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mit seines dritten bruders Ernesti Ludovici söhne, Phi-lippo Julio, dergestalt, daß er demselbigen die ämter Barth undFrantzhagen, vermöge der erb-verträge / jedoch wegen daraufgewandten Unkosten gegen erlegung noooo. gülden abtrat.Wegen seines hohen alters nahm er seinen ältesten Printz Phi.lippum II. zum mitgehülffen in der Stettinischen regierung an,welche er anders einrichtete, und starb an. i6oü. den 7. mertz zuStettin. Übrigens wird von ihm gerühmet , daß er ein liebha-ber der mechanischen künste gewesen, und das städtlein Frank-burg erbauet. Er schlichtete auch die grentz-streitigkeiten mitdem Hause Mecklenburg, und hielt wider die Flacianer zu Bartheinen 8vnoäi-m. Unter seinen 4. brüdern wurde ihm das prä-dicat des frömmsten beygelegt, wie er denn sonderlich die al-te aufrichtigkeit geliebt, und einen ordentlichen Hof gehalten,weswegen er bey seinem kleinen lande mehr ersparet, als die zuWolgast und Stettin, ob er schon an Fürstlichem Pracht nichtsermangeln lassen. - Seine gemahlinnen waren 1.) Clara, Her-tzogs Francisci zu Lüneburg tochter, welche ihm 6. Printzen undf. Printzeßinnen gebohren. 2.) Anna, Johannis zu Holstein-Sunderburg tochter, welche ohne kinder verstorben, siehe Pom-mern. insonderheit
Bogislaus XIV. Hertzog über gantz Pommern, war deng i. mertz an. 1580. gebohren, und nebst seinem jungem bru-Dcr Georgio zugleich in üuäüs, sprachen und exerciriie un-terwiesen. An. 1604. schickte ihn sein vatter nach Franckreich,Engelland und Holland , und als er an. 1606. nach dessel-ben tobe wieder in Pommern angelanget, ward ihm und sei-nem bruder Georgio durch einen auf 8. jähr gestellten inte-rims-vergleich das amt und stadt Ringwald eingeräumet. Alser an. 1607. dem beylager seines ältern bruders Philipp! II.bcygewohnet, gieng er das folgende jähr an den KayserlichenHvf nach Prag , wie auch nach Wien und an andere TeutscheHöfe, kehrte an. 1609. wieder nach Hause, nahm seine residentzzu Rügenwalde, hielt auch daselbst den 19. febr. an. mitElisabeth , Hertzogs Johannis zu Schleßwig - Sonderburgtochter beylager, und verglich sich dabey mit seinem bruderGeorgio, daß ihm solcher die residentz zu Rügenwaldeallein überließ, und die seinige zu Bickow nahm. Als an.1620. sein älterer bruder Franciscus ohne erben verstorben,und er dadurch die regierung des Stetlinischen antheils bekam,überließ er seinem jüngsten bruder Ulrico, Bischoff zu Camin,die ämter Rügenwalde und Bückow, und als auch dieser an.1622. erb-los starb, ward er selbst Bischoff zu Camin, und seinvetter, Philippus Julius, Loacljuwr in solchem Stifte. Alsdieser nun an. 162z. ohne leibes - erben abgieng, erlangte Bo-aislaus auch das Wolgastische antheil, und bekam also allePommerische lander zusammen. An. 1626. besuchte ihn derChurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg zu Stettin, undunterredete sich mit ihm wegen der gefährlichen kriegs-läuften.Das folgende jähr wurden bey ;oooc>. mann Kayserliche völckerin seine lande einquartieret, welche nur 6. wochen daselbstbleiben sollten, hernach aberjähr lang blieben, und nur indem Stettinischen 10. Millionen , im Wolgastischen aber viel-mehr schaden verursache:. An. 1623. ward die stadt Stral-sund, als sie sich den Kayserlichen aufforderungen nicht ge-mäß bezeigen wollte, von dem Kayserlichen Feld-MarschallArmin zu belagern angefangen, und hernach von dem Ge-neral Wallenstein noch schärfer beängstiget, wiewol er siedoch nicht eindekommen konnte, indem die stadt der Schwe-den angebotene hülste angenommen. Bey der an. 1629.erfolgten Publication des restitutions-edicts konnte