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Zweyter Theil. Bi - C.
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viele zum gefechte tüchtige sollen gewesen seyn. Dieser Bren-nus that ums jähr ,728. ss L. 276. in der LXXV. Olymp,einen einfall in Pannonien, Illyricn, und von bannen in Ma-kedonien. Durch welchen weg er dahin gelangt, finden wirnicht; doch muß er allem ansehen nach durch Ober - Teutsch-land bis in Pannonien durchgebrochen seyn , sowol als diefuhrer der übrigen Gallischen völcker , Belgius und.Cerethrius,Welche fich hernach von Breuno abgesondert haben : Als nunBelgjus, der zuerst auf Macedonien einen versuch gethan, denPtolemäum LsrLunum zwar ohne mühe überwunden, aber je-doch ohne den steg weiter zu verfolgen, zurück gezogen; verdroßrs den Brennum, und wollte er sich das glück der waffeu bes-ser zu nütze machen ; nahm dahero den weg auch dahin; undvbschon ihn gegen die 20000. der seinigeu bey anlas einer un-terwegs in Jllyrien entstandenen aufruhr verlassen, so war dochdie ihm noch übrige anzahl, wie wir dieselbe so gleich beschrie-ben, mehr als starck genug, sonderlich da sich noch viele Illy-rer aus Hoffnung der beute bey ihm untersteckten, die unterSosthene von neuem zusammen geraffte Macedonier aus demWe zu schlagen ; vbschon vorher dieser gegen einige kleinereGallische trouppen, die ohne ordnung herumstreiften, nicht un-glücklich gefochten hatte. Nachdem liesse Brennus das land al-ter orten ausplündern, konnte jedoch den vesten städten nichts^«gewinnen ; zöge sodenn ferners in Thessalien, woselbst erhicht besser haushielte; und vermeynte von dar auch den nochvorigen theil Griechenlands zu besuchen. Die Griechen, welchedieser menae an der zahl nicht zu vergleichen waren , setzten fichein dem vesten paß bey Thermopylä; fie hielten auch da Bren-num würcklich anfangs auf, und trieben sein volck, nicht ohnedessen grossen schaden, in verschiedenen anfallen ab. Dieses be-wöge Brennum eine diverfion zu machen, und schickte er einen»heil der seiniqen in der Aetolier land, welche darinnen schreck-lich hauseten, gleichwol aber auch nicht wenig schaden erlit-ten. dessen qeriethe dem Brenno sein vornehmster anschlug;

, "ki er nemlich währender adwesenheit der Aetolier die claußM Thermopylä endlich überwände, wozu ihm vornemllch dieAmianer und Heraclienser behülflich gewesen, nicht so fast ausZtwst sür Brennum oder haß gegen die Griechen, als damit siedadurch der beschwerlichen gäste desto ehender möchten losWerden. Diese nun wiesen Brenno eben den weg durch dasA^nanische gebieth,durch welchen in dem alten Xerrischen kriegeUb Perser dem Leonida, der zuvor ihre gantze armee an ebenLssem paß aufgehalten hatte, in den rücken gekommen waren.A»rch dieses Mittel wurden die Griechen, ehe fie fichs versa-von hinten und vornen angegriffen, es wären auch deren al-ansehen nach wenige davon gekommen, wo fie nicht dieAenimsische flotte zur feite gehabt hätten, Massen Thermo-Ua gerad oben an den Luripum oder die meer-enge zwischenAktien und Euböa stosset; da fie denn in eil zu schiffe stiegen,

