Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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y".d nicht lange darnach Ertz-Bischoffzu Oristagm, und endlich

in Sardinien. Erasmus nennet ihn in einer seiner epi-neln IInum L I-umin3ribu8 LLLlsÜL. Er starb an. 1519.Vktne schriften sind: Lsckurii 8eMsntisrum Lombsräi; äs. Ili pHlmos kosnitsntislss; äs OrLrions »älläu-i;^Ltiones XI. sä Llsrum, äs Morte inevitsbili; äs Lsulsrum

, vc>LÄti8; 8srmones äs tsmpore L äs 8anÄis ; LollLtionss; Imaxo koenitentise; äs Vitis Läulatorum; Lä-v/^b pecLLts; tzuaärLAefiMLlis; äs 8enlibus liumams; äs^"Emiainllsum; Läverfus Öerifores bonorum; äs Lä-i>w ^ ^nriiii in c!lrnsm; Lamm. in8sript. fssram; Impsäi-^eäxissentiL; Lpiüolgs sä ärverlos; äs Irsclions vro-

s.j. Sristanus, (Hieran.) ein IVleäl'cus ausSalo im Bre-b-„Men, hat sich durch folgende schriften berühmt gemacht;M "?ntilch Xovs Asärcina, Lyon i;8y. Venedig 1591. in 4., ^Noäuz 8ciemiarum, und fbilofoybiL totius 8^nopiis, ib.

' Lb^lioloZia, ib. 1596. in 4. UNd Lrereologis, Trident

>»;. Und 1585. in 8-

Ir^kistch, eine kleine stadt im Chur-Cölnischen oberhalbhörj" ""'^in gelegen, und in das Hertzoglhum Jülich ge-

s^kisigheUa, ein kleines wohlerb autes städtlein in der land-Romagna, im Kirchen-Staat am fluß Amona, allwo einbiem v'öen-handel getrieben wird. In dem umliegenden ge-cli Linons genannt, sind 48. dörfer, deren wieAn« ^ stadt einwohner auf 18000. steten geschätzt werden,in d-» >^r eiferfucht gegen die benachbarte stadt Jmola wirdltsi ^auä-eanis eine lustige Historie erzehlet. toxogr.

i.z^vismann, oder Briesmann, (Johann) war an.den letzten dec. zu Cotbus in der Nieder-Laußnitz gebohren,sich Brysmann, und gieng im 19. jähre seines altcrs aufJak "' gestiftete Academie nach Wittenberg, wo er sich mity,.Avon Staupitz dem erstern krotessore derselben bekanntder ? vr. Luther kam darauf auch hin, Brismann aber,

fl>„ "r Francistaner-ordtn war, wurde <111.1520. nachFranck-lakv > oer Oder abgeschickt. Von hier gieng er das dritteLr «Maus wieder nach Wittenberg, und als Dr. Luther mitin den, ^ Leipzig disputirte, zog er auch dahin, und ließ sichi;ri ^"samen sahen der Christlichen religion bestätigen. An., arde er LaLLgl-mrens, an. 1522. zu Wittenberg (nichtKönigsberg, wie Freher sagt) Dost. Ideologie. Eres in seinem vatterlande Luthers lehre fortpflantzen ;

ittenk ^en sich aber die brüder, und Brismann suchte in^"verg schnH. Da nun Jacob Schwedertch von Jbigan

Wjy^setzten sich aber die brüder,aufN^rg schütz. Da nun Jacob ,öffennÄ^um, Brismannum, und die ihnen zugethan waren,Korn.» »on der cantzel loszog, gab Brismann seine verant«lisch-,,"A.'n 8. blättern in 4. heraus, die noch auf der Altstäd-Niqn), "Elwtheck anzutreffen ist. Nachgehends schrieb Bris-ivider Luthers ansuchen eine schütz - schrift vor Lnkhern»uya ,^?vgern. An. 1,2z. gab er zu Cotbus eine vermah-herai,-""^ unterricht an die Christliche gemeine zu Cotbus in 4'Cr vr^i >vard in eben diesem jähre nach Preussen beruffen.Älliq«Mb nach seiner ankunft in Königsberg im Dom, alleinlauf ihm stets zuwider, und hinderte dadurch den

