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(Art der letztem, daß deren vatter, sonderlich auf anregenmner söhne, heimlich einen Königlichen befehl ausbrachte,vermöge dessen Sainte-Croix in der Marquisin carosse angehal-iM.c in die Bastille gesetzt wurde, woraus er erst nach ver-eines jahrs wieder los kam. In währender solcher gefan-L"'wafft hatte er mit einem Italiäner, nahmens Erili, dera Mitgefangener gewesen, eine vertrauliche freundschafft auf-niii^et, und von demselben allerhand gift zubereiten gelernet,^ oem Vorsatz, sich dessen zu seiner mache und zu beförderungmnes niteresse zu bedienen. Ehe er aber dtßfalls etwas bewerck->,^,Me, »erneuerte er seine fainiliarität mit der Marquisin,a-n ön ihrer unordentlichen Haushaltung ein grosses beytra-j-," ( und überredete sie unter andern, daß sie eine separationVermögens von den güthern ihres gemahls suchte. Im-f'Wlst geschahe es, daß sie mit ihrem vatter an. 1666. eineuach seinem land-guth Offemon that, und derselbe allda!»>!! ^uer nicht weniger nachdencklichen, als plötzlichen kranck-' ..vvfallen ward, auch daran bald darauf starb. Ihrebruder, von welchen der älteste, nahmens Antonius ä'Äu-^ray, Ritter, Graf von Offemont, Herr von Visiers und an-krn orten, Königlicher Rath, Dlaitre äe8 Hegusre8 oräiuaireKllt-i, und Civil-Lieucenant von Paris, der andre aberv von dem Parisifchen Parlement war, fuhren fort, ihre ge-ej,, schafft mit dem Sainte-Croix zu tadeln. Dieser aber fand"EI, Iohannem Amelin, genannt 1a Chaussee, als La-is-7^ letztem dienstc zu dringen, und durch denselben an.wen (^ol dem einen, als dem andern, mit einem langsa-unk t das leben zu nehmen; inmassen der älteste den 17. jun.wol Übrigste wenig monate hernach mit tobe abgtenqen. Wie-eia«-!^ anzeigungen einer Vergiftung an ihren corpern er-aroi« ^ ' fv waren doch selbige nicht gewiß, und am wenigsten§^Mnte man auf die rechte Urheber, bis im jul. an. 1672.Umnte-Croir von den schädlichen dünsten, so er bey zurichtunggiftigen Wasser und Pulver in sich gezogen, eines jahiin-lIMes man nun dessen gerichtlich versiegelte ver-
ch'i>sschafft eröfnete, traf man darinnen zwey dinge an, wel-«le tk Wurquisin von Brinvtlliers in den verdacht brachten, daßansk"sausmache, theils aus unzüchtiger liebe, theils aberaen Muung einer ansehnlichen erbfchafft, an ihrer angehori-ch, Mmung theil gehabt. Das erste waren ?4. sehr verrmuli-ab°?,7M, so sie an den Sainte-Croix geschrieben, das andere
aus allerhand arten ^n gift angefülltes kastgen, wor-
sach- ^letzte besitzet geschrieben hatte, daß man es ihr als einevd^ ihr einig und allein zustünde, unerosnet zustellen,vbaek^achtiget verbrennen sollte. Fast zu gleicher zeit wardgemgWter la Chaussee, welcher sich auf andere art verdächtigWerüL>§. verhasst genommen, und endlich nach qenugsa-167. ^vfuhrung der erwehnten verbrechen, den 24. mertz an.sei,^rädert und lebendig auf das md gelegt. Vor diesemc>„Zs" unglücklichen ende gravirte er nicht wenig durch seineten iU Marquisin von Brinvtlliers, welche aber beyzei-vvn U wit der flucht rettete, erstlich zwar nach Engelland,sey , "s nach Tentschland und endlich nach Lüttich. Von die-sth>v°L?vn ort (nachdem sie schon in ihrer abwesenheit zu demehe /vcverdammtworden) ließ sie der König von Fmnckreich,oder dessen versähe, abholen, und in die conciergerie
hatte stock-haus zu Paris setzen. Unter ihren fachen
