Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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aeld gut zu machen, welches ihm aber dismal fehl schlug , da-her er sich auf das bitten legte, und dem Dechant allerhandgute Versprechungen that, wodurch sich dieser von weiterer an-klage wider ihn endlich abwendig machen ließ. Hierauf lag erdem Papst so lange an, bis er ihm die visitations-acte confir-mirte. Es bemüheten sich zwar die sämtlichen Bischöffe in derDiesem Canterdury, den effect davon zu hintertreiben, undüberschickten dem Papst in der absicht eine ziemliche summe gel-bes ; weil aber immittelst die Königlichen Intercellionglssaus Engelland einlieffen , ward selbiger dadurch bewogen, zugnnsten des Ertz-Bischoffs zu decidiren , doch wurden die bey-den klöster zu St. Pauli und Bartbolomäi von dem bann freygesprochen. Kurtz darauf excommunicirte Bonifacius den De-chant zu St. Pauli unter nichtigem vorwand, welches zu neuenHändeln anlas gab, deren ausgang den Ertz-Bischoff in seinemvisitations-rechte, so aber auf gantz billiche oonämones einge«fchräncket war, bestätigte. Als nach der zeit der Bischofs zuLincolne mit tobe abgegangen , pratendirte der Ertz - Bischofsdas recht, währender vacantz die Präbenden zu vergeben;das Capitul hingegen wollte ihm solches nicht zugestehen, son-dern schützte sich disfalls mit der obfervantz von vielenUs her, gewänne die fach auch mittelst eingeholten Päpstlichenausfpruchs. Indessen hatten sich die Geistlichen zu Canterbu-ry von der Visitation frey gemacht, und eine Päpstliche bulledeswegen ausgewürcket. Als nun der Ertz-Bischoff in dem kl o-ster St. Albani Visitation halten wollte, zeigte man ihm ge-dachte bulle, daran er sich aber gar nicht kehrte, indem er ftl-bige in das feuer warf, und diejenige, so sie gebracht hatten ,in den bann that. Der Papst, dem solche that klagend hinter-bracht wurde, schiene keine ohren darzu zu haben, und wollteden König von Engeüand, dessen er noch sehr benothigt war,nicht vor den köpf flössen , daß also die fache zu keiner Un-tersuchung gediehe. Als endlich der Ertz - Bischofs mit seinerVisitation ein grosses geld erhalten, warb er soldaten davoran, und wollte seinen bruder, Thomam, welchen die zu Turingefangen hielten, los machen, war aber unglücklich, und büsse-te nebst dem volck auch alle seine darauf gewandten kosten ein ,worauf er sich wieder in sein Ertz-Bischoffthum zurück begab,und solches eine zeitlang gar gelinde verwaltete. Weil er abermerckte, daß ihm weder der König, noch sonst jemand mehrgönstig wäre, verließ er Engelland, nachdem er durch nieder-hauung der höltzer , Verpachtung der Ertz - Bischöfflichen gü-ther und angelegten tribut vieles geld zusammen gescharrel,und kehrte damit nach Savoyen, allwo er nicht lange dar-nach auf dem schlösse St. Helenä den i8. julii an. 1270. ge-storben. Es wird ihm dreyerley gutes nachgerühmet, i.) daßer seiner vorfahren schulden bey 22000. marck bezahlet. 2.) daßer zu Maidstone ein weitläuftiges hojvital getrauet, und mitreichen einkünften versehen, und ;.)'baß er den Ertz-Bischöff-lichen pallast zu Canterdury, welchen sein Vorfahr Hudertuszu bauen angefangen, völlig zu stände gebracht. äs

kroelul. LnZI. k. I. p. 1;;. tsgg.

Bonin, Dohiim, eine adeliche familie in Pommern, vollwelcher Dionysius um das jähr i;zo. bey dem Hertzoge Phi-lipps in Pommern Rath gewesen. Antonius war an. 1620.Stifts-Vogt zu Cammin, und Carl flortrte um das jähr rüz;.als Chur-Brandenburgischer Oberster. In eben diesem jähr be-fand sich Friedrich, als Schwedisch-Pommerischcr Abgesandteraufdem Reichs-tage zu Regenspurg. George ist an. 1660. beydem Churfürsten zu Brandenburg geheimer Rath gewesen.Von diesem geschlechte ist das uralte adeliche Haus derer vonDönen ober Söhnen unterschieden, welche ihre güther indem Stetinischen haben, und von denen ein eigener artickulvorhanden.

