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welchem die Herrschafft Bronchorst den nahmen behalten. Dererste , so aus dieser familie genennet wird, ist gewesen Wil-helmus, Herr von Bronchorst, welcher im XII. Lculo geledet,und mit Cunigunda, Mauritii Grafen von Oldenburg tochter,r. söhne und so viel töchter gezeuget, davon Gisbertus Ertz-Bischoff zu Bremen worden, und an. 1296. gestorben; undFivrentius, der dem vatter succedirte, und Ivhannem feinenNachfolger nebst Florentiv hinterließ, welcher an. 1297- zumErtz - Bischofs zu Bremen erwehlet wurde, und an. 1,07. mittode abgieng. Johannes, Herr von Bronchorst, bekam mitder erbin vow dem hauseAnholt diese freye Herrschafft dieses nah-mens in Zütphen gelegen. Die mit ihr erzeugten söhne wa-ren Wilhelmus, Johannes und Gisbertus. Johannes wardzweymal zum Bischofs zu Utrecht erwehlet an. 1422. und an.i;4c>. als Johannes äs Dyest, sein Widersacher, mit tode ab-gegangen , weil ihm aber der Römische Hofzuwider war, konnteer nicht zum besitz dieses Bißthums gelangen. Gisbertus dien-te unter Alberto, Hertzoge von Bayern, dem Vormund vonHanau und Holland, und blieb an. iz;9. bey belagerung derstadt Delft. Er hatte sich in dieser gegend niedergelassen, unddas Bronchorstische geschlecht in Holland ausgebreitet, welchesnunmehr in den Herren von Schoot floriret. Wilhelmus, derältere söhn, war Herr zu Bronchorst und Anholt, und bekamdurch seine gemahlin Johanna»»», Gerhardt, Herrn von Baten-burg einzige tochter, die Herrschafft Batenburg im HertzogthumGeldern an der Maaß. Er blieb an. 1728. in der schlacht, wel-che die Gelberer wider die Lütticher bey dem dorf Hasselt hiel-ten , und hinterließ Gisbertum , welcher durch seine gemahlin,die einzige tochter Gerhardt von Borckelo, die Herrschafft Bor-ckelo in Zütphen an sich brachte, und mit ihr ;. söhne und einetochter zeugete; Gisbertum ll. welcher den Bronchorstischenstamm fortgepffantzt. Theodorum, der die Batenburgischelinie angefangen, und Nogerum, der Schatzmeister zu Cölngewesen, und sich vergeblich um das Bißthum zu Utrecht bemü-het. Gisbertus II. bekam in der theilung Bronchorst und Bor-ckeioo, welches letztere ein glloäium gewesen, so er aber an.1406. freywillig dem Bischofs von Münster, als ein lehn es vonihm zu empfangen , offeriret, wodurch hernach grosse streitig-keiten, ja gar ein krieg zwischen den Bischöffen von Münsterund den vereinigten Niederlanden veranlasset worden. Seinekinder waren Otto und Wilhelmus, davon Otto ein vatterwurde Gisberti des jüngern, und Ottonis, welcher nur einetochter, Margaretbam, Johannis Herrn in Wisch gemahlin ,hinterlassen. Gisbertus der jüngere soll an. 1594. vor seinemvatter gestorben seyn, und hat Hedwigen, die an Ottonem Gra-fen von Diepholt, vermählet wurde, Gisbertum III. und Fri-dericum hinterlassen. Gisbertus III. succedirte seinem groß-valter Gisberto II. in Bronchorst und Borckeloo, und wurdean. 1477. mit dem letztem von dem Bischofs zu Münster inve-stiret. Er war von so grossem ansehen, daß auch der Hertzogvon Geldern Adolphus an. 1468. mit ihm in ein bündnis trat.Er hat nur 2. töchter hinterlassen, davon die ältere Walpurgisan Simonem Grafen von der Lippe, und die jüngere an OttonemGrafen von Tecklenburg, verheurathet wurde, beyde aber sindohne linder mit tode abgegangen; daher sein bruder Fridericusin den lehn-güthern succedirte, welcher Jodocum nach sich ließ,der den tilul eines Grafen an. 15?;. erhielt, aber ohne leibes-erden starb, und damit die Bronchorstische linie beschloß. Sei-ne Wittwe, Maria, Gräfin von Hoya, blieb bis an ihren todan. i? 7S- in dem besitz der güther ihres gemahls. Weswegen undwegen der übrigen erbschafft des Jodoci ein grosser streit entstan-den, welcher lange zeit gewähret, und prätendirten die succeßionvornemlich Theodorus von Batenburg ein geschlechts - vetter ,Jrmgardis von Diepholt Aebtißin zu Essen, nebst ihres bru-ders söhn Rudolpho, Grafen von Diepholt, wegen ihrer groß-und älter - mutier der vbgedachten Hedwig, und drittens Jrm-gardis von Wisch, Georgii Grafen von Limburg in Styrum ge-mahlin , welche, weil sie mit Jodoco am nächsten verwandtgewesen , die gantze Bronchorstische erbschafft an die Grafenvon Limburg in Styrum gebracht hat.
