Aarza oder Gothzo, welcher zertheilt durch die gaffen läuft.Sie ist wohl bevestiget, hat ein schönes arsenal, und wirdAch eine gute citadelle, so auf einem selten liegt, beschützet,^le wird von den Jtaliänern I'armsti, genennet, weil manMeldst gutes gewehr machet. Von ihrer erbauung sind ver-ichledene meynungen, wiewol selbige insgemein den Lse-^omsnis zugeschrieben wird, hernach ward sie den Römern un-«rivürsig. St. Apollinaris von Ravenna predigte daselbst zu-erst das Evangelium; Attila zerstörte sie, sie wurde aber umslahr 452. wiederum aufgebauet; hieraus kam sie unter die Lon-gobarden, unter Carolum Iff. und unter die Könige von Jta-«en. Endlich aber wurde sie frey. Der Kayser Henricus VI.Aberte sie nach einer langen belagerung, und in der unruhe derhelfen und Gibellinen muste sie viel ausstehen. Die HertzogeM Mayland waren nach diesem Meister davon, bis die stadtA den Venetianern ergab, welchen sie an. 1509. der KönigU Franckreich Ludovicus XII. nach der schlacht in Gier«" Adda neben vielen andern abnahm , auch da sie gleich daraufWieder rebellirte, und viele Venetianische trouppen zur desatzung«nd belagerung des schlosses empfieng, durch den tapfern Ga-Uvn äs Foix von neuen eroberte mir Verlust von mehr als achtÄsend mann auf feiten der Venetianer. Aber Franciscus I.'Ä die stadt an. izi?. denselbigen wieder ab, von welcherUan solche die Venetianer beständig behalten. Der BischofsAlelbst gehöret unter den Ertz-Bischoff zu Mayland, hat den!M eines Hertzogs, Marquis und Grafen. In der haupt-, me wird, wie man vorgiebet, die orlüsmma oder das crentzMgehoben, welches Constantino ivi. soll erschienen seyn. IstM wohl zu verwundern, daß nicht auch ein stück von dein re-Mi-bogen, den Noah nach der sündfluth gesehen , dabey liegt,»Ä selbiger eben so wohl aufzubehalten, und zu einer hei-Au Überbleibsel zu machen gewesen , als das obgemeldte luft-jAMe des Kaysers Constantini. An. 1474. 1582. und 1614.«0 allhier 8vnoäi gehalten worden. üb. V.
m. c. 18. Liv. üb. XXXII. leg. äelcr. Itsl. <7a-
bist. Lress. memor. äi Lrelcia. bist. rer.
^oet. Ls. *
r,Aresciano , tat. Lger krixiMus, eine den Venetianern ge-landschafft, welche gegen norden die Unterthanen dersüb- iw"der, gegen Westen die landschafft Bergamasco , gegenVevü ^ Cremonesische, und gegen osten das Mantuanische,st^Asische und Tridentinische gebiethe zu grentzen hat. Esüi kAinnen 2. grosse und ein kleiner see. Die ersten sind I.3Z0ter-lat. Ü3LU8 Lsnssus, und derüggo ä'Jseo, derletz-^..Mist Lago ä'Idro. Unter den fiüffen ist sonderlich derEain ""ö Chiese; unter den städten sind Brescia , Chiari,der- ».' Sabio, Idro , Desenzano , Edolo , Jseo , und an-stnb Wie denn in dieser landschafft 4?o. städte, -ecken»andere vrter seyn sollen.
WeL^^rer, ein berg in Dauphins bey dem -ecken St. Gents,
' ier von zeit zu zeit feuer ausspeyet.
