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schlecht. Nachdem sein vattee , ein tapferer General, gestor-ben , nahm ihn der Cardinal von Urbino zu sich, und ließ ihnnebst dem Marquis von Rouere informiren, hernach aber warder an dem Hof des Hertzogs von Urbino, Francisci Mariä,in adelichen exerciriis unterrichtet. Er hatte so eine grosse lustzu der Philosophie und Griechischen spräche, daß er selbigevon sich selbst vollkommen begriff; wodurch er sich bey demHertzoge so beliebt machte, daß er ihn in verschiedenen angele-genheiten bey Gregvrio XIV. dem Hertzoge von Savoyen, undan andern orten gebrauchte. Allein, weil Bonaventura sahe,daß ihn die geschaffte bey Hofe der zeit zum studiren beraubten,bar er sich bey dem Hertzoge aus, daß er vor sich leben möch-te , und nachdem er solches erlanget, begab er sich aufs land,allwo er daS buch äs Venus und die hinzugefügten tractät-aen schrieb. Der Hertzog rüste ihn zwar wieder nach Hofe, al-lein, weil er erkannte, baß es schade wäre, wann er ihn vonden ttuäüs abzöge, bemrlaubte er ihn wieder mit einer ansehn-lichen pension, da er denn folgende schritten verfertigte: Opus
äs oiftomeltli psrtu; äs Hipposratisi Lrmi pLrtittone; äsMonlkris; äs Lüu iVIsris; äs Lslors ccsli; äs Via ; äsLaus rabiäo ; in Ibsmillii ksraptirslin , und äs ^ure sseZmlibrum. Über dem letztem ist er im 47. jähr seines alterö ge-storben , und hat ir. kinder hinterlassen. xin. I.
cap. i;i.
Bonavifta, Boavista, eine von den insuln Capo Verveauf dem Atlantischen meer. Sie hat einen guten Hafen, undgehört den Portugiesen.
Bonciartus, (Marcus Antonius) war in dem gebiethder stadt Perugia, den 9. febr. an. 155;..gebohren, und mach-te sich blos durch seine gelehrsamkeit berühmt, indem sein vat-ter ein schuster , sein groß-vatter aber ein gerber war. Er warMnreti schüler, und schrieb einen saubern Lateinischen üvlum.Seine ledens-zeit brachte er zu Perugia mit dociren zu/undward von jederman werth gehalten. Er informirte seinen ei-genen vatter, als sich derselbe im 47. jähre seines alters in dieSocietät IEsu begeben wollte, und etwas muste studiret ha-ben, wo er nicht einen blossen layen-bruder abgeben wollte.Endlich starb er den 9. »an. an. isiä. nachdem er blind, undvon der gicht sehr war geplaget worden. Er hinterließ einigeschritten in gebundener und ungebundener rede, als: äs LrrsÖriuumLticL; äs arts Xbewriea ; Lxsmpls meinorsbiliL;Iriumpbum LuZulcuin , live äs Zsnilkis kerulii translatis; 8 e-
rapkiäos lib. III. Seine briefc sind an. 1604. zu Marpurg ge-druckt worden. Er hat auch noch andere wercke unter Händengehabt , welche aber nicht zum Vorschein gekommen.
pili. I. LLP. o/äsr». in Ltlren. Lug. Öe
Hoggiäi k. II. Lol^k.
* Boncirus, (Andreas) ein Dominicaner aus Mastricht,wo er auch den orden angenommen, hat im XV. Lculo gele-bet, wiewol er vom Altamura sä an. i;;;. vom Fernande;aber »äsn. i;6o. referiret wird. Lusitanus rühmet ihn als ei-nen gelehrten mann, und meldet, daß er Opus Kegale, quse-üionss "VKeologiLÄS Lompleötsns, geschrieben habe, so daselbstin manuscript liegen soll, davon aber Ghilbert äs la Ilrrie,der die dasige gantze bibliotheck durchsuchet, nichts ausfündigmachen können. Lci-ar-ä, script. o. k. rom. I. p. 900.
* Boncompagno, (Philippns) von Bologne, ein Cardi-nal und vetter Papsts Gregorii XIII. der ihn in dem jähr 1572.zum Cardinal ernannte, kam als ein Xuncius naher Vene-dig, um alldorten den König Henricum III. nach seiner rückkehraus Polen zu begrüßen, versähe unterschiedliche andre wichti-ge ämter, und starb zu Rom in dem jähr i;86. unter der Le-gierung Papsts Sixti V. in dem acht und dreißigsten jähr sei,nes alters.
