Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
203
JPEG-Download
 

erg«

vott

igen

r/ec-

giu-

der-

hat'

end.

lpb»

der

todt

leck

'»m

a»-

neu-

rffe,

fel-

ssel-

von

, so

zur

ode

iver

'an-

alst

flder

und

bge-

u>n-

ict,ltu-

diemitftrir- da-

visse

saßtAlsher--an»ia<Hh et-da»arg-

li»-

einr

ihlet

>rico

>»»"

JLll-

lden

n irlten,

>r er

rnek

iy?'

bigr

yet,

ier-

uen

zrcö

i?'

sst

der

Ä

ge-

der

enc

erb-

in

:ge-

ge-

,rve

biet

Zw

>am

ii a>

nL

sich

str-

ich-

nel-

>eh-

der

»k-

zosi

,ci-

bra

chen dem jünger» , dem eifrigen Vertheidiger der Catholischenreligjon angegriffen worden, hat aber hülffe von ChurfürstJohann Friedrichen zu Sachfen, und Landgraf Philipp zuHessen erhalten. An. 1550. und 15;;. ist sie abermal vonHer-tzog Heinrich vergebens belagert worden. An. 160;. den 16.vctob. hätte Hertzog Henricus Julius diese stadt beynahe über-rumpelt , wie dann feine leuthe die äussere pvrte St. Magnilaint dem wall lincks und rechts an dem thor schon eingenom-men, und das allda stehende geschütz gegen die stadt losge-rannt hatten; weil aber noch die innere stadt-mauer übrig,und die Hertzogliche verstärckung nicht gleich bey der Handwar, fasten die burgcr einen muth, nahmen einen theil deSwalls wieder ein , und wehrten sich so dann mit schießen, bisrs folgenden morgens um ic>. nhr, da endlich, als die meisteourgerschafft den muth sincken ließ, und sich ergeben wollte,uur i^c». mann an zwey orten einen ausfall gethan, und denmnd von den feiten so tapfer angegriffen , daß er die flucht neh-men , und alle mitgebrachte stücke und kriegs-vorrath im stichmssen muste. Aber nach wenig tagen, nemltch in der nachtMischen dem 20. und2i. oct. kam der Hertzog mit noch grösse-rer macht , und fienge eine förmliche delagerung an, fügteauch sonderlich derselben mit aufschwetlung der Ocker, so durch7>e stadt fließt, grossen schaden zu, bis der dämm den 16.jUertz zum andern mal, und zwar dißmal unten im gründ ge-orvcheu; so daß alle Hoffnung, die stadt durch dieses Mittel°u bezwingen, auf einmal verschwände. Weil dann noch dieannaherung der hülfs-völckern, von denen Hansee-städten ge-Mckt, über die izooo. starck, dazu kam, auch der Kayser^ludolphns II. von den thätlichkeiten sehr abmahnte, hubMljch der Hertzog die delagerung auf; nach welchem dieAraunschweiger »amt ihren helffern einige jähre durch in des-'ch land hinwiedernm grossen schaden gethan haben. An. 1615.Hertzog Fridericus Ulricus sie im julto mit grosser gewaltmuste aber den n. »ov. abziehen, weil die Holländer undHansee-srädte ihr hülffe zuschickten, und wurde den 21. de«mb.°»rch Vermittelung des Königs in Danemarck, der ChurfürstenÄ Ualtz , Sachsen und Brandenburg und anderer Stände desDeichs im kloster Stederburg ein vergleich geschlossen, daß

bra

2OZ

a? Hertzoge alle xrivilegia der stadt confirmiren , die stadt da-Men, wie sie an. 1569. gethan, die Huldigung ablegen sollte,Elches den 6. febr. an. 1616. geschehen. Endlich aber"71. hat sie der Hertzog Nudolph August sich unterwür-K? gemacht. Denn nachdem die gesamten Hertzoge vonAMunschweig im frühling selbigen jahrs zu Burgwedel bey».. mmen gewesen, und die stadt unter sich zu bringen befchlossso forderte Hertzog Rudolph August mit hülffe seinerin» " vettern selbige den -8. may auf, und den 26. selbigenrückten die Hertzogliche tronppen unter dem Feld-Mar-o/Ä Drafen von Waldeck vor die stadt. Unterdessen wurdedie L^dene mal von beyden parteyen tractiret, wobey sich auchH. Holländische Gesandten, nebst den Abgeordneten der städte, Lübeck und Bremen eingefnnden. Endlich erfolgtealles vermuthen den 12. jun. ein glücklicher vergleich,von yr *6. jun. leisteten die dürger den gesamten Hertzogender a "nnschweig die Huldigung. Worauf die Weichbilderbx, Mdt zusammen gezogen, und unter ein stadt-regiment ge-tien '' an statt 14. Bürgermeister, 4t, an statt ri.Camera-„ix^ach vier, und an statt ;i. Rathsherren acht gesetzt, dietzt-VA Gerichte gleichfalls reformirt, und an statt 10. zweystah.^Einnehmer und ein Buchhalter bestellet, und die gutealso wieder beruhiget worden ist. . topngr. krunlu.kir^,.^. clll orig. Lrunsu. Rehtmeyer, der stadt Braunschw.siatzl achtstorie. cleclurit. p. 87- feg. , cls ststu

