bra
ches für diejenigen, die sich auf die Philosophie gelegt , wür-be glücklich seyn. Sie thaten hinzu, daß die zufälle diesesMenschlichen lcdens weder gut noch böse wären. Ihre wiffen-schafft von natürlichen dingen war nicht weit her, kam aberdoch in vielem mit den Meynungen der Griechischen kkulolo-piwrum überein. Sie erkannten, daß die weit einen ansangund ein end hätte, auch von GOtt gemacht wäre, und regie-ret würde; daß die seele unsterblich wäre, und nach dem todedes menschen straft oder belohnung empfahen würde rc. Sonstercolirten sie nebst der Physic auch die Astronomie. Clemens-iuLXLnärinuk! hält die Brachmanen vor eine art der Gymnoso-Vhisten , sintemal er selbige in LrLckrnanes und dermalesMr 8ermLne8 eintheilt, welches aber nicht schlechterdingsanzunehmen ist, weil es noch nicht ausgemacht, daß die Brach-ialen , so wie diese, nackend einher gegangen seyen. Sonstsind noch heutiges tags im Orient solche kkllolopln anzutref-len, die man Brachmanen nennet. Denn es befindet sich beyben Chinesern eine gewisse stete, die Luk-nanes oder Lrsme-M genennet werden, welche drey stück, als den gott Fo, des->/>> gesttz und ihre bücher, darinnen ihre lebens-reguln enthal-tn sind, sehr hoch verehren; im übrigen aber ein sehr strenges>eben führen. Welches letztere auch von den Brachmanen oder"Kaminen in Bengala berichtet wird, daß sie mit blossem Hauptu»d blossen füssen auf dem brennenden fände gehen, und nurAn kräutern leben. Die Brachmanen in Jndvstan haben sehrane bücher, die sie vor heilig halten, und von denen sie sagen,W GOtt selbige ihrem grossen Propheten Brama gegeben.Aer sprachen, darinnen diese bücher geschrieben, gebrauchen^ sich in ihrer Theologie und Philosophie, um dadurch denMeinen mann von der erkänntnis dieser geheimnisse abzuhal-,, e (Siehe Benares) Sie glauben die metempl^sbosm,""d esse» kein fleisch ; sie geben auch für, daß die hervorbrin-N«g aller dinge darinnen bestünde, daß alles aus dem wesen.^Ottes hervor gegangen, und alsdenn wurde die weit wiederhergehen, wenn alles in seinen vorigen Ursprung wieder ein-Nhen würde, welches alles sie unter dem bilde einer spinnenMeilen. Die Brachmanen von Siam glauben, daß die er-U Mischen grösser gewesen, als sie heut zu tage sind, undAll sie viel 100. jähr ohne kranckheit gelebet; daß unsere erdeA>Mal durch das feuer untergehen, und aus derselben asche'Aderum eine andere entstehen werde, darinnen ein immerwäh-d°, t frühling zu erwarten. Die Brachmanen von Coroman-in , daß mehr als eine well sey, und daß eine jede weit,/,-wrer bestimmten zeit untergienge, und wiederum erneuertH^rde, rc. lib. XV. lik. VIk. csp. 2. Oro^o^.
IvN'Hb- II- L'/E. ürom. Ilb. I. äs gentib.
6^' jn vitri Lxollon. in Lkinn iUuktr.
Vov^' prek. äs 1'hili. äs Lsäict. äs LLmp. äs Lkins.
^ äe 8iam liv. IV. , mem. äu gr^nä Uogol.
*' ^ appenä. aä LrcliTol. kluloloxb.
tzj^^rachinann, (Ioh.) war eines schönfärbers söhn vonWs'v gebobren an. 1571. legte sich sonderlich zu Leipzig under Mrg auf die Philosophie und Medicin, hierauf richteteabevkMmau in Böhmen eine Lutherische schule auf, welchedqz Md wieder zugeschlossen wurde. Nach diesem bekam ertvixMctorat zu Fraustadt, und ferner zu Jauer, muste aberzu -r? das elend gehen, und wurde InHeÄor der schuleMdl , worauf er an. 16; 1. den 28. aug. gestorben,^vri lchriften sind: Os parvulorum ants Laptlünum excin-brzM üscu Lpologia; OäsÄionis in grati-e ternplo näum-äs msrutini Vemporis utilitste; äs vileLtionis im-; äs irico Vereinn verbs, guor saxira, toc sen-tzuLlkions sn erueniX pluviarum guttR insnes?^ HI- libb- Liscronis äs Ormors Ls.
