mit eigenthümlichen Formen.
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S. 164) aus der Veränderung des Eiweißes durch Oel entnom-menen Schlüsse, — wie weit wir noch entfernt sind, einegründliche Kenntniß von den Elementarformen der organischenTheile zu besitzen. Wir sind nicht im Geringsten in Zweifel,daß unter den Elementarkörnchen die größten Verschiedenhei-ten stattfinden, Unterschiede, welche unserm Auge zwar nichtso sichtbar sind, als die unendliche Mannigfaltigkeit ihrerProdukte, der Zellen und Gewebe, welche aber dcmungeachtetcristiren, da sie letztere bedingen. Wären aber die Pflanzen-zellen und die Blutkörperchen, die Amylumkörnchen und diePigmentkörnchen im Auge ursprünglich aus einer Protein-verbindung bestehende mit Fett gefüllte Bläschen, so würdejede Forschung über den chemischen Ursprung der Gewebe fürimmer unmöglich und alle Erklärungen unzulässig sein.
Daß die Elementarkörnchen eine Proteinverbindung ent-halten, mag nun die Hülle daraus bestehen, oder mag sieim aufgelösten Zustande den Inhalt des Bläschens ausma-chen, ist kaum zu bezweifeln, weil in den allerjüngsten Ge-bilden des Thier- und Pflanzenreichs Protein niemals fehlt,und weil überhaupt ohne Mitwirkung des chemisch so leichtveränderlichen Proteins keine Organisation möglich zu seinscheint. Letzteres gilt nicht bloß vom thierischen Körper, son-dern auch im Pflanzenreich; wo so viele andere stickstofffreieStoffe, Cellulose, die inkrustirende Substanz, Dextrin, Amy-lum, Zucker, Pektinsäure u. s. w. überwiegen, ist der Er-fahrung gemäß jede Entwickelung an das Vorhandensein vonProtein gebunden. Die einfachsten Schimmelpflanzen, welcheaus stickstofffreien Körpern, wie Milschsäurc oder Weinstein-säure unter dem Einfluß der atmosphärischen Luft (also desStickstoffs) und des Wassers entstehen, enthalten vom erstenAugenblick ihrer Existenz an Protein.
Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß das Protein schonvor der Zellenbildung in den Elementarkörnchen präeristirt,wenigstens ist es für die Zellenbildung durchaus nothwendig