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Zweyter Theil. Bi - C.
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bre

und andern , daß er sein leben verlohren , da er schon gefangengewesen. tust. Ist>. LXXIV. SUN. lib. Ix.

äs bsllo LeIZ. ä'^k«rirZr<re»- kustigs äss äuels c. 20.Hiü. äs kLrsk. isskert. La^/e. *

* Breauts, (Rogerius III.) Ritter, Chatelain von Ne-ville, Herr von Pont-äs-Navarre, St. Germain-lur-Torcy rc.Chambellan des Königs Caroli VI. wie auch Caroli VII. warin der tauf Johannes genennet worden. Als aber sein brnderRogerius starb, nahm er dessen nahmen an. Ob er schon sehrtapfer und hertzhafft war, hatte er doch in seinen Verrichtungenwenig glück. Er wurde zum öfter» von den Engeüändern ge-fangen , und muste sehr grosse rantzionen bezahlen, darum erauch Maineval dem Grafen von Harcourt an. 1414. verkauffenmuste. Er fände hierauf mitte!, sich in die stadt Harfleur zuwerffen, welche von den Engeüändern belagert wurde. Dertapfere widerstand der belagerten wird von allen geschicht-schrei-bern dieser zeit, insonderheit von dem Marschall äs Bouctcaut,sehr gepriesen, welcher auch von Rogerio Breauts mit lob re-det. Sobald sich die Engelländer von Harfleur, und vielen an-dern Plätzen der Normandie bemeistert hatten, nahmen sie auchNeville hinweg, welches die ordentliche Wohnung dieser fami-lie war, samt allem so dazu gehörete. Diese güther wurdenverschiedenen Herren ihrer armee übergeben; und Gualter vonHuguefort, Großmeister des Königlichen Hauses von Engelland,bekam das schloß und Herrschafft Neville, welche er auch beydrey und dreißig jähren besässe. Als er aber solche verlassenmuste, nahm er allen Hausrath, wie auch die schriften, so erin dem schloß gefunden, mit sich nach Engelland. Er heura-thete Marguerithe ä'Estonteville, mit welcher er verschiedenekinder gezeuget, darunter Johannes gewesen, welcher Com,mendant des lands Caux gewesen, und von den Engellanderndreymal gefangen, und endlich in dem treffen bey Montleheryden 16. jul. 146;. getödtet worden,

Brebeuf, (Johannes äs) war an. 1594. in der Norman,die gedohren, und begab sich an. 1617. in die Societät Jesu.Hierauf gieng er nach Canada in America, und predigte daselbst20. jähr das Evangelium, bis ihm an. 1649. die Barbarn aufdie grausamste weist das leben nahmen. Sie hieben ihm nem-lich zuerst die Hände ab, thaten ihm einen glüenden kragen umden hals, und belegten fast alle glieder seines leides mit einerempfindlichen marter. Wie er nun dieses alles mit der grollenstandhafftigkeit erduldete, und noch eine rede an das volck thunwollte, richteten sie ihn an mund und nasen dermaßen zu, daßes einen stein hätte erbarmen mögen. Hierauf begossen sie ihnmit siedendem Wasser, und bunden ihn an einen pfähl, da ihmdenn die haut abgezogen und die füsse abgehackt wurden. Zu-letzt rissen sie ihm nicht allein das fleisch von dem leibe, sondernverzehrten es auch, nachdem sie es ein wenig gebraten, vorseinen äugen, wobey sie fein blut mit dem grösten appetit ein-ander mtruncken. Damit er auch nicht weiter reden möchte,ward ihm die zunge ausgebrannt. Er hat Lelstioriem Zestor.L kk. 80c. .jslu sxuä Hurones in nova krancia an. 16)4. Lleg. in Französischer spräche geschrieben. Nebst ihm ward zu-gleich Gabriel Lallemant hingerichtet. 8. ss

Brebeuf, (Wilhelmus) ein Französischer Poet, war ausder Normandie, und starb an. 1661. Er hinterließ verschiede-ne wercke, als eine Französische Übersetzung der kk-rrkiiisorumdes Lucani, welche zu seiner zeit sehr ästimirt worden. vss

entrstisns kostiquss Ls.

