Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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brauchen. Ei: kam hierauf endlich hervor, und ward in derthat vom Papst ersuchet, die neue samstey dertzen-kirch anzuordnen und zum stände zu brmgenM er nunvergleichlichen bildrrn auszierke, obschon er v»n vrele r Yweder müsset noch Hammer mehr in der Hand gehabt, nhier mehr aus fvrcht und schrecken, um den Papst ncyrv^neuem gegen sich zu erbittern, als aus lust Mroelt«. m ,gehendswarder von Paulo III. an. -?;4-wdleniiegenomme ,und verserttgte vor denselben viel künstliche stucke M 0 » manrev, Minderheit das von der Hölle, darüber er 8. Mbracht. Als am i^r6. Antonio äa 8an Oaliv, bamm i rbaues von der Petrrs-kirche, gestorben, wurde er an denen '

!e rrwehlrt, und erfand eine art, daß das gebaude zo.'ayr^ 'a»t. viel weniger« Unkosten, und doch viel Herrscher konnt , >gefuhret werden. Dervhalben ihm der Papst em re'ches > Ygeld angeboten, so er aber nicht annehmen wollen. Es lW yauch ftm Nachfolger, Julius 111 . das gebaude fortsetzen, mwRath zu Rom muste er den bau des Lapwoln entwerff^-Endlich starb er zu Rom den ei. febr. an. 1464. und M auemahler und dildhauer, so vor ihm gelehrt, an vollkommenstender menschlichen ditder übertreffen haben. Seine femde, we^che vorgaben, er sey gar mit den alten nicht zu vergleichen,machte er durch vergradung eines Cnpido von seiner arbeit oe-sthamt, davon er vorher einen arm abgebrochen, welches vnv,als man es ausgrub , von allen vor ein kunst-ftück emes altengehalten ward. Er wurde auch wegen seiner kunst nicht alleinvon den Päpsten, Cardinälen und Italiänischen Printzen, wil-dern auch von den Römischen und Lmckischen Kaysern, Caro- . ., , .

lo und Sviymamw, iugleichen von dem König in Franckreich, ^, ."'v "^.^brdrr umbringen'^^H'verschiedene wer-

Francisco I. hoch geschätzt. Vasari in seinem leben, Tarci», durch meuch".^ andere «,8. setzen. Er Y ^ --

ItoriL Vier. L TeiF-r, Er. wm. 1 . F-Ütte», keim.

k. II. Sandrarts Acad. rom. I. k. II. Ub. II. oap. n. 66. *

Bonartius, siehe Boonarttus.

LO!>!k8Ili!>!I, waren gewisse ketzer im IV. kxculo, welchesagten, Christus wäre GOttes adoptirter söhn. öaro».

Bonau, eine adeiiche familie in Pommern, welche ihre gü-

cher in denFurstenthümmern Rügen und Wolgast hat, wiewvlbevde llnlcn im man»» " -

worden, hielt ihm die leich-rede. Sirius IV. setzte ihn äst.

148». unter die Heiligen, und Sirius V. an. 1588- unter dieKirchen-Lehrer. Seine schriften sind: Lxposino in üexaeme-ron; in klalterium, in Lcelessssten, ^c. LommentLNL in 4.libr. sentenriarum; äs XesurrCÄions aä pratism; äe Hierar-cbia Tcclelislliea; äe kextem 6raäikus Lontemplmionis ; äsIUeäftatione vitre ^eku Lnristi; äe Lraäibus Virwtum; Icins-rarium memis in Öeum; 8eimulus äivini Ilmoris; äe Ksfor«msrions Nentis; äs kaupercats Lstristi; äe NIMica Tbeolo-8>r> ; äe relormanäis kratribn», Lce. Diese seine Opera sind an»r;88. inVIII. romis in folio zu Rom herausgekommen. Ke».

äe Icr. eccl. esp. 47. , in onnsl.

^ bibl. Mnorit. 7>,ct>emrr». Lei/armr». §e«L»/?r. 8Ps»-äa«. Lsar-. ipa^r-r».

W/I»Fre»r«s. /.« LÄve Lc.

