Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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217
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kcti bernffen. Endlich an. 1578- bestellte ihn Fürst JoachimErnst zum Pfarrer und Superintendenten zu Dessau. Er starbdaselbst den 12. junii an. 1619. Man hat verschiedene leich-bochzeit - und degrädnis - predigten , ingleichen Oompottrio exOscsckett kslatino-IIeittelkergeiitt , Zerbst 160;. in 12. Bec-tNanns Anhält, hist. VII. p. z;o. seczcz.

* Grendel, (Joh.) war ?Ki 1 ott>pKiL Alaxitter und Priester?u Gohren , florirte gegen das ende des XVII. ttesuli. Sei-ne schriften sind : Zeit - und gedächtnis-predigten , Leipzig^82. in 4. Pest-präservativ; Geistliche wasser-quelle; Sonn-und Fest-tags-predigten, Jena 1669. in 4. Geistlicher schul-undlust-garten, ik. 167;. m 12. Falscher Judas, ik. Geistliche eh-ren-fackel/ Altenburg >664. in >2. Geistlicher reise - und wander-uab, Jena 1678. in 12. Paradis - gärtlein / 1 b. 1664. in 12.Geistliches rüst-kämmerlein; Erklärung des nahmens JEsu;Lreuer Prediger gröster rerchthum, Jena 1647. in 4. Sonn-test - zeit - leid - und freuden - predigten / ik. 1669. in 4.

Brendolo, eine kleine stadt nebst einem Hafen auf einer klei-dn insul in den sogenannten Lagune zwischen dem einfluß des-bo und der stadt Venedig gelegen.

^ Brene, ein städtgen zwischen Halle und Wittenderg, im amteElerfeld/ dem Hertzog von Sachftn-Merseburg zuständig. EsGebt einer Grafschafft den nahmen / so heut M tage ein perti-?'^tz-stiick des Hertzog - oder Churfürstenthums wachsen ist/ undbesonders in den lehn-briefen gedacht wird. Es haben 6. städ-zu dieser Grafschafft Brene gehört / als Brene/ Schrieben/Lettin, Bitterfeld, Hertzderg und Lochau / (so jetzt AnnaburgWisset) die auch noch alle zum Sächsischen Chur-kreist gerechnetWerden. Die ankunft der Grafen zu Brene wird von den Gra-Vn zu WeltiN/ so aus dem Wittckindlschen geschlechl entspros-'">, hergeleitet. Denn Thidericus, Graf zu Wettin und Zorbeck,welcher unter der regierung des Kaysers Otlonis in grossem an-whe» lebte / hatte von seiner gemahlin Mechthild/ MarggrafEchards zu Meisten tochler/ 2. söhne, Geronem und Thimonem,A ihr geschlecht in verschiedenen linien fortgepflantzet. Gero,Zraf zu Brene und Camburg, zeugte mit Bertha , gebohrnerMfin zu Grez, oder, wie andere wollen, mit des Grafen vonj^wpra tochter und GrafPoppens zu Weimar hinterlassenerwittwe verschiedene söhne, davon der erst-gcbohrne ThidericusGrafschafft Brcne zu seinem antheil bekam; weil aber die-M.an. 1079. ohne kinder verstarb, succedirte ihm sein bruderssWelmus, welcher auch die Grafschafft Camburg besaß. Er?ww gleichfalls keine kinder, dahero dieser äst mit Wilhelms,.wem der dritte söhn Geronis,Günkherus, Bischvffzu Zeitz wor-wiederum verdorret. Darauf kam diese Grafschafft au Ge-bruders söhn, Marggraf Conradum I. zu Meisten undo„wis. M. ,07.-. schloß er eine alliantz mit Hertzog Ottonei« ^<5 Weser, Hertzog Magno zu Sachsen, MarggrafEckhardVhlirmgen und andern, wider Kayser Henricuin IV. Kurtzil m Ewem ende begab er sich in den Mönchs-orden in das voniw auf dem Peters-berge bey Hall erbaute kloster, und starbiil-s nachdem ihm seine gemahlin Lucardis aus einem ade-geschlecht in Schwaben 6. söhne gedvhren. Von diesensgs.ANdericus I. die ehre eines Viss-Vommi an dem Ectz-Bi-u«?usichen Hofe zu Magdeburg erlanget. Er starb an. 1186.