man zwaran die Pommerischen kirchen-güther, und sonderlich das Biß-thum Camin nicht kommen, weil dasselbe niemals ein un-mittelbarer Reichs-Stand, und seit dem Passauischen vertragimmer unter Lutherischen Bisthoffen gewesen ; doch wurdeunter dem vorwand, daß man sich der küste von der Ost-seewider Dänemarck und Schweden versichern mäste, das land,wie schon gedacht, durch die Kayserlichen auf den gründ aus-gelaugt , und durch die darzu kommende hungers-noth und pe-stilentz gantz und gar verheeret. Als an. i6;o. der König inSchweden auf der Pommerischen küste ankam, retirirten sichdie Kayserlichen, und der Hertzog, nachdem er vergebens dieNeutralität gemehrt, sahe sich genöthiget, in die von den Schwe-den ihm angebotene alttantz zu treten, und demselben seine re-sidentz Stettin einzuräumen. Es wurde dabey der vergleichgemacht, daß der Komg Pommern wider alle unrechtmäßigegewalt, worunter dre brangsalen der Kayserlichen armee ver-standen wurden, schützen, und das land bey erfolgter ruheohne gefährde und abforderung euttger kriegs-kosten dem Her-tzoge wieder überliefern wollte. Gleichwie sich aber der Her-tzog bedungen, daß diese alliantz nur zu abtreibung aller un-befugten gewalt, mit Nichten aber Wider den Kayser gerichtetseyn sollte; also ist Schwedischer ftlts stipulirt worden , daßwenn der Hertzog sterben sollte, ehe der Churfürst zu Bran-denburg als erbe, mit in diesen vergleich getreten, und dasseinige zu des landes befreyung beygetragen; ingleichen,wenn gedachtem Churfürsten von jemand anders die succeßionstreitig gemacht wurde, in solchem fall das land in Schwe-discher sequestration und schütz bleiben sollte, bis der succestsions-punct richtig wäre , alsdenn sollte der 8ucceilor diekriegs-unkosten an Schweden, doch ohne einige belästigungdes landes abtragen, diesen vergleich ratisiciren, und bey er-
folgter ruhe das land wieder haben. Über diesen, obschouaus noth gemachten vergleich, fetzte es doch zu Wien scheleäugen, und die Kayserlichen soldaten fiengen an zu sengenund zu brennen, und das land so zuzurichten, damit dieSchweden nicht darinnen fubsistiren könnten, wobey auchviele an jungen und alten weibs-personen verübte leichtfertig-keit vorgieng, und half wenig, wenn sich die leuthe mit Sal-veguardien versehen liessen. Dergleichen Unglück hat damalsunter andern sonderlich Pasewalcke, Penckum und Pyritz ge-troffen. Hingegen bemächtigte sich der König gantz Pom-mern , und war an. 16; 1. Greyphswalde der letzte ort, der sichergeben muste. Hierauf erholte sich das land unter Schwedi-schem schütz , ob es schon auch diesem viel contribuiren muste,wieder einiger Massen, und saß bis auf die schlacht bey Lützenund den tod des Königs in ziemlicher ruhe. Nachgehends abermuste es unterschiedenes Unglück ausstehen, da sonderlich Star-gard, Pyritz, Gartz und andere örter bald von den Kayserlichen,bald von den «schweben eingenommen wurden. Der Hertzogließ nichts ermangeln, was zu beruhigung seines landes hattedienen können, suchte durch Gesandten am Kayserlichen Hofeseine Aussöhnung, wollte gerne anstatt machen, durch auf-bietung des fünften mannes sein land selbst zu beschützen,welchesaber bey damaligen umständen sich nicht thun lassen wollte,wie er sich denn auch an. 16;;. des Pragischen friedens nichtzu erfreuen hatte, indem er sich von Schweden nicht los ma-chen konnte. Unter solchen sorgen und elend seines landesstarb der löbliche Fürst den 10. mart. an. 16^7. ohne erben. Wiees mit der succeßion ergangen, ist unter dem artickel Pom-mern, weitlaufttger aber in dem leben Churfürst FriedrichWilhelms von Brandenburg erzehlet. sonder-lich iib. nlt.
