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* Bonnus , (Hermannris) der erste Lübeckische Superinten-
dent nach der Reformation, war in Westphalen zu Osnabrück,oder vielmehr Quackenbrügge an. 1504. gebohren,und verwalteteanfangs das amt eines Informators bey Hertzog Johanne vonHolstein am Königlichen Dänifchen Hofe, worauf er nachStralfund -um Prediger beruffen wurde. Nachgehends begaber sich nach Greiphswalde, trat so dann zu Lübeck das erledig-te Rectorat an, kam von dar als Prediger nach Diüenberg inder Graffchafft Nassau, und ward endlich an. i?zi. zum Su-perintendenten zu Lübeck verordnet. Er hat auch der Zusam-menkunft einiger IKeologorum in Hamburg mit beygewohnet,und ist an. 1548. den 12. febr. gestorben. Er hat geschrieben:Lkronicon ^kecenss , welches Justinus Gobierus in das La-teinische übersetzet; Vitas Nartyrum, welche an. I?z6. znSchwäbisch - Hall heraus gekommen, und N. SebastianSchwam hernach in das Teutsche übersetzet, so zu Lübeck an.1604. in 4. gedruckt sind; ferner, Auslegung aller bücher AltenTestaments; Länotatioue8 in üista üpostoloruin; ülsmentalsin ulum kuerorum; einige Teutsche lieber, und endlich Jo-hannis Carionis Lbronicon in das Teutsche übersetzt. Seinleben hat Caspar Heinrich Starcke besonders heraus, auch inseiner Lubeckischen kirchenchistorie mehr Nachricht vom ihm ge-geben. , cle viris in XVettxlial. lcient. scriptis-
qus illuftr. III. p. 16;. seq. Ls.
* Bonnus, (Arnoldus) ein söhn des vorhergehenden Her-manni, war zu Lübeck an. 1542. gebühren, wurde daselbst an.i?78. den 6. may Raths-Herr: und das jähr daraus an denKönig in Schweden, Johannem, abgeschickt. An. 1594. warder Bürgermeister, und an. 1596. muste er der cronung desKönigs in Dänemarck, Christiani IV. beywohnen. L«-
Lr7cl>r7«§ro - Ti/Men«». x. 24L. 25^. Er starb den 16.jun. an. ,899. nachdem er verschiedene von seines vattersschriften heraus gegeben. « ürksn. Lubes. k. I.
x. ii 6.
Bons, eine familie, welche in der Person Nicolai Bonoin dem Genuesischen kriege unter die Venetianische Xobili istaufgenommen worden. Sie hat zwey krocuratore8 von SänMarco um geld gehabt, nemlich Alexandrum an. 1570. undPhilippum in wahrendem Candiotischen kriege. In dem XVI.üeLulo hatte einer aus dieser familie, nahmens Alexander, da-mit er von dem Senat eine vergeltunq erlangen, auch zugleichvor einen guten Patrioten passrren möchte, eine selbst gemachteLeitung von einer in Venedig angesponnenen verratherey aus-gesprenget, worüber allenthalben eine grosse bestürtznng entstün-de , auch so gar die Versammlung des grossen Raths unterbro-chen ward; allein da man genaue Nachricht eingezogen, wurdeAlexander Bono von dem Rath der zehen, welcher absonderlichfür der stadt ruhe und sicherheit zu sorgen hat, verdammt,durch des henckers Hand seinen köpf zn verlieren. An. 1606.war Octavianus Bono als Lailo zu Constantinopel. Zu aus«gang des XVII. lieculi war dieses geschlecht nicht weniger anPersonen, als an vermögen reich. ^ bild.
äu 6oavern. äs Veniss p. 198. 242. -24. ;88- Icktt» remarq.üir I'examen äs la liberts cis Veniss P. 1-9. *
* Bonocius, (Julius) ein vortrefficher ^uri8conlultu8 zu
Padua, war aus dem edlen geschlechte Bonocia, nahm aberhernach von seiner vatter-stadt den nahmen Tolentinus an,welchen auch seine nachkommen beständig behalten. Er lehrteviele jähre die Rechte zu Padua, advocirte darauf, und wurdein verschiedenen städten Venetianischen gebieths Gerichts - ilä-leüor. Wegen hohen alters verlohr er den gebrauch seineräugen, daß er nicht mehr practiciren konnte; doch wurde ervon fern und nahe noch immerzu ä Lonsilü8 gebrauchet, biser endlich an. i;;c>. starb. Er hat viele Lonstiia hinterlassen,die man aber nicht beysammen findet. äs clar. karav.
x. 192.