* LortzerMri.
in desmEi, oder Drackl, Brack, ein dorf, schloß und amtzur lM^nchaffl Lippe, etwa eine viertel stunde von Lemgo,dop >M"cher Pega, von welchen sich eine linie derer Grafendytzrcj,I Mpe genennet, welche Graf Otto gestiftet, und Lu-fvlm.?Manciscus durch seinen an. 1709. den 21. febr. er-Lippc 1,-d geendiget hat. Da denn der regierende Graf zuEher,, tun» primogsniturL posseßion von den erledigtenLippe ' Md also auch von diesem orte genommen. Siehek- Schneiders beschreibung des alten Sachsenlandes,
, eine kleine Paderbornische stadt am ffuß Nette,
* . M grmtzen des Stifts Corbey gelegen.
desh^ackel, oder Brakel, eine kleine stadt im Stift Hil-che„ ^st sonder zweiftl das stamm-haus der alten adeli-k. "'UM deren stamm-reihe Bucellinus Zenesl. Lerm. not.BvckvMM Cornelio anfanget , welcher mit Margaretha vonLefdax, ^annem zeugete. Johannis gemahlin Catharina vonsiein, w.iMk -hm einen söhn glMes nahmens auf Kärmen-sW ai f N^ uru Johanna von Mertten Theodericum gleich-la Ve«A^urmenstein zeugete. Dieser hinterließ von Petronel->st Niem /" Solen eine töchter, nahmens Hedwig, so Iohan-Äussxj. A'oer von Bodeck auf Elckau ehelich beygeleget worden.Ab lsi an. 12;?. oder 1261. Johannes von Brackel
sich afiMvss zu Hildesheiln gestorben, und um diese zeit befandsuch wob, '» kriegs-diensten. Aus dieser familie ist
Nudelt. .dortcus, von welchem ein besonderer artickul' g^vohren. ax. rsr. Lrun-
bra
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suic. script. tom. I. p. 774. Latal. Lpistop. Hilässb. gp. sunä.tom. II. p. 154.
* Brackel, (Theodor, von) war von Catholischen elternaus Brabant entsprossen. Er ward an. 1608. zu Enckhuysengebohren. Nachdem er die sprachen mit ziemlichem fleiß er-lernet hatte, begab er sich nach Franecker, und machte sich inwenig jähren zum predtg-amt geschickt. Er war zwar sehrforchtsam, und konnte sich kaum entschließen, öffentlich zu re-den; doch nahm er endlich an. iszg. eine Prediger-stelle zuBeers und Iellum in dem Westergow an. Im jähr i6;s.wurde er nach Burch auf der insul Terel, und das jähr daraufnach Makkom beruffe». Er hatte eine gute leibes-gestalt, undseine frommkeit machte ihn noch ansehnlicher. Er starb an.i6Sy. und hinterließ zwey bücher in Holländischer spräche, de-ren das emte von dem geistlichen leben, und das andere von
Holl Sexicon lebens handelt. Groß allgem.
* Bracke!, (Wilhelm von) einiger söhn des vorhergehen-den, ward zu Leuwarden den jenner an. i6;z. gebohren.Nachdem er seine studien zu Lemvarden angefangen hatte, wur-de er nach Franecker und Utrecht geschickt. An. 1662. bekamer einen beruf nach Exmorra in Frießland, i» dem Westergow.An. r66;. verheurathete er sich, und zeugete verschiedene Lin-der , welche alle vor ihm gestorben, ausgenommen eine einigetochter. An. 1665. wurde er nach Stavern, an. 1670. nachHarlingen, und an. 167;. nach Lemvarden beruffen. Endlichgieng er fünf jähr darauf nach zweymaliger beruffung nachRotterdam, allwo er auch den ;c>. oct. an. i?". verstorben.Man hat in Holländischer sprach einige schriften von ihm.Groß allgem. Holl. Lexicon.
