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- nur daß das kloster zu Wastein selbst bis an. 1570. undweiter hinaus einige Brigittinen soll behalten haben. Dieje-, so unter diesem nahmen in den Niederlanden, Franck-Ach, Italien und Spanien annoch vorhanden, haben, soM man wissen kan, nur Personen eines geschlechts, und ge-brauchen sich auch , wie schon gesagt, eigentlich der regul St.?uigustjni, nicht Brigitta. Den Spanischen Brigittinen hatvero eigentliche stiften«, Marina Escobar, so erst an. i6;z. ver-erben , eine besondere regul, worinnen die obgedachte sehr ge-wnbert ist, aufgesetzet; als von deren man ebenfalls behauptene», daß sie der Marina Escobar unmittelbar von Christo sey»-offenbaret worden. Sie sind auch von Urbano VIII. bestäti-gn- Die Unkosten zu stiftung des ersten klosters dieser art,
" » Weiche zu Valladolid in Spanien geschehen, hat die Kö-, A" Elisabeth, eine Königliche Printzeßin von Franckreich,Ab gemahlin Philippi IV. hergegeben. S»»a»«r Or^xbius
EVelgt. 8 . Lrig. fteAulL live Lonitit. kratrum riovill. Orä.
- bslv. live 8. öris. Vita Marinst äs Lscobar. Hüt. äcs Orä.Wonall. *
g. Ärignolle, eine wohlgebauete stadt nebst einer Baillage inMvvence, an dem kleinen fluß Caramie in einer sehr fruchtba-rst gegend gelegen. Bey den Lateinischen scribenten heisset siewinonia und ftrinnola, und etliche halten sie vor der Alten ko-Voconü, andere vor Matavonium. Sie ist die residentz"s Landvogts von Provence, so den titul Lieutenant ffu 8 e-?»Lkal hat. Die Grafen von Provence haben sich allhier zumMh erlustiget, und ihre kinder erziehen lassen. An. i;;?.Arrueß sie die Königin Johanna I. an Johannem II. GrafenArmagnac, wiewol nur auf eine kurtze zeit. An. i;;6.ni? °r>n geschehenen einfall in Provence wurde sie von den vor-'rvuppen des Kaysers Caroli V. welche Ferdinandus von Gon-M commandirte, erobert. In den kriegen mit der Ligus hatU wri erlitten, wie sie dann Hubert äs la Garde, Baron von,und Haupt der Liguisten dieser gegend den 1. jan. an.
' eingenommen, geplündert, und auf; 0000. thaler dar-A» erpresset hat. In dieser gegend wachsen sehr schöne pflau-- welche man daher Brignoles nennet.
eio kiovence. *
Ärigueit, eine kleine stadt in Lalle Marcbe in Franck-ueim' "" den grentzen von Poitou und Angoumois, ohngefehr-^"0"^weilen von der stadtLimoges gegen abend. vier.
ba^Muega, ein kleiner ort in der Spanischen provintz Neu-Ä'w' unweit dem fluß Tajuna, zwischen Siguenga undsxj "-"«axara. In den ehemaligen zeiten ist er sowol wegenden , als wegen seiner manren vor vest gehalten wor-10. dec. an. 1710. machten die Franzosen undMin r, so es mit Philippo V. hielten, an diesem ort 8. da-lli regimemer zu pferde von des Königs Caroli
hvi>? M ischen auxiliar-trouppen, unter dem General Stan-kest v kriegs-gefangenen, weil sie um mehrere bequemlich-geaen ens-milteln zu haben, sich auf selbigem rückmarschde« ^Aragonien, allzuweit von der übrigen armee abgeson-GrafsuM Als indessen der Kayserl. General-Feld-Marschallebe«s.Nutdo von Stahrenberg zum succurs ankam, wurde ersch-n as durch die gantze feindliche macht, so mit den Engli-
K,L°".S.. ..
