Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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111
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Hunnen genvmmm, u,n ferne zuflucht zu den hafftig machen, gieng dannenhero mitten im Winter in daflg

xärcken, welche er aber. üia macht wieder zu ver- gegend, predigte den Preussen und Russen, bekehrte auch den

—^ ... / ars Bonffactus bald darauf an einer König und viele seiner Unterthanen, wurde aber davor von des

Königs bruder gefangen genommen, und an. roox. nicht aberrooo. wie einige wrvor halten, enthauptet. Es ist aber zu

mer»

..... ...» Bonifacius

kranckheit verstorben, und er Aetius der Kaiserlichen gnadevnd Verzeihung versicheret worden, von dem vorhaben, rn vasRömische Reich zu falten, wieder abwendig zu machen gewmt.

Hingegen Marceltinus Lomes, von dem wir auch eme rmtzechronick dieser zeiten haben , giebt erstlich Placidtam zur ur-sacherin dieses innerlichen kriegs zwischen Aetio und BvMMwan, und schreibet dann ferner, als es zwischen ihnen zurMacht kommen, hätten sie beyde auf einander getroffen, oadenn der letzte mit seinem wurf-pfeil oder spieß des Aeru gefehlet, hingegen von ihm eine wnnde empfangen, an welcherer m z. Monaten gestorben ; da er noch vor seinem tod femem Hertzog uno^

werd der Pelagiä, welche er mit grossen reichthummen hmter» Marggraf von

lassen, befohlen hätte, sich an niemand anders als an Aetmmwieder zu verheurathen. Diesen tod Bonifaeir setzet Marcel-lmus Lomes ins jähr Christi 4;2. Prosper dagegen man. 4;;.epist. 70. L ii/a^ceK«. Lomtt, in cdron.

ds desto Vanäul. lid. I. Oraeo«. lib. XIV. *

Bonifacius oder Bonifacio, (Johannes) von Rovigv indem gebieth der Repubtick Venedig, war ein berühmter Rechts-gelehrtcr, Poet ui,d Mfforicus. Die Rechte studirte er zu Pa-diia, und verfertigte daselbst einige schau-spiele. Hernach als ersich zu Trevigi mit Elisabeth Martinagt, der erb-tochter MarcrAntvnii, verheurathet, ließ er sich an diesem orte nieder, und

schrieb davon in Italiänischer spräche eine Historie. Er kam .. - . p. 8«. n

auch allda in solches ansehen, da« ihm die Repubtick Venedig cllron. uä an. i i - ^ sssäen u. zo.

die stelle eines Raths auftrug. Damals schrieb er seine juristi- 1076. L ir5Z- ^ Lnücff. Lstcns. Im- ^ttt.

sche tractate, und an. r-;88. gab er emen heraus unter dem ti- Mur. IX-p- 422. . .

tut : LommoMLrio loprL 1a keuäsl lsM Vonora. An. lüio.verheurathete er sich zum andern mal in Padua, und begabsich auch «Mich dahin, seine angefangene schritten zu vollen-den , woselbst er den rz. mn. an. «6z; im 88. jähre seines ioauarm Uonarck.

alters starb. Seme wercke sind über vbenge-achte : äs kur- , k. II. dl rom. II. k- 272.

äs oomponenchsLxuaxtms; lürrs äs ssnrü; Nschoäo r, iic aä Vuriarmm, "v. XVI. .^

-'.--^"»0.— Veneta; 1» Ueoudlio« ä^It- ^ ^ ^ . ..

tlleatro.

ivoo. wir — . .

cken, daß dieser St. Bonifacius nicht die Russen, als weicheschon an. 980. samt ihrem Könige Volvdimiro Christen gewe-sen , sondern etwa« eine mit denselben benachbarte ncmon,und vielleicht die Lieflänber oder Samvgiten bekehret habe.Sein gedächtnis ist den 19. jun. angesetzet. ^in catsl. 8anüornm V. 88- Harlknochs Alt-und Neu-Preus»sen, k> II. 0. 5. §. ».