Bonomi , eine von den ältesten und edelsten familien vonTruste., Schon in dem jähr iroo. wird eines gewissen PetriBonomi gedacht, welcher ein söhn Danielis I. gewesen, undDanielem II. gezeugt, dessen söhn, Johannes Antonius, da eran 1288. der von den Venetianer» belagerten stadt Trieste hülf-fe leisten wollen, ftm leben darüber eingebüsset. In dem jähr1246. und hernach von neuen an. 146;. ist diese familie unterdie Venetianische Edelleuthe aufgenommen worden. Im übri,gen hat sich dieses geschlecht nicht nur in Italien an unterschie-denen orten ausgebreitet, vornemlich in der Lombardie und indem Neapolitanischen, sondern auch in Teutschland fortgeflantzt,allwo es durch heurathen mit den Grafen von Blagay, Co-wentzl, Roftnberg und Lamberg, wie auch mit den Freyher-ren von Mordax und andern vornehmen Häusern sich verbun-den. Unter den berühmten leuthen, welche aus dieser familieentsprossen, ist sonderlich zn mercken Petrus Bonomi. Der-selbe war 8ecret3rlU8 und Rath bey den Kaysern Friedrich III.Maximilians I. Carolo v. und Ferdinand» I. Groß-Cantzler desordens von dem guldnen Vließ, und Kayserlicher Hof-Pfaltz-Graf. Der Kaufte Maximiliamis I. schickte ihn als seinen Ani-bassador nach Mayland, um wider Franckreich mit dem Her-tzoge Lndovico Sfortia ein bundnis zu schließen. Eben dieserKayser bot ihm zu gleicher zeit das Bißthum zu Wien und das
Triefte an; da er denn das letzte erwehlte, und nicht nur vordaßelbe, sondern auch vor die stadt grosse xrlvilegia auswürck-te. Er starb an. i;40. nachdem er 4S. jähr Bifchvff gewesen,
und 88. jähr alt worden. Ein andrer Petrus Bonomi wardunterschiedene mal von den Kaysern Rudolpho II. und Mal*thia nach Ofen, nach Belgrad und nach Constantinopel ge-schickt, um mit den Türcken einen frieden oder stillstand oberandere tractatenzu schließen. Er war Ungleich General-Lom-mill-irius und Präsident von der militz an den Ungarische»grentzen, gieng auch an. 1620. auf befehl des Kayftrs Ferdi-nandi II. nach Polen, um bey dem Könige Sigismundo M-curs wider die aufrührische Böhmen, Schlester, Mahre»und Oesterreicher zu suchen, über welcher reife er so viel aus-stund, daß er gleich nach seiner zurückkunft dieses zeitliche ge-segnete. Johannes Franciscus Bonomi, gebürtig von Cre-mona, war an. i;8;. Xnncius llpollolicu8 in Teutschland..Sehr vieler andern, so sich aus diesem geschlechte hervor ge-than , zu geschweige«. är äel kaäre Irenso
ckella Lrose, x. ;o6. leg.
* Bonomonte, (Robertus äs) ein Dominicaner aus Va-
lenciennes, trat daselbst um das jähr 1497. in solchen orden cstudirte darauf zu Paris unter ansührung Petri äs Bruxel-lis, lehrte nach seiner zurückkunft die Theologie in seinem vat-terlande, und ließ sich öfters im predigen hören. Nach die-sem ward er an. 152;. Inquisitor durch das gebieth von Ar-ras, und weil er sich sehr eiterig darbey erzeigte, an. i; 4 ^.auch in der viwcss Camdray. Er ist an verschiedenen ortenPrior gewesen, und ist zu Valencienncs als kr^äisacor 6 eas-ralis den Iv. oct. an. iz;7. gestorben. Sein kunäamentunraureum omnium anni sermonum hat er zu Paris an. 150-'in 8. heraus gegeben. script. 0 . k. tom. II. p. 164.