* Boncompagno, (Cataldinus) ein treflicher Mus ausFolkgno gebürtig, ward an. i;;4. Lävocatus LonMorislis,und schrieb : äs 8 ynäi«ÄM (Msialium; äs knteliste kgpX;welche beyde in dein IrsLIatu TrsÄatuum stehen ; äs ViribusL kotentiL litsrsrurn ; äs tiMsIstione Loncilii Lslä.; Lonü-jia LriminÄÜL iLs. ^acot>rFr didl. Ilmdr.
Bonconvento, eine kleine stadt auf einem Hügel in demgebiethe von Siena, an dem fluß Ombrone gelegen. Allhier istder Kayser Henrlcus Vll. mit gift vergeben worden, oder viel.mehr gestorben, weil es eben so klar nicht ist, daß dieser Herrgift bekommen. Stehe Henricus vn. *
* Boncourt, öoncurcium, ein an dem fluß Eure, fünfviertel stunde von Paßi in dem Bißthum Evreux in Norman-die gelegenes dorf, wurde in den jähren 1666. 1667. 1668. und,669. durch ein außerordentliches feuer, dessen eigenschafft undursach man nicht ergründen konnte, verbrannt. Dieses feuerfieng in den meisten Häusern zu verschiedenen zeiten, bald inden cammern , bald in den scheuren, bald in den ställen, zuzeiten in den mauren und auf den mist-häuffen an. Es schieneeine gattnng trrwlsch zu seyn, so bald da bald dort sich sehenließ, und allerhand Materien angriffe. Es war sehr durchdrin-gend, von blanltchter färbe, und gab einen sehr grossen gestanckvon sich. Wann es einmal em haus ergriff, so an zwey andre stieß,verbrannte das erste und das letzte, das mittlere aber blieb un-berührt. Es wurden vor der brunst wol 8». Häuser in demdorf gezehlel, welche aber alle bis an zwey oder drey durchdas feuer verzehret wurden. Man hat beobachtet, daß wäh.
rend den vier jähren, so dieses feuer gewahret, solches zu enddes augstmonats und zu ansang des septembers am heißestenwäre; und daß inan, wann das feuer ausdrechen sollte, nichtsals einige röthlichte wolcken in der lust wahrnahm , daß auchin diesen jähren das erdreich gemeiniglich allerhand flüchtenhervor brachte. Was aber das verwunderlichste gewesen, wardiefts, daß etwan i;. oder 16. von dem dorf nur auf ;o.schritt entfernte und ein dörflein ausmachende Häuser, ohnge-acht der nähe, von diesem feuer bewahret und frey geblieben.Weswegen der Intendant der Generalität von Rouen in demjähr 1670. hierüber kundschafft aufnehmen, und solche von demLieutenant von Paßi, wie auch dem Ertz-Priester des BißthumsEvreux bekräfftigrn liesse. In dem jähr 1704. verzehrte ein glei-ches feuer einen theil der in der Abtey äu Bec in Normannestehenden bäumen, welches auszulöschen man einen grossen gra-ben machte, und selbigen mit vielem waffer ausfüllte. Mastglaubte, es wäre dieses von dem blitz herkommen, so steh an diewurtzeln der bäumen angesetzet habe.
* Bond, ( Johannes) ein vortreflicher Lricicus und Lom-memswr zu ansang des XVII. lsssuli, ward an. lz;c>. inSo-mersetshire gebohren, und kam an. 1569. auf die Universitätzu Oxford, allwo er wegen feinen ungemeinen studien sehrhoch geachtet ward. An. 1579. ward er zum aufseher der frey-schul von Taunton St. Mary Magdalen in seinem vatterlandernennet, und blieb viele jähre an dieser stelle, welcher er mitsolchem sortgana vorstünde, daß ein grosser theil seiner lehr-jüngern zu grossen männern sowol in der kirche als in dem po-litischen stand worden sind. Da er endlich eines so schwerenlastes müde war, legte er sich auf die Lraxin Nsäissm, ob-wolen er in dieser kunst niemals keine grsäus angenommen hat-te , und erwarb sich einen grossen rühm. Er starb den ;. aug.an. 1612. Sein nähme ist aller orten bekannt worden durchdie von ihm verfertigte notss über den tz-HorsriuinLIaccuinund über den ksriium. Englischer Sa?/?.
