Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Merseburg. Seineschriften sind: Meißnische chronick oder derSächsischen Fürsten stamm; Magdeburgische chronick; Genea-logie der Hertzoge zu Braunschweig; Anhältische chronick; Be-schreibung des Bißthums und der stadt Merseburg. Beck-manns Anhältische hist. k. I. k. I- 4- k. V. k. 4. k. VII. k. z;i.

Meißnische land-chronick, ur. 2;. p. ;o;.

. Brouage, lat. LroaZium, eine kleine bevestigte stadt aufder see-küste von Saintonge zwischen dem fluß der Garonne undvharente, allwo sie einen guten Hafen hat. Sie ist mit einemsaltzigten morast umgeben, aus welchem viel saltz gesotten wird.

Brouay, eine Grafschafft in Artois zwischen Bethune undSaint Paul,;. Meilen von dieser und 2.von jener stadt entfernet.

. Brouckhuysen, (Janus) von Amsterdam gebürtig, einerder geschicktesten Lateinischen Poeten unserer zeit, hat einenGossen theil seines lebens als ein See-Officier zugebracht, undwar schon etliche 20. jähr alt, da er anficng die Lateinische spra-Aru lernen, brachte es aber dennoch darinnen so weit, daß erWhig war, die nettesten getichte darinnen zu schreiben, und dielchweresten Poeten derselben mit besonderer scharfsinnigkeit aus-zubessern und zu erläutern, ungeachtet er den Vortheil nichtMte, die Griechischen dabey zu hülffe zu nehmen. Er warvon si> gesetztem gemüthe, daß er aus der see bey dem hestig-uen st„rme, und zu lande unter dem grösten geräusche derWaffen die schönsten getichte schrieb. Zuletzt ward er Stadt-^apitain zu Amsterdam, da er an. 17°?. im jan. gestorben, undWe dabey in. dem dorfe Amsterveen begraben worden. VonWm sind heraus gegeben worden, 8snnMrii posmst-r eumUnnot^rionikuz, Propertius und Tibullus mit eommentorü8,?ud seine eigene sowol Holländische, als Lateinische getichte,vavvn die letztem nach seinem tobe von Herrn Hoogstraten weitvermehrter in 16. büchern heraus gegeben worden. Berichtvon neuen büchern. Bücher-Saal.

^^rouabton , (Hugo) ein Englischer Theolog von^brewsdury, hatte verschiedene streitigkeiten mit den Juden ,Bleichen mit den Genfern von Christi niederfahrt zur Hollen ,w>d starb an. 1612. im 6;. jähre seines altcrs. Er hatviel ge-Mieben, als: LommenwrM über den Daniel, den Prediger,Kläglicher Ieremiä, die Offenbarung Iohannis, die meistU" Lateinische übersetzt worden; Ibe coneenr ok 8cripture8. Korruption in on8 kanäling in reliZion; Lpist. concer-tks tran8lation ok tbe Libls ; LkriÜ8 kamil^ Änä otberp äepenäinZ upon it; Observstion8 uponZ tbe ürll rc>.stlr^rz; treatise ok Neletiiseäeclc; an Lxplicstion oftbe ar-concerning tke äeseent into Hall; Lpiliola Orxeca aäj^aevenks8; Oratio Llrreca aä 6snevense8 äe äescenku aä1ran8latic> LpiltoliL Ueorss-e , gna L^antiaoo .ju-LpikolL varia: L variaruin

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-wie concerninL tbe äeseent into Hall; Lpiliola Orxeca aäWkero,

responljxrur äe religions

äe 8^rantiaei8 Nedrssis, äiscuxientibua eruäiri instbr'r l^cro volumine; 1r. äe ^ukilcei8 und andere. SeinedchWen sind zu Londen an. 1662. in 4. bänden zusammen ge-M worden. , äiar. kiogr.

Hroune, ein Gräfliches geschlecht in den

G.^aden, welches seinen Ursprung aus Irrland hat.