Bonaventura von Padua, Cardinal und General desAugustiner-ordens, war aus dem geschlecht Beduaria von Pe-rugia, gedohren zu Padua den 22. jan. an. i;;2. Er begabsich daselbst in den Augustiner-orden, und nachdem er zu Pa-ris studirt und voüor worden, lehrte er hernach selbst an die-sem ort die Theologie mit gutem rühm, welchen er noch dar,zu durch seine predigten dergestalt vermehrte, daß er den 17.may an. N 77 . auf dem Capttul zu Verona zum General sei-nes ordens crwehlel wurde. Urbanus Vk machte ihn im sept.an. iz78. (andere sagen i;8z.) zum CaMiial-Pnester; daer denn in verschiedenen Legationen vor die Römische kirche ge,brauchet ward. Als er sich aber dem vornehmen des tyran.nen zu Padua, Francisci äe Carrario gar zu eifrig widersetz-te, ließ ihn dieser an. n 86 . zu Rom auf der engels-bruckedurch meuchel-mörder umbringen; wiewol einige das fahr r; 8 -.oder 96. und noch andere 98. setzen. Er hat verschiedene wer-cke verfertiget, als: Lomment. in libros 8entem>arum kettLTombaräi; in kpiüol. Lanon. ^otrannis ^scobi; Isssäitstio^ne8 in vitarn Lkriüi; Lermons» äs Tempere; Vitas Üancio.rum; 8peeulum Narise; Lrsviloguium; Temarium äs regi.Mine conleienü-e. Er war auch ein guter freund des Petrar,chä, weichem er an. r;6y. seine leichen-rede gehalten,

«7^-!, rer. senil. üb. XI. ep. r;. 5caräeo-rrr antig. katav. Ilk. II,

b»n^.V^rherr zum Sunde ' ^wenr. uns bibl. Lug. in elo§. ÜUA. o««^'

tlrn' ^^'Rache, daß man ihm. beschwerte er sich bey ttac-n». 5ps«äa». Lsor-r«/. Le.--

Ä- « s 4" N.L - und LL SE-Mwr-, c e->u,-si-°»us > s,m,u> B-rsuss-r.anverwandr-n bm krieg an. Hierauf«?, ^aad, kün- Mönche, war aus Sicilien gebürtig, und lebte um das iahe

mann ». vL b»um ch e aütbr?a^ "E /einen ^-,0. An. 5598. befand er sich auf dem friedens-schluffe zu

ser ^ ^ üadt an, verwüsten?!,»-. mit; 00. Vttnins, davon er das jähr zuvor einen vorschlag gethan hatte,

gehends^nv- /l/tte viel aefaliaene?Ü!?^?^e»de schlös- Henricus IV. in Franckreich schätzte ihn sehr hoch, und Clemens„..barwe und fusse abhauen liest ^ c?--' ^enen er nach- VIU. ernannte ihn zum Patriarchen von Constantinopel, schick-^ Hieraus entstund eine te ihn auch nach Franckreich wegen der Marggrafschafft Sa-

luzzo.

Bonaventura, (Romanus) entsprossen von edlen eiternzu Rom, ward von Jnnocentiv III. zum Cardinal gemacht,und von Honorio III. an. 1225. als Legat nach Franckreich ge-schickt; da er denn dem zu Paris wider die Albigenser versamm-leten grossen Lcmcilio beywohnte , und den Konig Lildovicttln)'rVIII. zu einem creutz-zuge wider dieselbe bewog. Als deren

lmTk^ventura, oder Bahia äs Haupt, Raymnndns, Graf von Toulouse, solche erpedltion

vrovmk . ist ein meec-busen lat. 8l- durch eine verstellte erklärung verhinderte, bald aber, nach deS

provmtz Popayan. °u,en in Sud-America, in der gedachten Königs tode, sich aufs neue feindselig erwies, brach-

Bonavemura, ein Cardin.,, .... ^ Bvnaventnra zuwege, daß die Franzosen ihre, wider die En-

rspkicus, hieß sonst mit seinem ^genannt voÄor 8e- gellander vorhin gerichtete Waffen, Wider die Albigenser wende-V'oder wie andere wollen, ^auf-nahmen Johan- ^n, fand sich auch selbst bey dem wessen, wvrinnen dieselbe

ru gissen ihn Eustachius und b'e Griechen ^schlagen wurden; worauf Raymundus sich völlig submittir-

elte^Marea, einer kleinen stadeu. ' Er war an. ,221. be, und nach übernommener ponitentzdie absolution von demciscaner?A^n. Ums jähr l24, "be?akehrlichen banne durch ihn erhielt. Honoritts ül. überließ ihm nach fei-ster, und h^tte Alexandrum ben Fran- uer zuruckkunft wegen seiner sonderbaren Rechtsgelehrfamkeit

daß er nack ^ die Theoloaielu lehrmei- ^ entscheidung Der wichtigsten strett-sachen, gab ihm auch das

