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gewesen, und dieser zu ehren feyerten die Römischen weider beyder nacht ein fest an einem orte, dahin die männer nicht kom-men durften. Sie soll so keusch gewesen seyn , daß sie ausserihrem gemahl keine manns-person gesehen, oder zu nennen ge-wust. Die myrthen wurden zu bezierung ihres altars nicht ge-braucht , weil dieser bäum der Venus gewiedmet war. Zu zei-ten Ciceronis verunheiiigte P. Clodius die ceremonien dieses fe-stes, indem er in weids-kleidern in Iulii Cäsaris Haus gieng ,welcher damals komlfex m-exlmus war, und dessen gemahlinschändete. Einige sagen, Fauni gemahlin hätte so starck getrun,cken, und als sie berauschet worden, hätte sie Faunus mit stö-rten von myrthen-holtz zu tode prügeln lassen. Als er aber her-nach sich dieses sehr zu hertzen gezogen, habe er ihr einen al-tar aufrichten lassen ; daher man keine myrthen dabey ge-braucht , sondern einen krug voll wein mit einem tuch bedecktdarauf gesetzet. Die Griechen opferten gleichfalls einer göttinunter dem nahmen der gütigen göttin, welche sie eben wie dieRömer diese, die göttin der Werber nenneten, und vor eine vonBacchi säug-ammen hielten , wobey sie noch vorgaben, daß esverboten sey, sie mit ihrem rechten nahmen zu nennen, lV»-
In guXÜ. Kom. 20. L/nc-'o-. 8'ätsrn. 11 b. I. c.
12. ex 8sxto Lloälo. Ns. äs bar. relp. /«v. Lt.
ü. Ich. V. Lc. Lass»,« <L in antig. ssom.
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Bonn, eine gemahlin Iohannis, Königs von Franckreich,ehe derselbe zu der crone kam. Ihr vatter war Johannes vonLuxembourg, König von Böhmen, und ihre Mutter Elisabeth,eine erbin des jetzt-gedachten Königreichs Böhmen. Sie wardzu Melun an. i;zr. vermählet, besaß die liebe ihres aemahlsbis an ihr ende, starb an. i;4y. und liegt zu Maubuisson beyPontoise begraben. Die geschicht-schreibet rühmen sie, als einesehr verständige und gegen die armen gutthätige Fürstin. Ammeisten hat sie bey dcn nachkommen ihr andrucken durch ihrezahlreiche posterität erhalten; indem sie 4. söhne und 7. tochterhinterlassen. Die ersten waren Carolus V. König von Franck-reich; Lubovicus, ein Urheber von der andern linie der Hertzo-ge von Anjou; Johannes, Hertzog von Berry , lund Philippusder kühne, Hertzog von Burgund, ein älter-vatter Caroli deskühnen. Von den töchtern sind Agnes, Bianca, und Cathari-na sehr jung gestorben; Johanna vermählte sich an Carolumden bösen, Konig von Navarra ; Maria war eine gemahlinNoberti, ersten Hertzogs von Bar, Isabella ward Johanni Ga-keatio I. Hertzoge von Mayland, zur gemahlin gegeben, welcherdiese ehre nur 200000. thalern erkaufte; Margaretha gieng indas kloster zu Poissy, und brachte daselbst mit dem rühm einersonderbaren Heiligkeit ihr leben zu. bist. äs fran-
se tom. II. p. 46z.