beichtezugleich einen aufsatz einer sogenannten allgemeine»rj» h ^ gefunden, worinnen sie sich nicht nur als eine ursäche-E>änd>^, "geführten todes-fälle, sondern auch vieler andernsie jy x'Aen Missethaten schuldig erklärte, zum ercmpel, daßder d-k w ^ iahr ihres alters sich von ihrem fünf-jahrigen bru-abgetrj^^wen lassen, daß sie sich etliche mal ihre leibes-ftuchtfvhle„ baß sie ein land-guth mit feuer anzustecken be-Ul,d d»^ w. Wiewol sie nun anfänglich alles läugnetebrqch^Z den Advocaten Nivelle ihre defensiv« führen ließ , soihres ihre Haupt-anklägerin, Maria Theresia Mangot,
West, y"^rs Antonii ä'Aubray hinterlassene wittwe, endlich sowissprnHv veni6. jul. an. 1676. von dem Parlement folgendersc>w üdeve.-.^vhahe: sie sollte, als eine person, welche gnug-gist h,n^?"' daß sie ihren vatter und ihre zwey brüder mit^beresin ^lsen, auch auf gleiche art ihrer fchwester,kllwqen^ ^""My, nach dem leben gestanden , nachvorherge-auf ^deutlichen und aufferordentlichen tortur, erstlichblvssxy flss ^eiffe nach der kirche äs X. Dame, um allda mitder ht>«y'l"i' und mit einer zweypfündigen brennenden kertze invittey I,' GOtt, den König und die Iustitz um Vergebung zudastlbg °vu dannen aber nach dem platz, 1a 6rsve gebracht,auch enk,Ä ^inem schavot geköpft, und hernach verbrannt,Urtheil ihre asche in die luft gestreuet werden; welcheswelcher^,»" ?""Ech an ihr vollstreckte. Von ihrem gemahl,rwey vdpA^em verbrechen gantz unschuldig gewesen, hat sie^rhinbevk^! k'nder hinterlassen. Weil ihre ereculion nichtwcceßiona ' daß nicht um dieselbe zeit auch von andern dasi"Paris 7 k"wer (welchen nahmen man dem gift beylegte)Xlv g» gebraucht worden wäre, so ließ der König Lndovicuseine absonderliche Gerichts-Cammer, die manKoffer nennete, anordnen, und durch dieselbe mit
^ fssiE wider die vergifler verfahren. ä» iv»c-,
va/er a»' - c?rar», rar/»» äe, er».
^ ^rrer ss« s>ar/e»re»r corr/re
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* Brisn, eine insul aufdem mitternächtigen theil von Ame-rica , indem meer-busen von Canada, welche eine meile in derlänge, und drey im umkreis hat. Die Franzosen entdecktensie an. i;;4- Das erdreich ist sehr gut, und bringet allerleyfrüchten und gewächs hervor. Sie liegt unter dem ;4. grad,;o. Minuten Isrir. sexr. Or?/. ^«^/»r,.
* Brtones , ein Spanischer flecken in Alt-Castilien, liegtan den grentzen von Biscaja, an dem Ebro, zwischen Mirandaäs Ebro und Logrono. LrL
Brioni, lat. kullaris: Insuloe , sind drey auf dem Adriati«schen meer an der west-seiten von Jstrien der stadt Pola über ge-legene insuln, und gehören den Venetianern zu, die gröste da-von wud Brioni, die andern beyden aber St. Girolamo undCosedo genennet.
* Briord, ein schloß in Franckreich, welches in der provmtzBugey auf einem ftlsen gebauet ist, und zwar nahe bey derRhone, zwischen Belley und Lyon. Man glaubt, dieses seyder ort, da Carolus Lalvu« den 29. sepr. 877. gestorben.
Brisude, lat. Lrivas, Lnvatum und Vicus Lristensis,eme stadt IN Auvergne, unterhalb Jssoire an der Allier, in einerfruchtbaren gegend gelegen. Unter den kirchen ist die beySt. Julian die vornehmste, welche ein Capitul von 2;. Lano-nicib hat, die sich Grafen von Brioude nennen., Hugo Bischoffvon Die, hernach Ertz-Bischoff zu Lyon und Päpstlicher Legat,versammiete an. 1092. allhier ein Loncilimn. Ohngefehr einehalbe meile von dieser stadt liegt der flecken Brioude la Vieills,auch an der Allier, welche daselbst durch eine brücke gehet, dieaus so einem hohen und weiten fchwibbogen bestehet, daß manglaubet, es sey dergleichen in Europa nicht mehr zu finden.6^07. lib. II. IV. feg. K«lo». in carin.
spick, /«/ie/, ckick. ä'ckuverZ. stick, cle koit. b'ar-a-
r°o». Ac.