'ahren vor solchem forlgang, Gouvernement über die in Campamen, und an der see-kuste ge-

tö er die ^ 7 ^ ward, über den legene städte. Gregoriuö IX. schickte ihn mit dem trtul eines

absterben ' »nv im fola-nd?« erlang- Legaten von neuen nach Franckreich, allwo er unter andern M

cissaner or 2 ?E^" Parma/ E '^",whee ward er, nach Toulouse die Inquisition einführte, und mit einem gleichmas-^-'«.welchem amt er ,nu bes gantzen Fran- !>sten character gleng er auch unter eben diesem Papst in Engel-allein die verkd»^ ^ugheil und eifer ^and. In währender solcher Abwesenheit ward ihm das Blß-d-? ^!d?? einführte, sondern"!.»^ bsscivlin bey sei- Anm zu Porto, und nach seiner rückkehr, weil der Papst mt-

ven wwer Giraldum von Abbevillc und ben gantzen or- lern: war, das Vicariat über die stadt Rom, anvertrauet. Derre verkhadM. Aus ungemein grvsserelllv?!!?."") 8. Lmo- letzten function stund er etliche jähre nach einander Mit solchemGOlles verordnete er auf dem m Pj)wUgkett gegen die ^hm vor, daß man ihm fast durchgehends die Päpstliche hy-vens-Capitul, daß die Minoriten gehaltenen Or- ^ ««r, u-stimmte, so bald Gregor« IX. tode die-

bey läiitung der.bätglocke zuderst',!,-« ^'/ermähne,,

dle ersten laycn-drüder aufgebracht ma ^ Er hat auch

schafft des Gonfalons gestiftet. A , ?>/ die brüder-

L ium Erh-Bischoff zu Pvrck rhebA' wÄ ^")n Clemens' ..,>?E"en, welches er aber aus-

vvv">vv yanoe uno ruhe abhauen ließ. Hieraus entstund einegrosse unruhe m dem lande, und wurde daS gemeine volck der-gestalt erbittert» daß es unterschiedene Priester zu pulver ver-brannte; er selbst, der von Bonau, wurden«. 141«. zu Gros-sen - Kiesvw von dem Pvmmerischen Erbland-Marschall, De«gener Bugenhagen, erstochen. Hans von Bonau bekleideteum das iahr i;;o. die chargr eines Hertzoglichen PvmmerischenMarschaüs. pommerl. Lra»«?» Vanäsl. lib. X.

csx. n.

^ ^ycoen, weiches er aber aus-

7 V. diM PaM tode der stuhl wegen Uneinigkeit

schlug. M "ach vmev v ^standen, machten sie an. 1272. ihnder EardmÄe z. iahr S I ^ ihm die macht, daß er einenzu st)0tm schredsman , -- denn Theobaldum, LrelMiaeo-

Papst erweh,len sollte, da . Gregor« X. angenommen,E von LuNtch, so den nahmen ^ B>scl>off von Alba, und

hierzu ernennte »derhndmgeM ^ sich bey

an. 1274. zum Cardtnal machte, ^ -- ... ^ -

dem and--« - ..

hett wüMtt?ünd''de!iimmte, so b«^ G^egom X, tode die-selbe würde vacant gemacht haben. Allem wenig ta«

in sonsl. c,«co». U/Usr«.

* Bonaventura, (Franciftris) ein Jesuit und krokessorTkeologise zu Cvmpsstell und Salamanca, wie auch LsÄordes LoilsZii zu Leon, war von Segvvla in Spanien gebürtig,und starb zu Toledo, vaym er sich wegen seiner gesunvheit be-geben hatte, an. 1^92. den iz. jan. Er schrieb einige TrEa-kus Uoralium tzusünonum. Sein traclat äs V0Ü8 ^eluira-rum , liegt noch m Manuskript. Hesärercz'. ^/eLamöe , hihi.

Ihr. 8 . ä-

v P.äü - Bonaventuri, oder Donaventura, ( FridericuS) lebtev. Papst rm XVI. iXculo, und war von Ürbinv aus einem edlen ge-

I 4 schlecht.