Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Mib aus danckbarkeit war ihm derselbe behülßich, daß er als Kö-urglicher Gesandter an die Könige von Dänemarck und Franck-rerch, an den Kayser und an den Papst Clementem VII. abge-fertigt ward, welchem letztem erden?, nov. an. i;;;. seinesKönigs appellation an ein freyes Concilium überreichte. An.15;?. erhielt er das Archidiaconat zu Leicestcr, und an. in8.ward er zum Bifchoff von Hereford ernennet. Bevor aber«och die consecration hierzu erfolgte, erwehlte man ihn den i.vct. an. zum Bifchoff von London. Als an. l? 47 . Hen-ricus VIII. gestorben, und dessen Nachfolger Eduardus VI. dieangefangene religions-änderung eifrig fortsetzte, ward Bonner,iveil er die dißfalls ergangene Königliche Verordnung nicht rechtrefpectirt, in rbee liest zu London zu gesanglicher hasst ge-schickt, bald aber wieder auf freyen fuß gestellt, und zu der con,tinuation seines Bifchöfflichen amts gelassen, nachdem er vor-der bey dem Königlichen geheimen Rath einen widerruf ge-than , dem Könige gehorsam zu seyn geschworen, seinen bey-fall und seine einwilligung zu der damaligen einrichtung derreligion gegeben, und, gleich andern Bischöffen, in seinerDiceces befohlen, daß man die bilder hinweg thun , die messeabschaffen, die heil. Schrift in Englischer spräche lesen, inbeyderley gestalt communiciren, und andere dergleichen dingethun sollte. An. 1549. im sept. ward er von neuen gefangengesetzt, und zwar in rbe Narchsl-Iea in Southwarck, auch sei-«er Bifchöfflichen würde beraubt, weil er nicht mit rechtemernst auf die Protestantische art gepredigt, sonderlich aber weiler den artickel von der Königlichen gewalt in geistlichen dingen,dem volck anbefohlner Massen vorzutragen unterlassen. Den?.«ug. an. 155;. ließ ihn die Königin Maria wieder in sein B>ß-thum einsetzen; worauf er mit recht grossem eifer alles, wasProtestantisch hieß, verfolgte, und zuwege brmgen half, daßeine grosse menge hoher und niedriger Personen, um der Refor-mirten lehre willen, verbrannt, oder sonst durch des henckersHand hingerichtet ward. An. 1558. ließ ihn die Königin Elisa-beth , weil er sich wegerte, ihr den eyd 6s luprsmsw zu schwö-ren , der Bifchöfflichen dignität zum andern mal entsetzen, undin die MrskAl-lek bringen, allwo er 10. jähr als ein gefan-gener , jedoch mit einem sehr vergnügten und zufriedenen geinn-the zubrachte, bis er an. r 569. mit tode adgicng. Seine Wi-dersacher sagten von ihm, er wäre dem Syracusanischen Tyran-nen Dionysio gleich gewesen, nemlich grausam und trotzig,beygutem glück, hingegen gedultig und lustig, da es ihm übelgegangen, 0/ vol. II. Ok

bist. ä'LuZIereire.

* Bonnet (Simon) gebühren zu Puy en Velay, träte indie Congregation St. Mauri zu Toulouse den n. may an.1671. Nachdem er die Philosophie und Theologie eilf jähr ge-lehret hatte, wurde er Prior verschiedener Häusern seines or-dens. An. 1696. als er zu St. Germer äs Flei war, fienger an den Vorschlag eines buchs zu machen, dessen Überschrift:Libli-t Naxims Lstrum. Es sollte dieses ein auszug seyn, al-les des besten, so die Kirchen-Lehrer über die heil. Schrift inihren auslegungen geschrieben. Er arbeitete auch daran bis anseinen tod, welcher sich an. 170;. zu Nouen zutrüge. Mansagt, daß die ausführung dieser arbeit bald darauf andernGeistlichen seye übergeben worden. Le O,/, bibl. äs« ant. äs

1s Longr. äs 8. Nnur.

Bonneval, eine kleine stadt in der provintz Veauce, liegt ander Loire, welche daselbst einen kleinen fluß, 1 » Mesuve genannt,in sich nimmt, etwa 6. Französische weilen von Chartres, undz. von Chateaudun. Es ist daselbst eine berühmte Bcnedicti-rier-Abtey, von welcher die stadt den nahmen und Ursprung hat.Aus derselben sind viel berühmte leuthe hervor gekommen,darunter sonderlich Arnoldus von Bonneval oder von Char-tres.

