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Zweyter Theil. Bi - C.
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Braslaw, Bratislaw, Lcscklsvis, ein grosser ort inPolen, an den Curländischen grentzen, an einem grossen fte,nicht weit von dem fluß Dwina gelegen. Sie wird von einigenvor eine besondere Woywodschafft, von andern aber unter dieWoywodschafft Wilna in Litthauen gerechnet.

Braslaw, flehe Cronstadt.

* Braßiator , (Ioh.) scheinet mit demjenigen , welchen

Fontana, in monum. p. ^44. und Altamura sä. an. 1548.Braesler nennet, und welcher ein buch contra errores 12. L1-temburFi in Nilnis excitsws geschrieben, einerley zu seyn,wird aber von einigen Johannes Franckensteinius genannt, weiler aus Franckensteln in Schlesien gewesen. Er war an. 1410.der erste, so auf der neuen Universität Leipzig zum voNor Tbeo-logi-L gemacht wurde, trat in den orden der Prediger - Mönche,begab sich alsdenn nach Breßlau, allwo er Vicsrius und Kefor-mawr des klosters St. Adalberti, auch vom Papst zum Inquisi-tor der ketzer im Breßlauischen district constituirt, und end-lich krior krovinois1i8 in Polen wurde. Er starb an. 1466. zuBreßlau. Seine schriften find : äs ÜLretlcoruin Lrroribus ;äs Inquisitioni8 oKsio ; äs Iinitstione Lkrisii; Lommsnt. inketri liOmbsräi lememisrum üb. IV. Lominsnt. in kentsteu-cklim IVlosis und allerhand 8srmons8. ^ äs 8i1es.

inäig. eruä. c. 26. , lerixt. orä. kr^ä. tom. I. psz.

80z. Leg.

* Braßica , (Jacob ) sonst auch Rool oder Rools ge-nannt , machte fleh durch verschiedene wercke bekannt, als unterandern : äs corco VitT Zsners äsliKenäo; Lonlolstio cls ps-ÜUentise lnorbo ; IlsgoZs si introäuskio sä inortsin ; Lpolo^if. fscete äiÄs; 8swrnsUs, 5. Isntentiie sä imitstionem ksrs-äoxorum Lissronis äilputstke sn. l üoz. äs ktz-mo HoIIsnäiL ;Responsio sä objsÄiones llousis ; 8slisre sä ksiiloäusum;

kemmsts sä ennäsm. Er war ein Niederländer, und hat auchheraus gegeben : Xeinsri 8noü äs red. Lstsvicis libr. Xlll.l^a/. , bisil. Lelg.

Braßican , eine adeliche familie, die schon in dem XIV.Leculo floriret; und sich Rohlbürger genennet hat; welchennahmen aber Johannes zu ausgange des XV. iseculi mit demLateinischen Braßican verwechselte. Dieses Iohannis enckel,Johannes Alexander und Johann Ludwig , sind zu erst in Oe-sterreich gekommen, von welchen jener bey König Ludovico II.in Ungarn, dieser aber bey der Ungarischen Königin Maria,und nachgehends beym Kavser Ferdinands I. geheimer Rathgewesen. Der letztere starb an. i;4y. und hinterließ Johan-nen, Ambroflum, Nieder-Oesterreichischen Cammer-Rath; undJohannen Philippum, Burggrafen zu Neustadt und Haupt-mann der Grasschaffl Forchtenstein, welcher an. iz«>o. daszeitliche gesegnet. Johann Alexander, ein söhn des jetzt-ge-dachte» Philippi, nennte sich zuerst einen Herrn von und zuEmerberg, und gieng an. 16; r. zu Wien mit tobe ab. Seinesöhne waren i.) Johann Bernhard, der an. r6;2. als Kayser-licher Oberst-Lieutenant geblieben. 2.) Johann Ludwig, Kay-serlicher General-Major, ein vatter Iohannis Frantz Norberts,gebohren an. 166;. und Johann Bernhards, geb. an. 1666.;.) Ioh. Ambroflus, Nieder-Oesterreichifcher Regierungs-Rath.

Hemmst, k. V.

* Braßicanus, (Ioh. Alexander) siehe Rohlbürger.