Bona, (Sfortia) Königin von Polen, war eine tochter Io-hannis Galeatii Sfortiä, Hertzogs von Mayland, und der Jsa-bellä von Aragonien. An. 1; 18. wurde sie nach Polen geführet,und Sigismündo I. beygeleget, mit welchem sie den KönigSigismundum Augustnm und 4. Printzeßinnen gezeuget, da-von ;. an Könige , und eine an den Hertzog Henricum vonBraunschweig vermählt worden. Sie liebte ihren gemahl der-gestalt, daß sie auch, nachdem sie ;c>. jähr mit ihm in der ehegelebet, und er mit einer stets wahrenden Unpäßlichkeit über-fallen wurde, allein die aufsieht über ihn haben wollte. Alser gestorben, hatte sie mit ihrem söhne, weil er Barbaram vonRadzivil, eines Litthauischen Edelmanns, Gastoldi Wittwe ge-heurathet, einige Verdrießlichkeit, welche zwar durch den plötz-lichen tod der Barbarä beygeleget wurde, bald aber wieder an-gieng, als die Bona dem Könige diese ungleiche Heurath zumoftern vorrückte, wie denn dieser endlich sich vernehmen ließ,es sey nicht so schimpflich, daß er sich öffentlich mit der Bar-bara vermählet, alü daß sie sich mit dem Pappacorda (welcherein Neapolitanischer Edelmann war,) heimlich verheurathet.Hierdurch nun entstunden zwischen ihnen grosse Uneinigkeiten,deren sich Carolus V. und dessen bruder Ferdinandus I. zubedienen suchten , damit die Königin sich nicht zum andernmal mit den Polen vereinigen möchte, ihrer tochter Jsabellä zuhülffe zu kommen, welche des Iohannis äs Zapolia , der sichzum Könige in Ungarn aufgeworssen, Wittwe war, und ihrensöhn, Iohannem Sigismundum, gerne einsetzen wollte. Die-ferwegen schrieben Carolus V. und sein bruder höflich an sie,sie besann sich auch nicht lange, Polen zu verlassen, und sichauf ihre güther in Apulien zu begeben ; da sie denn sowol inden Kayserlichen und Oestermchischen landen, als auch zu Ve-nedig sehr prächtig empfangen ward, worauf sie nach dreyjähren ekwan an. gestorben , nachdem sie sich etlichemonat vor ihrem tode mit ihrem söhne wieder ausgesöhnet,auch bey den Venetianern ansuchung gethan, sie deshalbenauf ihren galeeren wiederum nach Polen fuhren zu lassen,bist. stolon. , äss l)sme 8 Illustrer
ZZona von Bourbon, eine tochter Petri I. Hertzogs vonBourbon und der Jsabellä von Valois, wurde an. izci. mitAmadeo VI. Grafen^von Savoyen, genannt dem grünen, zuParis vermählet. Sie ließ bey allen gelegenheiten ihre lu-genden blicken , sonderlich als ihr gemahl an. an derpest gestorben war, und thr söhn Amadeus VII. der rothe,an. izyi. gleichfalls dieses zeitliche gesegnet,, daher» sie dievormundschafft ihres enckels, Amadei VIII. über sich nahm.Ob sich gleich Bona von Berry, dieses letztem Mutter, dar»
gegen legte, so behielt doch jene die regierung , bis sie selbigge an. 1,98. ihrem enckel übergab, der ihr aber auch nichteinmal die wittwen-güther abtreten wollte; welches ihren bru-der Ludovicum II. Hertzog von Bourbon, dergestalt verdroß,daß er bis nach Grenoble gieng, Vorhabens, den Grafen vonSavoyen mit gemalt zur raifon zu bringen. Allein etlicheHerren bewegten ihn , daß er in der güte dem Hertzog vonBourbon satisfaction gab. Die Gräfin begab sich auf dasschloß Macon , woselbst sie den 19. ian. an. 1402. starb,bist. genesl. bist. äs Lavo^e.
Bona von Berry, Gräfin von Savoyen, eine tochter Io-hannis von Franckreich, Hertzogs von Berry und Armagnac.An. i;?2. wurde sie zu Valence in Dauphins mit AmadeoVII. dem rothen, Grafen von Savoyen, versprochen, und imdec. an. 1,76. zu Paris das beylager vollzogen. An. 1)9'»aber starb der Graf , und überließ die vormundschafft (einessohns Amadei VIII. feiner mutter, der vorgedachten Bona vonBourbon, weil er glaubte, daß seine gemahlin, die noch jungund schön war, nicht lange in dem wittwen-stande bleiben wur-de. Sie prätendirte aber dennoch die vormundschafft; allemCarolus VI. in Franckreich schickte die Bischöffe von Novonund Chalon, nebst den Herren von Couci, Tremouille und Giacdahin, welche diese streitigkeiten beylegten. Die Bona vonBerry heurathete hierauf an. 1)9;. Vernhardum VII. Gra-fen von Armagnac, hernach Connetable von Franckreich, undstarb den ;o. jun. an. 1414. nachdem sie in beyden ehen ver-schiedene kinder gezeuget, darunter eine tochter aus der er-sten ehe, gleichfalls Bona genannt, an. 140;. an Ludovicumvon Savoyen, Grafen von Achaja, Morea rc. vermählt wor-den , und an. 14; i. ohne kinder gestorben. Ze-
neal. c?e,,'sl>r«ov.
