Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Greiffenberg, allwv sei« vatter Paulus Rathsherr und ein Ad-vocat war. Aus der schule zu Greiffenberg wurde er in die unter-schule nach Grypswalde , und von dar nach Stralsund ge-than. An. 1629. gieng er aufdie Universität nach Wittenberg,an. i6;r. nach Königsberg, und an. i6z6. nach Rostock, all-wo er t'roleilor Phsologise worden, und den 8mäloÜ8 son-derlich die khäologism 8scrsm. recommendirt hat. Er ist aberan. 16; 9. gestorben. Seine schriften sind fürnemlich 1.) Lom-Fnentsrius Liblico - XsbbinicuL in Llsi. csp. VII. 2.) Irs-ätsrus contra matrimoniuin compriviZnorum. ;.) Vers OivilioOecslogi. 4. ) Lrsminstics Usbrees. 5. ) LnslMcs kars-xkrsüs klslinorum. 6. ) Ltlncs Iscrs. 7. ) OilpukMonss varise.Mrr/e, ineinor. IkevIoZ. p. 471. <L äisr. bio§r. sä snn.r 6 ; 9 - *

* Bohlius, oder Bolius, (Jacobus) war zu Bartensteinim Brandenburgischen Preussen gebobren, wurde zu Königsbergerst OrLLX I.inZus krvkeüor, hernach aber an der Haupt-kirche daselbst kaüor und itälsilor des Loniiüorü in Sonn-land, und starb an. 1670. Er hat ein buch unter dem titul:sutts <L moäersts sbienlis: sb cxeguüs 6c zukis kunebribuskuneri längu-e HellemKicks psrstis exculstio L venis, 1647.

in 4. heraus gegeben, darinnen er zu beweisen suchet, daßzwar der Griechische üilus des Neuen Test. einige Lbrsilmos insich halte, keineswegs aber Ssrbsriünos Und 8n!«cismo8 ; in-aleichen 15. Miscellan-predigten über XXXVI. Königs-berg 1662. und r 668. und eine Diip. äe sontibuii L kluviis,«orumgus origine.

Lohn, (Johann) ein berühmter Mlsäisus , wurde zuLeipzig, allwo sein vatter ein kaufmann war, an. 1640. denLv jul. gebohren. An. 1658. ließ er sich bey der Universität ein-schreiben , nahm den grsäum eines öscc-äsurei an, und giengdarauf nach Jena. An. i6;o. kehrte er wieder nach Hause,und wurde an. 1661. lilsZilisr und Lsccräsursus iileäicinX.An.166;. ließ er sich pro läcentis examiniren, besuchte Dänemarck,Holland, Engelland und Franckreich,und kam durch die Schweißan. 166?. wieder in seinem vatterlande an, da er denn an.1666. Ooökor, und an. 1668. krokssior stnscvmixe wurde.An. 1690. ward er Stadt - kk^licus, und in dem kleinenFürften-LolleUo Lolle8istu8, wöraufer an. 1691. eine so ge-nannte krokellioosl-stelle in dem grossen Fürsten-Lollsgio bekam,auch zugleich kroksllor MerspsurissZ und Osceinvir wurde.Endlich ward er an. 1700. veesnus in der medicinischen Facul-tät, und starb an. 1718. demy.dec. Mit v. Johann Hülse-manns tochter hat er 50. jähr im ehestande gelebt, und 17. Lindergezeugt, davon ihn aber nur ein söhn und eine tochter überlebt.Seine schriften sind Lircnlus änstomicus;äe Oüicio Neäici äu-vlici, clinici so iorsnüs; äe Xenuncisrinns Vulnernm; äs äsrisInüllxu; äs tllcsli Lciäi InsuKcieiitis sä xrincixis corporumristurslium.

Bohnen, siehe Lonin.