M ^ p. 11 14. und /.««cka»7>. tom. IX. p. 769.

8Ieiäsni. *

D§^unschweig - Lüneburgisch land und Hertzogthum.dem ^"unschweigische land ist ein stück ja der gröste theil vonvvg W Teutschen Hertzogthum Sachsen gewesen, und also>vie hA/Amd und dessen nachkommen beherrschet worden,gewesen Bruno II. Ludolphi söhn, der Wittekindl ur-enckeldys > die stadt Braunschweig, und sein brnder Danckwar-NZ«s au- Alaß daselbst Danckwarderode gedauet haben soll.Nitt-e.w ^en uralten zustand dieses landes unter den Regenten»»ter und Btllungischen stammesantrift, muß davon

^gendes artickul Sachsen nachgelesen werden. Hier ist nursvhu ZU bemercken. Der Kayser Otto, Henrici äucupisin 1 > m,chte das gantze Sachsenland in drey theile, nemlichdgz '^as Luneburger-land, so Hermann Billing bekam, 2.)z» th»j, ^'chweigische, so Brunoni des Kaysers bruders söhnYachsen worden, dessen nachkommen sich Marggrafen vonDeser Thüringen genennet, und ;.) das land an derder <weh U L' Northeim und Gbttingen , welches Ottoni ,>ander Kaysers vetter gewesen, übergeben worden. Dieseden. «her alle folgender mästen wieder vereiniget wor»ter, ^rudts, Marggraf Ecbertt I. von Thüringen erb-toch-i'ermähu, an Henricum Lrnssum, Grafen von Northeim,des s' gebahrRichsam oder Rlchenzam, eine gemah-Qtto«is^?bsers Lotharii, dem sie nach dem tobe ihres brudersNun uX.wwol die vätterliche als mütterliche lande zugebracht,bbnbura Latharius vorher schon als Graf von Su-

wit vorbp» ^^^wdenes in diesen landen besessen , und warHcrtzvaz Mung der beyden töchter des letzten Billungischen-tllagnt, auch mit desselben landen von dem Kayser