Die Batenburgische linie hat gestiftet Theodorus oder Diteri-cus, der jüngere söhn Gisberti I. welcher in der vätterlichen thei-lung Batenburg und Anholt bekommen. Er hinterließ Giöber-tum, welcher nebst seiner ehe-frau Margaretha von Ghemen an.140z. die stadt Burch und die gantze Batenburgische Herrschafftan Joh. Barlair, Herrn von Hermont und Keerbergen ver-kaufte , doch mit dieser dedmgung, daß sie sich nicht allein diewiedereinlösung vorbehielten, sondern auch, daß, wann derkäufftr ohne erben mit tode adgreng, die gantze Herrschafft wie-derum an den verkäuffer oder an dessen erben Heimfallen sollte.Wie es aber hernach wieder an die von Bronchorst gekommen ,ist unbekannt; so viel aber gewiß, daß Theodoricus ein söhnGisberti selbige besessen. Dieser hat auch sein gebiethe dadurchvergraste«, indem er Catharinam, Henri«, Herrn in Grons-feld in Rimbnrg erb-tochter geheurathet. Er starb an. 14; i.und HM 5. söhne und eine tochter hinterlassen, davon diese nah-mens Catharma an Johannen» von Alpen, Herrn von Hunepel,verheurathet worden. Unter den söhnen war der jüngere, Jo-hannes, Probst zu Utrecht, die andern 4. aber Gisbertus, Hen-ricus, Jacobus und Hermannus haben so viel neue zweige ge-stiftet. Derienlge, welchen der ältere söhn Gisbertus aufge-richtet, so Herr zu-Batenburg und Anholt war, ist am ersten
wiederuin verloschen. Denn ob er gleich einen söhn Jacobumhinterlassen < so hat doch denselbigen der Hertzog von GeldernCarolus, weil er sich gegen ihn empöret, seines landes berau-bet, und ist desselben söhn Gisbertus an. »>>2;. ohne kindergestorben. Des andern sohns Theodorici seine nachkommenhaben noch am längsten gedauret, wie unten mit mehrernsoll gesagt »verden. Der dritte söhn Jacobus, Herr in Rho-ne , hinterließ Gisbertum, welcher an. 1549- gestorben, nach-dem er 6. kinder gezeuget, darunter 9. töchter und ein söhnTheodoricus , welcher durch einen ausspruch von dem Ober-gericht zu Brüssel die Herrschafft Anholt erhalten, über diß auchBaer und Lutthum an sich gebracht. Er hinterließ Jacobum ,welcher an. »58;. in der belagerung Locheim umgekommen,nachdem er mit Gerthrud einer erb-tochter Johannis oderTheodor», Herrn von Millendunc und Drachenfels, Theodo-ricum VI. und Johannem Jacobum gezeuget, welche beydeden Gräflichen titul erlanget, aber ohne männliche erben ge-storben. Denn Theodoricus hatte nur eine tochter MariamAnnam, welche an Leopoldum Philippum Carolum Rhein-Grafen , Fürsten von Salin vermahlet wurde, und demsel-ben ein theil von der Anholt - Millendunckischen erbschafft zu-brachte. Johannes Jacobus , welcher unter dem nahmen desGrafen von Anholt in dem;o. jährigen kriege berühmt gewe-sen , und bey der Catholischen I-iZue General - Wachtmeister,ingleichen bey Ertz-Hertzog Leopolds Ober - Hof- Marschall ge-wesen, und an. »6zo. gestorben, hat auch nur eine tochter Jfa-bcllam hinterlassen, weiche aü Philippum Grafen, hernachFürsten von Croy vermählet worden, und selbigem den anderntheil ihrer vätterlichen erbschafft zugebracht.Hermannus, der vier-te sohnTheodorici, hinterließ wieder einen söhn,Theodoricum,wel-cher an. »;;;. vonHertzogCarolo vonGeldern dieHerrschafftAn-holt wieder bekommen, welche aber seine nachkommen nicht langebesessen,indem sein söhn Hermannus sie vermöge des ausspruchsvonBrüssel, dein obgedachtenTheodorico wieder abtreten müssen.Er selbst wurde mit Batenburg belehnet, und starb an. 1556. 2.töchter und 4. söhne hinterlassende, davon Gisbertum und Theo-doricum der Hertzog von Alba an. »<;68. zu Brüssel mit beMschwerdt hinrichten ließ. Der ältere söhn Wilhelmus starb an.I-;?;. und hinterließ Hermannuin Theodorum Freyherr»» vonBatenburg und Stein, welcher an. »612. ohne kinder mit todeabgegangen. Carolus der jüngere söhn , Herr in BerendrechkundBicht, starb zu Cöln an. »;8c>. eines gewaltsamen tobestund hinterließ Maximilian»»»»», welcher Wilhelmum Arnol-Vuin zeugete, der als er zu Wesel studirete, starb; Frider»-cuin und Wilhelmum, welcher zu Paris ohne kinder starb, «naetliche tochter.