»ach ^rination nicht wenig. Brismann muste an. 1 527.^renik, - i>, kam aber wegen der Wiedertäufer, fo sich invern /'"geschlichen, zurück, und theilete darauf nebst un-gleich «"^,gantze land in gewisse Parochien, blieb auch, ob erdernff/n ARiga, Rostock und Lübeck zum SuperintendentenKneiM'nc "»d' in Königsberg, da er nachmals Pfarrer im!?»we „ ""d Präsident des Samländischen Bischoffthumsder Ac„8 - i^ie wieder - aufrichtung des Lrckipceäclgogii undNachd "»^""^' deren kro-Lanseilarms er ward, besorgest:biblig.^s / Einige schriften, worvon 6. auf der Altstadtischendlvden s^ »^midlich, unter andern auch tröst-spräche vor die»v» a„Mwacheri gewissen, Mittend, i;2;. in 8. ein SermonUgebei, .. des glaudens und der Hoffnung, 1524. heraus^aniera,!ii"Ä ""i Grapheo streit geführet hatte, auch Joh.vct. ^'chwieger-sohn worden , starb er an. 1549. den 1.»bißia wird vor Sabini arbeit gehalten. Wie

Achsel, "'^Luthers, Melanchthone undSperato briefe qe-isttes ^,Echellec aus Vogleri Lrismsnniams. Bavers erläu-, St. XVII. n. 1;. XXVII. n. ;.

1 "ächa fsript. rer. 6srm. tom. II. p. 624. Hart«

»st- Lvtä 'i""d Neu-Preussen, II.;. §.7. 8 . Geckendorffswürdiaf » /-e»rc-z,» LuLtlÄ lirter. Grossers Lausitz, merck-

"c>n is' ^liienthals aÄL LorEss, ?. IV. n. 2. Sammlung* A und n. Teft. 1727. p. 888. stg.

stus Lut^!!!"nn' "der Bryschmann, Bürschmann, (Ju-Mek ss,»uus) aus Voigtland gebürtig , warkbilofoKia: Aa-»«i-g.' ^»rd an. 1550.-der i;;i. ftseior der schule zu Naum-oder 1582. berief man ihn nach Jena zumM. 1 iiiLLL LmZuoe. Er starb den 19. aug. an. 1585.

dllka gab er Lormam vifciplinse 8LkoIllülLL zu Naum-

"> 4. wj^"d, allwo das buch verbessert und vermehret an. 1656.

gedruckt wurde. Wie man muthmaffet, soll dieser^udov^/Nheit zu dem morst Gchulfuchs gegeben haben,^rokell 1/ 'chol-hlstorie, III. p. 170. V. p. 149. virss

d. 2i<- iV- r>. 59. 0/e«7. fvntaZm. rer. IlmrinZ. k. I.

Xaumburg. Ütterst. H. 29.

Brissaf, eine kleine stadt am ffnß Aubance in Union, führtden titul eines Hertzogthums und Paine, welcher zuerst Carolaäs Cosse II. Marschall von Franckreich gegeben worden. Sieliegt in einem guten lande nicht weit von Pont äs Le, unter-halb Saumur, hat ein gutes schloß, einen grossen thier-gartenund einen see, der eine Französische meilwegs lang. ist. DasHaus von Brissac, welches davon seinen nahmen hat, ist be-rühmt. *

Brissac, ( Hertzoge von) siehe Cosss.

Brtßgarv, oder Breißgaw, lat. Lristzovla, eine frucht-bare landschafft in dem Schwäbischen kreise, welche gegen We-sten durch den Rhein von Elsaß abgesondert wird, gegen nor-den aber die Ortenau, gegen osten das Fürstendcrgische ge-biethe nn Schwartzwalde, und gegen süden die walr-städtc zugrentzen hat. Sie ist 10. weilen lang, und 2. breit, und ge-hört dem Hanse Oesterreich, ausgenommen etliche örter, wel-che dem Marggraftn von Baden zustehen. Die Haupt-stadtdarinnen ist Brssach , hernach Frevburg, Nenburg, Heiders-henn, so dem Maltheser-orden zuständig, rc. wiewol Freyburawegen seines mchthums, der Regierung der Vorder-Oesterm-chifchen landen sowol als des Ritter-stands, we!cl,e allda ihrensitz haben, nicht minder auch wegen der Universität, so schonvon Ferdinands I. angelegt worden, samt noch andern Vor-theilen Brisach vorzuziehen ist. Vor alters gehörte es den Hcr-tzogen von Zahringen, und nachgehends sollen die Grafen vonFürstenberg Herren davon gewesen seyn. An. 1567. verkauftees Hugo an die Hertzoge von Oesterreich, welche es auch bestän-dig besessen, bis sie im dreißigjährigen kriege, und hernach wie-der in dem krieg, sonach an. ,672. entstanden, die Franzosendarinnen gestöret, jedoch ist das land zwar in den jeweiligenfriedens - schlössen, die haupt-vestung Brisach selbst aber am1697. indem Ryßwickischen, und an. 1714. in dem Badeni-schen frieden dem Durchleuchtigsten Ertz-Hause wieder überlas-sen worden. * , ,