Bonde, eine Freyherrliche und Gräfliche familie in Schwe-den , woraus König Carolas IIX. ein söhn Canuti Bonde, Rit-ters und Gouverneurs in Finnland, entsprossen. Turo Bondewar um das jähr 1456. Königs Christiani I. in Dänemarckund Schweden General, und hatte das Unglück, daß ihn seineeigene leuthe im schlafe mit einem beile erschlugen. Olaus waran. 1524. Königs Gustavi I. General. Christianus hielt sichan. 1656. als Schwedischer Abgesandter, in Engelland auf.Gustavus starb an. 1667. als Reichs-Rath und Schatzmeister.Sein söhn Carolus, Freyherr von Lethale, erhielt die Gräfli-che wurde, war Präsident des Ober-Hof-Gerichts, Cvmmer-cien-Rath, und an. 1697. Abgesandter zu den Ryßwickischenfriedens-tractaten; hierauf wurde er an. 1698. an den Engel-ländischen Hof geschickt, und starb bey seiner zurückkunft an.1700. Nicolans, Freyherr Bonde, hielt sich als General, an.1702. in Podlachien wohl, und Claudius war zu gleicher zeitOberster unter der Schwedischen arinee. äs red. galt.
Laroli 6uli. it. Lriä. V^illielmi Llecl. Lrsnäenb. In-
VLM. 8vec. Beschreibung Schweden, k. II.
s Nicolaus, Graf von Bonde, war an. 172;. Hertzoglich-Holsteinischer Ober-Cammer-Herr, und Ritter des RußischenAlexander-ordens. Dessen bruder Gustav, wurde an. 172?'als Schwedischer Reichs-Rath eingeführt. Aus diesen zweyenPersonen berührte an. 17)1. die altere linie, welche sich zuinunterscheid der lungern linie, auf Waholm, Grafen vollBiornor, schreiben. Ihr vatter ist Carolus gewesen, der an.1700. oder nach andern 1699. zu Stockholm gestorben.hatten aber auch noch in gemeldtem jähr vier schwestern amleben. 1.) Iuliana Christina, gebohren an. 168;. hat sich n"tCarl Adam von Stackelberg vermählet. 2.) Eleonora Cha^lotta, hat zum gemahl Wilhelm Ludwig, Baron von Taube.;.) Catharina Margaretha hat den Schwedischen General-M-jvr, Johann Christoph von Dürring; 4.) Charlotte, gedol?ren an. 1700. war noch ledig. Nicolaus hatte zur ehedalena Elisabeth von Dreyer, von welcher ihm an. 17,1. ewsöhn gebohren ward, nahmens Nicolaus. Gustav hatte Mvermahlet mit Charlotta Ulrica, einer tochter Bernhardt,fens von Lteven. Diese gebahr ihm an. 1709. Carolum, dckKomgllcher Cannner-Herr worden; an. 1711. Thordo Berll^hard, und 1720. eine tochter Siegfriede. Von der jüngA*bitle war damals das Haupt, Claudius, Schwedischer ReERath. Dessen gemahlin Beata, Gräfin von Sparre, hat ihwdrey söhne gebracht, i.) Carolus, war Königlicher Camm^Herr. 2.) Gustavus, auch Königlicher Cammer-Herr. UFriedrich Lorentz. An. 17)9. wurde auf'dem Reichs-Mder Graf Gustav Bonde, von der altern linie, nebst v>candern Reichs-Räthen entsetzet, weil man sie verschiedener w>der das interesse des Königreichs geführter anschlügen besäst"digte. Hubners 8upplem. Neue Fama.
Lvril I 7 Z 9 . -
Bondelmonte, ein Florentinischer Ritter, hatte sicheiner junafrau aus dem geschlecht der Amidei versprochen, inoc 'aber die Hochzeit verzögert wurde, ließ er sich von einer ftau a-dem geschlecht Donati überreden, daß er ihre tochter h.eur.then wollte. Dieses hielten.die Amidei vor einen grossen sth. „ ^und um selbigen an dem Bondelmonte zu rächen, ließen'ihn am Oster-tage, als er in die kirche gieng, ermorr^Dieses machte eine grosse unruhe in der stadt, und theilte