Band 
Vierter Theil.
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Organische Säuren.

Salzes geführt hatte. Auch dieser mag — in der Meinung, alle Alkali- WA.lnHm.«

, die durch Verbrennung von Pflanzen gewonnen sind, seien einerleiArt — Soda angewandt haben, um auflöslichen Weinstein zu verfertigen,und so jenes neue Salz erhalten haben. Boulduc berichtete 1731 an diePariser Akademie, daß er über die Bereitung des Seignettesalzes vergeblichgearbeitet habe, bis er durch Grosse auf den richtigen Weg geleitet wordendieser habe ihm ein bei der Bearbeitung von Soda erhaltenes Salz mit-theilt, welches, obgleich krystalliflrt, doch alkalische Eigenschaften gezeigthabe (kohlensaures Natron); er habe versucht, ob dieses Alkali mit Weinsteineinen tsrtsrv« solullilis gebe, und bei diesem Versuche wahres Seignettesalzerhalten. — Zu gleicher Zeit meldete Cl. I. Geoffroy an SloaneUach London (was in den kiiiiosopllicsl Hanssctions für 1735 publicirtwurde), Seignettesalz bestehe aus Weinstein und Alkali von Alicante (spa-nischer Soda).

Als der Entdecker des Brechweinsteins wird fast allgemein Adrian"an Myn ficht genannt; was man in der neueren Zeit über eine frühere ^a-Bekanntschaft mit diesem Präparate, schon vor dem 17. Jahrhundert, be-hauptet hat, gründet sich auf eine irrige Deutung der Bezeichnungen «alwrtsri oder lixivium tsrtsri, welche nie auf Weinstein oder Weinsteinlösung,sondern immer auf kohlensaures Kali gehen. Mit dieser Substanz wurdeAntimonkalk, zur Reinigung, schon von dem 15. Jahrhundert an oft^handelt, aber einer Auflösung desselben in ungeglühtem Weinstein wirdiUerst im 17. Jahrhundert erwähnt. Mynsicht's Messvrus et srms-wentsrium mellico-cd^inicum (1631) enthält die Vorschrift, Weinsteinwit Erooiw metsllorum adsintliiacus (dem ausgelaugten Product von demkosten des Schwefelantimons mit Wermuthsalz) und Kümmelwasser zu ko-^en, heiß zu siltriren und krystallisiren zu lassen. Glaub er lehrte in seinen^Urniz novis ^>1>Ho5opt>icis (1648) die Darstellung aus Spießglanzblumenoder Spießglanzglas und Weinstein. Eine Menge von Vorschlägen zur Dar-stellung dieses Arzneimittels wurde später noch bekannt gemacht, wobei die"orschiedenartigsten Antimonverbindungen angewandt wurden; ich kann auf^"e Herzahlung derselben hier nicht eingehen. Die Bestandtheile des Brech-^"oinsteins, und daß dieser ein Doppelsalz sei, lehrte Bergman in seinercke tsrtsro sntiinoniaio (1773) kennen; doch waren damalsb>e verschiedenen Oxydationsstufen des Antimons noch zu wenig unterschie-