" Bracke!, (Johann von) Contre-Abmiral von Hollandund West-Frießland, ist in den kriegen der Holländern widerdie Könige von Franckreich und Groß-Britannien eine sehr merck-wurdige perfon gewesen. Er war aus einer adelichen familieentsprossen, und hakte von jugend auf grosse neigunq zu demkrieg, also daß er schon rn dem 22. jähr seines alters auf demmeer zu dienen anfieng. Im jähr 166;. commandirte er ei-nen brander von der flotte des Admiral Ruyters, welche derje-nigen entgegen führe, die aus Ost-Indien zurück käme. An.1666. in der schlacht mit den Engelländern, welche vier tage,nemlich den n. 12. 1;. und 14. mn. währete, commandirteer gleichfalls einen brander, Rotterdam genannt. Den vier-ten augstmonat eben -esselbigen jahrs stunde er einem andernbrander vor, und fände sich an demjenigen ort, da es am hef-tigsten zugienge, in der schlacht zwischen dem Admiral Ruyterund Monck, da sein schiff solcher Massen durchschossen wurde,daß es zu doden sanck. Er sprang mit den »einigen in diechaloupe, und gieng gerades Wegs auf einen Englischen bran-der los, welcher unfehlbar das schiff des Admirals von Gentwurde angezunden haben, wo nicht derselbe durch die frechheitdieser Holländischen chaloupe erschrecket, und die Engelländerihr eigen schiff m brand gestecket, und sich in ihren nachen sal-virt hätten. Diese tapfere that wurde sogleich das jähr dar-auf an. 1667. belohnet, indem man ihm das kriegs-schiff, derfriede genannt, welches 4°. stuck geschütz, und 1;;. mann auf-hatte, und zu der escabre des Admirals von Gent gehörete,übergab. Einige zeit hernach wurde er nebst einigen andernschiffen geschickt, eine gewisse Unternehmung wider die Engli-sche schiffe, welche sich in der Themse befanden, auszuführen.Er hatte auch hierum guten fortgang, also daß unter seinemimmerwährenden feuer die Holländer zu land stiegen, und dieEngelländer von dem sorr Sheernesse vertrieben, welches ge-plündert , und zu weiterer beschützung unnütz gemacher wurde.Doch hatte Brackel den folgenden tag einen empfindlichen Ver-druß auszustehen. Cornelius äs Witt, welcher hiezu von denStaaten bevollmächtiget war, ließ ihn arrestiren, weil er denvorherigen tag, wider empfangene vrdre, einige matrosen in ei-nem nächen hatte an land gehen lassen. Allein er verbessertediesen kleinen fehler noch denselbigen tag. Da der Admiralvon Gent vier Meilen die Themse hinauf gefahren war, erblick-te er viele grosse Englische schiffe nahe bey Chattam, wie auch 4.brander und 6. andere schiffe vom ersten rang vor ancker unten andem schloß Upnor. Diese schiffe waren mit einer grossen eiser-nen ketten bewahret, welche von einem gestad an das andere ae-spannet war, allwo sich auch auf jeder feite eine batterie be,fände, deren jede mit 8. stücken versehen war. Diese Mache-ten ein immerwährendes feuer. Die Holländer thaten einigeschüffe auf die Englische schiffe. Doch wollten jolche nicht ausihrem Vortheil, weil der fluß an diesem ort nicht zuliesse, daßzwey schiffe neben einander fahren konnten. Brackel versprä-che von freyem dem Admiral, den femd Mit seiner leichtenfregatten anzugreiffen, und etwas auszurichten, wo manihn des arrests entlaffen wollte. M Will nahm dieses an,und ließ ihn fortrücken. "oller hertzhafftigkeit über
die ketten hinweg, offne einen jchutz zu thun, obwolen von bey-den ufern ein erschreckliches ftncr über ihn her gieng. Da ernoch einen musgueten-schuß von den Englischen schiffen entfer-net war, schösse er mit aller macht auf den Ivnathan, einEnglisches schiff,, welches 44. canonen und 150. mann am bordhatte, hierauf gieng er ungesäumt auf dasselbe los, und mach-te sich nur wit Verlust drey oder vier mann davon Meister.Die übrige Holländische schiffe folgten ihm nach, und ver-brämt-