Bona aus der Lombardie, war von geringen herkommen,aus dem Valteline, und anfangs eine concubine, hernach eineheweib Petri Brunoro, eines berühmten kriegs-Helden vonParma. Dieser, als er einsmals seine armee nach Valtelineführte, sahe er die Bona die schaafe hüten. Weil er nun anihr eine grosse hertzhafftigkeit verspürte, nahm er sie mit sich, undließ sie manns-kleider anziehen, damit sie zu pferde sitzen, undihn auf der jagd begleiten könnte , worzu sie sich sehr wohlschickte. Sie war bey ihm, als er in Francisci Sforziä dien-ste wider Alphonsum, König von Neapolis, gieng; ingleichen,als er sich wieder in seines vorigen Herrn, des Königs Älphonsi,dienste begab. Einige zeit hernach wollte Brunoro von neuenzu dem Francijco Sforzia übergehen, und war auf mittet be-dacht, wie er könnte davon kommen. Allein dieses vorhabenwurde dem König Alvhonso entdecket, welcher 'ihn in gefäng-liche hasst nehmen ließ. Hierauf entschloß sich Bona, den Bru-noro wieder auf freyen fuß zu stellen, und gieng deswegen Gallen Italiänischen Printzen , zu dem Könige von Franckreich,zu Philippo, Hertzoge von Burgund, und zu den Venetianern,von welchen allen sie recommendations-schreiben vor den Bru-noro erhielte. Wodurch der König Alphonsus bewogen wurde,den Brunoro der Bonä wieder frey zu geben , welche iMdann bey dem Rath zu Venedig das commando über die troup-pen dieser Repnblick und 20000. ducaten sold zuwege brachst.Hierauf entschloß sich derselbige, sie zu ehelichen; worauf mmehr und mehr ihre hertzhafftigkeit an den tag legte, und Mallen begebenheiten tapfer föchte. Sie erlangte auch eine grol-le wissenschafft in kriegs-sachen, welche sie insonderheit beydemunternehmen der Venetianer wider Franciscum Sforziam, H^-tzog von Mayland, erwies, da sie die feinde nöthigte, das sckMPavono, nahe bey Brescia, zu übergeben , nachdem sie es vosthero bestürmen lassen, und dabey mit dem degen in der fEan der spitze gestanden. Endlich vertrauest der Rath von Ve-nedig ihr und ihrem ehemann die insul Negropont, selbigWider die Türcken zu defendiren, welches sie auch so wohl ver-richteten , daß so lange als sie hierselbst geblieben, die Türckensich nicht unterstanden, etwas darwider vorzunehmen.noro starb in der stadt Negroponte, Bona aber, da sie zurNAnach Venedig kehren wollte, beschloß an. 1466. unterwegseiner stadt in Morea ihr leben, und hinterließ 2. kinder.
/«rrs« sie c?o/l?, äs8 kemmss illustre.
Bona , (Johannes) ein Cardinal, wurde zu Mondovl illPiemont den oct. an. 1609. gebohren, und stammst aus ^nem ansehnlichengeschlecht her, welches eine linie aus ve»Hause Bonne in Dauphins war, wie denn unter andern dernetable von Lesdiguieres ein naher anverwandter seines v<Egewesen. Derselbe hatte lebenslang im krieg gedienet, undw'mit Lncretia Zuniga gezeuget. Er ließ von jugend an eine vgierde zu einem tugendhassten und einsamen leben blicken, ^gab sich auch in dem 1?. jähre seines alters den 2;. jul-1629. in ein kloster nahe bey Pignerol, welches derCongrestion der reförmirten Cistercienser zugehörte. Hernach st"«er nach Rom geschickt, da er denn »„gemeine progreM' >den wissenschafften machst. An. ,6;,. ward er MN Avc'.ner Congregation erwehlet, worüber der Cardinal FadiuS ^gi, der sein sonderbarer freund war, eine grosse freude Ugest, und haben wollte, daß das General - Capitul zu ^sollte gehalten , und Bona noch länger in dieser wurde ulassen werden. Allein dieser ließ es zu Genua verfall«"« ^und sich einen Luecsckorem ernennen, ward aber;. >ayr v ^