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Zweyter Theil. Bi - C.
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bon

verleitet ward) dennoch endlich so wohl einschlug, -aß einestheils der junge fünfzehenjährige Fürst von aller weit , abson-derlich an den Wienerischen und Berlinischen Höfen, als einMuster tugendhafftcr und geschickter Printzen bewundert wor-den ; andern theils auch derselbe benannten seinen Hofmeisternach erkannter dessen treu und redlichkeit dergestalt lieb gewon-nen hat, daß dieser, als er sich an. 1674. verheurathet, ihmversprechen müssen, nicht eher ausserhalb dem Fürstlichenschlaf-gemach, darinnen er ihm beständig gesellschafft geleistet,zu schlafen, als bis er, der Printz, sich auch einstens vermäh-let haben würde. Wie dann selbiger auch, als er im Vorjahran.1675.sich nach Wienerhub, umaufdie erlangte veoiLmsets-ris die belehnung seiner Hertzogthümmer von dem Kayser Leo-pold persönlich zu empfangen, vorher ihn, den bisherigen Hof-meister , zu seinem Hof-und Cammer-Rath, und nach der dar-auf angetretenen landes-regierung , zum Reqierungs - Rath äTäters bestellet, auch sonst bis an die letzte stunde seines den 21.nov. an. 1675. an den pocken erfolgten frühzeitigen todes ( wo-durch der in Polen und Schlesien in die 900. jähr glorwür-digst florirte Königliche und Fürstliche stamm der Plasten erlo-schen ) ihm, dem Negierungs-Rath Bone, viele ausnehmendezeichen seiner gantz »»gemeinen gnade und liebe erwiesen hat,welche ihm aber, fürnemlich nach des Hertzogs ableben, aller-hand neid und Verleumdung zugezogen, sonderlich einiger be-dienten , die sich auf das Hertzogliche testament grosse Hoffnungvon Vermächtnissen gemacht hatten, und ihm es impulirten,daß selbiges nicht vollzogen worden; dagegen er dem Cantzlcrvon Roth und dem Lands - Hauptmann von Pofadoffskp dieschuld beymasse, und seine Unschuld desfalls in einer ausführli-chen deduction darthat. Wie nun durch besagten todes-fall dieHertzogthümmer Lieqnitz rc. an den Kayser sielen, also erhieltder Regierungs-Nath Bone mit den andern meisten Hertzogli-chen bedienten seine dienst-erlassung, und zugleich seinen öfter«wünsch, den rest seines lebens wegen zunehmenden kranckheitenin stiller ruhe zuzubringen. In solcher absieht begab er sich an.1676. nach Croffen, führete daselbst bis an sein den 25. fcbr. an.1692. erfolgtes ende ein zwar stilles , doch durch stein-gicht undandere zufalle zum öftern beunruhigtes privat-leben, und hinter-ließ von seiner ehegallin, Rosina Hoßmannin , einen söhn Au-gust Hippolytum, und eine tochter Barbara Rosina. Unterseinen verschiedenen ausgegebenen schritten sind sonderlich fol-gende : r.) Bericht von dem Ursprung und heutigen zustande derReformirten kirche in Franckreich, an. 1668. 2.) Dito von demjährlichen einkommen des Königs in Franckreich, an. 1672. z.)Staat der vereinigten Niederlande, an. 1671. 4.) Hof-compaß,bestehend in >oc>. bewehrten lebens-reguln für einen angehendenHof-mann, an. 1672. davon eine Französische Übersetzung 171;.gedruckt. 5.) 8ertum kol^Lntdeum. sä 8srenif. Üusem 6eor-xium V^ilb. 811.1672. 6.) H^Zisllisa äs rationc vitN oräina-tL, tempemtre <L religiöse sä euricl. Oucem Lellill.

Bonef, ein flecken, nebst einer berühmten Abtey Prämon-stratenser-ordens, in der Grafschafft Namur an dem fluß Me-haigne, hart an den Brabantischen grentzen gelegen.

