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Zweyter Theil. Bi - C.
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ses bey, daß die letztem an. 955. an dem Lech geschlagen wurden.Er führte auch, nachdem ihn Otto überwunden, ein besseres le-ben, und gieng damit um, ein Bischoffthum zu Buntzlau aufzu-richten. Endlich starb er an. 967. im; 8. jähr seines alters undZ7. seiner regierung. Mit Bozena von Stochow hat er,nebst Boleslao II. der ihm succediret, noch andere kinder ge-zeuget, darunter sonderlich Dambrowka berühmt, die anMieceslaum, Hcrtzog von Polen, verheurathet worden, unddieses land an. 965. zum Christlichen glauben gebracht.

lib. IV. V. Lc. üb. II. III. snnsl.

Üb. II. in biil. Lob. I'eAr«», in xroäromo Norsvogr.

LEava, bist. Lob. staZecr«,, p. n;.

Lb. II. äs zuribus Lob. c.z. n. 16. <L lib. III. c.8. 6c 14.äs lexteinvir. c. 7. L 10. LaÄr«. in exitvme lib. II. c.i. ubx. 8-

Boleslaus II. mit dem zunahmen der fromme oder güti-ge, ein söhn und Nachfolger Boleslai I. suchte das Heydenthum,welches noch hin und wieder in dem land regierte, gäntzlichauszurotten, und erhielte auch nach unterschiedlichen blutigenschlachten seinen zweck, worauf er an dem orte des letzten siegesDie stadt Neu-Buntzlau erbauen ließ. Er stiftete auch an.971. dasErtz-Bißthum Prag, und legte verschiedene andere ktrchen in demlande an. Mit den Polen geriet!) er in krieg, und war so glück-lich, daß er Cracau einnahm. Hingegen zerfiel er mit dem Kay-ser Ottone ll. weil er die partey des rebellischenHertzogs inBay-ern, Henri«, wider denselben hielte. Er ward aber von ihmbey Pilsen auf das Haupt geschlagen, und gezwungen, sich demKayfer wieder zu unterwerffen; wiewol die Böhmische fcriben-ten behaupten wollen, daß Boleslaus in diesem kriege die ober-hand behalten, auch die stadt Meisten erobert habe. BoleslausII. starb an. 999. und hinterließ seinen söhn, Boleslaum III.zum Nachfolger, x. izz. o. 8- p- Z 48 - öa/L,«.

cxit. lib. II. c. 9. 10. 11. mistest, lib. IV. <L lib. VII. st i.c. 16.

Boleslaus III. succedirte seinem vatter Boleslao II. in derregierung , aber nicht in den lugenden, sintemal er durch seineIragheit dasjenige verlohren, was sein vatter in Meisten und Po-len erobert hatte. Seinen brüdern, Iaromiro und Udalrico,that er grosses übel an, indem er jenen seiner mannheit beraubenließ, diesen aber fast tödtlich verwundet aus dem lande jagte.Mein er wurde vor solche bosheit wiederum bezahlet. Dennder Kayser Henricus II. machte hierauf Wladibojum oder Wla--emarium zum Hertzog; und ob gleich Boleslaus mit dem Kö-nige Boleslao in Polen ein bündnis machte, zerfiel er doch auchmit demselben, und ward von ihm zu Cracau der äugen berau-bet, auch gantz Böhmen hierauf von den Polen überschwemmet.Der Kayftr Henricus II. kam aber den Böhmen zu hülste,machte Iaromirum, Boleslai von Böhmen bruder, zum Her-tzog , und befreyete das land. Boleslaus lebte zwar nochetliche jähre, doch ohne regierung, ausser daß er die stadt Meis-ten besessen. bist. Lob. lib. Vl. in Asnesl.

Lob. vLrrea, 87/Ei. Lo/»E. HaK-Ei. bist. kolon.

lib. II. c. 5. bist. Lob lib. III. in origin. 8sx.

lib. II. III. ,/?«,, lib. II. c. 4. n. 12. Lc. in exit.

lib. II. <L in inisteUsn. lib. VII. H. 1. c. 17.

Röntge in Polen.