* Bratanundus, oder Brautanundus , ein König inSchweden, und söhn Pnguari, kam nach dessen ertödtung vonden Esthländern, oder, wie andere melden, nach Biornoiie III.welchen einige vor den vierten zehlen, an. 824. zur regierung,wiewol die Isäptores in ansehnng der zeit-rechnnng nicht sogenau übereinstimmen. Er hiesse zuvor nur Annndus , wurdeaber hernach deswegen Brautanundus genennet, weil er nachangetretenem regiment die Wälder durchhanen, und die Wegebahnen ließ. Einige legen ihm den zunahmen Frous bey , inder meynung, daß er aus dem alten geschlecht Froi abstamme,welchen die Schweden ehedessen unter ihre götter gezehlet. An-dere hingegen nennen ihn Freyer und noch andere Froto. Seinschlechter eiftr vor die Christliche religion, welche damals imersten aufwuchs war, brachte ihm alles böse zuwege. Dennals er mit seinem bruder Siccardo der Cron - folge wegen inöffentlichen krieg gerjeth , ward er von demselben , ungeachteter von dem Norwegischen Könige Siccardo viele auxiliar-trouppen erhalten hatte, in dem treffen der gegend Himmel-heid überwunden, und zugleich des Reichs und lebens be-raubet, als er kaum drey ,ahr regieret hatte. >.

Ootk. 8ueon. bist. XVII. ;. äelsr. 8ues.

p. 54. bist. tlräk. II. p. Y2. Leben der Röniae in

Schweden. Es erzehlet aber Snorr Sturlonides in Kill. UeZ.8eptentr. die fache viel anders , wann er p. 42. Isq. gedencket ,es habe Brautanundus, nachdem er die Esthländer wegen er-mordung seines vatters mit krieg überzogen, und ihnen, was ernicht mitnehmen können, verwüstet habe, sein Reich nach derzeit m völliger ruhe regieret, habe auch überall Königliche lust-schlosser aufbauen lassen, wo er bey jeweiliger landes-besichki-gung kommllch übernachten könnte. Da sey es nun geschehen,als er eben mit einem grossen gefolge seiner Hof-statt zur Herbst-zeit im lande herum gereuet, und er an den ort Himmelheid ge-kommen, welcher von beyden seilen mit bergen umgeben gewesen,daß von dem starcken Platz-regen, und dem häufigen schnee eingroß stuck stern und erde sich los geweichet, und den König

samt seinen meisten Hof-bedienten erschlagen habe, worarifdessen söhn Jngialdus zu Upsal zum König gecrönet worden.

Bratr, oder Lratski, ist eine Tartarische nation in S>- -berien längst dem fluß Anagara gesessen, und den Moscowi-tern unterworffen, welche in dieser gegend die stadt Bratskoyangeleget.

Bratuti, (Vincentius) gebürtig von Ragusa, war umdie mitte des XVII. t^euU Königs Philippi IV. in SpanienLegations-8scrsrsriu5, und Dollmetscher der Türckischen undPersischen spräche. Er hat Saidini Ottomannische chronickaus der Türckischen in die Italiänische, und des ChinesischenOockori8 Berhemenio Bidpay LIpejo politiso z- morst, ausder Türckischen in die Spanische spräche übersetzet. Inäex

bibl. Lsrberins:.

* Brattelen , ein schloß und flecken in der Schweitz. SiehePrämien.

* Brattenstein , ein schloß, welches ehemals ausserhalb derstadt Nöthigen im Stift Würtzburg in Francken gelegen. An.1418- wurde es in abwesenheit Wilhelms von Elma, der esvom Stift pfands-weise inne halte, durch einen knecht Frie-drichs von Seldeneck verrathen, und Hornecken von Hornberg,des damaligen Bischoffs feinde gegeben. Kurtz darauf ist esmit in die ringmauer der stadt Rötingen gebracht worden.Ludwigs Würtzb. geschicht-schreib. x. 76;.

Brava, die mittelste unter den Capovcrdischen insuln, wo-selbst so guter wein als in Canarien wachsen soll.

