Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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dre berühmte Universitäten, Marpurg , Erfurt und Witten-,/eg, und nachdem er sonderlich Vigeltum und Wesembe-sieißig gehöret, begab er sich, nach Basel, und cmpstengeselbst an. 1579. die vokkor-würde von Samuele Grynäo.jiron dar gieng er wiederum nach Wittenberg, und übte sichva ,m dociren, bis er Lrot'siior in Erfurt wurde. Nach zweyenMren >vard er Bürgermeister in seinem vatterland, und da erwiederum durch die Spanier vertrieben wurde, erhielt er an.*587. anstatt des entflohenen Hugonis Donelli die kmkstlm-Mris zu Leiden, wostlbst er an. 1627. im 7z. jähre seinesaiters verstorben. Seine schriften sind nebst obigem Lommon-^rio , OsnturicL IV. - 2. Lenturise controversia-

suris ; Metboäus Leuäarum; TmÄ. äs srivilegiis Kuäio-Lxempla ricl äpkorifmos politisos Damberti Hansel,hat er auch die kroverbia drsesorum , welche ScaligerKleinem opere 8 tromareum genannt, anführet, ins Lateini-sche übersehet. (.sirisnüs. ili ärkenis.

m .jLt. bibl. Lei§. Vr«c^. vitL

g^tvrum , tom. I. x. 178- *

Brondrut, siehe prundrut.

^ * Brone, oder Srogne, ein flecken nebst einer Abtey Be-«evittiner-ordens in der Grafschafft und Oiosces von Namur ,»u der grentze des Stifts Lüttich , über dem flnß Bornom gele-sen. Sie wird auch nach ihrem Stifter und ersten Abt, der"Nch allda begraben liegt, St. Gerardi genennet. Gedachter^rerard halste an. yr8. gestiftet, und Kayser Henricus Lussps"n. 9 ; 2 . und Papst Stevhanus an. 942. consirmiret.

äonst. piar. c. gc>. 8;. äiplom. Lsl§. 1.62. clonar. Lslg.I.noüt. Lccles. c. 8». ftipxlsm. k. I. s.8. k. II. s. i6i.

Oerm. Hsr. k. II.

a Bronescomb, (Waltherus) der i2.'Bifchoff zu Exce-'?r, wo er von sehr geringen eltern gebohren. Er war erst5 ^hiä>Lcc>nus zu Surre», worauf er den 10. mertz an. 12?7.sachtes Bißthum erhielt. Man erzehlet von ihm, baß er eine^scheinung gehabt, welche ihn bewogen, zu Berinna in Corn-Ml das Lollsgium Glaseney genannt, zu stiften. Daran aberAü er es nicht genug senn lassen, sondern hat auch zu Excester»wische» dem osten-thor den St. Johannis-spita! aufgerichtet,dem Engel Gabriel ein neues fest zu feyren angeordnet,Uch zugleich etliche grund-stücken ausgesetzet, davon die unko,N bestritten werden könnten. Über dieses hat er vor sich und! Nachfolger ein prächtiges Hans gedauet, und das sus ks-sl°^tu8 über die benachbarte kirche Svwton folgender mas-sn sein Stift gebracht. Er befahl nemlich seinen verstor-bnen Beicht-vatter in die kirche , welche von der Parochie am^Men gelegen, zu begraben. Es wollte aber Fomesonusdarmit zufrieden seyn, hemmte also in seinem rerriwckc,scd- dEage, wo die leiche durch muste, darüber es denn zwi-dak? den parteyen auf einer engen brücke zum scharmützel kam,«eff? ^ ^ hitzig hergieng, daß endlich der todte in den fluß Clisthgwttzet wurde. Weil sich nun Fomesonus eines schlimmenH. oeis daher besorgte, trat er pro reäimenäa Vexa gedachteskb^wnat an Broneöcomb willig ab, welcher nach diesem ansen ^wselbigen orte die schönsten gebäude aufführen las-Er a'^^dor einiger zeit denen Grafen von Bedford zugehöret.dvn , den 22. jul. an. 1280. und ward ihm ein grabmahlAlabaster aufgerichtet. 6a-kE«. äs kr^lu!. Lugl. k. I. p.*' wl-

phi?^ss?"ioccius, (Mart.) ein Pole, der in der Philoso-Geometrie und Politic wohl erfahren war, schrieb nettfand,-' wachte sich, da er von dem König Stephane als Ge-das !? die Tartarey geschickt, und allda gefangen worden,b>elc,!° sehr bekannt, schrieb eine vessriprionem IsrmriL,fvl n andern dahin gehörigen scribenten zu Cöln 159?. inKa',-., <ws gekommen, und blieb als ein guter soldat im kriege.