* Bonincontrus, (Vincent.) ein Edelmann aus Palermo,trat daselbst in den Dominicaner-orden, und ward hernach inverschiedenen LoI 1 exü 8 KeÄor. Seine gelehrsamkeit hatte ihnschon langst in Rom bekannt gemacht, daher», als er dahinkam, der Cardinal Camillus Borghese, so nachgehends unterdem nahmen Pauli V. Papst worden, ihn alsobald zu seinemIcheoloM annahm , und zum Bischofs von Amalfi machenwollte, weil aber der König von Spanien selbigen zum Biß-thnm Gergenti vorschlug, conferirte er ihm solches den 2z. fun.an. 1607. Indem er nun nach dessen besttznehmung das 8s-minarium der Llericorum prächtiger auszubauen, und mitmehrern einkünften zu versehen anfieng, auch starcke allmosenunter die armen austheilen ließ , ward er darüber bey PauloV. einer verschwenderischen freygebigkeit beschuldiget, von dem-selben aber, nachdem er seine gute ablichten mündlich legitimi-ret, frey gesprochen. Er starb den 27. may an. 1622. zu Ger-genti. Lck-ai-ä, koript. 0 . k. wm. II. p. 4;o.

* Sonis, (Alexander) ein Italiänischer IVIeäicu8, wurde zuCrema von Dominico Bonis und Bianca Delstna an. 1672.den ;o. oct. gezeuget. Nachdem er sich in den Literis KumL-vioribu8 und Philosophie eine geraume zeit mit sieiß geübet,legte er sich auf die Medicin, und ward in derselben an. 1692.den 1;. aug. zu Venedig voLkor. Mit dieser verknüpfte er dasLwäium der Geometrie, Mechanic und Chymie, ließ auch beymüßigen stunden die alterthümmer nicht »»berühret. Er en-digte an. 1719. den 24. jun. sein leben. Ausser dem, daß er desDominici Guiglelmini visssrt. äs krineixio kulxliureo, mit ei-

ner gekehrten vorrede wieder auflegen lassen, hat er «neu tractatäs kette ; und einen andern äs Veneni8 geschrieben.

/e äe' tom. XXXIII. k. I. li. 10. Gel. Zeit. 1722.

p. 7?;. kegg.

* Bonitus, (Lndovicus) Ertz-Bischoff zu Pisa, aus Gergen-ti in Sicilicn gebürtig, woselbst sich seine vorfahren, ein altesadeliches geschlecht, aus Scala im Neapolitanischen unter An-drea äe Bvnilo im jähr 1272. hingewendet und niedergelassenhatten. Er war in den Liters KumruuoriKus wohl erfahren /hatte die sura studiret , und war voäkor darinnen worden.Hierauf wurde er an. i;8;. Bischoffzu Palermo : erhielt von. Urbano VI. dask-älimn, muste aber an. izyi. als König Mar«tinns Palermo eroberte, weil er es wider ihn mit denen vonClermont gehalten, das Bißthum verlassen , da er sich dennnach Rom begab , und allda bey Bonifacio IX. und dessenNachfolgern wohl gelitten ward. An. izv;. wurde er Titular-Ertz-Bischoff zu Antivari, und das jähr darauf zu Thessalo-nich, an. IZ99. aber den 5. sept. erhielt er das BischoffthmNzu Bergamo , von dar er den 15. nov. an. 1400. als Ertz-Bischoff nach Pisa , und endlich von Innocentio VII. an.1406. wiewol mit seinem Unwillen, nach Tarento versetzet wur-de. Doch ist er nie in dieses Ertz - Bißthum gekommen, son-dern hat sowol unter gedachtem Innocentio, als dessen Nachfol-ger, Gregorio XII. einen Xumium' /zpottalicum bey Ladislao,Könige von Neapolis, abgeben müssen. Letzterer Papst hat ihnan. 1408. zum Cardinal, mit dem titui 8. Marise tran8 Vvbe-rim gemacht. Als hernach derselbe auf dem Lonsilio zu Pi-sa abgesetzet worden, hat er es dennoch stets mit ihm gehalten,und ist ihm da und dorthin nachgefolget , bis er endlich z"'Rimini den iz. sept. an. 141z. gestorben. inLisooa.

