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Zweyter Theil. Bi - C.
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auf einem hohen thurm verbergen , bis er endlich verkleidetdurch die Spanischen soidaten davon kam. Er nahm damalsseine znflucht nach Basel, und genösse von dem gesamten Pre-dig-aml viel ehre und freundschafft. Er sagte da unter andern,aus anlas der über ihn ergangenm Verfolgung, wie er nun ausder erfahrung erlernete, daß keiner die Psalmen Davids rechtverstünde, der nicht durch grosses creutz und trüdsaien gegangenwäre. Nachdem aber die Kayserlichen die stadt Hall verlassen,begab er sich wieder dahin. Doch als er an. 1^48. daslmsrim,mit grossem ernst verdammte, ließ der Kayscrliche MinisterGranvellanus den Hallischen wissen; wenn sie dem Kayser ei-nen dienst thun wollten, sollten sie verschaffen, daß Brentiusgebunden nach Augspurg geführt wurde. So bald er solcheserfuhr, rettete er sich mit der flucht, da ihn endlich Hertzog Ul-rich von Wurtemberg in schütz nahm , und zum Amtmann inHornderg machte , da er denn zugleich seinen nahmen verän-derte , und sich Huldrich Aengfter nennete. Nachdem er 2.jähr bald da bald dort hin sich hatte begeben müssen, »ahm ihnendlich,Christophorus, Hertzog von Würtemderg, Ulrici Nach-folger, öffentlich in schütz, und berief ihn nach Stuttgard, be-fahl ihm auch ein glaubens-bekanntnis aufzusetzen, so dem Lc>n-cilio zu Trident sollte überliefert werden, welches auch in des-sen landen an. i;;i. approbirt worden. Hierauf reisete Bren-tms an. mit den Würtenbergischen Gesandten und dreyandern 1 keolvßi 8 nach Trident, um seine confeßion zu überant-worten, nmste aber »„verrichteter fache, nicht ohne gefahr, wie-derum nach Hause kehren. Bald darauf wurde er krLpoliwsder kirche zu Stuttgard, und bekam die inspection der Tubin-gischen Akademie, zu welcher zeit er auch Petro » Soto einemSpanier, der die Protestanten angegriffen, eine apologie ent-gegen setzte. An. befand er sich mit auf dem LoIInguiozu Worms , und starb endlich den 17. aug. an. 1-170. Er hatLommenwrion in V. lidro8 Moll« und andere biblische bücher;L^ntagma enrmn, gu-e nomins ?nncipi8 WuitemberMnflzsdka üint per ksMto8 in Ooncilio Tricisntino, und viele ande-re schriften hinterlassen, welche zusammen in VIII. tomis in fol.gedruckt sind. Unter seinen söhnen ist auch Johannes Ouctorund ?rofellor MieoloWse zu Tübingen, auch endlich Rath undAbt zu Hirschau worden , und an. 1569. gestorben. Dieser hateinen Lommsnr. in Lpiss. acl Hebreeos, wie auch eine Verthei-digung seines vatters unter dem titul: Innocemia Lremü,heraus gegeben. in annal. 8usv. , cbron.

8.-,x. vit. Tsseol. L 7 , sääit. lom. I.

. Lc. *

-j- Nachdem er Probst zu Stuttgard worden, hat er unterandern auch die Würtembergische klöster, worüber ihm HertzogChristoph die inspection anvertrauet, zu Fürstl. land - schulengemacht. An. i;6;. hielt er mit dem Pommerischen Hof-Pre-diger, Georg Vigelio , eine Unterredung von dem H. Abend-mahl, aber ohne nutzen. Als ihm erst-gedachter Hertzog Chri-stoph wegen der dedication seines Lominsntarii in Lpilk. ackXnm. eine Verehrung von 100. gold-gülden machte, wollte eres nicht annehmen, damit es nicht schien, ols ob er sich durchtheologische schriften bereichern wollte. Gleicher weise, alsihm der Cardinal von Lothringen zu Elsaß-Zabern einen kost-baren verqüldten becher präsentiere, schlug er selbigen ebenfallsaus; und als der Cardinal ihn durch einen eigenen boten nachStuttgard sandte , schickte er ihn wieder zurück. Wie hochLutherus Brentium gehalten, hat er selbst in einem brief anBrentium zu erkennen gegeben, welchen die WürtembergischenIsteologi in ihrer vorrede zu den Oxeribus Lremianis deswe-gen anführen. Thuanus nennet ihn : Meologum magm no-rninis inrer Los. Unter seinen schriften ist auch zu mercken :LMgramma 8uevicum äs 8. Losna contrs Oesolsmpsäiuin ,welches der Cantzler Pfaff nebst verschiedenen andern Brenzi-schen schriften und driesen, seinen cwki« L 8cripÜ8 publicisLoci. Würremd. einverleibet. Von seinen schriften bezeugtLenzet , daß sie noch in Engelland lieb und werth gehaltenworden, deckt, luppl. n. L. üsc. XVI. proär. Lök.

