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Zweyter Theil. Bi - C.
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neue angeleget, daher» nicht leicht eine stadt in Teutschland angleichheit lind Zierlichkeit der Plätze und gaffen sie übertreffenmöchte. Es sind darinnen marckt - platze, welche der grossering, der faltz-ring und neu-marckt genennet werden, darunterder erste und letzte sehr groß. Auf dem ersten stehet das Rath-haus/ darinnen auch die Schlesischen Fnrsten-tage gehalten wer-den. Unter den geistlichen gebäuden bey den Catholischen istnebst der Dom-kirche St. Iohannis auf der insul dieses nah-mens die Stiftskirche zum heil. Creutz, darunter noch einekirche St. Bartholomai genannt , gebanet. An der Dom-kirche St. Iohannis aber sind die von dem Cardinal Friedrich,Landgrafen von Hessen, und dem Churfürsten von Trier, FrantzLudwigen, Pfaltzgrafen am Rhein , erbauete capellen, wegenihrer kostbaren und «»gemeinen structur merckwürdrg; ferneraufdem fand oder der insul St. Maria die kirche und das klo-ster gleiches nahmens. In der stadt sind sonderlich die klösterSt. Vincent, St. Matthiä, St. Albrecht, St. Dorothea,St. Clara, St. Catharina, darunter einige sehr magnisic ge-bauet, desgleichen auch die Iesniter - kirche und das LoUeUum,welches vormals die Kayserliche bürg gewesen. Bey den Lu-therischen sind Haupt-kirchen zu St. Elisabeth, St. Mariä,und St. Bernhardin, da bey den 2. erster« berühmte 67-mrinstL und vortrefliche bibliothecken anzutreffen. Ohne diese ha-ben auch die Lutherischen svwol in als vor der stadt noch un-terschiedene kirchen und auch ein Loulilkorium, wie denn sowolder gantze Rath als auch fast die gesamte bürgerschafft derLutherischen religion zugethan ist. Die privat-hanser sind vonstein und meistentheils sehr zierlich gebauet. Die fortifica-tion an hohen mauren, wällen und bastionen, auch einem tie-fen wasser-graben, ist bisher» in guten stand gebracht worden,und sind verschiedene bollwercke von steinen ausgeführet. Essind auch 2. wohl versehene zeug - Häuser da. Wegen des Oder-stroms, welcher an der mitternachts-feite bey ihren maurenund vestungs - wercken vorbey stießet, hat sie gute gelegenheitzur jchiffahrt, wiewol nur kleine schiffe daselbst gehen können.Jedoch florirt die Handlung daselbst gar sehr, es hat auch be-reits an. 141 >. eine Niederlage sollen aufgerichtet werden , wel-ches aber noch nicht zu stand gekommen. An. 10; 8. wurdeBreßlau von dem Böhmischen Hertzoge Brzetislao I. nebst an-dern städten in Polen angezündet. An. 109;. als Graf Ma-gnus Statthalter in Breßlau den flüchtigen Hertzog Sbi-gneum, Hertzogs Uladislai I. »nachten söhn auf dem schlössebeherberget, belagerte der vatter diesen ort, er ward aber vondem Bischofs Ziroslao und der bürgerschafft wiederum besänfti-get. An. i ioo. geschahe nicht gar weit von Breßlau, zu Hunds-feld , die berühmte schlacht zwischen dem Kayser Henrico V.und dem Hertzog in Polen Äoleslao lll. An. 1179. soll Breß-lau von Mieslao, Hertzog in Ober - Schlesien eingenommen,und Hertzog Bolcslaus daraus vertrieben worden seyn. An.iroo. wie auch 1219. ist die stadt im feuer aufgegangen. An.1241. haben sie die bürger aus furcht vor den ankommendenTartarn selbst in brand gesteckt, und sich mit ihren bestenfachen in die Herzogliche residcntz auf den Dom oder dieinsul St. Iohannis retiriret, welches schloß von den Tartarnvergeblich belagert worden. An. 1245. belagerte BoleslausLrilvus, Hertzog zu Liegnitz, zweymal die stadt Breßlau , wel-che , ob sie wol noch geringe war, dennoch die belagerung z.monat ausgestanden. Angleichen wurde sie an. 1250. zumdritten mal von ihm belagert. An. 1272. 1276. rzi9. ^42.rzSe.rc. wurde sie fast gantz in dieasche qeleget. An. 1418.entstand ein grosser aufrnhr von der bürgerschafft wider denRath, das Rathhaus wurde gestürmet, 6. Rathsherren ent-hauptet , und einer zum fenster herunter gestürtzet, der anderngreuel-thaten zu geschweige«. Als aber der Kayser Sigismun-dus hierauf nach Breßlau kam, meisten 2,. der rädels-führerihre köpfe hergeben. An. 14? s- als diese stadt Georgium vonPodiebrad vor keinen König in Böhmen erkennen wollte, wur-de sie mit einer grosser macht bekennet, welche aber unverrich-teter fachen wieder abziehen müssen, und haben die Breß-lauer nachmals ihren feinden viel schaden gethan. Weil dieseMattbiam, Konig von Ungarn, zu ihrem Herrn angenommen,die Böhmen aber Uladislanm, Königs Casimiri in Polen älte-sten söhn erwehlet hatten, so kamen diese beyde mit einer armeefast von 80000. mann in Schlesien, rückten an. 1474. vorBreßlau, meisten aber wieder abziehen, und es wurde nichtweit davon zwischen ihm und dein König Matthia einfriede geschlossen.. An. 1620. empfieng allhier der Pfaltz-graf Fridericus die Huldigung. In dem jährigen kriegeist sie frey geblieben, ungeachtet an. r 6 ; 2 . der Sächsische Ober-ste Tubald die Dom-rnsul eroberte, welche sie erst an. ,6;;.wiederum verliessen. An. 1702. den 21. oct. wurde von demKayser Leopolds l. eine Universität daselbst aufgerichtet, undnach ihm äMäemis Lsonoläin-r, genennet; sie devendiret vonden Jesuiten. Den jan. an. 1741- ergäbe sie sich an denKönig in Preussen, Fridericum II. welcher auch an eben die-sem tage seinen öffentlichen einzug daselbst gehalten.

