Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Von ihm sind an schritten ausser den bereits angeführten fol.

gende vorhanden: ürirbmerica üogaritbmica, Londen 1624.welche hernach vermehret zn Gouda publicirl worden. Irigo-riomeerm LritLniücs, Gouda 16;;. ^ Iregtile conceiningibe Iflortb V/eü kaiLgs, to tke 8outb 8eatbrou8Ü tbs coriti-nenc ok Virginia. p^o->cl, ätben. Oxon. BeNtyeMS Engl.kirchen-nnd schulen-staat, ry. §. 145.

* Briggs, (Wilhelm) ein berühmter Englischer Acht, ge-

bürtig von Norwich, welcher in seinem 1;. jähr in das Lenner-eollsgluin zu Cambridge aufgenommen worden, und allda sei-ne studien unter der aufsicht des Dr. Thomä Tenison, nach-maligen Ertz-Bischoffs, absolvirte. Er ward hierauf als 80-eius diesem LoUegio einverleibet, und besorgte etliche jährelang die studien vieler junger leuthen mit grossem rühm. Nach-dem er einige reisen in fremde länder gethan hatte, setzte er sichzu Londen, und geriethe wegen seiner grossen gelehrlheit in diegenaue freundschafft der gelehrtesten männer; so ist er auchsowol in das Londische Loliegimn Isteäicmn, als in die Königl.Gesellschafft der wissenschafften aufgenommen worden. KönigWilhelm III. hat ihn zu seinem ordentlichen Leib-Artzt ange-nommen, und überdiß war er auch bestellter Acht des St.Thomas-spitals in Southwarck- Er starb den 4. sept. 1704.zu Tvwn-Malling in Kent, seines alters 62. jähr. Er hattees sonderlich in der zergliederungs-kunst weit gebracht, undvvrnemlich viele mühe auf das aug gewendet, wie solches ausdenen von ihm an das licht gegebenen schr-jften erhellet, als dasind: Oxiitalmogrspkiit, iivs ocuü ejulgus partium äekcri-xtio /instomica, cui accestit novs vilionis ^ksoris; 1vc>remarkable , relsting to Vision. ; Lolurio kkilosoptiic»

Lgsus cujusäsm rsrioris äs luvsns veiperi csecutiente. Ett-

«lischer

* Srightmann, (Thomas) ein Engelländer, hielt sich indem (Zuee'n8 College der studien halber auf. Er war einPuritaner, dennoch aber kein ««gelehrter noch böser mann.Er starb im jähr 1607. Er hat in Lateinijcher spräche verfer-tiget : Comments»»» in Csnticum Csnticorum, zu Basel an.1614. gedruckt, und in Lpocsl/plm, im jähre 1612. in 8. pu-blicirt. Aus diesem letzter« buch ist zu erkennen, daß er einEnthusiast gewesen, dann bey erklärung des 14. cap. v. ,18. ma,chet er den Ertz-Bischoff Cranmer zu dem enget, der über dasfeuer macht hat, und bey dem 16. cap. muß ihm der Ibestm-rsrius Cecil, der engel über die Wasser seyn. Benthems Engl.ktrchen-und schulen-staat, 29. §. 127.