Henrico V. belehnet worden. Daß also dieser Hertzog undnachmalige Kayser Lotharius, das gantze Hertzogthum Sachsenwieder vereiniget und allein besessen. Dieser übergab seine lan-der seinem schwieger-sohn Henrico dem stoltzen, Hertzog vonBayern, dem ersten besitzer dieser lande, aus dem noch blü-henden Welfischen stamm, der ohne dem wegen seiner Mut-ter Wulfhild, gedachten Hertzogs Magni tochter, eine prä-tension auf dieselben hatte. Wie bey seinem erfolgten fall dasHertzogthum Sachfen an Albertum vrlum aus dem HauseManien, einen söhn Elikä der andern tochter Hertzogs Magni,gekommen, und wie sein söhn, Henricus der Löwe, zwarerstlich alles wieder erhalten, was sein vatter besessen, nach-gehends aber doch sich mit den Braunschweig-Lüneburgischenlanden begnügen lassen müssen, ist aus beyder besondern le-bens-beschreibiingen weirlauftiger zu ersehen. Henrici I.eonisenckel, Otto das kind, begab sich der prätension auf das Her-tzogthum und trug sein land, so bisher slloäial gewesen , demReich zu lehen auf, und ward den 21. aug. an. 12;;. von demKayser Friderico II. auf dem Reichs-tage zu Mayntz zum er-sten Hertzoge von Braunschweig und Lüneburg gemacht; wo-durch auch der streit des Gibellinischen und Guelsischen Hausesbeygeleget worden. Von dieser zeit an ist dieses Hertzogthumüberhaupt zwar in seinen damaligen grentzen gröstentheils ge-blieben , aber mit vielen ausgestordenen und eingezogenenGraf-und Herrfchafften, auch unterwerffung der vorher freyenstädte, vermehret, und unterschiedliche mal unter die linien undglieder dieses Hertzoglichen Hauses getheilet worden , von wel-chen theilungen gleich jetzo unter dem titul Braunschrveigischgeschlecht, Nachricht gegeben werden soll. Hier ist nur 10 vielzu mercken, daß von dem abgang der Zellifchen linie, oderdein an. 1705. erfolgten tobe Hertzog George Wilhelms an,das gantze land in das sogenannte Luneburgifche, ober den Ha-növerischen Chur-kreis und in das Braunschweig-oder Wolssen-büttelische eingetheilet wird. Von jenen ist unter dem artickulHanover Nachzusehen. Zu diesen gehören vornemlich die stadtBraunschweig sechsten, ferner die Hertzogliche residentz Molf-fenbuttel, wobey das lust-schloß Saltzthal, die UniversitätHelmstädt, die ehemalige Grafschafft und jetziges FürkenthumBlanckenburg , die Stifter Gaudersheim und Walckenried, dieklöster Königslutter, Stederburg, Michaelnstein, Amelunx-born, und Riddagshausen , item Schöningen,> Lütter, Hesssen, Schöppenstädt rc. Die vier bergstädte Cellerfeld , Wilde-man, Grunde und Lautenthal, werden von dem Hanoveri-schen und Braunschweigischen Hause gemeinfchafftlrch beses-sen, der Rammelberg aber gehöret dem Hause Braunschweigalleine zu, gleichwie Clausthal und Andreas-berg dem HauseLüneburg. Das Braunschweigische land ist sonsten fruchtbarund wohl angebauet, und trägt sonderlich wegen des Hartz-ge-bürges und der darauf befindlichen bergwercke ein sehr grossesein, des vortreflichen wildpräts und vieh-weiden, wie auch desHanfes, so häufig an die Hamburger und Holländer verkauft,und zu tauen verarbeitet wird, ingleichen des Braunschwei-gischen biers, die mumme genannt, weiche bis in Indien ver-führt wird, zu gefchweigen. Ohne die Weser, Leine, In-nerste und Ocker sind sehr viele angenehme forellen-bäche, dieaus den Wäldern hervor flieffen. Der drockelsberg, die bau-manns-höle, und viele alte, gröstentheils zerstörte, zum theilauch noch vorhandene berg-schlösser, sind sonderlich in demFürstenthum Blanckenburg merck-und sehens-würdig; wie anseinem ort angezeigt worden.

Die religion betreffend, ist von dem Heydenthnm und be-kehrung der alten Sachsen nichts zu gedencken. Die Luthe-rische lehre ist sonderlich durch Hertzog Iulinm um das jähr1568. durch den dienst Martini Chemnitii, eingeführet, undden Braunschweigischen Archen das sogenannte Oorpus äocstri-nse luliurn als ein beständiges formular, wornach sie sich zuachten, vorgeschrieben worden. In dem Hertzogthum Lüne-burg hatten schon Ernestus zu Zelle, und FranciscuS zu Gif-horn an. iz;o. die Augspurgische confeßion unterschrieben,und in ihren landen dieselbe eingeführet; wobey es auch nachder zeit geblieben. Denn odschon hin und her den Catholischeneinige religions-übung verstattet worden , auch der Hertzog An-ton Ulrich sechsten gegen das ende seines lebens sich nach demexempel seiner entkeim Elisabeth« Christina , der gemahnn desKaysers Caroli VI. zur Katholischen religion bekennet, hat dochsolches keine weitere Veränderung »ach sich gezogen, eben jo we-nig als in dem Haufe Lüneburg der abtritt Hertzogs ^ohannisFriderici, dessen tochter, Wilhelmina Amalia, an den Kay-ser Jofephum vermählet worden; oder^auch derselbe des inKayserlichen diensten stehenden Hertzog Maximilian Wllhelmi,indem diese Herren allerseits es bey ihHiu privat-gottesdienstbewenden lassen, und niemanden ihre mcynungen aufzudrin-gen begehret. Sonsten werden auch m den sämtlichen Braun-schweigischen landen die 3uden geduldet

Die adminiftratron der lustitz betreffend, haben die Braun-schweigischen Hertzoge A^AerMs-ordnungen , nach wel-chen gesprochen wird, welche der Kayser Ferdinandus I. an.i;;9- bestätiget. diess Uichl zureichen, wird nicht nachdem Sächsischen, sondern Kayserlichen und gemeinen Rechtenverfahren. Zu Hanover, Wolffenbuttel und Zelle werden jähr-lich etliche mal Hof-Gerichte,und am letztern ort noch überdiß dieOder-Appellations-Gerichte gehalten. Es ist dem gantzen HausBraunschweig schon an. 164z. das xrivüegwm äs «on sppel-

Isncio