* Bonneval, ein uraltes berühmtes geschlecht in Franck-reich, welches von der in Limosin gelegenen Herrschafft Bon-neval , die es seit undencklichen jähren besessen, den nahmenbekommen. Gerhardus von Bonneval beschenckte an.

das kloster zu Solignac, und in dem XIII. üecula verehelich-te sich Rogerius von Bonneval mit Anna von Lestrange. Jo-hannes 1 . Herr von Bonneval, der um das jähr i; 00. gelebet,zeugte mit Adelheid von Aste unter andern Johannem II.Herrn von Bonneval, Ritter,, welcher, als Capitain von einercompaqnic Oenämmes, dem Könige Philippo VI. schon an. r z 54.und dessen söhne Johann» noch an. iz;4. wider die Engel,länder gedienet. Von Euda äs Tranchelyon hinterließ er nebsteinigen töchtern folgende fünf söhne : 1.) Johannem III.Herrn von Bonneval, Ritter , weicheres, nebst seinenz>veyäl-testen brüdern, mit den Engellandern hielt, und desrvegen voreinen rebelten erkläret, von Carolo V. aber an. r;?;. wiederzu gnaden aufgenominen wurde, und ohne männliche erbenstarb. 2.) Almericum von Bonneval, von dem hernach. ;.)Rudolphum von Bonneval, welcher einen söhn, nahmens Bern-hard , gehabt. 4.) Bernhardum von Bonneval, der an. 140z.«ls Bifchoff zu Limoges, das zeitliche gesegnet.^ ;.) Wilhel-mum von Bonneval, so an. 1401. Abt von St. Laumer zuBlois gewesen. Vorbesagker Almericus von Bonneval hieltes, besagter Massen, nebst seinen brüdern, Johanne III. undRudolpho, mit dem Könige von Engelland ; allein an. i;?;.trat er wieder auf Caroli V. feite. Mit Jsadella von Com-born erheurathete er die Herrschafft Blanchefort, und hinter-

kieß Johannem IV. Herrn von Bonneval und Blanchefort,welcher sich mit Dauphine, einer tochter Audeberki, Herrn vor»Montvertund Magnac, verehelichte, und an. 14;». den p.nov.fein testament machte. Von dessen söhnen sind, ausser Wil-helms von Bonneval, der in seinen 2. söhnen abgestorben,Bernhardus und Hugo merckwürdig :

I. Hugo von Bonneval, Johannis IV. Herrn von Bonne-

val und Blanchefort, dritter söhn, bekam von seinein mütter-lichen groß-vatter, Trouillard von Montvert, nicht nur Mont--vert, Magnac, Äigueperse üir Chair und Chastain, sondern auchdurch seine mütterliche groß-mutter, Mariam und Chaslus, dieörter Malemort und Montaigut, er nahm daher den beynah-men von Montvert an , und hinterließ von Maria äs Is Garde,die erst an. 1494. gestorben , unterschiedliche kinder. Sein äl-tester söhn , Trouillard von Bonneval, Ritter, Herr von Cha-stain und Äigueperse, so an. 1476. unter seiner Mutter vor-mundschafft stund , zeugte mit Margaretha von Cezat unterandern Wilhelmum von Bonneval, Herrn von Chastain undGaschart , welcher sich an. 1507. mit Magdalena von Cezatverehelichte. Dieselbe gebahr ihm drey söhne: Der älteste da-von , Johannes von Bonneval, Herr von Chastain, so an.nicht mehr gelebt, hinterließ von Maria von Malleret Fran-ciscum von Bonneval I. Ritter, Herrn von Chastain, welcheran. 1584. Margaretham äs la Porte zur ehe nahm , und an.1^92. starb. Von seinen söhnen sind ausser Annet, Herrn vonVarenne und Rougnac, dessen nachkommen erloschen, Fran-ciftus II. Herr von Chastain, und Johannes, Herr von Juriany,zumercken: ^