orgt. fun. inernor. Lrentii, und versuch

einer vollständigen lebens-beschreibung rc. Sein söhn, gleichesnahmens, war an.^i?,9. den 6. aug. zu Schwäbisch - Hallqebohren. Er starb den 4. febr. an. 159;. (nicht 1569.)Man hat auch von thu, sechs schöne und gelehrte krseLrio-NS8 und dlotss msrgiruuss zu einigen winis der Operum sei-nes vatters, deren er noch zwey, nebst einigen andern und ei-genen theologischen schriften heraus zu geben vorhatte. d>-kc--

tkeatr- p. 298. tVckc. kuppt. H. L. p. 14;. ms-

mnris- Ikealog. , .

* Brentius , (Joh. Hippolytus ) des ,ungern IohannisBrenlii söhn, war an. 1572. zu Tubmgen gebohren, und nachgutem, in den schulen daselbst gelegtem, gründ in den studien,ward er an. 1^91. MsMer, an. i?94. Vmconu8 zu Gronin-gen , an. 1597- viacomiZ zu Stuttgard , an. 1605. kaüorxriniierius und veLLnus der kirche zu Schwäbisch - Hall , an.I6iz. Special-Superintendent und Stadt-Pfarrer zu Herren-bach, und denn endlich an. 1616. Haupt-Prediger zu Anspach,und des Marggräflichen Lonlistorii ittkessoi. Zu ,Hall bekamer wegen scharfen predigens einige verdrießliche Händel, wel-che hernach, auf requisilion des dasigen Raths, von dem Tü-bingisckien Cantzler Andr. Osiander, dem Maulbrunnischen AbtFelix Bidembach, und andern in einem allda an. 1612. deswe-gen angestellten Convent untersucht und beygelegt worden. Da-

hero er auch von Hall aus wiederum in das Würtembergischezurück gekommen. Er lebte zwar in der ehe, aber ohne lin-der , und starb an. iszo. zu Anspach. Man hat von ihm:Brenzische jubel-predigt, darinn dreyer Lremiorum lebens - laufbeschrieben ; Sechs predigten bey Versammlungen etlicher Chur-fürsten und Ständen zu Schwäbisch-Hall rc. br/ck/r». me-

morire Tkeol. V^ürtemb. k. II. p. 8r.

* Brentius, (Andreas) oder Brenta, ein gelehrter Ita-

liänischer Msäicus und kdiloloZus, der zu Padua und Rommit vielem säpl-wku gelehret. Er starb an. 1484. zu Rom ineinem hohen alter. Er hat des Hippocratis bücher äs Iolc>-mniis, und äs Mtum Ü»mini 8 sehr geschickt ins Lateimsche über-setzet , auch nebst einem 8 xnr 3 ZM 3 te ftbetorices, Orsrionssund koem 3 w hinterlassen, s'crpac/apa/r bist. kstav. rom-II. p. 177- cle slsr. kslav. p. 242.

* Brentius, oder Brontius, (Nicol.) ein Rechtsgelehrter,Poete, und kkilologus aus Douay im Niederländischen, schriebäs Ilriliwts §: bsrmonis ürcium läber-äium sum ^urispruäeN'

tis, Antwerpen 154,. in 8. Lompenäisrism aäipilLSnäL V>I-iuti8 L pLrLnäsrum littersrum rstionem , ib. eoä. äs Lelloin TursL8 suksipisnäs koemu aä Larnlum V. nebst andern ge-tichten , darunter auch eins äs lEäibns Hannonire.

»"eick.

