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Zweyter Theil. Bi - C.
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«ckvliis ein grosses vergnügen fand, also sammlete er dererfel-ben durch eigenen ffciß eine ansehnliche menge, gab auch, nach-dem er indessen an. 1676. zum Luiloäe des archivs im Pro-feß-hause zu Rom war verordnet worden, eine ausführliche be-schreibung davon, an. 1681. unter dem titul: k.icreacione äell'ocliio c äella ments nsll' olilervs7.ion äellc Ldiocciole andas licht, welche hernach öfters gedruckt, und von ihm selbstins Lateinische, von Francisco Duscine aber ins Französischeübersetzet, auch da Antonius Felix Marsigli, Franciscus Rediund andere verschiedenes in öffentlichen schriften darwider erin-nert, von ihm in einem andern buch, Oblervatione8 circaviventia Lc. genannt, vertheidiget worden, denen er seine M-croArspluam curioLm angehengct, die aber von keinem beson-dern werth ist, wann man dasjenige ausnimmt, was er vonseinem microlcopio geschrieben, als welches zu durchscheinen-de» objeöti» sonderlich dienlich ist. Den hiedurch erworbenenrühm vermehrte er nicht wenig , als er an. 1696. und isy^.die MmilmstÄ komibcum Komaiiorum mit gelehrten erklä-runqen bis auf das letzt-erwehnte jähr heraus gab. Unterdes-sen wurde ihm das Rectorat bey dem Lollcxia Naronirarum,und nachdem er demselben drey jähr lang vorgestanden, dieaufsieht über das berühmte Nnlseum Xirclierianmn an. 1698.aufgetragen; er liesse sich dessen aufnahm, und bessere einrich-tung mit allem fleiß angelegen seyn, und nachdem er dieselbigezu stände gebracht, an. 1709. eine ausführliche beschreibung des-selben unter dem titul: Nusssum ILircherianum reüituMm äe-

Icriptum drucken. Er starb endlich an. 1725. den ;o. wart.Ausser bereits angeführten schriften hat man annoch von ihm

Latalogum Lrovinciarum, Oomorum, 8eminsrinrum 8ociet.stech; Latalogo ciegli oräini Kslissioil äclla LkieL militantein V. tom. Irattato äella Vernice Okinese, welcher zu Ber-lin i?;o. in 8. durch I. R. vermehrter heraus gekommen, auchzu'Paris 172;. in 12. ins Französische übersetzt worden; 6a-binstto Lrmonico pieno clMromenti chnori, Rom 1722. in4. 6a 6erarckia Lccleiiastica, Rom 1720. in 4. und andersmehr. Er hat auch ein und das andere in manuscript hinter-lassen , als: Inäici äei ilutori cke lianno chritto cli 6eogr».vffia; Lloquentia l'riumplisns, ssu äs concitations aKeÄuum;8opra Is /irmi äifenüve cä ossenlive, li anticke come moäer-ne Lc. äe /etrexatr , tom. XXXVII. n. 1;.

Bonar, eine adeliche familie in dem Hertzogthum Bremen,welche ihren Ursprung aus Schottland hat, allwo sie von ih-rem in der provintz Feif gelegenen stamm-schlosse Rossy dmdcynahmen führet. Wilhelm Bonar von Rossy hat sich zu-erst in dem Bremischen niedergelassen, und das schloß Gna-denfeld an sich gebracht, nachdem er der Cron Schweden indem ;o. jährigen kriege, als Oberster gedienet. Er hat zuCromwels zeiten von der stadt Edenburg, und nachhero vondem Engelländischen Könige Carola II. ein öffentliches zeugnisseines adelichen Herkommens erhalten. Beyseineman. 1674.erfolgten tobe hinterließ er von seiner gemahlin, Elisabeth vonBrossart, mit der er das nahe bey Stade gelegene guth Bram-stede ererbet, drey söhne, von welchen einer an. 1717. als Dä-nischer General-Major und Commendant des castels Friedrichs-hafen zu Coppenhagen das zeitliche gesegnet. Dieses geschlechthat sich durch Johann Bonar von Wisenberg auch in Polenausgebreitet. tlisatr. Xob. Lrem. orb. kol. k.

