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Nachdem hat man zu verschiedenen, malen diese Hindernis ge-sucht aus dem weg z» räumen; es hat aber noch bisher soweit nicht können gebracht werden, daß grosse schiffe, wievormalen, allda einkauffen können; daher auch die Brundu-sinische Handlung und schiffahrt seithero auf einem gar schlechtenfuß ist. Im übrigen ist die gegend daherum über die Massenfruchtbar, und tragt sonderlich eine ungemeine menge öl - bäu-me, die das beste öl geben. iVr«.
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Ke§. äi dlsx. *
* Brink, eine der ältesten und ansehnlichsten familien inWestphalen, fuhrt ihren ersten Ursprung von den ehemaligenGrafen, Banner - oder Freyherren von Holte, deren Reichs-Grafschafft im Stift Osnabrück unweit der stadt (in wel-cher sie eine eigene gaffe und thor gehabt, so von ihnen nochzum gedachtnis die Holtz - Pforte und straffe genennet wer-den ) und den Ravensbergischen grentzen gelegen gewesen, ih-nen aber wegen begangenen friedens - bruchs und vielfältigerstreifereyen von dem Bischoff Philipps und dem Grafen vonRavensberg an. 1144. grossen theils abgenommen worden.Diese Grafew zu Holte sind zwey brüder gewesen, Poppo undEngelbert Limann, welcher letztere, weil er an seines drudersÜbeln bezeigen allemal mißfallen getragen, einen kleinen theilder vätterlichen Grafschafft zu seinem unterhalt frey, erb-undeigenthümlich mit verschiedenen Privilegien erhalten, und einestunde von dem zerstörten schloß Holte auf einem Hügel, dasbis auf diesen tag vorhandene, und auf die nachkommen er-erbte stamm-haus Brink erbauet, und den nahmen darvon an-qenommen, auch daselbst bis an. nzo in ruhe und einsamkeitsein leben geführet, .und auf dem Hofe Brink in einer gewölb-ten capelle beygesetzt worden, da denn auf seinem grabmahldie worte: Lome8 Engelbert Limann im Holte, VocskusBrmk, noch deutlich zu sehen. Dieser Graf Limann, alsder erste stamm-vatter der jetzt-blühenden adelichen linie, wel-che nach und nach den Gräflichen titul fahren lassen, und sichallein von Brink geschrieben, hat verschiedene kinder hinter-lassen : Von denen ist Elika, eine Gräfin von Teklenburg, undder eine söhn Ditmar, Dom - L-uiwr zu Osnabrück gewesen,der andre söhn aber Leiffhard hat das geschlecht fortgepflantzt.Ohngefehr an. i zyo. hat sich von seinen nachkommen Friedrichvon Brink im kriege hervor gethan. Zu ansang des XVI. üs-culi hat Alberti von Brink söhn Stativs oder Eustack gelebt,dessen söhn Johannes, Drost in der Grafschafft Hoyn zu Stol-tzenau und Iewarden, durch seine gemahlin Annam, Jggen-yausens von Exkerd tochter, die güther des schlosses und am-tes Jggenhaufen in der Grafschafft Lippa erhalten, und an.i?yi. gestorben. Von seinen söhnen ist Georg jung verstor-ben ; Albert, Drost zu Bökeloh und Mesmeröde, und Die-trich, ein frommer, verständiger und gelehrter mann, beyHertzog Ernesto von Holstein - Schaumburg geheimer Rathund Statthalter gewesen, auch in verschiedenen Gesandtfchaff-ten, sonderlich an dem Dänischen Hof gebraucht worden. Al-bert hat mlt Osterheld, einer Fräulein von der Lippe, einigesöhne und töchter gezeuget, davon Mauritius, Dietrich undFranciscus im kriege umgekommen, und Simon einen söhn ge-zeuget , der im Heßischen Womme, Brietenbach, Weisen-Tietz,und Groffen-Burfchla an sich gebracht, und daselbst das Brin-kische geschlecht fortgepflantzt. Der Statthalter Dietrich aber,welcher nebst dein stamm - Hause Brink, in dem amt Jggen-haufen, auch die adelichen güther Brandenburg, Riehen,Bucheburg und Stadthagen im Schaumburgischen besessen,ist an. 162;. gestorben, und hat von Lucia Maria von Steding,zu Holtzhausen, 4. söhne gelassen, davon der jüngste Christo-phorus Eberhardus als Cammer - Jnncker Hertzogs