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* Bogermann, (Ich.) ein Holländischer Dieolsgns,war Pfarrer zu Lieuwarden, nachgehends kr^le» des 8 vno6ivon Dordrecht / und endlich OoÄoi und Lrokellor Ikeo'logisezuFranecker, ein grosser feind des Armin» und seiner anhän-gcr. Er verstarb an. 1637. und hinterließ: kiaxin xceniten-rise, seu Äleäitatioiiss in lsplum Oavickis , Herborn 1616. in 8»Pänoratioriss contra II. Lrotium ; Lpeculum LstecbismiimHeliriwriim , i6sz. äs salutsri II lü fuäicioruni Hsi; Gitters««onlolatvriss Lc. biogr.
Bogesund, eine kleine stadt in der Schwedischen provintzWest-Gothland am Ullsunger-see gelegen. Sie führt den li-ttst einer Graffchafft von den zeiten Königs Erici XIV. Hier-bey ist an. 1520. Steno Stur, der jüngere Reichs-Statthalterin Schweden, in einem treffen mit den .Dänen so gefährlichverwundet worden, daß er rurtz darauf daran verstorben, pu-fend. Schweb, hist.
Bogislaus , der jüngste söhn Mistevonis, Königs derWandalen, und bruder Udonis, von welchem die Hertzogevon Mecklenburg herstammen. Er hinterließ einen söhn, nah-mens Svantibornm , welcher von Bela, dem Ungarischen Kö-nige , durch hülste Miecislai, Königs in Polen, überwunden,und zur Christlichen reiigion gebracht wurde, welche er abernach erlangter freyheit wieder verließ , worauf er grosse krie-ge wider Polen und Dänemarck führte, und an. 1107. starb.Dieser hatte 4. söhne» welche endlich alle den Christlichen glau-ben angenommen, und denselben durch hülste Ottonis An-dechsii, Bifchoffs zu Bamberg, Kayfers Henrici IV. Cantzlers,auch ihrem volck predigen lassen. Sie befreyeten sich vondem Polnischen joch , und behaupteten von den Dänen die in-sul Ufedom. Übrigens theileten sie Pommern solcher gestaltunter sich, daß Wartislaus und Ratidorus Vor-Pommern,Svantopolcus aber und Bogislaus Hinter-Pommern bekam,woraus zwey linien entstunden. Die Vor-Pommerische linieward von den beyden brüdern, die Hinter-Pommerische abervon Bogislao allein fortgepflantzet, mdein-sein bruder Svan-topolcus an. 1120. ohne erben gestorben. ^ clu-on.
kolon. lib. III. in Vanäal. Pommeris kirchen-
hlst. lib. I. lvll. , in contin. bist. kolon.
k. II. üb. III. ssÄ. 12.
Bogislaus, Hertzog in Hinter - Pommern, siehe Pom-mern.
Bogislaus I. Hertzog in Pommern , wurde nebst seinembruder Casimtro nach fernes vatters Wartislai I. tobe unterder vormundschafft seines vettern, Ratibor zu Stettin, erzo-gen. Heinrich der Löwe hatte damals die MecklenburgischenFürsten aus dem alten Wendischen stamm theils umgebracht,theils aus ihrem lande gejagt. Dieser, als ihrer vettern,insonderheit Primislai, nahmen sie Bogislaus und Casimiran, und legten erstlich eine verbitte bey Henrico Icons ein,nachdem aber solche fruchtlos war, brachten sie das Mecklen-burgische guten theils unter sich. Es kam dazu, daß an. 1164.der König in Dänemarck WoldeMar von dem Kayser Frie-drich I. die freyheit erhielt, die Wendische und also auch diedie Pommerische nation unter sich zu bringen, als welche da-mals noch nichts mit dem Reich zu thun hatten. Dieser ver-einigte sich also mit Henrico leone und Alberto von Bran-denburg , wie auch den Rugianern wider die Mecklenburgerund Vor-Pommern, welche zwar von den Hinter-Pommernund Polen hulffe bekamen, aber doch der macht ihrer feindenicht gewachsen waren, sondern sich in die Wälder retirirenmuste», woraus sie dem feind zwar einigen abbruch thaten,der aber unterdessen das gantze land verheerete. Hier wurdenun Bogislaus gezwungen, um friede zu bitten , den er end-lich gegen etliche tausend marck silbers erhielt, wobey er ver-sprechen muste, Pribislao nicht wider Heinrich den Löwenzu helffen. Worauf er nebst seinem bruder das land wieder an-dauere, auch.endlich