Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Dresse, eine provintz in Franckreich, zwischen den flnssen ,Saone, Seille, Rhone und Ains, erstrecket sich in die län-§e von Mousimond bis Caluire, nahe bey Lyon auf i6. undSt. Laurent bey MLcon nach Senieres an der Ains inA breite auf y. Französische meilen. Die Rhone scheidet sieSavoyen und Dauphins, die Saone vom HertzogthumAurgund, von Beaujolois und Lyonnois, gegen Mitternacht istvle krsricKe-Lomte, und gegen morgen eine ecke von der Schweitz.Einige begreissen auch mit unter Bresse die 8ouver:ünets vonDvmbes nebst Bugey, Valromey, Michaille, und der Baillagevon Gex, welche örter dem Könige Henrico IV. an. ,6c>l.vor das Marggrafthum Saluzzo sind abgetreten worden. Vor-wals haben die völcker, LeZuliani genannt, allhier gewöhnet.Aas land ist fruchtbar an kor» und Hanf, «'gleichen giebt esAm, viel fische und feder-wildpret. Man findet auch viel"usie und seen, welche aber das land an etlichen orten ungesundZachen. Es wird in Ober-und Nieder-Bresse eingetheilet,Ad die ansehnlichsten örter darinnen nebst Bourg, wel-ches die Haupt-stadt, Montluel, Pont cle Äesle, Chatillon,L°ligni, Varambon, Vassalieu, Bonligneux, Villars, rc.Kresse mar vor zeiten ein theil von dem alten Gallien, und standAter deni schütz der Läuorum , als Cäsar es den Römern un-Awürfig machte. Um das jähr Christi 408. oder 10. kam esdem Königreich Burgund, wobey es auch bis ums jährgeblieben, da es mit Franckreich vereiniget worden. Imiss. war es ein theil von dem Königreich Arles, und nachvlesein von Lurgunclis Irsrisjursns. Allein ungefehr 100. oderAv-iahr hernach bekam es eigene Herren, und vornemlich dieAh Baugs, von Coligny, von Villars und von Montluel.Sie besassen verschiedene güther, welche hernach an das Haussavoyen kamen; und zwar der antheil derer von Colignyi28s. derer von Montluel an. rz;4- und derer von Villars§n. Die Herren von Bange waren eigentlich die Her-An von Bresse, welches Sibylla Frau von Baugs und vonfresse, die an. 1272. mit Amadev VI. Grafen von Savoyen"^wählet wurde, an dieses Haus brachte. Von welcher zeitA es bey den Grafen und Hertzvgen von Savoyen geblie-aeblieben, bis Franciscus I. von Franckreich es an. ein-Ahm, weil er wegen seiner Mutter Lonise von Savoyen recht-mäßige prätensionen darauf zu haben glaubete. Also war Bres-?nch unter Henrici II. regierrmg bey Franckreich, bis lesM dem ftieben zu Chateau en Cambresis an. 1559. dem Her-M Emanueli Philiberto von Savoyen restituirt wurde. Die-!^.Hertzog starb an. 1580. und hinterließCarolnm Emanuelem,osssich an.i;87- der Margqrafschafft Saluzzo bemächtigte. Als«°er der König Henricns IV. in seinem lande friede hatte, ergriff-An. iüoo. wider ihn die Waffen, eroberte Bresse und fast gantzr?avoyen. Clemens VIII. ließ sich angelegen seyn diesen kriegAnheben , schickte den Cardinal Aldobrandinum an den Kö-sck, Ach Lvon, woselbst auch der friede den 17. jan. 1601. ge-Mssen wurde, worinnen der König vor die Marggrafschafft« aluzzo die landschafft Bresse 1 e Bugey, le Valromey und dieMlage von Gep bekam. bist.äs Lreils <L äu LuZs^.