* Bonifacius, ei» söhn Theobaldi, Grafens von Toscana,Marggrafvon Toscaniew katnmus der stadl Rom,

. , , )N Pifa; wird auch toüus mtsrMLLntis Tulcise

L IrsliL vominstor genennet. Unter die landschafften, welche,er besessen, und deren bey den gcschicht-schreibern erwehnunggeschiehet, gehören Lucca, Parma, Mantua, Ferrara, Mvdena,Reggio, Aqua, Moittferrat, Spoleto, Sardinien, Corsica, Ca-nußium, oder Canoffa, das stamm-haus seiner vorfahren. Erhatte 2. gemahlmnen nach emander. Die erste war Richilda,Gisilbertr, Grafens von Lnxemburg tochter, mit welcher er s.söhne soll gezeuget haben, welche aber vor dem vatter gestor-^ war Beatrix, Hertzvgs Friedrich-

den. Die andere gemahlin war Beatrix,

H. von Ober-Lothringen tochter, mit welcher err.Lch^Wget, wovon die eine die berühmte Mathildis, und die ander-Beatrix, eme .gemahlin Hertzog Gottfrieds in Brabant war

- ^ os s.amsere.

tob. 8- Lünaus leben und thaten Friedrichs I. sä an. i^8.k- 59 - an. io;L. , in

d^rvn. Lavar. spuä I)n. äs Leibnir I. 0. tom. III. p. 662.

. äe Luslüs krincipibus ist. tom. I. p

«18:

äslls tsZAi äesta st-ren. Lexubl. Veneta - 1» a „

äpi, §5s. ^o»r,z/i«r stoA. . 1 —? punusa ässts

,, Bonifacius, der 46. Ertz-Bifchoff zu Canterbury, war einsöhn des Grafens Petri von Savvyen, und gelangte durch in»terposition Königs Henrici III. mit dessen gemahlin er als Mut-ter bruder in verwandtschafft stunde, zu obiger würde, wie»wol er weder verstand noch gefchicklichkcit besaß. Damit aberder Papst mit solcher wähl zufrieden seyn möchte, musten fastzu lesen Än« E Englische Bischöffe die Person des neu-erwehllen recommen»

d-ü .8"ng er nach Aren helffen, welches jedoch die meisten wider willen, und

thaten. Es geschahe dahero die

Bonifacius, (Balthasar) war an. iz86. zu Rovigv im Ve-netianischen gebiethe aus einer familie gebohren, die viel ge-lehrte lcuthe hervor gebracht. In seinem iz. jähre war erschon so weit gekommen, daß er auf die Universität nach Pa-dua zog, und im 18. erhielt er die würde eines voöloris bey-der Rechten; worauf er anfieng im LvIlsZio äi ttovigo öffent- '""Lz

lich über dic lnlttwuones zu lesen. Von dar g«ng er nach sHmae zu gefallen, thaten. Lo , Weil er

Teutschland als Lscretsrius des Xurrtii LpokoUsi, und übergab emwiüiamm zu Lyon von dem Vapsir selber <M- 44

dem Kayser Matthiä ein Kreve, mit welchem er nachgchends «nn M Ktz-BMum starck beschult antraf, that,erdie wichtigsten geschaffte des Päpstl. stuhls abhandelte. Nach eme re.i

seiner r»vii^f„ntt -v a?l. .^

^.geistliche kensstsm

erhielt, und endlich vom Rath zu Venedig zum Professors Hu-MÄnitLtis zu Padua, an. lüro. aber zum Professors Instöter-«rorrum bey der Ritter - Academie zu Venedig beruffen ward.Nachgehends bestimmte ihn der Papst Urbanus vm ---

V- --;.

thums Valence und anderer geistlichen amtern überließ. Allein

er verwandte die mtraden und alles zusammen gescharrete geld

or"" ucrussen ward ölvs auf die soldaten und den krieg, dadurch er sich doch we«

cvmmendation der Reviibi'i^ «st« Manns VIII. auf re- nutzen schaffte. Damit er sich aber auf eine andere art er.

rapetra in der insul Ca ^ F Setia und Hie- ^vlen möchte, erlangte er von dem Papst durch grosse gesehen,

wissen Ursachen L annehmen würde aus ge- A, daß er auf dce nächsten 7. »ahre von den vacanttn gerst.