Bonefadius, (Iacobus) war zu Salo in Italien, nahebey dem Garder-fee gebohren, und wurde bey dem Cardinal äsBari zu Rom 8ecretsrius. Nach dessen tode hatte er bey demCardinal Ghinucci eben diese bedienung , bis er derselben wegeneiner langwierigen kranckheit nicht mehr vorstehen konnte. Alser-genesen, gefiel ihm das Hof-leben nicht mehr, weswegen er einelange zeit in Neapolis herum reisete, aber kein anständigesamt finden konnte. Endlich gieng er nach Padua und hernachnach Genua, woselbst er über Arisiotelis kolirics und kiie-torieL mit grossem zulauf last , auch in solches ansehen kam ,baß ihn die Republick zu ihrem UiüorioZmpho annahm,und eine ansträgliche besoldung gab, da er sich denn äußerstangelegen seyn ließ , die srmMss dieser Republick zu verferti-gen , und die fünf ersten bücher davon aus licht stellete. Weil eraber darinnen gar zu frey geschrieben hatte, bekam er viel feindeaus den vornehmsten geschlechtern, die ihn endlich als einen kna-ben-sthander anklagten, und weil sich zeugen wider ihn fanden',es dahin brachten, daß er zum feuer verdammet wurde; wie-wol einige behaupten, man habe diese strafe gemildert, undihm an. 1560. das Haupt abgeschlagen. Er schrieb noch anden» tage, da er hingerichtet wurde, einen brief an JohannemBaptistam Grimaldi, sich gegen seine guten freunde vor ihregeleistete dienste zu bedancken, und versprach ihnen, von demzustande in jener welt Nachricht zu ertheilen, wenn es, ohne siezu erschrecken, geschehen konnte. Man hat von ihm einige re-den und briefe, ingleichen Lateinische und Italiänische getichre.

, kb. XXVI. Stt/r»r Weatr. tom. I. Loci-

oLiIlei: , iorn. I.

Boneßdius, (Edmundus) oder äs könne koi, einer derberühmtesten Rechtsgelehrten seiner zeit, war zu Chabueil, ei-nem kleinen flecken in Dauphins, nahe bey Valence, gedohren.Ob er gleich rn seiner jugend niemals aus seinem vatterlandegekommen, so hatte er doch eine solche wissenschafft in derHebräischen, Griechischen und Lateinischen spräche erlanget,als wenn er unter den besten Professoren studirt hätte. Erwar auch m den Rechten so erfahren, daß er selbige nebstJacodo Eujacro zu Valence docirte, welcher ihn vor den geschick-testen hielt, seine stelle zu vertreten. Bey dem blut-bade zu Pa-ris an. i;?». wurde er nebst Ioh. Scaligero, von Ciijacio beym

leben erhalten; hatte aber einen solchen absehen vor sein Vater-land bekommen, daß er sich auf Hotomanni Veranlassung nachGenf begab , und daselbst die gesttze der Orientalischen Kayserzu erklären anfieng. Jedoch als er noch nicht 2. jähr hierüberzugebracht , starb er im ;8. jähre seines alters, und hinterließeinige schriften, welche von seiner gelehrsamkeit zeugen, wor-unter sonderlich seine XotX in tres Ilbros luris Orientglis sind.in oklerv. lib. V. c. 26. , lib. 1,111. ^ 7Vi/-

, aääit. roin. I. LAsrrer, bist. äs Oaupb.