* Bohner, (Leonhard) war im jähr 1701. den rs. juniizu Nürnberg gebohren. Den gründ feiner studien legte er inder schule zu St. Lorentzen, darinnen er es auch so weit ge-bracht, daß er im jähr 1720. zu den öffentlichen lectionenbefördert werben können. Das folgende jähr gienaer auf dieUniversität Altorf,und hörte daselbst dieLehrer der Weltweisheitund Gottesgelehrtheit. Im jähr 172;. an dem akademischenjubel-fest wurde erNsMsr ktiiioloxKiX, da er vorhero einedisputativN äs kruäsmis errsntss rekutsnäi ex Uistoris 80-crsü8 unter Feuerlins Vorsitz vertheidiget. Von dar besuchteer Leipzig und Wittenberg, gieng über Halle nach Helmstädt,und besähe die übrigen Nieder-Sächsischen städte und Universi-täten, nicht weniger Greiphswalde und Stralsund, setzte nach-dem seinen weg weiter nach Holland fort, und hielte sich amlängsten zu Leiden auf. Nach diesem gieng er den Rheinherauf über Cöln und Mayntz, und besuchte die benachbartenUniversitäten Giessen und Marpurg, reisete wieder zurück überFranckfurt nach Heidelberg, Tübingen und Straßburg, so, daßer endlich über Ulm und Nördlingen wieder in sein vatterlanvkam. Im jähr 1725. besuchte er wiederum Altorf, und di-sputikte ae VANeLLte in tormis animalium exterm8 ^mc^urrniinälice exiüentiV oivinX, last fleißig Oolleßia, also, daß manihm endlich das erledigte Jnspectorat auf dem LIumnM inAltorf im junio in dem iahr 1729. auftrug. Er starb an ei-nem hectischen fieber den;. ran. an. 17;«. in Nürnberg. Aus-ser obbenannten hat er noch folgendes geschrieben: Lrevis-riurn IkeologiX HomiletiLX puiiorls , Alt. 172;. in fol. In-üiwtiones Tbeologise LstecnetisL; säjedks est ei'usäemLcisgrsxkis inetkoäi rrsäisnäi 8wäium Vkeolosicum Alt1727. in 4. welches letztere er ohne dem an. 1725. heraus gese-hen. Lommemsriolom äe Zeinims 8. 8crixtursm L cogno-scenäi 6 c lutelliMnäl rstione, Alt. 172?- in 8 . Evangelischenunterricht von GOtt wohlgefälliger Heiligung derer tempel ausJoh. IV- 2°. 24. und endlich sein vollständiges verS-register über670. lieber, welches er noch weiter auszuarbeiten unter Hän-den und fast zum druck fertig hatte. Gel. Zeitungen !?;«>.

x. 474. (egg.

Bohoheine von den Philippinischen insuln im Orientalischenwelt-meer, zwischen den tnsuin Mmdanao und Abuyo gelegen,ist von keiner sonderlichen grosse.

Bohun, (Humphredus lll. von) Graf von Hereford, und

Grvß-Constable von Engeüand, welche würde eine lange zeitnach einander von seinen Voreltern war besessen worden.A.i ryg.erregte er einen aufstand wider den König Eduardum I. weilihn derselbe zwingen wollen, einen zug wider die Franzosen zuthun, welches er anders nicht, als wenn der König in eigner Per-son der campagne beywohnen würde, vor eine schulbigkeit er-kennete. Eduardus l. sahe sich genöthigt, ihm dieses zu verge-ben , worauf er ihm an. i;oc>. die berühmte victorie bey Faw-kirke wider die Schotten befechten half. An. 1 z 10. ergriff er,nebst andern Grossen, die waffen wider den folgenden KonigEduardum II. oder viel mehr wider dessen favoriten, PetrumGaveston, nach dessen Hinrichtung er und sein anhang von demKönige wieder zu gnaden angenommen ward. An. 1; 14. warder in der blutigen schlacht bey Bannockborough von den Schott-ländern gefangen genommen, aber bald wieder auf freyen fußgesteüet. An. i;2i. revoltirte er abermal wider den König, undbrachte denselben dahin, daß er seine favoriten, die zwey Spen-cers, aus dem Königreich verbannen muste. Allein das folgendejähr kamen die beyde Spencers wieder empor, und als es zwi-schen den Königlichen und seiner parley anfangs bey Burtonan dem fluß Trent, und hernach bey Burrowbridge in Jorcks-hire zu einem gefechte kam, zog er nicht nur beyde mal den kür-zern, sondern vcrlohr auch nach der letzten Niederlage sein leben,indem ihn ein svldat,da er über eine brücke entfliehen wollte, vonunken herauf erstach. Sein söhn, Johann von Bohun, succe«dirte ihm in der würde sowol eines Grafen von Hereford, alssuch eines Groß-Constabels. z>r/i. 0/ vol. I.