Der andere söhn Theodorici,Henricns, bekam die mütterlich^güther, dahero seine linie die Gronsfeldische genennet wo^den. Sein söhn Theodorus hinterließ Johannein und Theo^ricum, davon dieser Herr zu Hunepel genennet wurde, und Jod^cum, Theodoricum und etliche töchter zeugete. Johannes Hervon Gronsfeld hat einen sohnWilhelrnum, welcher JodocumJohanne»,» II. gezeuget, davon jener von dem Kavser NudolpvII. zum Grafen von Gronsfeld gemacht worden, an. »E'aber bey der belagerung Wachtendonk ohne kinder gestv«,,'Johannes II. nährn den titul eines Grafen von Bronchorstund vereinigte ihn mit dem von Gronsfeld. (siehe GronEVZuletzt ist noch zu mercken, daß diese Grafen unter dasphalische LolleZmm gehören , nachdem Jodocus Maximilian»Graf von Bronchorst und Gronsfeld, an. »6?;. aufReichs-tag zu Regenfpurg auf der neu - aufgerichtetenlisch«» Grafen-banck introduciret worden. j,
6siär. ^ sbron. Lelg. amim- ^
Uonk. As. X. k. lik. IX. c. 2.
Bronchorst, (Eberhard) ein bekannterRechtsgelehrt^aebohren an. »;?4- zu Deventer. Sein vatter war Jaw §Bronchorst ss 0. Ist. und XeÄor daselbst, wie auch vorman»krolelior Nstkeleos zu Rostock, ein i'ehr gelehrter mann, I..sten auch, weil er eigentlich von Niemwägen gebürtig/ -^Kanne« Xeomggus genannt , welcher Lsäs- Opus äs ^r»im , und 6ear§ü ssmpWulitli Öi-llsciicsm mit ge ^. vollLckvlüs vermehret, ferner Cla»»dii Ptolemäi 8- buch«der Geographie ins Lateinische übersetzet, und ein regm«städten und landschassten, so darinnen benennet, hinz»g«uauch selbst z»vey bücher von der Rechenkunst geschrieven,^^^erstlich zu Cöln und hernach zu Paris gedruckt »vordem(Ederhardi) mutter »var Clara Coster, eine tochter Joh. ^Bürgermeisters zuDeventer. An gedachtem seinem vatter Y"demnach ein vortrefliches muster, sowvl als einen taugliw«'getreuen helffer zu einrichtungund fortfül7.u»»g seinerrinnen er zu Cöln den grnnd zu legen angefangen, als , Wer-er sich in seiner jugend samt feinem vatter für einegelassen , nachde»n sie vor der tyranney des Hertzogs vo>>fluchtig werden müssen; allda hatte er es auch durchstudiren in kurtzem so weit gebracht, daß er tüchtigLolleZia iuriäiLL zu halten , wie er dann solche nssVgheit,rung des Tit. ks»»äsÄ. äs äivsrsis ftegulis Zuris angeywelche erkkärung auch von seinen discipuln ohne deii«>
»pissen in forin eines Lommencarü zum druck deforder»'ihm selbst aber erst in seinem alter von neuein »w«'und vermehret heraus gegeben worden. Als er von lkv" ^zöge, begab er sich nach Ober - Teutschland, und bejuev xj(