(L) Franciscus von Bonneval II. Herr von Chastain, starban. 1642. und hinterließ von Gadrielle äs Bard unter andernCasparum von Bonneval, Ritter, Herrn von Chastain, wel-cher an. r6;9. die charge eines Hauptmanns über eine compa-gnie infanterie bekleidete, und an. 1673. sein testament machte,nachdem er mit Johanna von 1 a Breniüe folgende zwey söhnegezeuget hatte : i.) Der älteste, Ludovicus von Bonneval,Ritter, Herr von Chastain und lÄngie, heurathete an. r684.Antoinetten von Fontanges, und bekam init ihr Hugonem Mar-cianum Gabriel von Bonneval, Ritter, Herrn von 1 'Angle, deran. 171«. Margaretham von Audebert zur ehe nahm, welchean. 1729. ihr leben beschloß, und einen söhn nebst einer toch-ter nach sich ließ. 2.) Der jüngste, Melchior von Bonneval,Ritter, Herr äes Roches rc. kaufte an. 1688. seinem bruderLudovico die Herrschafft Chastain ab , und war an. ,706. nichtmehr am leben. Er hat mit Antoinette äs 1s Croir, die eran. 1680. geehelichet, zwey söhne, Johannem Ludovicum vonBonneval, Ritter, Herrn von Chastain, und Gabrielen» gezen-get, die beyderseits noch an. 172;. gelebet.

(L) Johannes von Bonneval, Herr von Jnrigny in Berry,des obgedachten Francisci II. Herrn von Chastain , jüngererbruder, verheurathete sich erstlich an. 1619. mit Francisca 1 -Groing, und nach deren an. »6r;. erfolgten tode mit Antoinet-te Is Carlier. Sein ältester söhn erster ehe, Nenatus vonBonneval, Herr von Jnrigny, hinterließ von Margaretha ä-Lasse Armandum von Bonneval, Herrn von Jnrigny und äuRianx, welcher noch an. l?;-. am leben war. Er hatte sichan. 1673. mit Claudia von Laisi verehelichet, und mit ihr z-söhne gezeuget. Diese waren r.I Claudius von Bonneval,AAer an. 1707. unter dem regiment seines anverwandteNCasaris Phob», Marquis von Bonneval, Lieutenant gewesen,bey seines vatters leben verstorben , und von Louise äu Cret,dte er an. 171;. geheurathet, zwey söhne, Armandum und Ja-cobum, nachgelassen. 2.) Johannes von Bonneval, welchergleichfalls an. 1707. unter dem besagten regiment Lieutenantgewesen, und an. 17;«. ohne männliche erben verschieden';.) Carolus von Bonneval »var auch , wie sein bruder, am1707. Lieutenant unter dem mehrgedachten regiment, midver,wählte sich an. 1727. mit Maria Bertrand, die ihm an. 17;"'Armandum gebohren.

II. Bernhardus von Bonneval, Herr von Bonneval »MBlanchefort, des vberwehnten Johannis IV. erster söhn, wareiner von denjenigen Herren, welchen Wilhelmus von Bretagne,Graf von Penthievre und Perigord, seiner tochter und erbin,Francisca von Bretagne, vormimdschafft auftrug. Er machtean. 1480. den 4. oct. sein testament, und hinterließ vongaretha äs Pierrebuffiere, die er sich an. 14,2. beygeleget ,folgende zwey söhne: i.) Der jüngste, Foucaud von Bonne-val, Herr von la Roque, Meyfac, Rochebrune und Mimol, hattekeine beständige nachkommenschafft, inmaffen sein enckel,hannes von Bonneval, Herr von Meyfac, Rochebrune und Wmol, der an. 1587. sein testament gemacht, in seinem sohN;gleiches nahmens abgestorben, r.) Der älteste, Antonius vv"Bonneval, Ritter, Herr von Bonneval, Coussac, BlanchE'und äu Teil, war an. 1470. bey Gastone von Foix, KoEvon Navarra und Grafen von Foix, oberster Cammer-HeAbekleidete auch bey den Königen von Franckreich, Ludovico XLCarolo VIII. und Ludovico XII. die stelle eines Raths.»"Cammer-Herrn, und starb an. 1505. den 18. sept. auf stmfoschlösse Bonneval. Er hatte sich an. 1471. mit Margaretsvon Foix, einer tochter Matthäi von Foix, Grafens von

minges, vcs gcvau,rr»v vvn ucavarra vaucrv

tochter vermählet, die ihm ausser einigen töchtern folgende >>,ben söhne gebohren: i.) Germanum von Bonneval, -

des gedachtens Königs von Navarra vatters brud^

söhne gebohren _

Herrn von Bonneval, Coussac und Blanchefort