Brtqueras, lat. kriguerascum , ein ansehnlicher flecken inPiemont, 4. oder 5. Französische messen von Pignerol mit einemguten schloß. Der Herr von Lesdignieres, nachmaliger Con-netable von Franckreich, eroberte ihn ums jähr c 592. und ließihn sehr wohl fortificiren; endlich eroberte ihn Carolus Ema,nuel, Hertzog von Savvyen an. l?y4. den 24. oetob. wieder.Dieser ort lst auch an. 1629. zo.und ;r. in den Piemontische»kriegen bekannt worden.
* Briquet, (Magdalena) eine tochter Stephani Briquet,Gcneral-Advocaten bey dem Parlement zu Paris, und MariaBignon, zöge das kloster-leben allen Vortheilen, welche sie alseinige erbin ihrer eitern gemessen konnte, vor, und legte ihr ge-lübd in dem kloster korr-üo^al cle L>iamp8 ab an. 16Ü0. Siewar schon in dem dritten jähr ihres alters dahin gekommen,um allda eine gute auferziehung zu empfangen. Sie hatte ei-,neu satten verstand, und führete eine so reine als bündige schreib-art. Sie hat eine an dem einten ihrer knien geschehene Heilungvon einem drey jähr lang angehaltenen fleifch-gewächs weitläuf-tig beschrieben, weil sie solche als ein wnnderwerck angesehenhat. Man hat auch von ihrer Hand eine beschreibung verschie-dener Unterredungen, so Är. Chamillard ein Dr. der Sorbonnemit einigen kloster-frauen von kort-Koyal gehalten hat; wie auchetliche briefe und eine umständliche Nachricht von ihrer an. 1664.ausgestandenen gefangenschafft. Nach dem tod des Herrn äsSaci sammlrte sie dessen briefe, schrieb solche ins reine, setztederen innhalt vornen an, tilgete die nahmen der darinn nahm-hafft gemachten Personen aus, und erhielte die darzu nöthigedewilligungen. Man hatte den druck dieser briefen allbereit an-gefangen, als sie den ;o. nov. 1689. in ihrem 47. jähre dieseszeitliche gesegnete, ss« krelace äs« Innres äs
Mr. 1e Naitrs ss» >' ?/e^o/»Z. ss»
* Briqueuille, ein altes adeliches geschlecht in der Nor-mandie. Almfredus, Herr von Briqueuille und Laune, lebtezu ansang des XII. keculi. Franciscus von Briqueuille, Baronvon ColombiereS, that sich im kriege unter Francifco I. undHenrico II. denn ferner in den unruhen hervor, welche der reli-gion wegen unter Carvlo IX. erregt wurden, da er durch zu-reden 1 seiner verwandtin Eleonora von Roye, Printzeßin vonConde, auf ihres gemahls feite gebracht ward , auch bey denReformirten sich durch seine tapferkeit und beständigkeit grossesansehen erwarb, und endlich an. 1,74. in der belagerung vorSt. Lo, welche stadt er wider die Königl. völcker beschützte,ums leben kam. Sein ältester söhn , Paulus, war anfangsauch von der Reformirten partey, verließ aber solche HenricoIII. zu gefallen. Dessen enckel , Cyrus Antomus , Marquisvon Colombieres , starb an. 1706. und verließ eine einzige toch-ter Annain Henriettam, welche dre guther dieser linie geerbt,und an. 1727. noch unvermahlt gewejen. Der jüngste söhnFrancisci, Gabriel, Herr von LMzerne und Amanville, Ritterder Königlichen orden , Cammer-Herr und Mräcluss äscamp, war unter Henrici IV. und Ludovicl XIII. xegiment, so-
wol wegen seines muths als seiner staats-erfahrenheit, sehe
hoch geachtet. Sem Franciscus, Marquis von 1a Lu-zerne, Narsonal äs aa^pjtarb an. 1727. im decembund verließ Franciselim Aissomum, Gabrielem einen MalMe-ser-Ritttr, Martrnum, Philippmn und chchte D sesFranclftl bruder, Henricus, war an. 1720 BiWaff r« La-hors. In eben diesem jähr war auch X. von Briqueuille, Graf