Boglio, ein kleiner ort in der Grafschafft Nizza, am flußVar, tst das Haupt einer Grafschafft dieses nahmens, welchean Provence und das thal Barcellonette flösset.
* Bogna, lat. Duma, ein fluß im Mayländischen, welcherin der Grafschafft Anghiera entspringet, und nachdem er vierTeutsche Meilen gelausten, in eben derselben Grafschafft beyDomo ä' Oscella in den fluß Tosa fällt. Die gegend, wo erMesset, wird von selbigem Val Bognasca genennet.
Bogomili, wurden im XII. Loulo gewisse ketzer im Orientgenennet, welchen beygemessen wird, daß sie die Dreyfaltig-keit gelaugnet, GOtt eine menschliche gestalt beygelegt, undgelchret, die wett wäre von den bösen engeln erschaffen. D»bey den andern Christen gewöhnliche taufe wäre nur dsstaufe Johannis , ihre taufe aber wäre die taufe Chru
sti. Das gebät des Herrn wäre das heilige Abendmahl'
man hätte keine andere auferstehung, als die durch büß umein Christliches leben geschehe, zu erwarten, und dergleichenSie haben auch die anbätung der bilder und das meß-opmverworffen. Doch sind die auckores von ihnen nicht in alle»stücken einig , und es soll der nähme Bogomili in Slavonischerspräche so viel heißen, als einer der GOttes barmhertzigre»anrüstet, weil sie vor sehr heilige leuthe gehalten wurden. IM'Christ. Wvlff, krok. hat an. 1712. HiilorlLm LogolM"
loruln in 4. ediret. ill clogmat. xanoplia f. ll'
tit. 2;. äe Asstiz Llexii OomnLlü lib. XV. sss
70». sä ä.. L. m 8 . bist. LLcle»
Isee. XII. c. 2. Lc.
* Bogor, oder Bogoris, König der Bulgaren im IX. Aculo, wurde durch seine schwester zum Christlichen glauben vskehret. Denn diese war von den Griechen gefangen worden ssund hatte in ihrem gefängnis das Christenthum angenommen'Da sie nun gegen einen Griechischen wohl-verdienten ma»'Theodorum Cuphäram ausgewechselt worden , und bey ihrenbruder in Bulgarien angekommen war, ließ sie nicht eherbis er auch versprach, sich zum Christlichen glauben zu bekehre'':Er wollte sich lange nicht darzu entschließen, endlich da e<ssgrosse hungers-noth einfiel, und er auf keine art rath zu EKfen wüste, that er ein gelubde, sich mit seinem volcke zu becerren, wenn wieder wohlfeile zeit würde. Als nun solche Xfolgte, erfüllte er auch sein versprechen, wozu noch das em>.tzen über das von Methodio einem Mönchen abgemahlte,nachdrücklich erklärte jüngste gericht vieles beytrug.
6s vwa 88. Lyrlili L ssletboäü. Bey seinen Unterthanen ma»/ersieh dadurch sehr verhaßt, so gar daß sie wider ihn rebellin .Er erföchte aber mit der Christlichen mannschafft einen HE,§chen sieg über die rebeüen, welche sich dadurch grösten "Hssbewegen liessen, Christen zu werben. Daher er an. 36?,dovico Hertzoge in Bayern schickte, und ihn um Geistliche »'sliesse, .welcher Bischoff Ermenricum nebst vielen Priester»^ein schickte. AIs dieselbigen nach Bulgarien kamen ,
Papst schon Blschosse und andre dahin geschickt, daher sie »^.der zurück kehrten. Endlich ließ sich Bogor bereden, da»giment meder zu legen, und in das kloster zu gehen.tom. III. an. 86;.
ANN. 111). IX.
* Bogoria, eine adeliche familie in Polen,aus welcher ^rvslaus, anfangs ^.rekicliaconus und Oanonieub zu
Wesen, und hernach an. i; 4 i. zum Ertz-Bischoff daselbst erlet worden. 0/^0//»,, bist. kol. IX. v. roSi. Es wrrd
.. -44. Nikolaus A-
noch an. 1)64. gedacht. , l. s. x. 1144-