^ Brentonego, oder Brentom, ein flecken in Tyrol, zwssschen Verona und Trident, ain flus; Adige oder Etsch, nicht wenvom Lago äi Garda. Vor alters hieß er Brentonicum.lfLNMb. III. z i. c'eF. not. orb. antig. II. 9. §. 109.

Brentz, ein Würtembergischer marckt-flecken an dem flußBrentz in der Herrschafft Heydenheim gelegen. Ehedessen wares ein WürtembergischesCammer-guth, würde aber an. ,617«durch den vergleich der sämtlichen Herren brüder dem HertzogJulius Friedrich nebst Weiltingen erblich überlassen, wovones auch die Brentzische linie heißt. Nachdem dessen söhnSvlvius Nimrod das Fürstenthum Oels erlangte, trat er die-ses nebst Weiltingen gegen zoooo. gülden an seine beyde bru-der ab , nach deren absterben es an Stuttgard gefallen. Sie-he weiltingen. Lünigs Reichs-Adel, karr. tzes. ccmt. »-sbk. 7. n. ;8- 44.

Brentz, ein fluß in dem Würtembergischen, welcher ober-halb Heydenheim entspringet, die städle Gierigen und Been«vorbey lauft, und bey Launigen in die Donau fällt.

Vrenylau, siehe Prentzlau.

Brentzius, (Samuel Friedrich) ein Teutscher Jüde, dersich an. 1614. zur Christlichen religion bekannte. Er gab bawnach seiner bekehrung eine schrift heraus unter dem titul'Jüdischer abgestreifter schlangen-balg, darinnen er sEvorige religion aufs äusserste verhaßt zu machen suchte, Ewohl zu verstehen gab, daß er mehr aus affecten als nachWahrheit schrieb ; sintemal er den Jüden die abscheulich«""gottlostgkeitcn, lasier und gottölästerungen bevmaß, weswegenein anderer Jüde, Salvmon Zebi, sich ihm widersetzte, undter dem titul : Jüdischer theriac ein buch schrieb, darwnen er im gegentheil die Mangel seines volcks gar zu sehrschuldigte. Diese schriften sind hernach ins Lateinische übersetzt, und von Johanne Wulfero mit anmerckungen mnter de»titul: IberigsL fluä3iss sä SX3MSN revosaw, zu Nürnberg U"'löst!, ans licht gestellet worden. ^rcctrr. Lrp/. 3li.mensJul. p. 20;.

* Breoulx, ist eine kleine stadt in Franckreich, und liegt ü'

Provence, gegen die grentzen von Dauphins, vier weilen v"'Embrun. List. 6soM.

* Bres, (Guido äs) ein Reformirter Prediger zu Balttk

ciennes in Hennegau, schrieb an. izsi.eine glaubens-bekalw "nis der Reformirten kirchen, inartickuln, welche der G""vernantin Clarä Eugeniä übergeben wurde. Sie wurde w 'i;66. in Wallonischer, und kurtz hernach in FlamändMspräche gedruckt, wie aus der sammlung der glauben» - ^känntnissen, »velche an. i zZr. zu Genf heraus kommen, ^sehen. Als die stadt Valenciennes an. i;ü7. eingenommward, wurde er, nebst Pelerin äs lä Grange, einem 'ander» vdiger, getödtet. /ok. äs ver» ftelix. HollailäokuM-

Bresargia, eine mittelmäßige stadt auf der insul«jen gelegen, unfern dem fluß Cogulnas. * ^

* Bresch , eine alte stadt in Aftica , welche schon von ^Römern soll erbauet worden seyn. Sie liegt an dem §ländischen ineer, sieben und dreißig weilen von Oran ?.morgen, und zwanzig von Algier gegen abend, in dem

reich Tremezen. Sie hatte eine grosse menge einwohner, ^che mehrenkheils Weber waren. Diese pflegten sich emtzes creutz auf die stirn und Hände zu mahlen, welches aNMsBugie und Algier geschahe, und halten einige dafür,w'seye bey diesen leuthen , welche sonst Mahometaner sino'Überbleibsel des Christenthums. Das land bringt v"lgersten nnd Hanf hervor. Die stadt wurde von dem ^Barbarossa eingenommen, als er sich des Königreichszen bemächtigte. Le» ^

Brescia , lat. Lrixia , die Haupt - stadt m der' ^>ßschafft Bresciano, in dem Venetianischen gebiethe,