Boleslaus I. Lbrobri, war ein sohn Hertzogs Mieceslaioder Mieczslai von der Dambrowka, des Hertzogs Boleslai I. inBöhmen tochter. Sein vatter, nachdem er den Christlichenglauben angenommen, soll von dem Papst den titul eines Kö-nigs begehret haben, welches er ihm aber abgeschlagen. Alshierauf sein.fohn Boleslaus an. 999. zur regierung gelangte, sogeschahe es, daß der Kayfer Otto III. nach Polen zu dem leich-nam St. Adalberti, welchen Boleslaus aus Preussen hatte brin-gen lassen, wallfahrtest, und von Boleslao zu Posen und Vlie-sen sehr wohl empfangen ward, welches ihn bewegst, denselbenan. 1001. zum Könige zu creiren, wie solches nicht allein allePolnische Nikorici nach dem Dlugosso, sondern auch Dubra-vius, Krantzius, u. a. m. einmüthig behaupteten ; jedoch Vin-centius Kadlubko, der älteste scribent der Polnischen Historieund sein LommeniÄtor, der auch noch vor dem Dlugosso gelo-bet, melden nichts davon, daß der Kayser Otto Boleslaum zumKönig gemacht, sondern legen vielmehr schon den vorhergehen-den Fürsten den Königlichen titul bey, und sagen, ber Kayserhabe nur seine eigene crone vom Haupt genommen, und selbigemit grosser ehrerbietigkeit dem Boleslao aufgesetzt. Ja auchDitmarus, ob er gleich des Kaysers wallfahrt nach dem grabeSt. Adelberti beschreibet, gedencket doch nicht, daß er Boles-lao die Königliche würde conferiret, noch daß dieser sie widerdes Kaysers willen angenommen habe, wie Wippo und Gottfri-dus Vicerbiemi8 vorgeben. Am wahrscheinlichsten ist dieses,-aß der Kayser Otto Boleslaum aus Höflichkeit einen König ge-nennet, wie bey den Abendländern die gewohnheit war; indemunstreitig, daß Boleslaus diesen titul gefuhret. Übrigens warer ein sehr kriegerischer Herr, deswegen ihm auch der nähmeLbrobri beygeleget worden. Boleslao III. dem Hertzoge ausBöhmen, welcher/inen einfall in Polen gethan, gieng er miteiner armee in Bohmen entgegen , und ließ chm die äugenausstechen, nachdem er Prag erobert hatte. Jaroslaum, denvornehmsten Hertzog von Rußland, welcher mit einer grossenmacht wider ihn im anzugewar, erlegst er in einer schlacht,eroberte die Haupt-stadt von Rußland Kiow, führte grosse schä-tze hinweg, und machte sich alle Rußische Printzen zinsbar. An.IOI2. bekriegst er die Sachsen, das folgende jähr brachte erPommern, Caffnben und die-isseit der Ost-see gelegene Sla-

vische provintzen nebst Schlesien und Laußnitz unter feinen ge-horsam. Hierauf wendete er sich nach Preussen, da sich dievornehmsten Herren ergaben, und einen jährlichen tribut zuliefern versprachen. Sein letzter zug war nochmals widerRußland, denn weil Jaroslaus heimlich in Polen hatte ein-fallen wollen, so gieng Boleslaus in Rußland, und erlegstseine feinde um den fluß Bug, drung hierauf bis an den Dnst-per, und eroberte die darinnen gelegene schlösser, daß also dstgrentze seines Reichs sich von dem Dnieper bis an die Elbe unddas Kalthische meer erstreckte. Zum andencken, wie weit sich sesne siegreiche Waffen ausgebreitet, soll er zur grentze gegen dstSachsen in dem fluß Szulawa (wie ihn Michovius nennt)wider die Russen in dem Dnieper, und bey den Preussen Mdem fluß Ossa eiserne säulen haben aufrichten lassen. Endlich,nachdem ihn seine viele arbeit abgemattet, starb er den ;. aprnan. 102;. oder, wie Michovius will, an. 1014. im 58. jatstseines alters, nachdem er 2;. jähr regieret hatte. Ihm folg-te Miesko oder Myeczlaus II. üb. II. cbron. exist-

II. A connnentstor ejns. üb. IV. <L V. biK.

sägn. 1024. all an. 1020. k. II. cbron.

bist. kol. cbron. kolonor. üb. II-

0. 4. Iso. cbron. kolon. in cbron. Ottern-

üb. VI. Xrn-r^r.üb.II. Wgnäsl. c.;6. L«r^?gnngl. 8 i 1 eliL.La/z-r-rr exit. Xcirrl. cls kolonig üb.I. äs 8iles. rebus»