. cu Galliern den freyen durchzug überlassende. Brennus giengx,,^aus alsobald aufDelphos los, in Hoffnung durch Plunde-rs des in dafigein tempel verwahrten schatzes eine unsagli-^ veute zu machen; weil aber der ort auf einem berg, undkam ^zu ziemlich veste, die Gallier auch mit keinem genng-. mcn kriegs-geräthe zu Überwältigung solcher vestungen verse-" Waren, sondern nur alles mit blosser faust erobern woll-n^/,wurden fie in etlichen stürmen mit grossem Verlust zurück^.Magen, litten auch durch den eingefallenen heftigen ftostm,.weyem selb grosses ungemach, so daß sie zuletzt, da diet-^wen E macht auf sie ausgefallen , und an meh-rtä. v"en angegriffen, die schlacht verlohren , und fich in ihr3»« devestiqtes laqer zurück ziehen musten ; wobey denn auchdnNus gefährlich verwundet ward. Dieser zog denn nachtx,, ^'vnndener Hoffnung, etwas fruchtbarliches allda anszurich-y^Aleder zurück gegen Thessalien, litte aber sowol von dendm'^nden Griechen, als durch Hunger und kalte grossen scha-lstii^verlohr auch gar zuletzt das leben, entweder an denen imweid-, r Delphos empfangenen wunden, oder, wie Pausaniascheni / i!^il er aus Verdruß wegen gefehlten anschlags, zu wei-de,, w feinigen hauptsächlich verleitet hatte, bey seinen wun-Weins getruncken. Justinus dagegen ünd Val. Mari-ne,, , er habe sich selbst erstochen, und wollen darin-beraiid« augenscheinliche raache der gotter wegen vorgehabterung des Delphischen tempels finden. Allesamt stimmenWels,- >wn überein , daß von der übrigen menge deren ,kvimss wrl Brenno bis naher Delphos gewesen, keiner davonöindeä , welches, gleichwie es in ansehnnq sie sehr tief in deswich waren , da ihre niedersag erfolgte, und man fiegl-„b-n ber flucht ohne mühe erkennen konnte, noch wohl zurbe„ ^ 5 o ist es nicht minder gewiß, daß ein anderer theilgar N armee Brennt, welche er in Thracien gelassen hatte,gesetzt fortgang gehabt , und nachdem fie in Asien über-stiftx/s.' das Galatische oder Gallogräcische Reich daselbst ge-Pausa,,.^' Sonsten machen eben diese auekores, zusamt demWodu^ - "och viel Wesens von besondern wunderwercken,fördert obiger begedenheit der Gallier niederlag soll be-v»s a- 'ck>n worden, als von heftigem blitz und donner, welcherselbst-Mallen, von grossen felsen und berg - stucken , die vonweinet gerissen, und auf solche herab gerollet rc. Diß allesru verm-k" Griechen,nach ihrem bekannten aberglauben,und

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^ Wenwaruhms ihrer götter, errichtet zu seyn; und hat^agerH»wes absonderlichen wunderwercks bedurft, die zuungeschickte und ungerüstete Gastier, alsD'iror. //. Theil.

welche ohne dresche und thurme, auch noch dazu halb na-ckend stürmen wollten, hiemit, so zu sagen, mit dem köpf rechtwider die mauer liefen, mit blutigen köpfen zurück zu schicken.Sonst mag man noch bey diesem, zweyen berühmten alt-Gallischen Heerführern gemeinen, nahmen Brennt anmercken,daß derselbe wahrscheinlich in der vormaligen Celtischen sprächeeinen Fürsten oder Kriegs - Obersten möge bedeutet haben ;welches aber allhier genauer auszuführen und zu erweisen derort nicht ist. ich. I. L IX. Ich. IV. in

kUoc. In Illyr. /Äff Ich. XXIV. e. 8-

lib. I. c. i. ex. 18- F'/orr«, lib. II. c. n. in voes

Bannwald, ein gutes altes geschlecht zu Zürich, aus wel-chem Feix an. 1489. Bürgermeister gewesen , und vom KayserMaximiliano an. 1492. mit einem ansehnlichen wapen beschencktworden. Sein söhn Heinrich, gebühren an. 1478. war Probstzu Einbrach an. i; 17. ein fleißiger Historicub und ergründetder Helvetischen antiquitäten. Seine in II. wm. bestehendechronlck wird m Zurlch.in der bürger - biblivtheck aufbehalten.So hat auch Johann stumpf, sein gewesener tochtermann, sichdessen schriften nützlich bedienet. Er ist an. >;;i. gestorben.Die Probstey Emdrach hat er der Obrigkeit übergeben. Sa-lomon war Pfarrer zu Keßweilen, Stammhelm und Glattftl-den, gebühren an. 1657. dreymal vecanus dreyer Capituln, inden sprachen wohl erfahren, und ein guter Poet. Ist an. 1706.gestorben. Hottingers Helvetische kircheN-geschichte, ?. m. p.2;i. Lssbol. Tigur.p. 7;. Dürstelers Zürchisches geschlecht-buch. *

Breno, ist der Haupt-flecken im Camoniger-thal, so zu demBrescianischen gebieth gehöret, auf der lincken feite des flus-ses Oglio gelegen, allwo der Podestä wohnet. *

Brenta, ein fluß, welcher im Tridenti nischen entspringt ,sich unterhalb Padua theilet, und mit 2. unterschiedenen aus-flüssen bey Venedig und Chioggia in das Adriatische meer fällt.Er wird von den Alken Iftecloacus m-ijar genennet. Die Re-gierung zu Venedig hat an. 1710. diesen fluß vertiefen lassen ,um dadurch die von Padua, Vicenza und andern orten gehen-de schifffahrt zu befördern.