ward in dem von seinem vatter fundirtcn kloster Lauter-z„ u begraben. Von seiner gemahlin Hedwig, Hertzogs Dipoldid^-ovhmen tochter , die an. 1210. gestorben, und invon ihr gestifteten kloster zu Brene begraben liegt, wurdescbi -5 vatter Ottvnis I. Sophia und Friderici II. Otto I. ver-rich^ /M' 120;. nachdem er vorhero gedachtes kloster Brenea» wmer mutter stiften helffen. Seine schwester Sophia wurdeallein^' Aebtißin zu Quedlinburg. Fridericus II. blieb alsoZie wnk ^ hatte 2. gemahlinnen, Judith, GkafFriedrichs zutochter, und Agnes , eine gebohrzie Marggräsinin ^vandenburg. Seine tapferkeit und devotion, welche ihnbeitt- A ^ied, machten ihn zu selbiger zeit sehr berühmt,lich/w ^hne waren Otto II. Henricus, welcher sich in den geist-lich ,, "d begeben, und Fridericus III. welchen einige Die-ses nm. Dieser unterschrieb das grosse privilsZium, wel-I)tt,,.^vser Otto IV. dem Ertzt-Stift Magdeburg ertheilet, undIII. d Thiedericum, oder, wie andere wollen, Fridericumeher ,,iwher Tempel-Herr worden, desgleichen Albertum , wel-Cvnraw, ^ whr 1278. gelebet, und 2. söhne, Henricum undOrdens p Erzeuget. ^>er erste davon wurde ein Mönch deswit Mioorum ; sein bruder Conradus aber zeugte

bachs^.Gemahlin Elisabetha, des Churfürsten Alberti I. zuSüther -Achter, einen einigen söhn Ottonem , welcher grosse<wf eä.^vte. Dieser verschaffte dem Ertz-Bißthum Magdeburgandere A ^ habt und schloffer Wethin, Saltemunde und vielel Gräa.Ä"^o guther, und endigte an. 1289. dieses so berühm-ls dn.dL ^schlecht. Nach dessen tobe soll seim gemahlin Tdvlynn ^ 'Ohn Rudolpho I. mit bewlllrgung des Kaysers Ru-ne verlassenschafft, und folglich diese "''

Kayst

Ne cvnferÄ ^rlassenschafft, und folglich dies Grafschafft Bre-^vyser«, ^ haben. Andere hingegen behaupten, daß besagterHrrtzoa aA^o die Pfaltz Sachsen, also auch die Grafschafft,^rrAik-!... I^o seinem tochtermann verliehen habe. Nachdem?n> iLir "0^II. der letzte Churfürst der Anhaltischen linie,vericv dr^^orben, und das Hertzogthum Ober-Sachsen Fri-esen in M-^^^sren Landgrafen in Thüringen und Marg-äistor ^n von dem Kayser Sigismundo verliehen wur-

de , kam bey solcher gelegenheit die Grafschafft an die heutigeChurfürstliche linie, ohngeachkct Johannes IV. Hertzogs Bern-hardt II. söhn sich aufs allerausserste widersetzte. rss 6er-msn. lik. II. p. ;v4. As. s'a^/crr«, orig. 8sx. Üb. V. p. ^29.<L; ;c>. Le. ckron. 6i?. wm. I. Spangenb. Sächsi-sche chronick, c. 269. Meisnische chronick, rom. XV.

XVI. ^/er-a»r,? apolog. pro Ottone IV. in tom. III. rsr. 6sr-man. im Sächsischen stamm-bamn 12. rc.

blw. insiAN. üb. I. c.7. Lucä Grafen-saal. ÜE/Säch-sische geschlechts-Untersuchung. Iriffor. Lnftser.

in äiplorn.

Genius, (Daniel) ein 1 cheologn 8 der Remonstranten, warvon Harlem, und ein discipul Episcopii, der sich aber hernachzu den Anabaptrsten oder Mennonisten wandte,und dabey Socinitrrthummer vertheidigte. Er wurde an. 1594- gebühren , undstarb an. 1664 Er hat unterschiedene schriften hinterlassen,als Lxamen trakkatus Lpiloopil : an liesst Lbrilkisno rnsgilirs-tum gerere ; eivsaern plsniorein L perfeÄiorsm rekutstio-nsin ; äs KeZno Lecleli^ Zlorioso per Lbriffurn in terris eri-Aenclo, mit emem anhang der anmerckungen über die Offenba-rung Johannis ; 6s Ouslitsre XeMi LKriNi , welches werckan. 1666. von Franciscv Cuper'o in Niederländlicher sprach her-aus gegeben worden ; ferner sind von ihm bekannt: kreves in

Vst. <L Xov.leüsinentuin snnotstiones; ämiesOilputstio s6-versns ,Iu6seo8 ; 6s Veritste sseligioni^ Lkriffisnss; Lompen-6ium VkeoloZiL Lrssmicse; <Le. Seine Opera sind zustimmenvon Franciscv Cupero ediret. KiKI. Lntitrln.

intr. 36 Kitt. eecl. Arnolds ketzer-historie, lik. XVII. L.r;.