St. Briaitta, eine Schwedische Printzeßin, war eine ge.mahlin Wulphonis des Fürsten von Nericien, mit welchemsie 8. kinder zeugete, die alle vor Heilige sind erkennet worden.Mach dem tode ihres gemahls, welcher sich in den Crstercien-ser-orden begeben, und mit dem sie eine wallfahrt nach Compo-siell gethan hatte, gieng sie nach Italien und ins gelobte land,die heiligen örter zu besehen. Sie schrieb nach Avignon anGregorium XI. ihn dahin zu vermögen, daß er wiederum nachRom kehren möchte, woselbst sie einen geistlichen orden gestif-tet , von dem hernach. Sie hat auch ein werck von osftnba.rungen in 8. büchern geschrieben, und zugleich behauptet, daßihro die regeln, welche sie denen von ihr gestifteten ordens-leu,then vorgeschrieben, durch' den HErrn Christum selbst vonWort zn Wort wären in die feder dictirt worden. Es hat auchsowol diese regel als die offenbarungen von verschiedenen Päp,sien die bestatignng erhalten. Von dem ersten siehe den folgen-den artickul. Die offenbarungen wurden nach erdaurung derfache, wie man sagt, gutgeheißen, vonKregorio XI. an. 1^77.bald hernach auch von Urbano VI. der sie ebenfalls durch Car-dinäle und andere Geistliche sollte haben prüfen lassen. Undals nichts destoweniger bey dem Baselischen Ccmcilio war ge-linget worden, daß allerhand irrthümmer und ketzereyen sichdarinnen befanden; nähme sich Erich, König in Dänemarck undSchweden, samt allen Bischöffen dieser Reichen, als die dengrossen rühm, eine solche Person in ihrem lande gehabt zu haben,nicht so leicht verlieren wollten, der fache mit gröffem eifer an,schrieben deswegen einen weitläufigen brief an das Conciliuman. i4Z4. worauf in einer Versammlung, so den 26. mertz an.14;gehalten worden, einer anzahl auserlesener Personen,darunter auch Turrecremata, der damals Magister 8scri ka.Istü, und hernach Cardinal war, die neue Untersuchung undaäntzliche entscheidung der fach aufgetragen wurde, und vondiesen wurden auch die offenbarungen Brrgittä von neuemfür göttlich erkläret; welchesiedoch alles bisher nicht hat wür-cken mögen, daß es die Catholische durchgehend» für bekannt an-nehmen. Sonsten soll Bngrtta m casteyung ihres leibs grosseschärfe gebrauchet, allezeit ein härenes kleid getragen, fich überdie blosse haut mit einem seil voller knoten gegürtet, auch je.den freytag als den tag, da unser HErr Christus gecreutzigetworden, auf eines ihrer gliedern ein stuck geschmoltzenes wachslangsam haben herunter triefen lassen , sonsten auch sehr gefa-stet, gar wenig, und zwar dieses nie änderst als auf dem har,ten boden, ge,chlafen haben. Es ist auch merckwürdig, daß

äe wol den orden, von dem hernach, gestiftet hat, sie je-doch sechsten memal das ordens-kleid getragen, weil sich sol»zu ihren vielen reisen und wallfahrten nicht sollte geschickt,.^"h"^en verschiedenen reisen gen Rom, auchnach Neapolt, und m Siechen, letztlich noch im 69. jähre ihresslters, wie sie sagte, auf ausdrücklichen befehl Christi nach

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Jerusalem gezogen, auch ihre tochter Catharina, so hernachebenfalls zur Heiligen geworben , dahin mit sich genommen hat.Sie starb den 2;. julii an. iz?;. und wurde von BonifacwIX. an. i;9i. canonifirt, welche canonisation das Consiliumzu Costnitz an. 1415. bestätiget. Es ist auch in Schottland ei-ne H. jungfrau dieses nahmens gewesen, die nach Sigeberttmeynung an. 518. ober vielmehr, wie andere wollen, an.gestorben. üb. IX. lVletrop. cap. 48. 51. 52. üb. IX.

8sxon. cap. 2;. lib. X. cap. 1;. //«rr/e/si. cbron. Oan. tarn-II. III. 8. kill. Part. III. tit. IZ. cap. 12. an-

nal. Orä. 8. part. III. Ko/e«c^a»r2. in Spill, aä Lac-

tkoün. äs 8. Lrigitta; ^g/lor>u vitis üguilonis p. 97. Orre-genssl. Lralissa. Lsovr«,. 8po«,la«. in ann.