I. p. üo.

*Bonardus, (Vincentius) ein Prediger-Mönch aus Rom,machte sich durch seine gelehrsamkeit und eingezogenes leben be-rühmt, wurde Äl. 8. kalatü und den ri. martii an. 1591. Bi-schoff zu Geraci. Er starb den n. martii an. 1601. Manhat von ihm Iracckatum äs Virtute Lgnus Ilei, welcher z« RvMan. i;84. in 4. an. 1621. in 8. und 1700. in 8. aufgeleget wor-den ; ungleichen 8)>noäum primam Hieracensem lud ipso da-bitsm. in bibl. Kam. cent. II. , Ital. lacr.

tom. IX. p. ;98. ttaLitt,, x. 217. F'o»»«««. Icrixt.

O. k. tom. II. x>. ;49.

Bonarellus, (Guidobaldus ) von Rouere, ursprünglichvon Ancona, war in dem pallast des Hertzogs Guidobaldi zuUrbino den 2;. dec. an. 156;. gebohren. Seine eltern warenGraf Petrus Bonarelli, und Hippolyta Montevecchi. DieserPetrus hatte die guther seines »ackern brnders, des Grafen An-tonti Landrrani, der einer von den vornehmsten Ministern amUrbinischen Hofe gewesen, geerdet, war auch von ihm an die-sen Hof gezogen, und in einigen geschäfften gebraucht worden.Er trug grosse sorge vor die auferziehung dieses seines sohnsGuidobaldi, welcher auch schon rm 12. jähr seines alters inder Philosophie disputirte. Hernach schickte er ihn nach Franck-reich, da er die Theologie zu Pont a Mousson studirte, und daer hierauf nach Paris kam, that er sich im 19. jähre seines al-ters dergestalt in theologischen und philosophischen vihmtatio-nibus Herfür, daß ihm die stelle eines krokessoiis in der Philo-sophie angeboten wurde. Mein sein vatter berufte ihn wiedernach Italien,,da er sich einige zeit zu Mayland bev dem Car-dinal Borromao, des H. Caroli vetter, aufhielt. Mittlerwei-le aber starb zu Modeua sein vatter, der bey dem Hertzoge vonFerrara, Alphonso II. m grossem ansehen gewesen, und wurdeer deswegen von diesem Hertzog an seinen Hof gezogen, undin verschiedenen Ambaffaden gebrauchet. Damals setzte er dieItaliänische comödie, la kill: m8mrv genannt, auf, wodurcher sich einen grossen rühm erworben. Wiewol er jederzeit mehr

die üuäia altiora als Humaniora geliebet. Nachgehends, a^der Hertzog von Ferrara an. I?97. gestorben, begab er sichzum Hertzog von Modena, Cäfare, welcher ihn zu ElementeVIII. und hernach in Franckreich zu Henrico IV. absendete.Als er von dar wieder zurück nach Modena reisete, wurde ervon der gicht heftig überfallen, welches ihn veranlassete sichnach Ancona zu begeben, und als er ein wenig linderung spur-te , nach Rom zu reisen , da er sehr werth gehalten wurde.Einige zeit hernach kehrte er wieder nach Modena, weil ihn aberAlexander von Este zu seinem Cammer-Herrn nach Rom be-rnffen hatte, wollte er noch einmal dahin ziehen, doch unter-Weges ward er von den gicht-schmertzen dergestalt angegriffen,daß er zu Fano den 8. jan. an. isog. seinen geist aufgab.Ohne die gedachte comödie hat er auch vilcorü in äikela ästäoxxio amore äella lua LIelia geschrieben. xin. 1-

cax. 9. elog. k. II. §cc.