* Breche, (Johann) ein ö/Ieälsu8 von Tours, hat an.1510. gelebt, und etwas von Galeno und Hippocrate heraus ge-geben. Er schrieb auch 1'Honeste exersics äll keines in gebun-dener rede, Paris 1544. in 4. kromptu-umm I.egum <L Lon-suetuäiuum mnnieipLÜuin 6sUiee äegue illsrum coneoräantiacum 1e:ubu8 vucum Turormm, Tours 151;. La LVora? är,

Brecht», lat. öreebinium, eine stadt in Schottland in derprovintz Angus, mit einem Bißthum, das unter St. Andrewsgehöret. Sie liegt an einem kleinen fluß zwischen St. Andrewsund Aberdeen.

* Brechtei, (Stephan) von Nürnberg, war sehr beflissen,die zier-schreib-kunst in aufnahm zu bringen. Er hatte sich beyJoh. Neudörffer nach an. 1540. eine geraume zeit geübet, an-bey einen und den andern theil der Mathematic wohl erlernet.Hierauf hat er viele schone Vorschriften, mehrentheils unter demtitul eines gründlichen formulars und guter anweisung, wiedie mancherley arten von Lateinischen und Teutschen Handschrif-ten aus rechtem gründ der Geometrie erlernet und geübt wer-den möchten, verfertiget. Er beflisse sich insonderheit auf die zügeder Teutschen grossen bttchstaben, welche hernach sei» söhn Chri-stoff Fabian Brechtel, der, sowol als sem jüngerer bruder Ste-phan Brechtel, die zierliche schriften noch hoher zu bringen such-te, an. 1602. samt einigen von ihm selbst beygefügten neuen al-phabeten in 4. zu kupfer bringen ließ. Er starb den 26. jun.i;^.Dovpelmayrs nachr. von den Nürnb. kunstlern, p. 20z.

Brecklmg, (Fridericus) ein Niederländer, war eine zeit-lang Prediger zu Zwoll, hat geschrieben äs vero A falls Lbristia.mEs, Amsterdam 1660. Lpssulum kastorum rspurgatum, ib.1661. Vnrilruin trmmphsnrsm, ib. 1661. llnaismiam hlunäi,eoä. ib. Q^a<Ler-prooe, idiä. NMerium cie Alonarciiia LiuIlL-starmn in Terra 1662. Xofcs Te ipsum 1662. Libl. pauperum,ib. 1662. Tr.pecuQia NrmäiKegma genannt, Freystadt iS6z.

IN 5. äs Lonssism-arum Trhsrtars, ibiä. ssä. Lliristum /uäi-

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Veritatis Triumph, iluä. Tsteologiam staticliristl; kbarilai--lmuru äetsÄum, souvictum, Mäisstum, Amsterdam 1664. ei-nen traclat unter dem titul, Soli Des Lloria, ib. eoä. Abfall vonder Augspurgischen Confeßion rc. ib. 1666. Ar-

nolds kirchen-und ketzer-historie, k. III. p.97. feg- ?-IV. 9.104;-

Brecknock, oder Brecnick, eine provintz in Engelland inSouth-Waüis, mit einer stadt dieses nahmens an dem fluß Us-ke. Einige halten sie vor daS Loventinum oder Luentinum derAlten. Sie hat sitz und stimme im Parlement. *

Brecknock, (Grafen von) in Engelland. Der erste, wel-cher solchen titul an. 1660. den 20. jul. empfieng, war Jaco-bus Buttler, Marggraf von Ormond, und Graf von Ossoryin Jrrland. Er ward nachgehends an. 1682. den 9. nov. auchzum Hertzoge von Ormond in Engelland erklärt; dannenherovon ihm und von seinen nachkommen ein mehrerS unter dem ti-tul Mrmond zu sehen ist. ssslp w kuglisst. bist. 2;

