480 Bestandtheile des organischen Reichs
Schicht. In ?inu 8 sylvestris, Fig. 16 a, werden sie schönblau, während die äußere Schicht der entwickelten Holzzellen,wie immer, braun gefärbt ist. Die Cambiumzellen scheinen alsoaus reiner Cellulose zu bestehen, und haben deshalb mit deräußern Schicht der Holzzellen nicht nur Nichts gemein, son-dern das Cambium verdient wirklich einen besondern Namen,so lange es Cambium ist. Von verschiedenen Schichten isthier Nichts zu entdecken. Um so mehr glauben wir sie vonden eigentlichen Holzzellen unterscheiden zu müssen, weil inkinus letztere unter dem Einfluß der genannten Reagentienanschwollen, so daß die äußere Schicht barst, und weil dieinneren Schichten, wie es schien, nur sehr wenig Cellulose ent-hielten. Außer einem kreuzförmigen Inhalte (Ueberbleibseldes ulrieulus mwrnus?), Fig. 16 6 , zeigt sich im Innernnur eine aufgeschwollene bleifarbige Schicht. Wenn also in?iuu 8 das Cambium in Holzzellen verwandelt wird, so mußdas Cellulosehäutchen größtentheils durch eine andere Sub-stanz angefüllt und außerdem noch durch andere Stoffe um-geben werden. Entwickelte Holzzellen und Cambiumzellensind also hinsichtlich ihrer Struktur durchaus verschieden. Dasie indessen später in Holzzellen übergehen, so kann man siein diesem Sinne auch junge Holzzellen nennen.
Aus dem früher (S. 209) Mitgetheilten ergab sich, daßin den harten Steinfrüchten die Holzsubstanz im Allgemeinen— d. h. Alles zusammengenommen, was zu den Holzzellengehört und von der geringen Menge Stickstoff, welche darinvorkommt, abgesehen — aus H as zusammengesetzt ist,und daß, wenn man davon C 2 4 H 42 0 21 , oder Cellulose, ab-zieht, für die inkrustirende Substanz die Formel C 40 ll«, 0 18übrig bleibt; eine Formel, welche den so eben mitgetheiltenBeobachtungen zufolge die Zusammensetzung zweier Stoffeausdrückt, nämlich der äußeren Schicht der Holzzel-len und der mittleren oder eigentlich verdicken-den Wand, die inwendig mit der dritten oder Cellulose-