^, loripr. ?ol. Lentur.

desw.??tes, einer von den Cyclopen, welche in der schmiedeIlivjswcani arbeiteten, und nach der Poeten fabel die keile dem)^t schmiedeten. 1>b. VIII. Lneiä.lebss^Utinus, ein Pythagorischer kbilokopbus und Poet,der, der LXX. 0 I)'MP. ums jähr der stadt Rom 254. im jährHeim,. « vor Christi qeburt;00. Er war ein vatter oderCrvtv"'" der Theano von Metapont, oder nach andern voneinig au'..oder aus Creta, einer gelehrten frauens-person, welche

' Suidas berichtet.

Divz. dAlosophische wercke geschrieben, wiedes V'ik Laertius saget, daß Theano von Crotona die ehcfraudern Uwagorg, eine tochter Pythonactis gewesen, von an-Mch' v wr tochter Brontini von Crotona gemachet werde,dere Br! auch zwey Theano, die eine Pythagorä, die an-McbiV, mist eheweib, und ist hierinnen wegen vielem wider-Ktvww.der Alten wenig gewisses. Das gewisseste ist, daß'Heils VUm den es hier allein zu thun, verschiedene wercke,als ein <>, , theils von philosophischen Materien aufgesetzt;

liehen d, "W' so er kexlus genannt, und ein anderes von natür-vder , wiederum eines LorxbantiLum , eines ,drrse ga» gärn von ihm intituliret, welche dem ansehen nachder, die den, sowol als die Ilymni oder lob-getichte der göt-ltvejfe, jffluch unter Brontini wercken gerühmet werden. Ohne»eben un^auch dieser mann einer mit dem Brontino, welchemder den andern Alcmäon ebenfalls ein Pythagoraer, und^vthagoram würcklich gehöret hatte, eine schrift von

physischen gedancken zugeschrieben hat. OrsZ. ich. viil.

c. 42. Atz?- /Vrx/?,-)»'.

»'i,. Tberspent. lib. II. L sei vitnm kytka§.

s korpbz'r. Ic:riptam. ^ bibl. 6rs:L. 11b. II.

bibl. OrXL. lik. II. c. i;. all OioZ. saert. *

* Bronzerio, ( Johannes Hieronymus) ein berühmterArtzt, gebürtig von Ababia , einem flecke» nahe bey Rovigo inPolesina, in dem Venetianischen, verstünde die schöne wissen-schafften, Philosophie, Astronomie und Medicin, welche letztereer mwnderheil zu Venedig, Padua und Belluno ausübete, biser allhler an. iSzo. starke. Man .hat verschiedene wercke vonihm, als: cle I'rinLipLM jecoris, ex Lnacome VsmpetrgL ; 6spiincipio eliectivo lemini inliio; ftelAtions cli Hipoketo,Morreo L kgtLch, üglivoli 6 e 1 sonno; äs Innsto salicioii'äturgli 11I10 Ls. V. V-oM.'rMrr vit. viror. Illustr.

* Bronzini, (Christoph) von Sciroli in der Alsrcs stiLncona gedurttg / lebte um an. 1640. und war bey dem Car-dinal Palotta, und hernach bey Carolo cle Medicis. Er warderienige, welcher zu seiner zeit vor andern eine grosse wissen-schafft des ceremonials Hatte , wie es an dem Römischen Hofe,beobachtet wird. Er schrieb auch ein buch zum rühm desfrauenzrmmers, welches er allzuviel liebte. 7VkiuscorksLS.

* Bronzino, (Angelo) ein lehr-iunger des Pontormo, ar-

beitete zu Florentz unter diesem grossen meister, welcher ihnwegen seiner ungeineinen fähigkeit wie sein eigen kind liebte.Bronzino hat verschiedene Portraits , und unter diesen die vonden berühmten Personen aus dem Mediceischen geschlecht, wieauch viele andere gemählde verfertiget, aus welchen allen gantzleicht kan abgenommen werden, daß er einer der grösten mei-stern gewesen, so jemals aus der Florentiner schule gekommensind. Seine gemählde sind sehr lieblich und wohl untermah-let. Er bluhcte um das jähr r;?o. und hat sein leben auf 69.jähr gebracht. Sein Vetter Alexander Allori ist sein bester lehr-jünger gewesen. , p. 69.