, eine adeliche familie, welche seit 400. jähr inlak? chen bekannt gewesen. Bernhard Breßler besaß um dasein lehn-guth in dem Neumärckischen Weichbilde„^miischen Fürstenthums, und hatte 2. söhne: der jüngere,D.omens Simon, wurde von den Tarlarn , welche Casimirus,».AH von Polen, wider den König Matthiam Hunniademei» '"Schlesien brachte, an. 1474. erschlagen, und hinterließvj'," whn, der dem jetzgedachten Könige Matthia, als Oberst-ein-AAnt, gegen die Türcken gedienet, und daselbst sein lebena.Zbusset. Der ältere, nahmens Matthäus, zeugte Chri-l vA!"" einen Vetter Johannis, welcher vier söhne hatte,chev Uustophorum II. von dem hernach. 2.) Antoninm, wel-wchAayserlicher Zoll-und Oder-Viergefäll - Einnehmer in deml. > ckische», Weichbilde gewesen, und an. 1607. gestorben,lass?« bvrgium, dessen nachkommen sich in Straßburg niederge-von daselbst noch floriren. 4. ) Joh. Christophorum,sch°.Mn posterität hat Johann Christoph als Würtembergi-^chlnpelgardischer Rathund Abgesandter den 24. dec. an.dacvs°.^8ürstliche belehnung zu Wien empfangen. Obge-Christophorus II. hinterließ Christophorum III. aufdisck,?n ' welcher die stadt Neumarck wider einen Schwe-Uyrov- vertheidigte, sich aber endlich wegen der kriegs-"bai-i, cish Breßlau begab , und daselbst an. 1664. mit todeAm,-.,?' Sein mit Justin«, Christoph»« von Fladern undseh, tochter, gezeugter söhn , Christophorus IV. hatloh»? Eecht sortgepflantzet, wie denn noch an. 1720. seines."vdIw-A^den waren, nemlich i.) Christoph von Breßler*ÜÜI A,"durg, Kayserlicher Ober-Saltz-Vuökor, gebohren an.von Ferdinand Ludwig von Breßler und Aschenburg,p. der folgende artickul handelt. Schief, curios.

lvqvKeßler und Aschenburg, (Ferdinand Ludwig von )lich tn ^81. den 4. julii zu Breßlau gebohren , «nd begabran-,"'^99. aufdie Universität Halle, allwo er sonderlich Sa-riscu^"^wyck,Christianum Thomasium, und Johannem Fran-i7vs Auddeum hörete. Hierauf besähe er an. 170;. undlau ,'„M"ein und Engelland , und kam an. 1707. nach Breß-lllied d-s "H'vo er das folgende jähr nicht allein ein mit-es Raths, sondern auch an. 1711. Kayserlicher Rath,

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und an. 1716. Commercien-Rath in Schlesien wurde. Erstarb an. 1722. und ließ von Mariana Elisabeth , Georgii vonWerth tochter, mit der er sich an. 1712. in Wien vermählet,unterschiedliche kinder. Er hatte sich in der Politic, Historie,Genealogie und andern galanten wissenschafften wohl umgese-hen, und war willens eine sammlung derer Bömischen, Mäh-rischen und Schlcsischen in inanuscript liegenden scnbentenheraus zugeben, woran ihn aber der tod verhindert, von wel-cher sammlung aber nach dessen tode von Sommersberg vielerhalten , und unter seinen Lsriptorlbus rerum 8ilelis3rum dru-cken lassen. Inzwischen hat er an. 1708. des Abts VallemontLuriolites äs m blawks L äs l'tlrt aus dem Französischen insTeutsche übersetzet, und zu dem grossen Historischen Lerico,wie auch zu dem Llm8 Hillorigns, sonderlich, was die Spani-schen, putschen , Polnischen und Schlesischen familien anlan-get , nicht wenig beygetragen. So hat er auch die neue auflä-ge von ^oharm von Adlzreiter ltnrmiibus öoiorum an. 1710.in fol. und des Grafen von Khevenhüller änu-tlibus Veräinsu-äeis sonderlich besorget, und Hübners genealogische tabellenzum behuf der Französischen edition um ein grosses vermehret.

Schles. curios. wm II. p. ^4;.

Breßici, siehe Briescia.

Bressuire, eine kleine stadt in Poitou, liegt an dem kleinenfluß Arqenton zwischen Partenay, Thouars, Mortaigne undMoncontonr.

Brest,eine stadt in Bretagne an der see mit einem vortreflichenHafen, welcher bey den Alten Lrivmes korms , Oelosribsrsund 6e5obriv3ts genannt wird. Sie liegt auf einem abhän-gigen Hügel gegen den Hafen zu, dessen eingang durch ein gu-tes schloß, sö auf einen seifen erbauet, verwahret wird. DerHafen liegt in einem meer-busen , da das meer an 4, örterahinein tritt, und wird vor einen der besten in gantz Europa ge-halten. Es ist allhier das Magazin der Französischen Admira-lität vor die schiffe, so auf der Nord-see gehen.