Breda, eine grosse stadt an dem fluß Mercke in den« Hol-ländischen Brabant, 8. messen von Antwerpen. Sie liegt ineinem morastigen lande, welches man unter wasser setzen kan,und ist sowol mit bastionen als mit einem sehr vesten schloßversehen. Sie ist die Haupt-stadt einer Baronie, welche unge-fehr 17. dörfer unter sich begreift, wiewol vormals viel mehr,auch selbst Bergen op Zoom darzu gehöret. An. 1212. gehörteBreda Godvfredo Herrn von Bourgnes , welcher HenricuMnach sich ließ, der ein vatter wurde Elisabethä, die sich an Ar-nold von Loven verheurathete, dessen einzige tochter Adelheiddie Baronie Breda Rasoni von Gaver zubrachte, dessen söhnPhilippus an. i;24. starb, und eine tochter gleichfalls Adelheidhinterließ, die an Gerhardum Nassegem verbeurathet wurde,weicher Breda an Johannem III. Hertzog von Brabant ver-kaufte, berste hinwiederum an. an Polanum, Herr»von Leeck, verließ, dessen einzige tochter Johanna an. 1404.an Engelbertum von Nassau vermählt worden, wodurch dieBaronie Breda an das Haus Nassau gekommen. Henricnsvon Nassau ließ allhier das schloß bauen. Zu ende des XVI.Leculi hat diese stadt in den religions-kriegen viel erlitten. A"'i;8i. nahm sie der Hertzog von Parma weg, an. 1590. abermachte sich der Printz Moritz von Nassau durch list, indem er6?. soldalen in ein schiff mtt turf versteckt, davon wiederummeister. An. 1624. den 27. aug. wurde sie von dein Spani-schen General SPinola belagert, und den jun. des folgen-den jahrs erobert; jedoch Printz Friedrich Heinrich von Ora*nie» belagerte sie den 22. jul. an. 16,7. und eroberte sie denn.oct. An. 1667. wurde allhier zwischen Engelland und Hol-land frieden gemacht. Ihre gegend hat guten Wiesewachs-und wird durch die flusse Ade und Mercke bewässert, welch/zusammen vereiniget in die stadt gehen, und verschiedene ca»a-le machen. äelsr. Lelß. ckroa. LslA-.

1 il>. I. esp. 127. /feE. obliälo Ilreäans.

lust. LreäanR obkäisnis. topogr. bibl. Lslg. .

f In dem theilungs-vergleich, welcher an. i?;2. zwischendem König von Preussen, und dem Printzen von Oralsten/die erbschafft Königs Wilhelmi III. van Groß-Britannien be-treffend, gemacht worden , ist die Baronie Breda dem Pr>mtzen von Oranien zugefallen. 8uppl.

* Breda, ein fluß in Pommern, welcher aus dem see Krans-

ko entspringet, hernach durch die beyde seen Luthomie »nvCharvzyowny durchstießet, und alsdann bey der stadt Ford«"'in der landschafft Cujavien in die Weichsel fällt. '

bist.' kolsn. I. pag. 14. ,

* Breda, ( Peter von) ein geschickter mahler, konnte aA»sehr künstlich vorstellen, was landschafften waren, und zubigcn gehörte, als gebäude, ruinen, grossen, bräunen,, lss'tuen, gewächse und thiere. Er that eine reise in SM"/"/und starb einige zeit, nachdem er wieder in sein vatterland w»zurück gekommen, weyermann, leben der mahlern rc.

* Breda, (Cornelius a) von Brüssel gebürtig, hö/o l

Löven Puteanmn, und nachdem er eine reise in Italien gen'"diente er Ferdinando II. im kriege wider die Böhmen, da er"1620. zu Crems umkam. Er schrieb: , Venedig

in fol. Item, Lrrores per dermsmam, Löven 161;. i» 4 -innen er von den alten Teutj'chen gebrauchen handelt. ^dibl.

Bredau, Bredow , eine adeliche fantilie, welche von oin den Niederlanden gelegenen stadt Breda, woselbst sie ^ten gewöhnet, den nahmen haben, und an. n zo.in dieBrandenburg gekommen seyn soll. Man sagt, Marggr»r §bertus Ilrüis, der damals die Wenden um die Eldeyc ^vertrieben, habe ihr das städtgen und ländgen Frisacv.

Mittelmarck geschencket, allwo sie nachgehends das schwv »jp,bau erbauet. Wilhelm war an. 1246. Bischoffzu Leduo-pold erhielt an. i;88. von Marggraf Jodoco die Sta/w^p-schafft in der Marck Brandenburg, und victorisirte unten«^liche mal über den Ertz Bifthoff zu Magdeburg uud oem«'liirte die Herren von Querfurt. Als er aber an. rzpr, '§ctz-Mylau, bey Ratenau gelegen, belagerte, kam er m vABischoffs Hände, der ihn erst nach 4. jähren wieder am n <>fuß stellte. Hierauf übergab er, hohen alters wegen, an.obqedachte cyarge seinem schwieger-sohne, Johann vonzau. Bertram eroberte an. 1414. die stadt Ratenau. pe,bruder Henning, Bischoff zu Brandenburg, hat die M«'^sburger bey Ziegeser aus dem selbe geschlagen, daM'pamer in der Pfarr - kirche zu Neu - Brandenburg now 0