Kayserlichen

, weicyes zemen urivruu^ uuv hat. Geor-

gs Ulysses Broune zu Mountany und Camus, verliessenKaar uüt dem Könige Jacobo II. ihrvatterland, traten infle>^che kriegs-dienste, und thaten sich dergestalt hervor, daßden Reichs-Grafen-standerhoben wurden. Der älteste,dernid!^ , starb an. 1729. als General-Feld-Zeugmeister , un-tex-jUahlt; der jüngste aber, Ulysses, war Oberster, und hin-sen L Maria Fitz-Gerald Ulyssem Maximilianum, Gra-vnd^oune zu Mountany und Camus , Herrn auf Cerelwitzvewfd^wlvietitz, welcher an. 1714. Oberster, an. 17;;. Ge-bäm^ d-Wachcmeister, und an. i?;6. Kayserlicher wurcklicherHdami A worden. Seine gemahlin Philippina, eine tochtertzhji^Georgii, Grafens von Martinitz, hak ihm an. 1727.bohren " Georgium, und an. 1728. Josephum Mariam ge-

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Lunker, (Wilhelm) Vicomte von Castle-Lvons inLord s?' ward gebohren an. 1620. Sein vatter war Wilhelmden x,, rounker. Den-;, junii an. 1646. nahm er zu Oxfordsolchem Uw Vo6kori8 lVIeäiciliL an, und legte sich hernach mitNeffe» > der auf die Mathematic, daß er verwunderliche pro-wli li Hunnen machte. Nach Wiedereinsetzung Königs Ca-^vnim^Vd er Groß-Siegel-Verwahrer, und einer von denensollten - welche das amt des Ober - Admirals versehenhat, Öderer wichtiger politischer ämter, die er getragenKönia,jLoschweigen. Er war eines der ersten Mitgliedern derHM-n, Gesellschafft der wissenschafften, deren er auch alsWvvdissi;-jähr lang vorgestanden, und, nach dem zeugnis soBrckli^*? Mbt, deren rühm und nutzen durch seine gelehrtheitvag gÄi-befürdert hat. Er hat viele versuche angestellet überUr. cv ^nen der feuer-rohren; verichiedene briefe , die er anhatte. Num Ufferium Ertz-Bifthoff von Armagh geschriebenden di-N end des von Dr. Richard Parr beschriebenen le-s»chnn?^ Ertz-Bischoffs in den druck gekommen; eine unter-j!ch in 3-UiiärawrL »vperbol-e, die er verfertiget, findetMen ^ ^ransLÄionibn8 kkilalopkioi8 der Konlglich-Eng-whre. Adietat. Er starb den 5. april an. 1684!. in seinem 64.Aichenw" lunaerer bruder, Heinrich Brounker, hatte aufflöt, Nebst ihm den grsäum voctoris HIsäiLio-e erlam