Brest, eine colonie der Franzosen in Nord-America in derprovintz Canada, an dem meer-busen St. Laurentii.

Bretagne, eine grosse provintz in Franckreich mit dem ti-tul eines Hertzogthums. Bey den Alten hieß sie ^rmorica; nun-mehro aber wird sie RIetn-Britannien, LritLnnm minor ge-nennet, zum unterscheid des grossen Britanniens, welches En-gelland und Schottland in sich begreift. Den nahmen Lrmorisasoll sie bekommen haben, weil sie längsthin am meer liegt, undviel gute Hafen hat. Von Mitternacht, abend und mittag wirdsie von dem meer umgeben, gegen morgen aber stösset siean Poitou, Anjou, Maine und Norinandie. In die längeerstrecket sie sich über 70. und in die breite aufbis 4s. Fran-zösische meilen. Sie wird in Ober-nnd Nieder-Bretagne ein-getheilet. In dem obern theile liegt Rennes, Nantes, St.Malo, St. Brien und Dol, ingleichen Fongere, Vitrs, Lam-balle, Quintin, Montfort - Is-Cane, Jocelin, Ploermcl, Re-don, Guerande, Chateau-Briant, Ancenis, Machecou , Elis-ion , St. Aubin äu Cormier rc. In Nieder-Bretagne Ban-nes, Cornvuaille, St. Paul äs Leon, Treguier, Concarnaux,Penmarck, le Conquet, Lannion, Brest, Blavet, Morlaix,Hennebon, Quinperlay, Landernau, rc. Man pflegt auchBretagne nach verspräche, so darinnen geredet wird, einzu-theilen : denn in den Bißthümmern Rennes, Dol und St.Malo wird »Französisch , in den Bißthümmern Cornvuaille,St. Paul äs Leon und Treguier Britannisch, (welche leutheLrewnu-ms genennet werben) und in den Bißthümmern Nantes,Vannes und St. Brieux, Französisch und Britannisch unter ein-ander gemischt geredt. Diese 9. Äißthummer sind dem Ertz-Bi-schöfflichen sitz zu Tours unterworffen. Denn obgleich die Her-tzoge von Bretagne damit umgegangen, ein Ertz-Bißthum aufzu-richten , so ist es doch nicht zum stände gekommen. An derküste von Bretagne befinden sich auch verschiedene insuln, dar-unter die vornehmsten, Belle-Jsle und Ouessant. Die Loirescheidet Bretagne von Nieder-Poitou, die andern flüsse sind dieVilaine, Rance, Blavet rc. Es sind auch einige wälder all-hier, darunter der Liflay und Bresselian die berühmtesten. Diefruchtbarkeit dieser provintz bestehet in körn , Hanf und milch,etwas wein, unterschiedenen eisen-bley - und silber - gruben, undgutem wiese-wachs, hat daher grosse vieh-zucht und auch einigestutereyen. Die Britannier sind vortrefliche schiffleulhe, undob sie gleich etwas plump scheinen, so fehlet es ihnen doch we-der an geschicklichkeit noch verstand. Einige wollen behaup-ten , als wenn die Dritten, welche in Engelland gewöhnet,nachdem sie von den Barbarn übel tractirt worden, sich umsjähr 442. in öallism ärmoriLÄM begeben hatten, woselbst dieRömer ihnen vergönnet, sich in dem 'aride von Vannes undCornvuaille oder Quinperc^eiittn mederzumsien, von bannensie sich in die Bißthüimncr TreflEr und St. Paul cls Leonausgebreitet, und den "A"!fvprovintz ge-geben hätten. Und zwar soist öa^ erste, was die Übersetzung derBritannier in diese Gallische provintz ,m v. Lc. betritt, ausserallem zweifel. /lllem von öem nahmen wollen einige be-haupten , daß . sie selbigen schon zu Plmu zeiten gehabt,und nach Beda meymmg soll den Gallischen Britten dieinsul Albwn ober Groß-Britannien also sey« benennet wor-den ; welches aber beydes auf gar schlechtem arunde ruhetJulius Cäsar machte sich meister von diestr proviütz; welche

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