gelegentlichen Streif- und Jagdzügen gemachten Wahrnehmungenund Erzählungen, der gröfste Theil unserer Kenntnifs von diesemGebiete beruht, aber wie wenige unter diesen lehrten selbst diekleine Strecke, die ihr Fufs betrat, so genau kennen, dafs ihreNachfolger sich nicht mehr darin verirren konnten! Ein anderesist es, ein Land zu bereisen und eine Heimath zu begründen.
Indem keiner von denen, welche zu Besitzern dieses Landesberufen sind, welche seinem reichen Boden nützliche Früchte,fruchtbare Gesichtspunkte und unvergängliche Wahrheiten ab-gewinnen sollen, sich die Mühe nimmt, die Kreuz- und Quer-fahrten dieser Abentheurer zu verfolgen und die Richtigkeit ihrerAngaben zu prüfen, so kommen sie in die Lage, entwederalle diese Erzählungen als unbestimmt und grundlos zu ver-werfen, oder als wirkliche Wahrheiten anzusehen. Wenn derEine in dieser oder jener Gegend Nichts, was seiner Aufmerk-samkeit würdig schien, gefunden hat, so schliefsen sie daraus,dafs überhaupt nichts darauf zu finden ist, und wenn der An-dere die reichen Schätze einer anderen Gegend rühmt, so ver-fügen sie darüber, als ob sie sich wirklich im Besitze befänden,man baut Brücken über Ströme und treibt Mühlen mit ihrenWasserfällen, aber Brücken, die Niemand tragen und Mühlen,die uns kein Mehl liefern.
Man hat Jahrhunderte lang in der Medicin versucht, in denBesitz von Heilmethoden oder zur Erkenntnifs von Krankheits-zuständen durch die Einbildungskraft in den sogenannten Heil-systemen zu gelangen, wie wenn es möglich, oder nur weiseund klug wäre, eine wahre Einsicht, die Erleuchtung des Geistesoder ein intellectuelles Vermögen von dem unsichersten undgefährlichsten aller Glücksspiele zu erwarten!
Die neuere Zeit hat diese Methode als völlig unfruchtbarverlassen, aber man begeht auf der anderen Seite einen nichtminder grofsen Fehler, insofern man die Aufschlüsse, die manbraucht, anstatt sie selbst durch eigene Anstrengung und Arbeit