Boleslaus II. zugenannt der kühne und der grausame,gebohren an. 104;. war der ältere söhn des Königs Casimiri l-nach dessen tode er an. 1058. auf dem Reichs-tage zu Gnesenzum Konig erwehlet wurde. Er bekriegte die Böhmen und Ruftfen mit ziemlichem glück, siegte auch in Ungarn wider Andream,welcher das Reich dem Bela entzogen hatte, den er aber wieder-um auf den thron fetzte; dergleichen that er auch Jzeslao,dem Printzen von Kiow, feinem vetter, nachdem er stine re-bellische Unterthanen abgestrafet hatte. Allein die wollüstigelebens-art in einem winter-quartier in Rußland veränderte stl»kriegeristhes gemüthe dergestalt, daß er sich zu Kiow den al-lerfchändlichsten lästern, ja gar der sodomiterey ergab; daher»er durch GOttes Verhängnis von jederman verachtet und ver-lassen wurde. Denn weil der krieg bey 7. jähr gewähret hat-te, waren die Polnischen weiber, deren männer sich bey der ar-mee befanden, mit ihren knechten in Vertraulichkeit gerathen»und als solches in dem lager erschollen, begaben sich die meisten,ob es gleich der König nicht zulassen wollte, nach Hause. Dieserbehielt darauf nur eine kleine armee übrig, mit welcher er in Po-len kam, und diejenigen, so hinweg gegangen, verfolgte, auch dieerstem, so er fassen kunte, am leben, die andern aber mit gefäng-nis, cinziehung ihrer güther und exiüo strafte. Die frauens-Personen , welche der mache ihrer männer entgangen waren,schändete er, und ließ ihre säugende kinder wegreisten, und davorjunge Hunde an ihre brüste legen. Stanislaus, der BischöffvonCracau, redte wider des Königs Übels bezeigen, und warb davorvon dem Könige selbst vorm altar unter dem meßlesen ermordet.Man sagt, der Papst Gregorius VII. habe ihn deswegen in banngethan, und seines Reichs entsetzt, so sich aber in den brieftndieses Papsts und den gefchichten selbiger zeit nicht findet. Alser endlich erfahren, daß einige der vornehmsten eine conspira-tion wider ihn gemacht, entflöhe er mit seinem söhne Mieceslaound wenig andern nach Ungarn, zu dem Könige Ladislao, einembruder des Geisa, welche beyde er vorher in Ungarn restituirthatte. Daselbst blieb er einige zeit, soll sich aber hernach an.1081. selber umgebracht haben, oder wie andere wollen, auf derjagd von seinen Hunden seyn zerrissen worden; wiewol noch an-dere vorgeben, daß er sich in unbekannten Neidern in das klöfterOßiach in Kärndten begeben, allwo er, wie Megiserus meldet,in der küchen gedtenessund an. 1090. gestorben. Mit Vissesla-na, eines Rußischen Fürsten tochter, hat er einen söhn, Miecis-laum, gezeuget, welcher von seines vattcrn bruder wieder inlen berussen worden, und an. 1089. ohne kinder gestorben»c/e TtVrct-orira, cbron. Leg. kol. üb.II. c. 16. secj. (Von,/-E, bill. kolon. üb. IV. List. Lobein.

IsZenäs 8. 8tsnislm. vitN stntist. Lrscov. 7^^'

äs 8iles.rsb.csx>. 8- XVeZr/err gnngl.Lgrintb. Üb.VII.c.Z 9 -

Boleslaus III. Hertzog und Ober-Regent in Polen, ssrrlvoMi oder älllortns von dem krummen Maul, welches/durch eine kranckheit bekommen, also zugenannt, war ein sodUladrslai I. gebohren an. 108;. Er kam nach seinem vaftöan. 110z. zur regierung, wiewol ihm sein unächter bruder, Sv'gnevius, die crone streitig machte, und den König in BöhmenBorzivojum, und Svandopolkum, den Hertzog in Mähren,der ihn erregte, welche er aber durch seinen General Zelislaunschlug. Er fiel auch selber nachgehends in Böhmen und VMren ein, und verwüstete diese länder mit feuer und schwEDesgleichen griff er Pommern an, und nachdem er viel sta/fdarinnen erobert, kehrte er mit reicher beute wiederum zürnn

rooeri, reyrre er mit reicher beute wiederum zur«>»Unterdessen kam Borzivojus, der König von Böhmen, welcMaus dem Reich vertrieben, zu ihm, und begehrte hülffe wwsSvandopolkum, da ihn denn Boleslaus auch wieder in ^

><Dv«nvvpviluiii, va mn venn ^»vieviaus aucy wlevcr o>Reich einsetzte, und Böhmen durchstreifte. Endlich that ^noch einen zug in Pommern, verwüstete selbiges, und namdie Hertzoge gefangen. Der Kayser Henricus V. welcher V'-Boleslaö nicht.zufrieden war, daß er Böhmen so oft beE

diget hatte, führte mit beystand Svandopolki eine grarmee wider ihn, belagerte Glogau, und that grossenden in Schlesien, weil er auch nicht friede machen woubso zog ihm Boleslaus mit seinen trouppm entgegen, E