Brava, eine stadt auf der küste Ajan in Africa, liegt andem see-uftr und ist mir guten mauren versehen. Die Häuserdaselbst sind nach der Mohren art wohlgepauet, und ist sie dieeinzige Republick in Africa, so viel man Nachricht hat. Dieeimvohner werden nach den gesehen der /r. Acquen oder Prin-tzen regieret, welche sie aus den nachkommen sieben Arabischerbruder erwehle», die auf diese küste vor der Verfolgung der Kö-nige von Laeah geflohen. reist, ä'ük'rique.

Braubach, ein Hessen - Darmstädtisches amt, schloß undstadt an den äussersten grentzen der niedern Grafschaffc Ca-tzenelnbogen'am Rhein gelegen. Über der stadt auf einem-fel-fen liegt das veste schloß Narxburg, welches Landgraf Jo-hannes der streitbare mit einigen anssenwercken versehen/und den nahmen von St. Marco hat, welchen die stadt auch in>wapen führt. Gegen über hat noch ein ander schloß, Rhein-berg genannt, gestanden, dessen merckmale man noch sieht'ist aber an. 127;. von Ertz-Bischoff Wernern zu Mayntz alsein raub-nest zerstört worden , an dessen statt hat Landgraf Phi-lipp der jüngere an. i?68. an das nfer des Rheins ein neuesschloß qebauek, und nach seinem nahmen Philippsdurg g?*nennet, welches zuweilen den wittwen zum witthum-sitz und ei-nigen Landgrafen zur residentz gedient. Diese stadt ist sehr alt/und vor diesem am Rhein hinab viel grösser geivesen. Wenn '«»aber erbauet, ist eigentlich nicht zu wissen, weil an. 161;. da»Rathhaus samt allen Urkunden verbrannt. Doch gedencket iv-rer der ^bbs8 UrlpsrZenlis um an. 120;. und an. 1288. HAsie Kayser Rudolph von Hadsspurg gleich der stadt Oppenheimgefreyet, welche freyung Kayser Adolph an. > 294. und Karm''Albert an. izoo. bestätiget, beschreib»ngHeffew'

?sg- ny.

Brauchitsch, eine uralte adeliche familie in Schlesien,-welche ihren Ursprung aus Polen haben soll. Sie hat Nderzeit in dem Glogauischen, Lignitzischen und Wohlauiscve'die ansehnlichsten bcdiemmgen bekleidet. Ihr ältestes stawAHaus ist Brauchitschdorff oder Brauchdorff in dem Lig»itzische>welches sie nach ihrem nahmen also benennet, da es vorhernoch an. 1259. Crustenick, Crustnick oder Krostenitz geheiisi''Hans Brauchitsch von BrauchdorffaufKleinkriechen, war w'1542. Hauptmaun zu Lüden und Los-Richter zu Lignitz, we>Aletztere charge er an. ,564- resignirt. Jacob 8enior von BrA-chltsch und Brauchdorff zu Polsdorff war an. i??LaE^Hauptmann des Furstenthums Lignitz, Melchior Brauch,Maber an. 1559. Hofmeister bey Heiwico, Hertzogs Frideric« ^ 'zu Lignitz söhne. Jacob ist an. 1562. zu Wohla» undChristoph an. ,568. zu Parchwitz, und Bartholomans1576. zu Herrenstadt Hauptmann gewesen. BeriiMv UKlcinkriechen bekleidete bey dem Hertzöge Friderico IV. um u ^jähr i?y6. die stelle eines Raths, in welcher charge au»)i6o;. George von Brauchitsch aus dem Hause Ober vey^Hertzöge in Pommern gestanden. 8-«^» Schles. curloj.

Braucius, (Nicolans) Bischoff von Sarsina, warRagusa gebürtig und ein gelehrter mann, daher er auch. ^Elemente VIII. zu gedachtem Bißthum erhoben ward.,

Paulo V. setzte man ihn verschiedener harten beschuldig»"^

sehen versen beschrieb. Gregorius XV. ließ ihn wieder los,,entledigte ihn der wider ihn ergangenen beschuldigungen, 0"---auf er wieder eine zeitlang sein Bißthum verwaltete, »EVhends aber mit erlaubnis des Papsts dasselbe verließ, und >'nach Ragusa begab, allwo er an. 16; 2. gestorben. ^* Braudlacht, (Georg) ein Westphälinger, schrie^^„