Archidiaconat zu Treviao. gab »hm der Papst das ämtern in seiner Diwoes ernheben dörste. Nachdem er

das amt eines VinAerwatte? ^ Bischöffen f.'whv abwesend gewesen, kam er in sem Ertz-Bißthum zurück,^ . «,..4^ dre aber mehr auf eine

und schrieb eine general-visitation aus, d»e aber mehr auf einegeld-schneiderey, als auf Verbesserung der mangeln und gedre.chen angesehen war. Zu dem ende gab er die härtesten gest.tze, weil er wohl wüste, daß solche den viosceLms «»ertrag.Itch, und sie sich lieber durch ein ansehnliches stuck geld da.von los zu machen suchen würden. Damit auch die siM er.neu bessern schein haben möchte, fieng er in seinem Ertz-Sttftzuerst an, dergleichen unleidenliche Verordnungen emzufuh-ren. Hierauf reisete er nach Londen , und tractirte mcht nurden dasigen Bischoff, Fnlconem Bassetum, um einer germgenUrsache willen sehr schimpflich, sondern that auch den De-chant und die übrigen Dom - Herren zu St. Paust, wen siechm das recht der Visitation nicht zulassen wollten, und an deuPapst appellirten, in den bann. Noch ärger machte er es,als er sich den dritten tag hernach in die Prioeey St. Vartho«lomm begeben wollte. Dann, da der gantze Convent rhm ent.gegen gieng, und über seiner ankunft grosse freude ^

"eß, daneben aber zu verstehen gab, daß ohne bewilstgung >h»res Bijchoffs keine Visitation bey ihnen rorgehcii komite, wur-Bonrfacius so ausser sich selber dadurch gebracht, daß

. An. i6zr. erhielt er das amt

eines virsttoris und Professor»« der neuen Ritter-Academie zuPadua nebst einer sehr ansehnlichen besoldnng. Wegen seinergetchrsamkeit erwehlten ihn verschiedene gelehrte gesellschaff-len , die Incogrüri, Humorist^ , Pstilsrmomsi und Ol^mxicizu ihrem mitgliede, und zu Trevigo wurde die aesellschafftder Lossicitorum unter ihm, als vireüore, aufgerichtet. Erist an. 165; Bischoff zu Capo ä'Jstria worden , und an.i6z> gestorben. Seine schritten sind : äs ümmre Immnrwss-tars; äs LnssosrmiÄ; sslotziL LonrLrersvrum Hsroum XXX.;äs gn-räraßems ssorriLn« issiforiee Lsriproribris juäicirim ; Vi-ta bomkasir, .)Lr> L iisssssoris, PZeriz fui; äs ürcstivis; prN-lettlones Liväium Imlirueiorrum epitome ; LomsÄurL inNartialem; Lol^nest OnZmes; Nufse Leu Latina posmata;

Nistoria luäicra ; nebst Vielen oraeionikus und getichten, wieauch einer guten anzahl nicht gedruckter schritten, die er selbstjU ende der üistori« luäicrL erzchlet. 6ls» ste gü I«coL«iki.

Lücher-saal.

* )^cwisacius, einPionch Benedictiner-ordens, und — ^ nuye», sutzprior,der doch das Wort

hernach Apostolischer Ertz- Bsschvff in Reussen, war ein naher den am nächsten bey sich stehenden 8 °p vr «1 v w rk

verwandter des Kayftrs Ottvms in. welcher ihn auch sehr lieb nicht geführet hatte, mit faust-schM^ « stede wars. und mit

weil er in allerhand wiffenschafften, und sonderlich m alters halber sehr " mt « auch mffdeffenkostbE

der Mustc trefiich wohl erfahren war. Als er aber einstens des füssen träte, welches traM griffen, vornahm Man bat

hess Märty - s Vonifam kuche betrachtete, bekam er lnst, kappe, die er erst in ^'7/d"r Ertz-B schvff üb ?dem r nam

«den als wst derftlbe als ein MFMer m l erben , verließ dahero bey büstr ge>-ge''h-- ', Ä er unter Mmm

erlanget hatte, wur- eine genaue Vorstellung zu thun. Mein der Ertz-Bischoff war

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Äistar. II. Theil. K» *

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