete, habenGeiger u. Schi.ossberger mit Bestimmtheit in der Pferdelymphe nach-gewiesen.
Präformirte Schwefelsäure fand Nasse in der Lymphe; er giebtdie Menge des Schwefelsäuren Kalis auf 0,0233 % an.
Phosphorsaures Alkali enthält die Lymphe nur in sehr geringerMenge.
An Erdsalzen mit etwas Eisenoxyd (von den farbigen Blutzellenherrührend) fand Nasse in der Pferdelymphe 0,031 %.
Der Wassergehalt der menschlichen Lymphe beträgt nach Nasse94%—95, nach Marchand u. Coi.berg 96,926, nach Gibi.er u. Qi'g-vknnk 93,978 und 93,477, nach L’Heritier 92,436 %. Im Chylusaus dem Milchbrustgange eines Pferdes, welches 30 Stunden gehun-gert hatte, fanden Tiedemann u. Gmei.in 92,40 % Wasser, in demeines seit 48 Stunden nüchternen 94,51 und 93,63 %, bei einemandern nüchternen Pferde im duct. thorac. 94,98, im Plex. lumbal.96,10; in der Lymphe aus den Gefälsen des Beckens bei einem mitHafer gefütterten Pferde 96,77 % Wasser. Reiss u. Emmert fan-den in der Pferdelymphe 96,60% Wasser, Lassaigxe 92,5, Nasse95,0, Geiger 98,37; Rees beim Esel 96,536; Chevreul im Chylusdes ductus thoracicus eines hungernden Pferdes 92,64 % Wasser.