-war, angegriffen, aber er schlug die gantze
bey k'^e armee, unter dem Hertzoge von Vendome, naheUacbv w dorf Villaviciosa, mit grossem Verlust zurück, undsetzte«ne gantze nacht auf der Wahlstatt gestanden,sam,,^wmen vorhabenden rückmarsch nach Aragonien lang-Änderung fort. Bald nach dieser action gabdabe» dem General Vallejo, der sich absonderlich wohl- das prädicat eines Grafen von Brihuega.I'3n.i7 "i' 1 ". XXIV. c. 7. äs
^agerw!^^ab) gebohren zu Leidenden ar. jul. 1649.r» der eitern, ergäbe sich von jugend auf seiner Neigungaber r» und läse die Bibel mit grossem fleiß. Als er
bunden aller kam, sagte er oft insgeheim bey seinenAberzogen weder die Reformirte religion, in welcher er^I'°ch die übrigen, allerdings gefielen. Des-^wen öN,W er sich von aller gesellfchafft ab, und besuchtelcs für II„""lchen gotlesdienst mehr. Einige deuteten -ihm die-ltvlk, welchen eines zarten gewissens aus, andere für einen>>achdem°?? er nur andre tadeln wollte. Er starb an. 1700.Mt sei«-»!, verschiedene geistliche tractate geschrieben, welchescher leben rn Holländischer spräche von Bernhard Vi-"ex,co^ gegeben worden. Groß allgemein Holl.
( Matthias und Paulus) waren zwey berühmte^Mer n«lÄ"lwerpen und drüber, beyderAs aber aute land-vieles Topographisten. Sie haben zu Rom im Naticandec. gemahlet, und wird ihre arbeit schr lwcb äfi .m
^ starb an. 1584-und Paulus an. iürr. in seimm
« leben der Europ. mahler. '
^"kis^w^-k^^rusJacob) ein Parlements-Advocat zuk?'NschLn^^ 7 ?" lan. 1671. Erhalte seinejugAv llab, "iniap audren angewendet, auch ehe er sich den Rechtengeistreiche schkiften heraus gegeben. Diese smd :x, Zslsns L cntignes; OuvraZs äimr 1 s §oüt cke
IlieoxLrLste L äes pensses äs Pascal; 'sksopstrafte moäerne;Lrikigue äs Mr. äs la Lruvcrs Lc. Die bücher sollen wohlgeschrieben, und mit vielem deyfall aufgenommen worden seyn.So bald er etwan vier und zwantzig jähr all war, fieng er an,einen Advocat abzugeben, worauf er Substitut des krocureur-OenersI äu Orsnä Lonseil worden. Bey dieser stelle erwarber sich so viel ehre, daß man ihm einen ansehnlichen platz unterden Parlements - Advocaten eingeräumet. Im augstm. 1710.ward er zum Schoppen der stadt Paris erwehlet. An. 1711.gab er heraus : ÖiÄioimaire äss Mrets , ou 1g ^urizxruäencsIlmverlelle äea karlemsns äs Lrgnce. ä» re»».
Brilmäcker, (Petrus Michael) war an. 1542. zu Cölnam Rhein gebohren, und trat an. i;?8. in die 8. L worinnen eranfangs krok. kstjios. nachgehends aber krof. IleKrL-e Lingu«ward. Er ist nicht allein zu Speyer 6. jähr und zu Münster inWestphalen 7. jähr llccior gewesen, sondern hat auch unter-schiedlichen Relchs-Fürsten in Gesandtschafften nützliche dienstegeleistet. Mit Johanne von Münster, einem Prediger, undStephan» Jsaaco, emem getauften Juden» hat er viel streit,schritten gewechselt, und sich ernstlich angelegen seyn lassen, den .Catholischen glauben werter auszubreiten. Allein durch seineheftige schreib-art machte er sich viel feinde, welche ihm beyeinem Gastmahl sollen gift beygebracht haben, welches jedochdurch geschwinde gegen-mittel gedampft worden. Er lebte hier-auf, als Probst zu Münster, noch viel jähre, wiewol in steterUnpäßlichkeit, und starb an. rzyc. zu Mayntz, wohin ihnder Hertzog von Bayern in einer sanfte aus einem bade hattebringen lassen. , bibl. 8.
Brilon, ein Chur-Cölnisch städtlein im Hertzogthum West-phalen am Ursprung des flusses Moen gelegen.
