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Zweyter Theil. Bi - C.
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allzusehr liebe, und die letzten jähre seines lebens machten ihneines unrechtmäßigen ehrgeitzes verdächtig; wiewol dieses da-bey immer sein absehen gewesen, wann er das volck durch seinewohlredenheit gewonnen, und nun gantzlich an sich gehängt ha-ben würde, solches zu bewegen, daß es wiederum dem Konigden vorigen gehorsam leisten möchte: auf welche weise er dannauch seine Präsidenten-stelle mit des Königs größter gunst zu er-halten vermeynte. Allein, wie man schon siehet, schlüge die-ses dem guten mann auf eine klägliche weise fehl; welcher sichnoch dabey gar sehr scheinet betrogen zu haben, daß er sich ein-gebildet , weil er bis dahin mit seinen wohlgesetzten und ge-gründeten reden im Parlement, da es aber lediglich umrechtliche Processe zu thun war, und die Richter grösten theilskeine andere paßion hatten, als nach der erkannten billichkeitin einer jeden fache zu sprechen, immer durchgedrungen; würdees ihm nun auch bey dem gantzen Parisischen volck eben alsogerathen, als welches gleichwol allbereit zu der heftigstenraserey gebracht war, und keine ohren mehr halte, als für das,so es gern hörete, und endlich noch durch viele hundert li-stige , boshaffte, und eigensinnige köpfe, welche alle schlechterdingen in dem trüben sischen wollten, angehetzt wurde. Die-ser mann hat viel gelehrte schriften hinterlassen, als: äe kor-inulib A lolennibM populi IIomLNl vsrbis; äs 8i§!2i6e3tioneverborum, gUT uä,fu8 xertinem; 8e1eät3S ex ßure Liv. ftnti-guirstes; äe ftitu nuxtiarum L siure evnnubiorum; äe ftezioksrLruin krincipatu; aä 1. sulia-n äs Läulteriis; äe 8olutio-rribus <L 1ibermionibu5 lib. III. ksrerxa. Ikria«. biü. lib. Lll.

in eloZ. 6sII. bist. äs krLN.ee. 6«,/.

in äist. äs Lsrnaba LriL ä« äe

///. in vit. clarilk. ZLtor. xLg. 299. leg. krel-er. in

tkeLtr. PLg. 926. *

Brtsson, (Petrus) Herr äu Palais, ein bruder des jetzt-gedachten Barnabä Brissonii, war Seneschall zu Fontaine - le-Comte. Er hat einige schriften verfertiget, insonderheit einevon «nterrichtung eines Fürsten, welche er an. 2; 82. herausgegeben. LVor» ä« -I/Ee, bibl. kräng. L/a»cha^ä, bist. äes

Irestä. öcc.

Bristol, (Petrus) ein geschickter iVleäiE, war ein söhneines ansehnlichen Advocaten, gebohren zu Fontaine - le-Comte.in Poitou an. 1478. Ums jähr 1495. wurde er nach Parisgeschickt, allwo er die Philosophie unter dem Vtüemor, ememder gelehrtesten lstokestornm seiner zeit studirte, welcher ihmauch den rath gab, sich auf die Medicin zu legen. Nachdemer daselbst 4. iahr seine üuäia getrieben, sieng er an. r;or.selbst an die Philosophie zu lehren, und nachdem er bey 20. jährhierinnen fortgefahren, legte er sich auf die Medicin, undwurde an. 2524. voistor. Er stellte eine genaue vergleichungan zwischen der damaligen art zu curiren, und der lehre Hip-pocratis und Galeni, da er denn befand, daß durch die Araberviel in der Medicin eingeführt worden, so der gesunden Ver-nunft und erfahrung entgegen; daher war er darauf bedacht,wie man durch Wiedereinführung der Methode Hippocratis undGaleni die Medicin verbessern könnte. Er nahm sich dero-halben vor, anstatt den Avicennam, Rhasin, Mesue und der-gleichen zu erklären, wie bisher war gebräuchlich gewesen,über die bücher des Galeni öffentlich zu lesen. Er ließ auch