Q. 21.

Brenland, mit dem zunahmen Lrttsnnus, weil er aus Groß-Britannien gebürtig war, lebte unter der regierung Ednardi III.um das jähr i;4o. und schrieb unterschiedene tracrate von astro-logischen dingen, darinnen er die ttttroloxisM juttisisrism be-stritte. in KiKI. p/r/er«, tts ssript. ttn^i Lcs

Brenner, ein hoher berg in Tyrol, zwischen dem Jnn, derAlcha und dem Ursprung der Etsch, ist ein theil der Tridentini-schen Alpen.

* Brenner, (Ellas) ein gelehrter Schwede, der sich wegen

seiner wissenschafftm in den Schwedischen alterthümmern sehrberühmt gemacht. Er war an. 1641. gebohren , und weiterdie Historie liebte, und gut zeichnen konnte, bekam er ein dop-peltes Königliches ttipenttium und reise-kosten, hier und da diealterthümmer aufzusuchen und abzuzeichnen. Er sammleteauch die Schwedische müntzen, und gab TKelsurum nummo-rum 8ueco-6otki!-orum an. 1691. in 4. heraus , den er mei-stentheils selbst in kupfer gestochen. Er dedtcirte selbigen Kö-nig Carln XI. der ihm befehl gab das werck fortzusetzen, auchdazu ein gewisses jahr-geld erhielte , welches er aber wegeneinfallender krieges-läufte nicht lange genösse, indessen aus ei-genen Mitteln das werck beständig fortsetzte, so daß er eine an-dere vermehrtere aufläge seines IKslsuri vorhatte, dazu ernoch an. 1716. 8uesiss LeZum, ttexinsrum <L vucum numis-msts jsm in6e s tteZe Outtsvo I. uzpus s6 XeZem LsroluniXII. verfertigte, welcher tractat, weil jenes nicht zu ständegekommen, in die Schwedische drblivtheck , St. II. n. 7. ein-gedruckt worden, wiewol die müntzen selbst nicht dabey in kupfergestochen worden. Sein cadinet hat, nach seinem tode ein kauf-mann zu Stockholm Walther Greninger gekauft. O«/. spe-cim. kioZr. 6e sntig. 8ussiöe. 5«^«^ 1724.

III. n 1. Schwedische biblioth. c. I.

* Brenner, (Peter Johannsen) ein Schwedischer Geistli-cher im XVIII. L-Lulo , war anfangs bey dem Löwenhaupti-schen regiment in Stade Feld - Prediger, hielt sich hernach einegeraume zeit bey dem Könige von Schweden Carolo XII. auf,und bekam von demselben die Probstey zu Wase in Finnland,war aber damit nicht vergnügt , sondern suchte durch Ver-leumdungen, und durch andere unerlaubte Mittel noch höher zusteigen. Als die Russen sich meister von Finnland gemacht,mnste er seine Probstey verlassen , und fieng darauf an seinglück durch mancherley heimliche tücke zu suchen. Er giengdemnach an. 1720. mit einem falschen von ihm selbst gemach-ten paß heimlich nach Coppenhagen, pflog daselbst mit demRußischen Gesandten an diesem Hofe, und mit den I)ani-schen Ministern über die damalige beschaffenheit des Schwe-dischen Reichs viele demselben nachtheilige Unterredungen,übergab ihnen ein Verzeichnis von des Reichs kriegs-macht,machte ihnen Hoffnung, daß die vestung Landscron durch ver-rätherey an Dänemarck gebracht werden konnte, und gab ih-nen sonst mancherley verderbliche anschlage unter den fuß.Von den Nützlichen Ministern ließ er sich nach bedlnguug ei-ner grossen summen gelds, und versicherung von des Czaarngnade, sowol geld als einen vesse-mß unter dem nahmen eineskaufmanns geben , und Donnen mit verschiedenen com-mißionen der Dänischen Munstern nach Petersburg zu gehen,ward aber am 1. mcrtz Ho'uduvg auf Veranlassung des da-selbst befindlichen Schwedischen Residenten, der von fernem vor-haben Nachricht erhalten, in verhafft genommen, und in ket-ten und banden nach Stockholm gebracht, wo er sich bey derersten verhör sshr verstockt erwiese, und viele unschuldige leutheals mitverbrecher angab, hernach aber, als die Untersuchung sei-ner fache einer besondern Commißion der Schwedischen Reichs.Standen übergeben worden, solches widerrufte, und alles, wessener auv seinen brieten und concepten beschuldiget worden, ftey-

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