MNV. 1741. OÄA,,//'. bist. kol. bist.

Lokem. KaZeE,. OoEE. KVarrts,'«,, in Von-

, lid. I. e. 20. Aeoßr. II d. VII. Echtes!

chron. »EÄ Lrsslogkspkis. Klitoris mLSnäiorum Lkemsrol. Uratlsl. Schles. chron. cpitome <L

milcsllsnes stegni LokemiL. Lucä Schief, chron tt. sBreßlau. Das Breßlauische Bißthum ist das eini-ge in Schlesien, und als sich an. 9s;. der Polnische Hertzog

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Mieslaus zum Christlichen glauben bekehret, z» Smogra ei-nem dorf im Namslauischen gestiftet worden , allwo Godo-fredus ein Römer an. 966. zu lehren angefangen. Er starban. 98Z., und sein Nachfolger Urbanus I. richtete eine schuledaselbst auf. Diesem folgte Clemens I. diesem Lucilius I. hier-auf Leonhardus I. unter welchem der sitz des Bsschoffs «achPirschen verlegt worden. Er starb an. 104;. und folgte ihm hicr-innen Timotheus I. welcher an. 1051. mit tobe adgieng; wor-auf Hieronymus I. zur Biscböffiichen würde gelangte, unterwelchem der König Casimiruü 1. an. 10^2. das Bißthum nachBreßlau in die insul St. Iohannis verlegte, und selbiges reich-lich begabte, von welcher zeit an es auch beständig daselbst ver-blieben. Der Kayser Henricus IV. erklärte an. 1086. auf demReichs-tage zu Mayntz diese translation vor ungültig, weil sieohne sein vorwiffen geschehen , und untergab Schlesien nebstdem Cracariischen bistrict der kirche zu Präge, wie aus dem ä^plomÄw erhellet, das Cosmas LrsgeiM andringet, der zugleichversichert, daß er dabey gestanden, als der Kayser es besiegelt.Unter den Nachfolgern des Hieronymi sind sonderlich berühmtWaltherus, welcher die gesänge und ceremonien in seiner kir-che nach der art, wie sie zu Lyon gebräuchlich sind, eingefüh-ret. Er erbaute auch die Dom-kirche von stein, und starb an.1176. Jarvslaus, Hertzogs Boleslai bbi zu Breßlau söhn,gab das Mißliche Fürstenthum dem Bißthum Breßlau , undstarb an. 1201. Pretislaus I. von Pogrell, ein Schlesischer Edel-mann, kaufte ums jähr i;4>. von dem Hertzoge Boleslao zuBrieg die stadt und das Weichbild Grotkaw, und bereicherte ftmBißthum dergestalt, daß es von selbiger zeit an das güldeneBißthum genennet worden, wiewol es hernach bey den Hußi-tischen kriege» viel erlitten. Ferner war Conradus I. der ältereHertzog zu Oels; Jodocus von Rosenberg; Johannes IV. zuge-nariut Roms; Jacob von Salza, unter welchem die Lutherischereligion in Schlesien und sonderlich in Breßlau an. 152;. undin folgenden jähren eingeführt worden. Balthasar von Prornd-nitz; Carvlus,Ertz-Hertzvg von Oesterreich; Sebastianus Rostock;Fridericus, Landgraf von Hessen und Cardinal; und Franciscu»Ludovicus, Pfaltzgraf am Rhein, Churfürst zu Trier, undGroß-Tcntschineister, rc. Vormals war das Bißthum Breß-lau dem Ertz-Bißthum Griefen in Polen unterworffen, nun?mehro aber steht es lmmeälste unter dem Römischen stuhl-Es wird auch der Bischvff wegen des Fürstenthums Misse alsein Schlesischer Fürst constderiret. Kill-