* Brimay, (Carolus ) Graf von Meghen, war aus einemansehenlichen und alten Gräflichen geschlechte in der provintzGeldern gebohren. An. 1559. ward er Statthalter von Züt-phen, und bald darauf zugleich von Geldern. An. i;66. machteer über iso. der vornehmsten von Adel in den Niederlan-den kund, welche heimlich wider die Königliche regierung con-spiriret. Gleich darauf hinterbrachte er auch der damalige»Gouvernantin, Margarethe» von Parma, wie daß gedachteconfpiranten über 1200. reuter in der Pfaltz (Strada setzetSachsen) geworben, und wurde er hernach nebst andern vonihr über diese fache zu rath gezogen, worauf sie ihn nach Ant-werpen voran schickte, um den aufruhr zu stillen. Als er da-selbst ankam, ward die gantze stadt seinetwegen aufrührisch,und befand die Gouvernantin vor nöthig, ihn wider zurückzu ruffen. Das jähr darauf muste er mit etlichen regimenternnach Hertzogenbusch, und von dar nach Utrecht gehen, um sel-bige städte unter dem gehorsam zu erhalten, woraus er auchdie zusammengeschworne Malcontenten von Amsterdam vertrie-ben, und bis in Vaterland verfolget. An. i;68. ward er Statt-halter in West: und irren diejenigen» welche da berichten, alswäre er im gedachten jähre in dem harten treffen des Grafenvon Aremberg mit Ludovico, Grafen von Nassau, geblieben,Massen er erst an. 1571. zu Leuwarden verstorben. äs
bello Lelgico. Niederländische Historie.
* Brinch, (Petr.) ein Däne, und des LoUegii Meäici zuCoppenhagen Inlxseior, schrieb Lkronologise L Ilittorise II. Io-leplü Lxamen <Lc. welches zu Coppenhagen an. 1701. in 4. her-aus gekommen, von Havercampen aber seiner edition des Jo-sephi neulichst beygefüget worden. Unschuldige Nachricht.1702. p. ioiz. Stolles hist.der gelahrt. 1 .6. ,4.
Brindisi, lat. Lrunäilium oder örunäustum, eine stadt inder Neapolitanischen provintz fterm äi Otranto, am Adriati-schen meer zwischen Otranto und Bari gelegen. Sie hatein Ertz - Bißthum, und einen der schönsten und sicher,sten Häfen in Italien, welcher von einem in das meer ge.baueten schloß, wie auch durch zwey schantzen beschützet wird.Vormals war sie eine colonie der Salentiner, und hernach derRömer, welche L.L. 487. OIvmp. LXXVIII. r. MM. ;7i?. L.O.267. Brindisi einnahmen. Allhier verfolgte L. L. 70;. M M.;y;;. M L.49. Cäsar den Pompejum, der sich an diesen ort re.tiriret hatte, um von dar in Griechenland überzuschiffen, wohiner seine meiste macht zu sammlen vorhatte. Cäsar, um solcheszu verhindern, unterstünde ausser dem Hafen einen dämm m daSallda sehr tiefe meer zu machen, und also seinen ftind mit allendessen schiffen und leuthen vest zu halten. Aber als man damitunsägliche mühe genommen, gierige Pompejus davon, ehe nochder Hafen gar zugeschlossen ward. Pacuvms ein alter Poetward hier gebohren; und Virgilius starb hleftlbstff L.. 7;;.M M. 196;. ä. e. 19. Nachgehends wurde Brindisi zum öf-ter« von den Barbarn eingenommen, 2. oder r. mal ruiniret,und wiederum aufgebauet. Jedoch haben sonderlich die einhei-mische kriege und viele factionen unter der burgeMafft, die oftzu vielem blutvergiessen, oder vmagung des schwächer» theilsausgeschlagen, die stadt sehr herunter gebracht. Auch ist derport zwar noch groß und sicher wie vormalen, aber nichtmehr vor grosse schlffe beguem; als welche Veränderung maneigentlich von der zeit herleiten will, da Joh. Antonius, Fürstvon Tarento, wider die Venetianer und Alphonsum König z»Neapoli, ausfnrcht, die femdliche flotten möchten allda ein-lauffen, und sich der stadt bemächtigen, ein grosses last-schiff mitKeine» angefüllt, gleich im eingang des Hafens versencket hat.
U 4 Nach-