desselben Opus Z-rf-tn-r/«? auf eigene kosten wieder auffegen, underplicirte es. Ferner erklärte er Galeni buch äe strte Meäica,und Johannis Mesue werck; jedoch konnte er in diesem letztemnicht nach wünsch fortkommen, entweder weil der autkor sehrobscur war, oder weil er selbst die Botanic nicht verstünde;derohalben er sich entschloß eine reise zu thun, damit er die er-känntnis der pffantzen und andere nöthige wissenschafften sich zu-wege bringen möchte. Allein ehe er noch aus der stadt Pariskam, erwies er, daß es unrecht Ware, daß man bey dem sei-ten-stechen nicht auf derselben feite, da der schmertz sich be-fände, zur «der lassen sollte, worüber heftig gestritten wurde.Hierauf trieb ihn seine begierde zu reisen, daß er endlich an.i;i8. nach Portugall gieng, da er in der stadt Evora practi-cirte. Seine neue art aber vom überlasten bey dem seiten-stechenwollte nicht allen anstehen, so gar daß auch sein gegentheil denweltlichen arm anrüste, um diese neue cur des feiten-stechenszu verhindern, und obschon selbst die medicinische Facultät zuSalamanca für Bristet, spräche, und seine art der lehre Hippo-cratis und Galeni gemäß erklärte; so hat doch wenig gefehlet,daß nicht Carolus V. dieselbe verboten. Aber der tob Carldes dritten Hertzogs von Savoyen, welcher eben zu der zeit beyder Arabischen stich-cur verstorben, brachte den proceß ins ste-cken. Sonsten hatte Brissot seine neue art, diese kranckheit zuheilen, bey solchem anlas in einer gelehrten apologie gerechtfer-tiget, welche er zur antwort auf einen langen und verdrießlichenbrief, den ein Neäieus bey dem Komge rn Portugall, nah-mens Dionysins, an ihn abgehen lassen, geschrieben. Erwürde sie auch haben drucken lassen, wenn nicht sein an.i;r2. erfolgter tob solches verhindert hatte. Jedoch hatdieselbe sein guter freund Antonius Luceus jähr hernach zuParis heraus gegeben, und an. 1529. ist sie zu Basel wiederaufgelegt worden. Renatus Moreau hat sie an. 1622. zuParis aufs neue edwet, und den tractat des Brissot äe M5-.stone ÄnZuinis in nleuritiäe, wie auch desselben leben hin-zu gcfüget. Es hat Brissot noch mehr schriften verfertiget, wel-che verlohren gegangen. Ke». m vit. Lrillbr. *

Bristol, ober Briftow, eine grosse wohlgebaute stadt inEngelland, an dem fluß Avon, welcher daselbst die Frvme insich nimmt. Sie wird zu 2. provintzen Sommerset und M-. ehester gerechnet, und liegt zwischen den bergen. Der ab - undzufluß des meeres macht, daß ziemlich grosse schiffe daselbst an-länden können, und machen die beyden flüsse daselbst gleichsam2. Hafen, den kleinern macht der fluß Avon, den grossem aberdie Frvme, welche sich mit dem fluß Avon vereiniget, nachdemderselbe durch die stadt paßiret, die dadurch gleichsam eine halb-insul wird. Das Bißthum daselbst, welches nach Canterburygehört, ist an. 1542. von Henrico VIII. m dem ?4-jähr sei-ner regierung gestiftet, und zwar aus einem kloster, so be-reits an. 1148- in dieser stadt war aufgerichtet worden. Dererste Bischofs war Paul Busch, der an. 1542. eingeweyhet,nachgehends aber, weil er sich zu der Protestirenden religionbekannte, an. 1;;;. unter der regierung der Königin Mariaweggejaget wurde. Einige geben vor, daß er dennoch in derCatholischen religion an. iz;8. oder 59. gestorben sey.

L LVimLä. in äelcr. ftngl. <?oä"wr». äs kpile. änAl.

äelcr. ftngl. Lc. f Die Bischöffe zu Bristol sind der ordmingnach folgende:

i;42. Paulus Bushe: unter Königin Maria resignirte erfreywillig, und starb an. i;;8. seines alters 68. jähr-i;;4- Johannes Holymann, 8. 1b. ?. starb auch an. r??8-i;62. Richard Cheyney, zuvor Bischoff von Glocester, starban. i?78.

i;8i. Johannes Bulliugham, 8. 1K. ?.