Lob. üb. I. , äs üstu LuropT c. 18-

Schles. chron. Ilb. III. //es?/» 8IielloZr. kerie8 Lpilcop. klra-tisl. , äs Lssno Lok. , milcell. Ilb. III-

6. §. 6. Lucä Schief chron. ic.

* Breslay, (Guido) Präsident des grossen Raths, wel-ches amt der König Franciscusl. aufanhalten des Cantzlers Po-yet neu aufrichten und ihm geben ließ. Doch verwaltete Breslavdieses amt nur seit an. iz;9. bis in den mertzen an.

Dann als Poyet in Ungnade gefallen, und an. i-;4i. in arm»gesetzt worden, erhielten die Requetenmeister eine Königll^declaration, vermöge welcher sie wiederum präsidiren sollten-Man hat übrigens von ihm ein Französisches gespräch, äu L^näs ksix L Lslsmlrs äs Zuerrs, welches zu Parts an. lgedruckt worden. Der Cardinal äs Tournon, damals Ertz-^schoff von Ambrun, und Joh. äs Selve, der hernach erflerPräsident des Parlements zu Paris worden, da sie mit einajVder in Spanien gierigen, den frieden zu machen, werden dar>n>redend eingeführet. Er hat auch etwas in Lateinischer sin'Egeschrieben, welches ls Croix äu Marne versprochen heraus»"geben, aber nicht gethan hat. , wm. II.

* Breslay , ( Peter ) Lantor der kirche zu Angers , ^ ,aus einer vornehmen familie. Er war ein ziemlich gelehrter ma"für seine zeit, und hat man von ihm eine sammlung, darwviel gelehrtes ist, welche an. 1574. zu Paris gedruckt worve> 'unter dem titul: ämkoloZie, ou Lesueil äs plulieursnotsblss , cires äs äivers Kons auteur8 6res8 <L Kscin8. ^

ses wurde in dem folgenden jähr schon wiederum gedruckt,wol mit einigen Veränderungen. Sonst war Breslayrlu8 bey dem Loucillo zu Tours, welches an. izgz- dagers wegen der pestfortgesetzet worden. Erstarb endlich" ^er nicht mehr als ;o. jähr alt war. Renatns sein iubEprüder bekam die Cantorey, und ward hernach Bi!"^ 'Troyes.

Bresle, lat. Lrelm, ein fluß in Franckreich, welast^,,-Aumale entspringet, die Normandie und Picardie vonper scheidet, und unterhalb Eu in den Ocsanum fällt.

* Bresle, eine kleine stadt in Franckreich, in Lyonnnois,"an dem fluß Tordine, nur 5. messen gegen nord-west vonMan nennete sie vor zeiten Arbresle.

* Bresle, ein jungfer-kloster Cistercienser - ordens / j» ^

Vl«ss8 St. Flour, liegt in Auvergne, an dem fluß Aw»sechs messen von der stadt St. Flour.

. Bresn'itz, Brzeznice, eine stadt mit einem vortrE,^schlösse im Prachenstr kreis in Böhinen, den Herren von ^ky zuständig, hat ein Jesniter-OollsNum, Oz-mnsllum mminiiiium; und nahe dabey ist ein eisen-bergwerck. Emc»> ,d,stadt dieses nahmens ist im Satzer-kreis an den, Bohmer -' pan dem flusse Eger, hat ein gutes eisen - berqwerck, undeinen vesten paß gehalten. ropvgr. Lnkem. p. V.^ye»misseU. äes. I. lik. III. e. 7. §. Z. l-- 74 - VOgtMö letzt'-LFk,Böhmen, x»L- 8 r- ^