üLrüsnms.

Boi , insgemein il Ärsculsno genannt, war ein berühmterschachspieler, und an dem Spanischen Hofe unter Philippo III-in grojsem ansehen. Urbanus VIII. gab ihm trefliche präsente,und bot diesem fürtreflichen schachspieler so gar ein Bißthum an,aber dieser hakte nicht lust, sich in den geistlichen stand zu bege-ben , und wüste also schier besser, was ihm anstünde und gebühr-te , als der Papst sechsten. Als er von den Corsaren zum stlavengemacht ward, wurde er wegen seiner geschicklichkeit im schach-spiele von den Türcken etwas leidlicher lractirt, und ohne alleandere rantzion losgelassen, nur daß er sie etliche monate indiesem spiele unterrichten sollte. Es ist auch etwas von diesemspiel aufgezeichnet worden, so der Herausgeber theils diesem Boi,theils dem Giachino Greco, einem andern scharfsinnigen undgeschickten schach-spieler, will abgeborget haben. e«/.

moi8 ä'^oüt i688- 6c Dec. 169;. *

* Bojador, ist ein vorgebürg einer der Philippinischen in-suln ^ Luc;on genannt, welches die spitze der insul, so das mit-ternächtige gestad mit dem abendlichen vereinbaret, ausmachet.

, Dick.

* Bojador, ist ein vorgebürg Africä in Biledulgerid, in dergegend Tesset, der insul Canaria gegen über. ^ 7 «^.

* Bojane, Bocana und Larbane, ein fluß der Europäi-schen Türckey, entspringet aus dem kleinen see von Plava inAlbanien ; empfanget den Zem und die Moraccia, fleußt durchden see von Scutari, begeußt die stadt dieses nahmens, wirdallda von den wassern des Drinaso vermehret, und ergeußt sichzwischen der stadt Dulcigno und dem Golfo von Drin, dem erzu zeiten feinen nahmen giebt, in den Golfo äi Venezia.

Bojano, lat. Lovisnum, eine stadt in der NeapolitanischenGrafschafft Molise, am Ursprünge des flusses Tiferno gelegen.Sie hat ein Bißthum, welches unter dem Ertz-Bischoff vonBenevento stehet.

Bojanove, eine stadt in Groß-Polen, an den Schlesischenqrentzen, in derWoywodschafft Posen, wohin sich an. i 6 ; 9 -bey der in Schlesien vorgenommenen religions-änderung, ViewProtestanten gewendet. Sonsten floriret in selbiger gegend ei-ne adeliche familie, BojanovaBoianovski genannt, aus wel-cher Jaroslaus an. 1664. bey dem Hertzoge zu Oels Rath gewe-sen. Lucä Schles. chron.

Bojar, war ehemals ein titul der höchsten würde und äm-ter in: Mofcau, so diejenigen führten, welche die vornehmste"bcdienungen bey der Hofstadt und in den hohen LoUegü8 vermagteten. Die anzahl derselben bestund in des Czaars belieben, docherstreckte sich dieselbe nicht leicht über 40. Es gelangten zu dieserwürde die vornehmsten und ältesten Häuser des Reichs, davondie bekanntesten Nareskin, Galliczyn, Gallowin, Tzeremetow,Tzerkaski, Repnin, Dolgoruky, Romanow, Romadanovs-ky, Morosow, Lewow, Odoousky waren. Die meisten davonwaren Knesen oder Fürsten. Nachdem nun unter demCzaar Petro l. der staat von Mofcau in eine gantz anoe>re Verfassung gesetzt, und die Lolleeis völlig umgegossen wor-den, so hat man diesen titul gantz eingehen lassen, und habe»denselben bishero nur noch einige alte vornehme Herren geM-ret, welche denselben noch zur zeit der alten regiments-forme er-halten gehabt.

Bojardo , (Matthäus Maria) Grafvon Scandiano, wckgebürtig von Reggio im Modenesifchen, aus dem gesthlecht^r-jardo, welches das land-guth Scandiano nahe bey Neggw s-legen, unter dem titul einer Grafschafft besaß. Er lebte "w.jähr 1520. und schrieb unter andern ein getichte von der nedes Rolands und der Angelica, davon viele editionen vornanden. Seinenemahlin war Thadea, eine tochter Albenci ä«laspina von Lucretia von Este.

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