Bonelli, (Michael) ein Cardinal, war an. 1541. zu Bo-sch», einer kleinen stadt gantz nahe bey Alessandria äsllL Pagua,gebohren. In der taufe ward er Antonius genannt, er verän-derte aber diesen nahmen, als er in den Dominicaner - ordentrat, und nennete sich Michael. Er ftudirte zu Perugia, alser die Nachricht bekam, daß seines groß-vattern bruder mütter-licher linie, Pius V. den Päpstlichen stuhl bestiegen , welcherihm an. 1569. den Cardinals-Hut auffetzte, nebst dem titul,von St. Maria lopm Minerva, welches ein Dominicaner-con-vent ist , darinnen Bonelli den orden angenommen hatte, undihn auch Alessandrino nennte. Er machte ihn dabey zum ober-sten Aufseher über die Cammer-güther der kirche, ob er gleicherst 25. jähr alt war; ferner gab er ihm das amt eines Cäm«merlings und das Priorat von Rom. Endlich schickte er. ihnals Legaten nach Portngall, Franckreich und Spanien, dieChristlichen Potentaten zu einem kriege wider die Türcken an-zumahnen , welche Legationen er mit rühm ablegte, und beyfeiner zurückkunft diesem Papst die letzten sacrament reichte.Er ftrug hernach ein großes bey, daß Gregorius Xlll. diePäpstliche crone erhielt, unter dessen rcgierung er verschiede-nen Versammlungen beywohnte. Eben diese Verrichtungen hatteer unter Sirto V. und Gregorio XIV. welcher letztere ihm auchan. 1591. verstattete, eine rothe mütze zu tragen, das sonstden Cardinälen, so ordens-leuthe sind, nicht erlaubet ist, undwelches ihm Pius V. nicht hatte zulassen wollen. In feinenLegationen hatte er sich bey Philippo II. von Spanien, und Ca-rolo IX. von Franckreich in solches ansehen gesetzt, daß ihm jenerein völliges vergüldetes fervis nebst einer pension von 7000. tha-lern und der stadt Boscho, so er zu einer Marggrafschafft erhübe;dieser aber einen kostbaren diamant verehrte. Endlich starb erals Bischoffzu Alba an. 1598. zu Rom. Er hat sein geschlechtzu grossem vermögen und ansehen gebracht. Sein anverwand-ter oder bruder Hieronymus Bonelli erbte die MarggrafschafftBosco, und dessen söhn Michael, Marquis von Bosco und Can-zano, bekam mit feiner gemahlin Ifabella Ruini 100000. reichs-thaler, ward zuletzt unsinnig, und stürtzte sich an. 1689. von deinhöchsten fenster seines pallasts am hellen tage auf den platz derH. Apostel herab. Er hinterließ unterschiedliche kinder. Sechbruder, Monlr. Bonelli, warb von dem Papste Alexandro VII-zum Statthalter in Rom, hernach zum ausserordcntlichen Bol-fchaffter in Spanien und nach wenig jähren darauf zum Car-dinal gemacht. Aus diesem geschlecht ist auch Carolus Boneluden 14. jan. an. 1694. Cardinal worden, und den 27. aug. am1676. gestorben. Lehmanns herrsch. Europ. k. II.

O'0//är.

Banen, siehe Bonin.

* Bonerus, (Beat. Esajas) ein Eremit nach der regul M-

gustini, aus Cracau gebürtig, trat zu Casimir in gedachten or-den , studirte darauf in dem kloster zu Padua die Theologie, undwurde an. 1422. von Augustino Nomanv zum Lurlors erwehlt.An. 14? 2. aber, als er bereits Ooökor Ideologie war, vondem Provincial-Capitul in Bayern zum km-les und Vicsrio g^nersli ernennet. Endlich begab er sich in ftin vatterland zmrück, lebte exemplarisch fromm, daher er auch den nahmenLeatus erlanget, und starb den 8. febr. an. 1471. Er hntLommsnMrios in IV. libros lentsntisrum geschrieben, ö's»"vE, in snnsl. sccl. tom. XVIII. , tom. II. p. rl4-

^l»^. in tkeLuro cosl. äsvot. N. V. c. Z. p-»§. 61'

in äilf. äs 200. fsriptor. TIuA. x. 116.

* Banet, (Johann )/5in sohn Andreä, und bruder The^phili, war gebohren zu Genfan.i6i;. und empfieng den OoK^grad in der Artzney an. 1654. da er erst 19. jähr alt war.machte sich durch seine geschicklichkeit so berühmt, daß er Moft an die entlegensten örter reisen muste. An. 1668. gEer nach Orleans und Paris, und dienete daselbst mit ftw),kunst vielen vornehmen leuthen. Dieses verursachte einEneid bey leuthen seiner profeßion. Allein die recht gelelMund verständige schätzten ihn nur desto höher, wie man mm-anderm aus den briefen Guido Patins ersehen kan. Da 7.wieder in fein vatterland zurück gekommen', starb er an -euWeyhnacht-tag an. 1688. Er hatte unternommen einen tracraäs Lsmrrws zu schreiben. Da er denselben aber schier zugebracht hatte, bekam er dasjenige zu sehen, was Schloss,rus über eben diese Materie geschrieben. Daher achtete er ftw.arbeit für unnöthig. Er halte sich an. 16; 6. verheurathet, mAnna äu Port, von welcher er verschiedene kinder Hinterlagedarunter Andreas und Johann Anton voökorss NeäisinD «Genf gewesen. Mcero», msmoires tom. V.

* Bonet, (Theophilus) gebohren zu Genfden 5. mertz A1620. war Henrici Hertzogs zu Longuevklle, Leib-Nsäisus' uwurde an. 164;. Voctvr, begab sich aber von dessen Hof

weil er nicht wohl hören konnte. Er starb endlich an

Wassersucht den 29. mertz an. 1689. Er schrieb