rvm. II. p. 767. , Itsl. kscr. tom. III. x>. 462. leg-

IV. p. 481. IX. p. 142.

*Vonju, (Jacob) Präsident aux Lnguete8 indemParle-ment von Bretagne, war gebühren zu Chateauneuf in Anioii /den 25. jul. 151?. Er war ein guter Rechtsgelehrter, grosse?Weltweiser, und dabey auch ein guter Poet. Seine getichte er-warben ihm einen zutritt an dem Hof der Königin Catharinaäs Medicis, welche ihn zu ihrem Requetenmeister, und Hauptihres Raths machte. Eben dieselbe erwarb ihm auch die stel-le eines Präsidenten aux LnquLres des Parlements von Bre-tagne. Er starb an. t?88- nachdem er seine ehre durch allzugrosse begierd nach dem stein der Weisen nicht wenig befleckethatte. Ta Croix äu Marne, und nach ihm Is Long ziehen vonihm einen discurs an, von allen merkwürdigen fachen, welchedurch die Könige vonFranckreich geschehen, bis aufHeinria)III. ke Long nennet den Urheber Bouiu, und setzet seinen toban. 1^78. Er betrüget sich aber in beyden stücken.

* Bonju, (Theophrastns) des vorhergehenden Iacobi söhn»setzte sich durch seine besondere aaaben in grosses ansehen. E?war wohl gelitten an dem Hof Catharina von Bourbon, ei-ner schwester Heinrichs IV. und folgete derselben, als sie verrei-set«: sich mit dem Hertzog von Bar zu vernrählen. Der Cardi-nal Perron begehrte ihn nachgehends von der Hertzogin, «abals er ihn erhielte, gebrauchte er sich desselben, als eines ge-lehrten manns in den religions - streitigkeiten, die er sowo>mündlich als schriftlich führte. Nachdem aber der Cardina»an. 1618. verstorben, begab er sich in seines vatters hause»und arbeitete an einer Französischen Übersetzung Aristoteli»'Wann er gestorben sey , hat man nicht finden können,

Bonizo, Bifchoff zu Sutri, und hernach zu Placenza in JAlien, wurde an. 1039. von den Placentinern ermordet, weil er dupartey des Papsts gehalten. Sie stachen ihm so gar die äuge"aus, und schnitten ihm die arme und deine ab. Er hinterließnen kurtzen auszug von der Historie der Päpste.

in oontinuat. Henr. Lontmü. tom. II.

* Bonlez, eine Herrschafft in dem Wallonischen Trabant»unter dem gebiethe von Nivelle gelegen. Sie hat vormals d»familie von Walhain zugestanden, und ist hierauf an Bald"',num von Bremsberge gediehen. Derselbe starb an. 1485-hinterließ eine tochter Johannam, durch welche sie angemahl, Johannem von Hosden kam. Bey dessen naE"'wen blieb sie biS an. 1624. da sie Lndovicus Franciscus Mreycken, Herr von Hamme rc. an sich brachte, welchem zuren sie an. 164z. den 16. jun. von Philippo V. Komge .Spanien, zu einer Baronie erhoben wurde. tE

äs ümb. kuppl. tom. II. x.

Bonmont, LonÄ U0N8 in den Lateinischen documenteu Enannt, war vor der Reformation eine Benedictiner - Abtev / 'dem Bernerischen dms-äL-Vüuäs an dem fuß des bergs Dole, »'meilen von Genf gelegen. Deren stiftung ist alt, aber unbekan»Es ist eine bull vom Papst Alexander III. in dem archiv zuvorhanden von an. 1164. worinnen derselbe etliche diesem klongethane Vergabungen bestätiget. Doch setzen einige, daß

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jähr ein Amtmann (der den nahmen Gubernator führet) da-,von Bern gesetzet, der zugleich drey dörftr unter "M v»bre§s x. ;»S- La»>»o«r. *

daus Graf zu Genf solche an. H24. gestiftet habeda das land an die stadtBern gekommen,einen spital verwandelt, zum dehuf der armen. Es wird