Heinrichen dazu beredete, daß er Pri-bislao den grasten theil seines landes wieder gab. Mit Dä-nemarck setzte es noch einige Verdrießlichkeiten, die aber an.n 68 . beygelegt wurden, mdem die Dänen den PommernWolgast ungehindert zu lassen versprachen, wogegen diese ih-ren anspruch auf das land Barth fahren, und sich im kriegewider die Rugianer brauchen liesten. Es währte aber nicht lan-ge, so bekam Bogislaus wieder Händel, sowol mit den Dä-nen , als mit Heinrich dem Löwen, welche aber wegen des-sen und seines bruders guter Verfassung nichts rechts ausrich-ten konnten. Hertzog Heinrich bekam auch sonsten feinde ge-nug , daß er gern mit Bogislao friede und ein bündnis mach-te. Als aber an. 1187. der Kayser dessen conqueten im Meck-lenburgischen ihm abzunehmen im begriff war, erforderte erdie Pommerischen Fürsten zu sich in fein lager vor Lübeck, undbrachte es dahin, daß sie sich in seinen und des Reichs schützbegaben, und ihre bisher souverainen lande von ihm unter demtitul der Hertzoge zu lehen empfiengen (was Krantzius hier-bey von adlern gedencket, ist nicht von einem Pommerischenwapen, sondern von den Reichs-fahnen, die bey der ceremo-nie gebraucht worden , zu verstehen.) Diese neue Verbindungbrachte ihm anfangs wenig glück, denn erfiena auf des Kan-ters geheiß und versprochene hulffe mit Canuto, König in Da-nemarck, krieg an, worüber er wegen nicht erfolgter hülstesehr zu kurtz kam, und nach äusserster Verheerung seines landes,emen nicht gar zu vortheilhafften frieden eingehen muste. Bo-grslaus bekam im alter auch mit seinen Hinter-Pommerischen
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vettern zu thun. Diese hatten bald von ansang sich von de-nen in Vor-Pommern abgesondert, liessen ihnen nichts vonder erbschasst Svantipolks, Svantibori sohns, zukommen, wa«ren auch übel zufrieden, daß die Vor-Pommern sich zu denTeutschen hielten , und endlich gar unter das Reich begeben;daher Sambor und Mestovinus I. Bogislao, als er es wegenanderer feinde nicht wehren konnte, Belgard und ein theil vonder Neumarck wegnahmen, welches er vergebens wieder zuerlangen sich bemühet. Das letzte, so er merckwürdiges ge-than , ist, daß er dem Hertzog Burewin aus Mecklenburg,,nachdem er dessen feindseligen vettern Ntclotum gefangen be-kommen, aus dem gefängms wieder zu land und leuthen geholf-fen. Er starb endlich n 88 . sonderlich
Bogislaus II. bis auf BvgistrmmVÜ. siehe unter Pom-mern.
Bogislaus VIII. ein söhn Bvgislai V. bekam zu seinemgntheil Stargard, Camin, Greiffenberg und Treplo. Alswegen des Bifchoffthums Camin zwischen dem Papst und demKayser eine streitige wähl entstanden, so übernahm er an.i;7ü. die administration der kirchen-güther, damit denselbenund der wähl des Dom-Capituls, kein eintrag geschehen möch-te. Als er aber an. i z ya. seinem bruder in der regierung fuc-cedirte, gab er diese administration des Stifts Camin auf,doch weil er unterschiedene güther wegen der zu derselben ein«löfung aufgewendeten Unkosten zurück behielt, st> ward er vondem Bischofs Nicolao von Bock in den bann gethan, welchen erdarauf nach eingelegter appellation an den Papst zwang, sichdes Bißthums eydlich zu begeben, und den Preußischen or-den anzunehmen. Inzwischen als dessen Nachfolger im Biß-thum , Hertzog Magnus von Sachsen-Lauenburg, seines vor-fahrn anforderung wiederholte, und ein Päpstlich urtheil vorsich erhielt, ward an das Loncilium zu Costnitz appellirt, undBogislao die güther zu restituiren anbefohlen Welcher aber un-terdessen «11.1417. gestorben war, und von Sophia, Proco-pii Marggrafen in Mähren tochter, einen besonders tuaend-hafften Fürsten, Bogislaum IX. zum Nachfolger hinterlassenhatte. x. 6 . Pommerische kirchen - chron.