* Bononi, (Hieronymus) von Trevl'sa, lebte zu ansang des
XVI. Lculi. Er war sowol in den sprachen als den anti-quitäten sehr wohl erfahren; wurde aber 20. jähr lang mitkranckheiten geplaget, und hatte dazu den Verdruß eines seinerkindern taub, und das andre albern zu sehen. Als er in de»Italiänischen kriegen genöthiget wurde sein vatterland zu ver-lassen , starb er vor schmertzen und Verdruß. iven«*
äs inkelicit. licer.
* Bononia, (Aegidius äs) ein Dominicaner von seiner
vatter-stadt also zugenahmet, wo er auch den orden angenom-men. Er hat an. i;84- floriret, und soll, wie Gozzeus, Pin»IV. x. ;o9. und Altamura »ä an. 1584. melden, zu Paduagelehret, auch Loncione8 qimärsbelimLles L äs tsmpois,und viele theologische und philosophische wercke hinterlassen ha-ben. Es gcdencket aber weder Tvmasinus noch Rovetta wasvon ihm. , Icript. 0 . k. tom. II. p. 269.
* Bononia, (Clarus äs) ein Dominicaner, trat an. rri8.
zu Bononien in solchen orden, daher er auch seinen zunah-men erlanget. Er hatte zuvor die Rechte daselbst gelehret.Nach der zeit ward er krior ?rc>vioLmli8, und darauf bey Hp-norio III. und Gregorio IX. k«nicemiariu8 und Caplan. Äst*Rovetta aä rm. 1221. meldet, soll er bis an. 1240. gelebet ha-ben. Es gedencken seiner auch p. 182.
ra»»,. p. ; 9 . List"
oreat. in Mneivgl. Lonmi. und legen ihl»
folgende tractate bey, nemlich Lssericv8 L 8xiriruLle8, inglej-chen äs .furs Lsnoniso , äs ?liiIosoxIÜL & äs Tlieologia , dl*aber alle noch nicht gedruckt find. , scrixr. 0.
tvm. I. p. 92. Isqq.
* Bononia, (Gerard äs) ein ordens-bruder unserer Liebt»Frauen auf dem berge Carmel, siorirte an. 1)17. wurde -»Paris üocitor, und der eilfte krior gsosrÄliz obgedachten ptrdens. Er schrieb super somsAräi §eutsntig8 ; t^uoälibsM»()riLlIione8 oräinaris8; 8ermor>s8 äs lempors L äs 8Lncti^'
und fieng auch an Lummkmi IlieologlL zu papier zu bringetstarb aber darüber,
Bononien, Lononia, ist eine berühmte stadt im Päpst^chen gebieth in Italien, mit einem Ertz-Bißthum und einerkannten Universität. Sie wird von den Jtalianern Lolosns I»6rsLL, oder die fette genennt, wegen des guten Hodens, hattauf sie lieget, an den äussersten grentzen der Lombardey, wo-selbst sehr viel quellen von dem Apenninischen gebürge herunterkommen, an dessen fuß nahe bey dem kleinen fluß Reno sie ge-legen rst. Von ihrer erbauung sind unterschiedene meynunEEinige halten davor, daß sie von den Griechen, andere, daß Avon den Toscaniern fundirt, und von den Galliern bewEworden. Die Römer schickten eine colonie dahin, und wäre»meister davon bis ungefehr ins VIII. seculum, da sie die Lon-gvbarden unter sich gebracht, denen sie Pipinus und Carolaswieder aus den Händen riß, woraus sie unter die botmäßigesder Römischen Kayser kam. Als aber diese ihren sitz »ßATeutschland verleget, gab ihre abweftnheit der stadt BonE'den ansang zu einer freyen Republick, und die streitigkeiten 0Kayser mit den Päpsten brachten selbige vollends zum stanze'da sie sich immer sehr Guelphisch erzeigte, und für diewider die Kayser anfs heftigste föchte; auch sich im übrig ^dergestalt verstarckte, daß ste, zu geschweige» des krieges, w^chen sie z. jähr mit 40000. mann wider Venedig geführet, ocgleiche» der gefechte mit den Marggrafen von Ferrara, den v.sreu von Mayland, und den andern Printzen von Italien,0^dem Kayser Friderico II. mit Nachdruck widersetzet, und ftu'natürlichen söhn Enzo oder Enzolinum, den er zum VU,ral-Capitain, und Statthalter in der Lomdardey, auch ^^nig in Sardinien gesetzt hatte, alS er sich mit seiner arn^