Bonarota, oder Buonaruoti, (Michael Angelo) ein be-rühmter mahler, bildhauer und baumeister, war ein sohnLu«dovici Buonaruoti Simon! aus dem alten Hause der Grast»von Canossa. Er wurde an. 1474. in dem nicht weit von Arez-zo gelegenen dorf Cafentino gebohren, von dannen sich sein sat-ter in ein ander dors, Settignano, drey Welsche weilen vo»Florentz begab, und weil er wenig einkommen hatte, seine lin-der zur arbeit in woll und seide anhielt. Als Michael Angeloerwachsen, wurde er nach Florentz in die schule geschickt, allwöer seine zeit meistens mit zeichnen zubrachte, und ungeachtetihn der vatter auch mit schlagen davon abmahnte, doch nichtdavon abließ, sondern sich vielmehr nach des berühmten Mah-lers Dominici Girlandaji zeichnung «bete, bis er endlich in fer-nem 14. jähr gar bey ihm verdinget wurde, da er bald alle fer-ne Mitschüler übertraf. Hierauf nahm ihn Laurentius äs M-dicis zu sich in seinen pallast, da er sich im bildhanen üble,welches ihm wohl von statten gieng. Als aber die MediceAvon Florentz vertrieben wurden, gieng Michael Angelo nachBonvnien, und von dar nach Venedig, doch weil er daselbstkeine arbeit fand, kehrte er wieder nach Bonvnien , und nach-dem er sich ein jähr daselbst aufgehalten, begab er sich wiedernach Florentz; von bannen ward er nach Rom verschrieben,kam aber zum dritten mal nach Florentz, und hielt sich nach-gehends bald an dem ersten bald an dem letztem ort auf. Vorden Papst Iulium II. verfertigte er viel vortrefliche wercke, undfieng dessen prächtiges gradmahl an. Weil aber Leo X. zur re-gierung kam, ehe dieses werck vollendet worden, verlangte er,daß Michael Angelo zu Florentz ein gedächtnis hinterliesse; al-lein Leo starb auch darüber, und da unter Adrians VI. die»künste darnieder lagen, arbeitete er von neuen an dem begrab-nis Julii II. endlich als Clemens VII. den Päpstlichen thronbestiegen, musst er den bau zu Florentz vollführen. In deninnerlichen unruhen, welche sich an. 1527. wegen verjagung desHauses Medicis zu Florentz erhuben, zeigte er einen grossenfer für seines vatterlands freyheit, obschon er im übrigen vo»den Medicis viel gutthaten empfangen, und zum theil in ih-rem Hause war auferzogen worden. Er war zum Haupt derIngenieurs unter dem grossen titul eines Gubernarors und M-neral-Prvcurators der fortificationen gesetzet, liesse darauf gakgute und starcke vestungs-wercke aufrichten, und pflantzte unteranderm einige stücke zu oberst auf den kirch-thurn von St. -M>-niato, aus welchen in währender belaqerung dem feinde dergröste schade beschehen; ward auch in den Kriegs-Rath, so ma»li Xove äella Nilitia nennte, gezogen. Aber nichts desto we-niger gieng er an. 1529. plötzlich davon, und machte sich gen Ve-nedig , weil, wie er sagte, Mario Orsini, der von den geheim-nissen des Papsts Clementis VII. gute wissenschasst Hatte, ih»versicheret, daß Malatesta Baglione, der Florentinern Oberste-General, sich mit dem Papst heimlich verstünde, und die stao»zuletzt gewiß verrathen wurde; Bonarota aber, da er solches demGolfalonier Carducci angezeigt, von selbigem schlecht war ab-gewiesen worden, als der zum Nachtheil des Baglione nichtsglauben wollte, und allzugrosses vertrauen in denselben gesetzt'Gleichwol bliebe Bonarota nicht lang aus; sondern so bald d»Florentiner ernstlich bey ihm anhielten, gieng er zurück, Ebeschloß mit seinen bürgern lieb und leid zu leyden, ward Evon selbigen mit ungemeiner freud empfangen, und leistete omzu end der belagerung gute und getreue dienste. Als die Ezuletzt ubergieng, achtete er sich in grosser gesahr, und HEßch bey einem seiner freunden versteckt, um so mehr, weil »Müber die wider die belaqerer geleistete dienste schuld gEden ward, daß er den vorschlag gethan hätte , den MeE'sehen pallast, in welchem er zeit seiner juggpd von LorenzoPietro äs Medicis so viel gutes genossen, einzureissen, und be'boden davon zu einem platz zu machen, der den nahmenPlatzes der maulthieren tragen sollte; wodurch er dem Pap»Clementi VII. aufeine sehr empfindliche weise seine geburt vorzuwerffenschiene, Massen beyden Jtaliänerndiebastartenr»»gespott mnli geheissen werden; welches alles jedoch demnaruoti fälschlich soll aufgebürdet seyn worden. Indessen wo.der Papst anfangs zum heftigsten auf ihn ergrimmet ,ihn durch alle wmckel, schornsteine rc. feines Hauses fuchs/Als aber diese mühe vergeblich gewesen, und dieser mann nmer verborgen bliebe, vergieng endlich Clementi der MM"sonderlich weil er im übrigen dessen kunst sehr liebte, das ^die Versicherung gab, wie er ihm gäntzlich verziehen, »uvwünschte, sich seiner zu Verfertigung allerhand arbeit r» ^