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dadurch verlustig zu werden. Sie warbe demnach bey denEydgenossen nach, baß man sie bey ihrem alten westn wollebleiben lassen. Es nahmen sich auch die übrige EydgenoßischeStande insgesamt und darunter absonderlich Freyburg uudLv-lothurn nicht nur auf der an. i;«y. zu Baden gehaltenen Tag-satzung , sondern auch nachgehends der Vielem so eifrig an, daßendlich nach langer zeit dieser tausch durch einen zwischen Bi-schoffWilhelm Ninck von seidenstem, und der stadt Viel an.iüio. getroffenen vergleich rückstellig gemacht wurde. An. 1718.verfiel die stadt Viel in einen verdrießlichen Handel mit ihremHerrn Johann Conrad Bischoff von Basel, aus anlas ihrestzKadtschreibers, welcher an gehaltenem sogenannten Leyd-tageseines amts gewisser Ursachen halber entlassen worden.. Dennals sich selbiger deswegen an dem Hof zu Bruntrut als über eineunverhörter weise wider ihn ausgesprochene sententz beschwe-ret - ließ der Bischoffscharfe moniwriL deshalben an den Magi-strat zu Viel ergehen, um gedachten Stadtschreiber anzuhören,ernannte auch zu solchem ende eine Commißion. Wellen aberder Magistrat dafür hielte, daß diefes unternehmen ihremStadt - policey - recht und denen im tractat von an. 1610. vor-behaltenen freyheiten zuwider lauste, fo trug er bedencken hierin-nen parition zu leisten: mittlerweile ward von feiten des Furstl.Meyers Herrn Thellons wider dieses des Raths verfahren eineprotestation eingelegt, auch geeicht und recht eingestellt, alsworauf von dem Rath eine gegenseitige protestation erfolgte.Ferner wurde das übel um fo viel grosser, als da zu gleicherzeit aus anlas des Fürstl. Schaffners die gantze bürgerschafft er-reget , und dieser in seinem Haus überfallen ward, welches viel-fältige ungemach zusamt der Hiebey entstandenen trennung derbürgerschafft, und des Fürstens «»gekündeter ungnade,die,gutestadt in grosse Verwirrung fetzte; fo daß sie sich endlich genothi-qet fahe, den Canton Bern als ihren ältesten bunds - genossenum rath und hülffe anzuflehen, als welcher auch die Mediationmit genehmhaltung des Fürsten übernähme, und dem zu folgean. 1720. im iunio eine ansehnliche Gesandtschafft nach Brunt-rut sandte, als nahmentlich, Herrn Hieronymum von Erlach,General und Welsch - Seckelmeister (nunmehro Schultheiß)Herrn Johann Rudolph Tillier, des Raths, Herrn JohannJacob Sinner, Alt - Landvogt von Lausanne, und Herrn CarlThvrmann, des grossen Raths. Zu gleicher zeit ward auch vonfeiten der stadt eine Deputation, mit Zuziehung Herrn JohannRudolphs von Waldkirch , ß.Il.v. damals zu Bern , jetzun-der zu Bafel krokclloris, abgesandt, allwo auch endlich nachgeschehener fleißiger abhandlung, auf allseitiger parteyen gut-Heissen , ein Vergleichs - project entworffen, und damit dieconferentz geendiget worden. Nachdem aber einige in diesemproject begriffene artickel dem Magistrat sowol zu Bern alssonderlich zu Viel so sehr mißfielen, daß sie sich weigerten selbi-gen einzugehen, bliebe dessen genehmhaltung allerseits zurück,hiemit auch die streiligkeiten unerörtert, bis endlich da sich diefach zu neuen und gefährlichen Weiterungen anließe, an. 1721.im januario eine zweyte Zusammenkunft zu Buren beliebet, all-da ein neues project errichtet, auch allerseits angenommen,mithin das Regiment zu Viel an. 1722. im mertz wiederum be-setzt , und alle unruhe gestillet worden. 8-MMxs. ttb. VIII.
x. 267. L. 3) Eydgenof.Bunds-hist. k.I. in sxxsncl.
x.y. b) ILrä. p. ;. c) TscinH', cbron. Mär. k. I. x. m. 6zy.cl ) k. I. nä an. 1)67. x. in. 1015. leg. cbron. La-
ül. lib IV p 182. contim killor. Ülic. Iib.