hernach aber, nemlich den 4. ja», an. 1687. zu Richmond inSurrey todes verblichen. Englischer* Broussel, (Peter von) Parlements - Rath zu Paris imXVII. Loulo, hat sich insonderheit dardurch bekannt gemacht,daß er viel theil an den innerlichen Unruhen bey der Minder-jährigkeit Ludovici XIV. gehabt. Denn die IVonäeur8 brauch-ten ihn, als einen grossen eiferer wider die häufigen anlagen,imd des Mazarins gewalt, darzu, daß er allemal die vorschlä.ge, die am meisten aufrührisch waren, eröfnen muste, welcheser auch, als ein alter, unbemittelter mann, dem nichts zu neh.men war, unter dem schein einer Vorsorge vor das gemeinebeste ohne bedencken that. Das bewog die Königin, daß sieihn am 16. aug. an. 1648. ungeachtet vieler drohungen undunruhigen bewegungen, die das volck vor seinem Hause machte,in verhafft nehmen, und nach St. Germain bringen ließ.Hierüber ward nun das volck, nachdem es ihn schon längstals semen vatter und beschützet angesehen hatte, so unwillig,daß es, m meynung , er wurde in dem Königlichen pallastaufbehalten, solchen zu stürmen, und ihn mit gewalt los zumachen drohete, ketten vor die straffen der stadt zog, die Par-lements-glieder, welche die erlcdigung ihres Mitglieds vergebensgesucht hatten, wieder dahin zurück zu gehen zwang, denobersten Präsidenten und den Cantzler auf das äusserste miß-handelte, und sonst etliche tage hinter einander so viel unfugund Unordnung anfieng, daß die vernünftigsten an dem Hofeaus alten diesen bewegungen zuletzt noch viel ein grösseres Un-glück besorgten. Die Königin fiel zwar anfangs der meynungderjenigen bey, die ihr riechen , den Brouffel hinrichten, undsein Haupt auf die gaffen werffen zu lassen. Ja sie ließ so garsich verlauten, ehe sie den Broussel los gebe, wollte sie lieberihn, und alte die ihr solches riethen , mit ihren eigenen Händenerwürgen. Endlich aber, als die unruhe allzusehr überhandnahm, ließ sie sich doch bereden, in seine befreyung zu willi-gen, worauf er, da schon beseht ergangen war, ihn in einegrentz-vestung zu führen, nach Paris zurück gebracht, und da-selbst von dem volck mit unmäßigen freuden - bezeugungenempfangen ward. Nach der zeit findet man wenig denckwür.diges von ihm aufgezeichnet, ausser daß er kurtz hernach nocheinmal von Verminderung der auflagen mit grossem eifer ge-sprochen , daß er beschuldigt worden, er habe dem Printz vonConds nach dem leben gestanden, welche beschuldigung keinefolge gehabt, und daß er an. 1652. zum Lrävör der kaufleuthein Paris ernennet worden, solche bedienung aber, weil er ge-sehen , daß er sie in denen damaligen unruhigen zeiten widerdes Hofs willen nicht würde behaupten können , ohne grosseWeigerung wieder niedergelegt. Daher denn, als der Königin diesem jähre läc äe .jullies gehalten, und alle, so dem Hofzuwider waren, sich aus Paris entfernen musten, an ihn alseinen alten ungefährlichen mann entweder gar nicht gedacht,oder ihm, weil das volck doch noch gewisser Massen an ihmhieng, stillschweigend vergönnet worden, in Paris zu verblei-ben. Man findet nicht angemerckt, wenn er gestorben sey,sein verwandter aber, der Cantzler Sillery, hat ihm ein rühm.liches epiwpkium gesetzet. Die meisten kommen darinnenüberein, daß er von der sorge vor das gemeine beste, und vonhaß gegen alle auflagen, und gegen die in sonderbaren gnadenstehende Ministers gantz voll, zwar von wenig wissenschasst,und von keinem hohen verstände, überhaupt aber ein guter al-ter ehrlicher mann gewesen. Einige hingegen geben ihm schuld,daß er die partey des volcks gegen dem Hof aus keiner andernUrsache, als weil er arm gewesen, gehalten, aber auch, so baldihm der Hof mitte! an die Hand gegeben, reich zu werden,und sein ältester söhn Gouverneur von der Bastille geworden,sich an den Hof verkauft, und als das volck solches gemercket,seit der zeit als ein mann, der um gelb feil wäre, seinen cre-dit Verkehren hätte. Nemoire5 äo rom. II. , äe

renr'Fe, tom. II., äe Kers , ä'^ckE/oc, toin. I. O,kill. äu kr. äe Lcwäe. , Kilt. äu Lsrä. Närrin.

, biffoirs äe I.oui8 XIV. tom. I. liv. V.

Brousson, (Claudius) .1. v. 0. gebürtig von Nismes, warAdvocat zu Castreö und Toulouse bey dem Parlement, und mach,te sich dadurch sonderlich bekannt, daß er die Reformirten kir-,chcn zu vertheidigen auf sich nahm. Er brachte es auch dahin,daß die Hugenotten, da man ihre kirchen zerstöret hatte, sich inPoitou, Guienne, Languedoc, Sevennes, Vivarets, undDauphins cinmülhig entschlossen, ihren gottesdienst auf denfteinhauffen fortzusetzen. Hierüber muste er an. 168;. rn dieSchweitz entfliehen, allwo er sowol als bey Cbur-Brandenburgund Holland vor seine glaubens-brüder hulffe suchte, und sieunterdessen mit allerhand schritten tröstete; an. 1639. gieng erwieder in sein vatterland, predigte hm und wieder, absonder-lich in Languedoc, und hielt sich m^EEn und Wäldern auf.An. 169;. kam er wieder 'ss dle Schwe tz und nach Holland,und wurde an beyden orten m den geistlissm stand aufgenom-men. In diesem jähre erklärte th" der Intendant in Langue-dvc öffentlich vor emen aufruhrer, und bot auf seinen köpf 5000.Pfund. Dem ohngeachtet Mng er an. r698. wieder zurück, undkehrte heimlich durch gantzsranckreict); retirirte sich aber end-lich nach Holland, und schrieb allerhand tractate. An. 1698.kam er nochmals nach Franckreich, da er zu Oleron aeianaen.nach Montpellier geliefert, und den 4. nov. gedachten §?es ge-rädert wurde. Er war ein mann von ungemeinem eifer in sei-ner religwn, der aber Nicht allemal mit der nöthigen bedacht-

samkeit