1589. Richard Fletcher, 8.1K.?. transferirtan. ^5y;.nacyWorcester , nach einer 20. jährigen vacantz folgte .160;. Johannes Thornborough, zuvor Bischoffvon Limerckin Jrrland.

1616. Nicolaus Felton, 8.1k. ?. versetzet hernach auf Elv-1618. Rolandus Searchfield, 8.1k. ?. starb an. 1622. ^1622. Robert Wright, 8.1K. ?. hernach Bischoff von LEfield und Cor.

iS;2. Georg Coke, 8.1b. ?. hernach Bischoff zu Hereford-i6;6. Robert Skinner, 8.1t>.?. hernach zu Oxford.

1641. Thomas Westfield, 8.1b. ?. starb an. 1644. „

1644. Thomas Howell, 8.1b.?. starb an. 1646. und folgtedie vacantz.

2660. Gilbert Jronside, 8.1b.?. starb an. 1671.

2671. Guido Carleton , 8.1b. ?. versetzet nach Chichester-2678. Wilhelmus Gulston, 8.1b. ?. starb an. 2684.

2684. Johannes Lake, zuvor Bischoff von Sodor.

2685. Jonathan Trelawny, Baronet, 8.1b.?. ward her-

nach nach Ereter versetzet.

2689. Gilbert Jronside, der andre dieses nahmens, 8.1b- ^hernach zu Hereford.

2691. Johannes Hall, 8.1b. ?. starb an. 1709. L2720. Johannes Robinson, 8.1b. ?. ward hernach BiM^zu Londen.

2724. Georg Smaldridge, 8.1b.?.

Hugo Boulter.

2724. Wilhelm Bradshaw.

Thomas Gösch , kam an. 2758. nachNorwich. ,

27;8. Dr. Buttler. 6oaä-rvr». /.e 7/kve.

Bristol, Neu-Bristol, eine Engelländische stadt aufinsul Barbados an der Baye Gaiüarde gelegen, treibt ss",Handlung und hat einen bequemen Hafen, welcher durch ^fort« beschützet wird. L/ES, I'Lmerique ängl.

Bristol, (Grafen von) in Engelland. Diesen titnl vden geführt nachfolgende drey Herren aus der familie suDigbys. i.) Johann, Lord Digby von Sherborn, we>^.der König Jacobus I. am ersten mit solcher würde begnadigund zwar den 25. sept. an. 2622. Er starb den 6. jan.

16;;. 2.) George, ein söhn des vorhergehenden, Ritter v.Hosenbandes, welcher an. 2676. den 20. mark. mit tobe "xgieng. ;.) Johann, ein söhn des vorhergehenden, weievim sept. an. 2698. ohne leibes-erben das zeitliche gesEj,Nachgehends ward Johann Lord Harrey zum Grafen von -L,?stol gemacht. belx to ÜNLlisb Kilt. p. 2;8- '

Digbv. ^ ^ ^ .,l

* Bristol, ( Richard ) ein Englischer Priester , welchAchlWorcester gebohren worden, und zu Oxford studirt hat.er die Catholifche religion nicht verlassen wollte, begab er >in die Niederlande. Wilhelm Alain, nachmaliger ^hatte zu Douay ein 8eminsrium aufgerichtet, woreinEngelländer aufgenommen wurden. Bristol studirte va^^eund wurde endlich dessen Vorsteher. Er schrieb versehn Hwercke, deren schreib-art zwar schlecht, aber die gedancken "besser seyn sollen. Die vornehmsten sind: Aorivorum 'Ä/s.

Lxx0Üu1riti0N68 aä 0MNL8 HXreLico8 ; ^nnotAtiones

Lläni 6c lui iplw8 contra kulcurn 6cc. A. yF

m sehr schlechter gesundheit lebte, glaubte man , dievatterlands möchte ihm helssen. Man ließ ihn deswegenLonden gehen; allein er starb daselbst an. 2,8»- ^

Britannicus, ein söhn des Kaysers Claudii und der^ysalinä; ihm wurde das Reich, welches auf ihn balw ' ^,,,1sollen, entzogen. Denn nachdem sein vatter die Agrwl. ^0geheurathet, brachte es dieses listige und gefährliche wr> ^