I.VII. 5 ^/Ve,. k. II. Iib. X. äcc. xubl. L blsrcux. Helvet. sä
ää- snn. *
Biel, (Gabriel) war aus der Schweiss, oder wie anderesagen, von Speyer oder von Tübingen gebürtig. An diesemletzten orte wurde er voclor, und lehrte daselbst die Theologieund Philosophie mit gutem rühme, begab sich auch unter dieLIcricos Hektares, welche äs Vita communi genennet Wurden,und von Gerhards öl. gestiftet sind. Er starb an. 149;. undhinterließ Lplwmen L Lollsctorium circa kstri Loinbaräi Leu-leMias; Lanonis Mllse inykicam <L litcralem expolltionsin;Tsrmones, Lc. Man legt ihm auch einen tractat äs Nonera-rum Loteiiats -L lltilitats bey, welcher an. 1542. zu Nürnberggedruckt worden. SeL,,«,/«. äe lcr. eccl.
LaLök. w Lppenä. aä Lava biü. lit.
ckleär, äs xatr. illuür. vir.
* Viel, ein flecken Spaniens in dem theil des in Aragoniengelegenen Bißthums von Pampelune, an dem fluß Viel, ohn-gefehr vierzehen meilen von der stadt Saragossa gegen morgengelegen. viäkion.
Viel«, oder Bielltt, Lugella, J-sumelluin und I.LU-Uiellum, eine grosse aber mit wenig hausiern verfehene stadt andem fluß Cervo in Piemont in der landschafft Vercellefe. Dasumliegende gebieth wird u Lislesie genennet.
Biela, oder Weißwasser, eine stadt in Böhmen , indemBuntzlauer-kreis , nicht weit von Jung - Buntzel, hatte vordiesem ein vestes schloß, und gehörte den Herren Michaleczen.Nicht weit davon ist der groste thier- garten in Bohmen, voneilf meilen im bezirck. Desgleichen hat Carolus IV. einen sehrgrossen fisch - teich ohnweit davon graben lassen. Sonst liegtauch ein schloß gleiches nahmens in dem Bechiner - kreis ohnweitPolna, zehen meilen von Prag. X»/. Lobem. x>. 12.mikcell. äec. I. Iib. III- c. 7 - §- 4 - l>. 77- VOgteNS
jetzt!. Böhm. x. 76.
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* Biela, ein kleiner fluß in Ober - Schlesien, welcher indem Fürstenthum Teschen entspringet, durch die HerrschaffrPlesse läuft, und in dem Polnischen Hertzogthum Auschwitzoder Osvieczin in die Weichsel fallt.
Biela - Ozero, siehe Viele - Iezora.
* Bielche, oder äs Bielke, Bielkis, (Janus) war Cantz-
ler in Norwegen, und starb in dem 8». jähre seines alters an.1659. Er hat geschrieben Lxpositionsm Or-Nionis DominiLL,Coppenhagen 1624. 1646. in I2M0 ; Lummaria Libliorum,ibiä. i6;4. in 4W; Ie§um Xorveglcsrum, ibiä. in
4to; 8ummam 1e§um llsnico-XorvsZicarum, ib. 16)4. in 4to.
Bielcke, ein sehr altes und berühmtes gefchlecht in Schwe-den , von welchem Ketillus, ein Ritter zu den Zeiten desKönigs Birgeri, um das jähr i;oc>. gelebet, und nebst dreytöchtern zwey söhne gezeuget hat. Unter diesen hatte Turo,Ritter und Reichs-Ralh, vier söhne, von welchen Nicolaus, Bc-uedictus und Steno das gefchlecht fortgeführet. Nicolaus wardReichs - Drosset, und der erste Landes-Höfding in Finnland,und hinterließ Ericum. Steno zeugte einen söhn mit ihm glei-ches nahmens, so Landes-Höfding in Westmannland worden;und Benedictus, Reichs-Rath, hinterließ Stcnonem und Tu-ronem , von welchen dieser Landes-Höfding von Upland wurde,und Stenonem nach sich ließ, welcher drey söhne und so vieltöchter hatte. Jener aber, nemlich Steno in Marienburg,Reichs-Rath und Marschall, starb an. 1418. nachdem er Turo-nem und Ericum gezeuget. Turo, Reichs-Rath, und Landes-Höfding von Upland , vermahlte sich zweymal. Aus der erstenehe wurde ihm gebohren Ericus, welcher Turonem gezeuget,und Brigitta, welche an den König Carolum VIII. in Schwedenvermählet worden. Aus der andern ehe war Turo in Krake-rum , Reichs - Rath, welcher Ericum , «Ltenonem und Pe-trum nach sich ließ. Ericus, Herr in Penhannar und Reichs-Rath , hatte einen söhn, Axelium , Herrn von Herefette,Reichs - Rath und Gouverneur von Ost - Gothland, dessensöhn Johannes, gleichfalls Gouverneur von Ost-Gothland, zeug-te mit Elisabeths, Axeln Posse tochter, Gunilam, so an. 158,-.an Johannem III. in Schweden vermählet worden. Petrus,der dritte söhn Turonis und Erici bruder, Herr in Krakernm,'zeugte mit Catharina von Wyck, Nicolaum und Turonem,wie auch drey töchter, von welchen Margaretha eine gemah-Itn Arelti Baner in Diursholm worden. Nicolaus, Herr inAlceroe und Reichs - Rath, ertranck an. 1^5. den 20. may,nachdem er mit Anna , Clementis Hogenskild tochter, Ho-genskieldium, Turonem und Claudium gezeuget. Der erst-gebohrne, Hogenskield, nahm diesen zunahmen von der Mut-ter an. Dieser bediente unter Erico XIV. da er wider Fride-ricum in Dänemarck kriegte, eine Generals - charge, wurdevon dem folgenden Könige Johanne zum Freyherr» von Leckioan dem tage feiner crönung,folgends zum Reichs-Rath gemacht,und auf Caroli IX. beseht, weil er der partey Sigismundi,Königs in Polen anhieng, an. rsoo. enthauptet, nachdem ermit Anna, Suantonis Stura tochter, Ebbam, Suantoncmund Stenonem gezeuget. Sein bruder Turo, fo gleichfallsan. 1600 enthauptet worden, hatte von Margaretha, Grä-fin von Westerwyck, zwey söhne, und eine tochter, Martham,welche den Grafen Gabrielen: Oxenstirn geheurathet. Vonden söhnen aber ist Nicolaus, Herr in Alceröe, zum Reichs«Schatzmeister gemacht worden. Er vermahlte sich mit Cathari-na , Gräfin von Oxenstirn, welche ihm gebohren Turonem,Herrn in Alceröe und Erfwala, Sigrid , so an Graf GustavHorn, und Margaretham, so an Graf Ernst Oxenstirn ver-mählet worden. Claudius, Nicolai dritter söhn, Hogens-kieldi und Turonis bruder, Herr in Wyck, wurde Reichs-Drosset, hatte zwey söhne, die aber in ihren jungen jährenverstorben, und fünf töchter, davon Catharina erstlich CanutoUlph Sparn, hernach Carolo Lilie, und drittens HaraldsStaake beygelegt worden. Die andere tochter, Gunila, wurdean Nicolaum Guldenstirn, die übrige an das Brahische undFlemmingifche, Steenbockische, Rymnigische und Oxenstirni-sche Haus vermahlt. Turo, Petri anderer söhn und Nicolaibruder, Herr in Sahlestadt, lebte um das jähr 1^70. warReichs - Rath, und nahm den nahmen Bielcke zu erst an. Erhatte zwey gemahlinncn, und von der ersten Suantonem, Frey-herr» zu Krakerum, Reichs-Rath und Reichs-Cantzler, welchenCarolus IX. an. 1608. zum Freyherr» machte. Er wurdevon der Gräfin von Löwenhaupt, ein vatter zweyer töchter, Chri-stin« , so an Carolum Baner, und Anna, welche an NicolaumBrahe, Grafen von Wisingsburg, vermählt gewesen. Turonisandere gemahlin gebahr ihm zwey töchter, davon Christina GrafClaudii Horns gemahlin worden, und zwey söhne, darunter Ni-colaus, Herr in Sahlestadt und Reichs-Rath, zu mercken. Evwar an. 1567. gebohren, stund dem Hertzoge Carolo von Suder-manland wider Sigismundum III. in Polen bey, und half erst-gedachten Carolum zum König in Schweden erwehlen. Hieraufwurde er in den Freyherren-stand erhoben,auchKöniglicherCam-mer-Rath, Landes-Höfding inSmaland, Gouverneur vonFinnland , und bey Gustavi Ädolphi kriegs-zng in Teutschland,Regierungs-Rath. Von seinen söhnen sind Steno, Gustavusund Turo zu mercken. Steno, Freyherr in Korpo, wurde au.i6;7. zum Reichs - Rath ernennet, und an. 1672. zum Reichs-Schatzmeister. Er starb an. 1684. nachdem er mit seiner ersten
gemahlin^