Brentford, ist eine wohl-bewohnte marckt-stadt in der Engli-schen provintz Middlesex, an dem fluß Brent, wo derselbe in dieThames fällt. An. 1016. erlangte in dieser gegend der Kö-nig Edmund Jronside einen grossen Vortheil über die Dänen.An. 1624. geschahe daselbst dergleichen von dem Könige Ca-rolo I. über die trouppen des Parlements. Weil nnn in derletzten action Patrick Ruthen, Graf von Forth in Schottland,sich sonderlich wohl verhalten , so machte ihn an. 1644. den27. MG Caroluss I. zum Pair von Engelland, mit dem tituleines Grasen von Brentford. Nachdem dieser Patrick Ruthenan. 1651. ohne männliche leibes-erben gestorben, ruhete der ge-dachte Gräfliche titul, bis denselben an. 1689. den 10. apr. derKönig Wilhelmus III. »erneuerte, und zwar in der person Fri-derici, Marschalls und nachmaligen Hertzogs von Schomberg,bey dessen nachkommenschafft er auch geblieben. Siehe Schom-berg. LritsiiMÄ. tielp to LnZÜ8ti lüsto-

ry, psZ. 2,4.

Brentia, war vor alters eine schöne stadt, von welcherman heutiges tages nur die ruflsra in der gegend von Bassa-no, in der Tarviser-Marck, noch stehet. Der vorbey lauffendefluß Brenta soll davon seinen nahmen haben. ^

II. p. 42.

Brentius, (Johannes) oder Brenyen, wurde zu Weil inSchwaben an. 1499- den 24. jul. gebohren , und im n. jähreseines alters nach Heidelberg in die schule, von dannen abernach Vayhingen geschickt, der unterrichtung Johannis Schmid-lini zu gemessen. Im i z. jähre seines alters kam er nach Hei-delberg, woselbst er 2. jähr darauf öLLLLl-mrsu8 wurde, und sichder unterrichtung Theobaldi Billicani, Johannis Kneüeri, Jo-hannis Oecolampadii und anderer bediente. Weil er nun in denstudien wohl zunahm, wurde er an. 1517. Nester, und balddarauf fteökor, trat aber, nachdem er Lutheri schriften gelesen,auf dessen feite. Er wurde auch in das LoIIeZium Lanonicorumzum H. Geist aufgenommen, und an. 1522. zu Hall in Schwa.den zum Prediger verordnet, an welchem ort er die kirche nachLutheri sähen einrichtete. An. >;;c>. war er auf dem Reichs-tage zu Augspurg, und befand sich mit bey dem gesprach, welchesdie MeoloZI beyderseits mit einander hielten. Als er wiederumzurück gekommen, verheuraihete er sich. an. -5O-worauf eran. 1^4. von dem Hertzoge von Wlwtemberg Ulrico auf emjähr mit erlaubnis des Raths zu Halle nach Tübingen beruf,fen wurde, selbige Universität F"chsio, und an-

dern in ordnung zu bringen. Als er solches verrichtet, kehrteer wieder nach Halle an. ^"--. und n dm folgenden mhrenwohnte er den Loiiogmi« zu H^flenau , Worms und Regen«svura mit bey. Er wurde hieraufan Phrygionis stelle nach Tü-bingen zum Professors beruffen, allein der Rath zu Halle wollteihn nicht ziehen ^»kn. Da aber unterdessen der Schmalkaldi-sche krieg angreng, gerleth Brentius in grosse gefahr. Dennals an. 1547. die Kayserlichen nach Hall kamen, plünderten siesein Haus, und fanden unter seinen fachen Einige briefe, dieer von kriegs-sachen an andere geschrieben, welche dem Kayserüberantwortet wurden. Deswegen muste er sich eine zcitlang

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