Georg»Wilhelms von Braunschweig, an. 1644. und der zweyte Hil-mer Erich, als Dom-Herr zu Minden an. 1660. gestorben.Der älteste aber Johann Dietrich, Heßischer und Schaum-burgischer Rath, und Drost zu Schaumburg und Nodenberg,so an. 1661. gestorben, hat mit Catharina Hedwig von Oyn-hausen einen söhn und eine tochter gezeuget. Der söhn Otto,ein gelehrter und geschickter Herr, Lippischer Land-Rath undHof-Gerichts-Lälessor, hat nach seinem an. 1694. erfolgtenabsterben von Lucia Justin« von Donop 2. töchter verlassen,davon die ältere, Amalia Catharina Mauritia, an den Kö-niglich-Dänischen General-Lieutenant, und Gouverneur zuCoppenhagen Hans Christian von Schak, die andere aber,Theodor«, an den Chur - Braunschweigischen Cammer - Rathvon Gehlen vermählt gewesen. Die älteste tochter des Gene-rals von Schak, Anna Lucia, ist an. 1705. an den einzigenstammhalter und lehens - folger aller Brmkifchen güther, Ar-thmum von Brink, Drosten zu Schaumburg, vermählet wor-den , welcher ein enckel des obgemeldeten Statthalters Diete-re, und der einige söhn Eustachii, Hertzoglich - SächsischenCammer-Raths zu Weimar gewesen. Aus dieser ehe des Ar-thur« waren an. 171z. noch zwey söhne, Eustachius, Hans undStglsmundus Moritz am leben. Es ist von diesem geschlechtauch noch zu mercken, daß es bey und in der stadt Lemgow«ne eigene Lehn-Cammer verschiedener adelichen und bürgerli-§5-« ^ «wischen ihm entstehenden streitia-
bestehenden Lehn-Gericht
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Olnob. opusculJ. SpanAenbergs Adel-
spiegel, I. VII. <L X. Lipp. thron.
* Brink, (Henr.) ein Rechtsgelehrter und Canoniste zuUtrecht, schrieb contra LosLejsuisinum öL Lartellamlmuw,Amsterdam 1685. in 8. äs Ismxore laxlus llnticlrrilki L sjr>8signis, ibici.
Brinn, lat. Lruna, die vornehmste stadt in Mähren nachOlmütz an dem zusammenfluß der Schwache und Schwitava ge-legen, ist von mittelmäßiger grösse, aber sehr wohl gebauet,und volckreich, auch in etwas bevestiget. Ausserhalb derselbe»aufeinem berge lieget das schloß Spielberg, somit doppelte»graben und mauren wohl verwahrt ist, wohin der Kayser jezPweilen staats - gefangene zu schicken pflegte. An. 164;. und164;. belagerten die Schweden stadt und schloß, inusten aber,nachdem sie fast den gantzen sommer davor gelegen, unverrich-ter fachen abziehen, vor welchen tapfern widerstand sie der KavstrFerdinandus III. mit grossen Privilegien begäbet. An. 1641»ist der sitz des Königlichen Tribunals von Olmütz anhero verlegtworden, es ist auch allhier die residentz des Lands-Hauptmannsvon Mähren, und werden allhier die Land-täge, wie auch dasLand - Recht gehalten. Die kirche St. Petri ist von dem W-schösse Theodorico von Olmütz an. «296. zu einer Collegiat-kirche erhoben, und ein infulirter Probst nebst einem vesan"und Lollegio Lrmonicorum eingesetzt worden. Solisten sindauch noch verschiedene andere ansehnliche kirchen und klöstckallhier, wie auch zu Alt-Brinn, so gleich unter dem Spiel-berge lieget. Den nahmen soll die stadt von Brynnone ei-nem Könige der Mährer haben, der auch vor ihren er-bauer gehalten wird. Von ihr wird ein grosser strich landes >»Mahren, so zwischen Ungarn, Oesterreich und Böhmen, wieauch dem Znainer, Jglauer, Olmützer und Hradischer kreis ge-legen, der Brinner-Rreis genennet, und in den obern unduntern eingetheilet. Es ist ein schönes land, und gegen derUngarischen grentze auch fruchtbar an wein. Hertzog Hrzetis-laus von Böhmen, hat den Brinnischcn district seinem solMOttoni im II. Iseculo gegeben. Als die stadt Brinn sich an de»König Matthiam von Hnngarn ergeben, hat sie von dem Kö»Ein Bohmen George von Podiebrad an. 1467. viel erduldet. Da»schloß Spielberg aber ist dem König Georgio treu verbliebe»'in spesul. Uomv. lib. IV. 5 . ; 86.