fe„ a.Won , oder auch Brescou, ein kleines eyland oder fel-ge„ A öen küsten von Languedoc, eine meile von Agdeentle-«'A mit einer schantze versehen,ww^kfin, oder Drezin, lat. krerma, oder Lresna, eineirisch-., . ige stadt in der Wonwodschafft Lanczicz in Groß-Polen,riefen morästen, ungefehr 7. weilen von Lanczicz.tzZUKlau. Das Fürstenthum Brcßlau liegt in Nieder--ffchen der Oder, und grentzet morgenwärts mit dem Brie-»lit d-^ D-en mittag mit dem Schweidnitzischen, gegen abend»,it ^ Anitzischen und Wohlauischen, und gegen Mitternacht.A^lsiuschen Fürstenthum. Breßlau ist darinnen die' ohne welche noch 2. andere städte darinnen liegen,bild und Namslaw, davon jede ihr besonderes Weich-Herky^' ^ Vor diesem hat das Breßlauische Fürstenthum eignebv„ -«habt, welche von Boleslao LIw, einem söhn desAstaww, Brudern vertriebenen Hertzogs von Polen Uladislai II.U Denn als das land Schlesien an. 1164. unter
Mlesla„Aa Uladislai söhne, Boleslaum , Conradumunddas ^ 7.' geiheilet wurde, bekam Boleslaus unter andernAs. dnä » sthk, und nach seines bruders Conradi tod an.^gierulta Nieder-Schlesien. Er starb nach ;8- jähriger, von seiner andern gemahlin Adelheiden,An» Sultzbach, Kaysers Conradi gemahlin schwester,AbzA. gbr hinterlassende Henricum, mit dem zunahmenSch,°a°'. welcher viel vornehme geschlechter aus Teutschland>racamN W- » Er wurde sehr mächtig, und bekriegte denA pursten Lesconem, wiewol er durch Vermittelung
ihw !Ä>> aar bald wieder friede mit ihm machte, undA, sich h-Wdich den Statthalter in Pommern Svantopulcum,^'cher a^'ls erncs Hertzogs angemaßt, mit krieg überzog,d ? köpf LL ^dem dem bade überfiel, an. 1-26. Lesconier wjt schlug, und Henricum gefährlich bleßirte,der stjll- Aenmier noth das leben darvon brachte, uyd sich inHertz "ach Brcßlau bringen ließ. Hierauf berief dessen witt-, ^dabus j?d"vlclim zum Vormund, darwider Lesconis bruder'Ach xr.» Masau protestirte, und Henricuin gefangen nahm,A der b-vi.Ach !"m öffentlichen streit kam, ihn wieder los ließ,Kertzvgt^Asung , haß er sich seines rechts am CracauischenAch sein m.?^chen möchte. Als aber Hertzog Conradus^ Pavsts 1,^"Fes regiment den haß sowol des volcks alsHtstor / st"' -«laden, absolvirte dieser Henricum von' ^^0« // Theil.
seinem eyd, und gab ihm vollmacht Conradnm zu bekriegen,welches auch Heinrich an. 12z;. that, indem er die Polen überwältigte , ihre barbarische sitlen veränderte, und sich Groß-Fürstin Groß-und Klein-Polen nennen ließ. Er starb endlich zuCrossen an. 12z8. und hinterließ von seiner gemahlin der be-kannten heiligen Hedwig , Bertholdi, Hertzogs von Meranientochter, Henricum kium, welcher eine friedliche und kluge re-gierung führte, an. 1241. aber in der unglücklichen schlacht wi-der die Tartarn das leben einbüffele, nachdem er mit Anna,Ottocari, Königs in Böhmen tochter, vier söhne und fünftöch-ker gezeuget hatte, darunter Uladislaus und Conradus sich zumgeistlichen stände wiedmeten, der erstere auch Ertz-Bischoff zuSaltzburg wurde. Boleslaus Lslvus maßte sich des Breßlaui-schen, und Henricus III. des Lignitzischen und Glogauischenlandes an. Weil aber Conradus hernach den geistlichen standverlassen, so geriethen diese brüder mit einander in einen krieg,welcher doch endlich durch ihre groß-Mutter Hedwig dahin ver-mittelt wurde, daß Henricus seinem bruder Boleslao das Lig-nitzische abtrat, und davor das Breßlauische annahm, welcheser löblich regierte, die stadt Breßlau mit guten gebäuden ver-mehrte , mit starcken mauren bevestigte, auch das Teutsche Rechtintroducirte. Er starb an. 1266. und hinterließ von Judith vonMafovien Henricum IV. hernach?robum genannt, welcher vielörter einlöste, und an. 1290. ohne ktnder starb. Ihm succe-dirte seines vatters bruder, Boleslai Lslvr, Hertzogs zu Lignitzsöhn, Henricus V. Lraffus. welcher die burger in Breßlau sehrprivilegiert, an. 1296. aber starb, drey unmündige söhne nachsich lastende, Boleslaum, Henricum VI. und Uladislaum ,welche das land unter sich gctheilet, wodurch allerhand unruheverursachet worden, welches Henricum VI. der das Breßlauischeerhalten, veranlasset, sich auf einrathen der Breßlauer in denschütz des Königs von Böhmen Johannis zu begeben, mit demversprechen , wo er ohne männliche erben sterben sollte, daß erihm das Breßlauische Fürstenthum vermachen wollte. Alsnun solches an. izzz. erfolget, nahm König Johannes davonposseßion, von welcher zeit an es keine Fürsten mehr gehabt,sondern von den Königen von Böhmen durch Lands-Haupt-leuthe ist regieret worden, und haben dieselbe die Verwaltungder Landes-Hauptmannschafft dem Rath zu Breßlau überlassenund verpfändet, bis solcher sie an. i6;z. in dem Präger frie-dens-schluß abgetreten. Kilt. kolon.