* Brisson, eines der ältesten, edelsten gefchlechter in Franck-reich, zu Fontaine-Is-Comte in Poitou, allwo sie fast die an-sehnlichsten chargen erblich gehabt. Johannes Brisson war im15. jahrhundert daselbst Seneschall. Der eine söhn gleiches nah-mens war Königlicher Advocat: Des andern Nicolat söhn, warFranciscus, des dasigen Königlichen Gerichts Beysitzer. Erzeugte mit Maria Foücher zwey söhne, Barnabam und Pe-trum, von denen in zwey besondern artickuln gehandelt wird.<?o»»-aär pr-ek. sä Lrillon. äs form. p. 8- Vermuthlich stammendie heutigen Marquisen äs St. Brisson daher, darvon einerden 27. octob. 1752. mit Mademoiselle äs Berthelot sich ver-mählet hat.

Brisson, oder Brissonius,' (Barnabas) ein berühmterRechtsqelehrter und Präsident im Parlement zu Paris, wargebürtig von Fontaine - Is-Comte in Poitou, woselbst sein vatterFranciscus Brisson Vice-Land-Richter war. Der König Hen-rtcus III. machte ihn zu seinem General-Advocaten, nachmalszum Staats-Rath, und endlich zum Präsident ä Amtier imParlement zu Paris an. 1580. Er bediente sich auch seiner inunterschiedenen wichtigen Verrichtungen, und schickte ihn in-sonderheit als einen Gesandten nach Enqelland. Nach seinerWiederkunft muste er auf beseht des Königs, sowol dessen alsauch seiner vorfahren Verordnungen zusammen tragen, welcheser in dem sogenannten Loäe Henri in weniger zeit init sonder-barer geschicklichkeit verrichtete. Als an. 1589- die Ligisten daswohlgesinnte Parlement in arrest nahmen, war Brissonius ent-weder denselben tag gar nicht zu Rathe gekommen, oderward doch bald hernach wieder erlassen, da er denn nachge-hends bey dem Ligistlschen Parlemente zu Paris die stelle desOber - Präsidenten verwaltete, und ward er hierdurch ver-dächtig , als ob er aus Hochmuth bemeldtes unternehmen gegendie übrigen Parlements-Herren entweder anstiften helffen, oderwenigstens wissenschafft darum gehabt. Jedoch protestirte erheimlich vor Xomrio und zeugen, daß alles, was er in die-sen umständen thue, gezwungen wäre, inmassett er aus Parisnicht entrinnen können, und durch solch nachgeben sein lebenretten müssen. Als er aber in verwaitung dieses amts sichnicht allerdings nach der Spanischen partey und dem willender eifrigsten Ligisten richtete, und immer zu friedlichen an-fchlägcn geneigt war, erbitterte er die sogenannten Sechzey«ner dergestalt wider sich, daß sie nach vorher gehaltenen blut-rathe sich den 15. nov. an. 1591. seiner Person bemächtigten, alser eben in die Versammlung des Parlements gehen wollte, daer dann in ein finsteres lock) des Chatelets gestoßen, und zumschein befragt, auch, obwol er sich gründlich verantwortete,alsbald das wdes-urtheil wider ihn ausgesprochen wurde, nachwelchem er ohne einigen Verzug, ob er gleich bat, ihn nur solange im gefängnis auf seine kosten leben zu lassen, bis er seinbuch äs kormulis völlig ausgearbeitet, an einen balcken desorts, darein man ihn ^sanglich gebracht hatte, aufgehangenward. Er war em gelehrter und beredter mann, ward auchdeswegen von Hennco Ilf io hoch gehalten, daß er zu sagen

pflegte; es konnte sich kem Potentat m der Welt rühmen, xm^n

so gelehrten mann zu besitzen, wie Brissonius. In seinen äm->tern bezeugte er vielen muth, wie er denn in den Ligistischen rei-ten den Päpstlichen Legaten, der rm Parlement des Königs platze"'"LnienwoM,bey der Hand wegführte, und ihm eine vielnie-drigere stelle anwies. Man gab jhm schuld, daß er das geld

allzu