Hohem. IVIms Morsvis. p. 6g. ökc.
sacra Illorsv. üiilor. Zellen, toxogr. Hohem.
* Brtnnitz, ein flnß in Schlesien, welcher im Rvsenbergi-
schen Weichbilde entspringet, und bey Schurgas, zwisiht»Brieg und Oppeln in die Oder fällt. - Le-erso«.
* Brmno, Lrinio, oder Lrenno, ein kühner und bt-hertzter Heerführer der Caninefaten, welcher aus einem vorneh-me» Hause gebohren war. Sein vatter hatte sich schon uEdes Kaysers Caji regierung durch seine feindseligkeit gegen V»Römer berühmt gemacht, daher sie zu seinem söhne auch tUvertrauen hatten, ihn nach ihrer gewohnheit auf einensetzten, und also zu ihrem Oberhaupte und Fürsten erncw»ten. Er fieng auch am ersten die fewdseligkeiten wider diemer an, zog die Friesen, so nur durch den Rheinstrom avs^sondert waren, an sich, und plünderte ein lager von 2. Lo»o"ribus, so in der nähe ihre winter-quarticre hatten.
hik. IV. !<;. vonBünaw, Neichs-Historie, wm. I. x- 7 "''Masco», geschichte der Teutschen, IV. 42.
* Brinton, (Thomas) von einigen Brito genannt,anfangs, wie Baleus meldet, ein Benedictiner-Mönch zuwich in Engelland, machte sich aber durch seine gelehrsamke» sbekannt, daß, als er nach Rom kam, ihn der Papst, vor ok'er öfters in Lateinischer spräche geprediget, zu feinem
tiLrio, und an. i;72. zum Bischoff von Rochester ernennte,ist Königs Richardi II. Beicht-vatter gewesen, an.den, und hat gedachte 8srmonss Hinterlassen,krTÜiI. Lngl. k. I. x. 577 - .
Brinvilliers, (Maria Magdalena, Marggräfin »o».nachdem ihr vatter Drei» ckAubray, I.ieuteii-mt.Llvilder»a^krsvots und Vicomtö von Paris, allen fleiß angewendet ( 'sseine anständige auferziehung zu geben, wozu ihr guter «am ^cher verstand ihn noch mehr aufgemuntert, verheurathete er :an. r6^». an den Marquis äs Brinvilliers , dessen vatter , ^ >
mens Gobelin, Präsident von der Lliamtzre äes somptss gsen war. Zum heuraths-guth bekam sie izoooo. psmw lv ^an baarem gelde, theils an jährlichen einkünften, erb» «
noch über dieses p^. '."..
gemahl gleichfalls z ooov.
«>s »n «ayrucyen c«nr«msicn, jyr>. pf. von ihrer groß-mutter. Weil >">» 'si,
.pfundjährlich einzunehmen hat»
versprach man sich eine desto glücklichere ehe. Alle»' UHoffnung schlug fehl, und zwar theils wegen der verschwend"'^worzu beyde neu - vermählte geneigt waren, noch mehr avdurch Veranlassung Johannis Baptist« äs Godin , Her''" ASamte-Cro«x. Dieser war eines vornehmen Herr» "'U»cher söhn, und bekam bey dem rcgim'ent von TraftRlttmelster - stelle. Als nachgehends der Marquis äs
ner »cy dergestalt oey «ym zu uiynuiren, oug er ^kommene gemalt über sein gemüth erlangte. Dieses gaU,legenheil zu einer genauen bekanntschafft mit der Marsi"" «st-und zwar mit so nachtheiligen umständen vor die ehre und