Bogislaus IX. vorgedachten Bvgislai VIII. söhn, ward an.1417. von dem Loucilio zu Costnitz in den bann gethan, weiler desselben ausspruch wegen restitution der Camimschen Stifts-guther nicht folge leisten wollte, welchen er 16. jähr erduldet.Es ließ auch der Bischofs nicht nach, bis er auf dem Lonciliazu Basel den Hertzog aufs neue in den bann , und KayserSigismundum dahin brachte, daß er ihn mit der acht bcdro-hete. Doch wurde endlich durch Vermittlung König Erichs inDänemarck an. 14)6. zu Cvlberg ein vergleich getroffen, ver-möge dessen der Hertzog dem Stifte Camin etliche güther ab-trat , etliche aber vor die ausgelegte kosten behielt. Er wirdsonsten als ein verständiger und tapferer Fürst gerühmet, wie erdenn seinem vetter, Konig Erichen, in den kriegen widerHolstein und die see-städte getreulich deygestanden, auch da erst-gedachter König seine drey Reiche verlassen, zur Dänischen Cro-ne in Vorschlag gekommen. Doch die Dänen machten sich be-drucken , einen solchen König zu haben, der vorher bann undacht in den wind geschlagen hatte. Er hinterließ von Maria,Hertzogs Zigmoviti in Mafovien tochter, Sophiam , welchean ihren vetter Ericum vermählt wurde. Er starb an. 144°'
Bogislaus X. Hertzog zu Pommern, ein söhn Erichs II.und Sophiä, die des vorhergehenden Bvgislai tochter war.Diese seine mutter hatte bey entstandener Uneinigkeit mit ih-rem gcmahl ihn nebst seinem bruder Casimir zu sich nach Nü-genwald genommen; und gleichwie sie von einigen beschuldi-get wird, daß sie Casimirum mit gift vergeben, und bey Bo-gislao dergleichen vorgehabt, also ist gewiß, daß sie denselbensehr unachtsam erzogen, in die gemeine schule, und noch dazumit zerrissenen kleidern lausten lassen, so gar, daß Hans Lan-ge , ein bauer von Lantzke, ihn mit kleidern versorget. Alssein vatter an. 1474. verstorben war, versähe ihn Hans Langemit einer equipage, und ritte mit ihm zu den nächst wohnen-den von Adel, welche ihn mit ;oo. Pferden zu feinem vetterWartislao nach Barth begleitet, da er denn ohne widerstanddie Huldigung in dem gantzen lande empfieng. Dem gedachtenbauer erzeigte er nachgehends alle gnade, die derselbe abernicht auf seine Ander extendirt wissen wollte, sondern verlangte,dieselbe als andere bauren zu halten. Für seine Person aberwar er oft bey Hofe, hieß den Hertzog nach wie vor du, undgab ihm manchen guten rath. Bvgislai mutter, die sich nichtallzu sicher wüste, begab sich mit ihren von König Erich ererb-ten schätzen nach Dantzig, bis sie endlich nach etlichen jährenausgesöhnet, und mit der Herrschaffl Stolpe versehen wurde.Als er die regierung angetreten, forderte Churfürst Albrecht zuBrandenburg die erneuerung der lehn usid Versicherung des an-falls, wie sttbiger von seinem vatter und dessen bruder War-tislao vertragest worden war. Hertzog Bogislaus aber ent-schuldigte sich, man hätte seinem vatrer mit gemalt etwas an-gedrungen , worein er nicht willigen könnte. Darüber kames zum krieg, und Churfürst Albrecht belagerte den Hertzogin Pyritz , woraus ihn aber fein getreuer Vasall, Hans Kussow,bey nacht durch unwegsame schliche führte. Hierauf zog derChurfürst, welchen ohne dem die Kayserlichen Verrichtungen an-