L. C. r;?o. i;7Z. rzyr. L 141;. in msrtxrol. 8«-

^r,«. 8c/>eFe» 8uec!a liter. p. 9. ^

üvpomn. aä li. I. bist. 6ec. XIII-

L XIV. *

St. Brigitten, oder Brigitten-orden, anfangs der Brrc-cianer-orden genennt, soll an. r;66. (Gryphius setzet an.2Z96.) von der jetztgedachten Printzeßin in Schweden, St.Brigitta, wider die feinde Christlicher religion gestiftet, unl>von Urbano V. bestätiget worden seyn. Man will, daß dieserRitter schöne güther in Schweden besessen, und ein blaues acht-eckigteö creutz, daran unten eine flamme hieng, getragen haben,um dadurch anzudeuten, daß sich bey ihnen eine feurige glau-bens-begierde finden solle; hiernächst waren sie verbunden ge-wesen, die gast-freyheit auszuüben, die todten zu begraben,wie auch die wittwen und waysen zu beschirmen. Allein nicht»von diesem allem hat gründ. Brigitta war an. i;66. schonnicht mehr in Schweben, gestalten sie schon an. oderan. 1)46. aus diesem land hinweg und nach Rom gezogen,und an. i;y6. welche zeit von andern angesetzt wird, warsie schon würcklich gestorben. Auch zeiget ihre lebens-ge-schicht genugsam , daß sie keine solche mittet gehabt, au»denen sie diesen orden, so wie man behaupten will, Hagebereichern können. Dann neben dem, daß ihr ehemann wder that mehr den titul eines Printzen von Nericien als die sawselbst gehabt; so hatte sie alsobald nach dessen tode an. rbl-öder 44. all ihr guth unter ihre kinder vertheilet. Es gescha-het auch weder in der bulle, da diese Brigitta canonifirt wor-den , noch in der bestätigung des andern von ihro würcklichstifteten orbens, von welchem folget, noch sonst bey irgend einembewahrten scribenten ihrer zeit, nicht die geringste Meldung »o»diesem Brigittischen Ritter-orden, wol aber hat sie in ihrenoffenbarungen üb. II. c. 7. <L üb. VIII. c. ;2. eine zieniuAweitläufige erinnerung, die sie auch, wie das übrige aus demmunde Christi geflossen zu seyn vorgiebt, wie alle damal in derChristenheit schon befindliche geistliche Ritter-orden zu refornn-ren und einzurichten wären; aus welcher beschreibnng allemansehen nach das geticht von würcklicher stiftung eines stMAvrdens muß hergeflossen seyn. Hingegen ist auch ausser allemzweifel, was von einer durch St. Brigitten geschehenen m>.tung eines Mönchen-und Nonnen-ordens gemeldet wird, w"welcher seit ihrer zeit beständig den nahmen Brigitten - oder »-balvstoris-orden getragen. Man glaubet gemeiniglich ,habe den ansang davon gleich nach ihres mannes tod an. i iA-mit erdaunng des klosters Wastein in Lincöping gemacht. DAsie vorgegeben, die von ihro diesem orden vorgeschriebene "guln wären ihr von wort zu Wort durch den HErrn Cbrmm,aufgegeben worden, ist schon im vorhergehenden artickul Smeldet; wobey jedoch merckwürdig, daß obgleich dieser urspruAder Brigitten - reguln von mehrern Päpsten bestätiget worm»dennoch die ordens-leuthe selbst und zwar in krafft der von 0^Päpsten erfolgten bestätignngen vielmehr der regul AuW gni nachfolgen, und die wichtigste stücke von der Brigitten-resunterlassen. Nach dieser sollten in jedwedem kloster 60.nen und dann auch zugleich iz. Mönchen und diese zwar msamt Priester seyn, nach der anzahl des Apostolischenmit beyfügnng des Apostels Pauli. Es sollten zn diese» 1Priestern noch vier visconi nach der anzahl der 4. grosse»rern der Occidentalischen kirchen, Ambrosii, Hieronynn, ^gustini und Gregorii Äl. kommen, und endlich 8. kirresverli. Worinnen noch ferner dieses geheimnis stecken M"ldaß wie die 1;. Priester-Mönchen die 1;. Apostel, also die §Nonnen, 4. ilisconi, tind 8- kratres Lonveril die 72- uu he«lehr-jünger Christi vorstellten. Die manns-personen Me" ^aottesdienst besorgen, und ihren platz in der kirche unten/ ^Nonnen aber oben in der höhe haben. Diese wurdenlieh zu Verehrung der H. Jungfrau Maria verpflichtet.sollten auch nie vor dem 18. jähr ihres alters, wie dre un"^-personen nicht vor dem 2;. in dem orden angenommen.' ^den. In der Wochen borsten sie nur an vier tagen flel'A xjesen, und diß zwar allein zn mittag; hatten auch "U,jck-allgemeine noch viel andere dergleichen fasten auf die unterm^Ilche jahrzeiten. Und so ist ferner alles bis auf das germ^„,was da bey dergleichen klösiern möchte nöthig befunden w. ^ ^in dieser Brigitten-regul vorgeschrieben, oder vielmehr ' pr-alles dieser Heiligen auf die obbeschriebene weise in die tem §1,tiret worden seyn. Indessen ist gewiß, daß diese art o^Nte klöster, wie man sie nennen mag, das ist , xge

manns-und weibs-perfonen besetzt, schon vor langem g«-.

geworden. In Schweben, Danemarck und den meisten ^

lern Teutschlands sind sie durch die Reformation