/«/. Lucä Schles. thron.
Breßlau, lat. Lrslsla oder IIrati8lavia, ist die Haupt-stadtnicht allein des vorgebuchten Fürstenthums, sondern auch desgantzen Hertzogthums Schlesien, und eine der vornehmsten,schönsten, reichsten städte in Teutschland. Sie liegt an der Oder,wo der fluß Olau, der durch die stadt Messet, hinein fällt, ins-gemein wird sie vor des Ptolemäi Budorgis gehalten , wiewolsolches sehr zweifelhaft^. Krantzius und Volaterranus sagen,daß sie von Uratislao dem Heydnischen Hertzoge zu Satz inBohmen ums jähr Christi 855- stv erbauet, und nach seinemnähme»! genennet worden. Allein Aeneas Sylvius, Dubra-vius und andere behaupten, daß solches nicht von Breßlausondern von Uladislavia in Böhmen in dem Pilßner-kreis zuverstehen sey. Andere geben vor, daß ums jähr 965. als Polenzum Christenthum bekehret worden, am ufer der Oder nur;,oder 4. Häuser mit thürnen gestanden,, welche der Quaden,Marsinger, der alten Schlesier und Mährer Fürsten Wohnun-gen sollen gewesen seyn. Dlugossus berichtet, daß Mieslausder erste Christliche Hertzog iir Polen sie an. 98z. zu einer stadtangeleget, wiewol andere in den gedancken stehen, daß sie da-mals nur aus den alten brand-stätten wäre restauriret wor-den. Doch dem sey wie ihm »volle, so hatte der angefangenebau schlechten fortgang, weil an. ro;c>. die Böhmen die Ober«herrschafft über Schlesien erhielten , dahero Curäus und an-dere glauben, daß eigentlich damals Brcßlau seinen ansanggenoiumen, und von dem Böhmischen Regenten Uratislaoden nahmen UriMsIsviL bekommen, wiewol Älbinus diese de-nennung von der Slaven überfahrt und dem alten Worte brsts,welches eine überfahrt bedeutet, herführet. Als Schlesien wie-der unter die Polen gekommen, hat der König Casimirus I. andem Oder-strom ein schloß aufgebauet und einen Hauptinannhinein gesetzt, auch den sitz des Schlesischen Bischoffthums an.io;2. von Pitschen in die darzu erbaute kirche aufder St.Jo-hannis-insul vor Breßlau transferiret, wodurch die stadt m emziemlich aufnehmen gebracht worden. Boleslaus 111. hat siebevestiget, und wider den feindlichen einM der Bohmen be-setzt. Endlich, nachdem die Könige und Ober-Regenten vonPolen die stadt Breßlau lange zeit durch «wen Statthalter re-gieret , darunter sonderlich bekannt sind der vornehme GrafMagnus; ferner Utislaus Petrus Dumnus, ein DänischerGraf und andere; so bekam seldl-e, ais an. ii6z das landSchlesien unter die drey söhne Uladlsial II getheilet wurde,eiq ene Hertzoge, unrer derm reg>«n>ng sie bis an. 1;;;. gestan-den, da sie unter die Konrge von Bohmen gekommen, welchensie auch stets unmittelbar un erworffen geblieben. Sie hat garsonderbare vorzüge und pnväegm vor andern städten erhalten,darunter vornemlich, daß sie ihre eigene garnison halten mag, rc.Es hat der Kayser Carolus IV.. sie um ein grosses an. iz;z.erweitert, Mdem er das theil über die Oläu hinzugethanund mit Häusern besetzet; er hat über dieses die gaffen nacherlittenem brand-schaden ordentlich abgetheilet, und gantz aufs
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