* Broscmann, (Reinen,s) kultor und krTpvlitus beyder Teutschen gemeine zu St. Hedwig in Nordköping, ward zuLais in Liefland den -8. aug. an. 1677. gebohren. Er studirtein dem Lvmnssto zu Riga, auf der Academie zu Dörpt, inglei-chen zu Wittenberg, mit vielem fleiß, bis er an. 1699. Mjuu.üu8 seines vatters ward. Im jähr 1704. erhielt er das Pasto-rat seines vatters, muste aber wegen denen kriegen an. 1711. mitden seinigen nach Schweden flüchten. In dem folgendenjähre kehrte er nach Nordköping zurück. Als diese stadt an.1719. von den Russen in die asche geleget ward, wurde durchseine Veranstaltung vieles gelb gefammlet, aus welchem dieTeutsche kirche wieder aufgebauet wurde. Drey jähr vor sei-nem tode legte er sein amt wegen schwachheit des leibs nieder,und starb den;. mertz an. 1718. Durch seine fürsorge ist derSeelen - Schatz N. Christian Scrivers in die Schwedischesprach übersetzt, und zweymal zu Nordköping gedruckt worden.Er hat ferner in Schwedischer spräche schöne auflagen von Bi-beln , den symbolischen büchern der Evangelischen kirche, Arndswahrem Christenthum rc. besorget.

t 0 M. III. p. 120 .

Broß, Brooß, Szaszvaros, lat. LrolL, eine kleinestadt in Siebenbürgen, an dem flnß Merisch, meilen vonWeissenburg, in dem sogenannten land vor dem wald. Siewar vor diesem nur ein marckt-flecken ; als aber die stadt Clau,senburg wider ihre xrivilsgia allerhand religionen einnahm,und deswegen aus der zahl der sieben städte ausgeschlossen ward,io ist Broß an ihre stelle angenommen, und mit der stadt-ge-rechtigkeit, wie auch mit einem vow auf den Land-tägen beeh-ret worden. Sie ist nebst den andern sieben Sächsischen stah-len der Lutherischen religion zugethan.

* Brossard, (Sebastian von) ein berühmter Nulicus,war anfänglich Virsckor der music an der Haupt-kirche zu Straß-burg , nach diesem aber zu Meaux, woselbst er auch ein Cano-nicat erlangte, und an. 17)0. den io. aug. in einem altervon mehr als 70. jähren mit tode abgicng. Er verstund dieMathematik sehr wohl, und machte sich die grundsätze dersel-ben in der music treflich zu nutze, wie man denn auch versi-chert , daß zu seiner zeit nicht leichtlich jemand zu finden ge-wesen , der diese kunst so gründlich inne gehabt, und so regul-mäßig tractiret habe. Man hat von ihm ein viei-oimaire äsLluügus in fvl. und ein schreiben nach art einer dlstertation,

sur fti nouvells metftoäe ä'ecrire Is plein-cb-mt L 1z Nust-

gus; ingleichen verschiedene musikalische composittonen, unterwelchen insonderheit sein ivoäromu» mul-cali8 m 2. fol. zumercken ist. Im übrigen hatte er sich eine schone bibliotheckvon musicalischen büchern gefammlet, die er dem Könige Lu-dovico XIV. überließ, welcher ihm dagegen 1200. ijpres voneinem geistlichen Lenekcio, als eme iahrliche Pension, angewie-sen. kEäs kr-mc;.

* Brossardus, (Johannes) ein Französischer Jesuite vonTülle in Limosin , gebohren an. 16^0. hat die Philosophie undHumsiüors gelehret, worauf er Keclor der Lollemorum ruBeziers und Cambray, wie auch kr-efeÄus 8wäiorum zu Tour-

n°n worden. Er hat wider den Reformirten Tksologum L

mier geschrieben, und ist an. i6z6. den io. jan. jm jabreseines alters zu Rouane gestorben. ^

Brosse,