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Printzen Alberto nach Dänemarck und Schweben, und wurdenach seiner Wiederkunft an. 1671. Gothaischer Lehns-8ecrstL-an. 1679. aber Hof-und Justitien-Rath zu Meinungen,und endlich an. 168;. Hof-und Consistorial-Rath zu Gotha, inwelcher stelle er auch, ungeachtet man ihn an. 1692. nach Eise-nach zum Vice-Cantzler und Conststorial-Präsidenten verlangt,solange verblieb, bis er an. 169;. den n. febr» das zeitlichesesegnete. Unter seinen schriften sind die vornehmsten: Xm-e
H ammgäverstc>ns 8 in 6 uil. IZn. 8 cküt?,ü Manuals paLikeum,
unter dem nahmen Heydeni Borromei Ricerunti; vesistolissauris Matrimonialis sontrovertt; der Teutsch redende Florus rc.Von seinen söhnen ist der älteste, Hieronymus, an. 17;».Lber-Prediger zu Wittmund in Ost-Frießland gewesen.
Lrforäia litsrata.
*Brückner, (Georgius Henricus) ein Rechtsgelehrter,war ein bruder des zuletzt-erwehnten Hieronymi, und zu Erfurtven 4. dec. an. 1652. gebohren. Ohngeachtet ihm sein valterfrühzeitig gestorben, wurde er doch wegen der an ihm verspür-ten treflichen gaaben beym studiren erzogen, und an. 1666 aufdas eynuialium nach Gotha gesendet, da er denn innerhalb 6.fahren sowol in lsumsnioribus, als in andern wissenschaffteneinen sattsamen gründ gelegt. Hierauf studirte er die Philoso-phie und Rechtsgelehrsamkeit zu Erfurt und Jena, und ver-fugte sich sodann zu seinem oberwehnten bruder nach Gotha,der ihm nicht allein zur praxi und ausardeitung verschiedenercantzley-concepten stattliche anleitung gab, sondern es auch da-hin brachte, daß er die sogenannten Amts-tage zu besuchen, unddaselbst zu advociren erlaubnis erhielt. Er kehrte aber an. 1676.wieder nach Erfurt, läse allda unterschiedliche svttegm, undthat sich darbey dermaßen hervor, daß man ihn an. 1678. zumturiü krokellors ernennte, ob er gleich noch nicht UockorWar, als welche würde er allererst das jähr darauf angenom-men. Als nachhero H. W. Grashoff das Syndicat zu Mul-hausen antrat, folgte er demselben in der krokelttoiiL orälna-ward auch an. iü8z. ällettor in den weltlichen Stadt-gerichten, und sollte solgends an. 1690. krokettor .stiris m Je-na werden, da aber die deswegen ausgestellte vocation aus ei-ner ohnqefehren Verwechselung des vornahmens seinem jüngstenbruder, Wilh. Hieronymo, von dem hernach, zugestellt wür-be , der auch darauf diese station angetreten. Er starb den 21.>Ul. an. 1700. und hinterließ 8^aopriLLM IrsÄLtionem äs vo-DanÜ8 ttegni 6ermsnici, in eogue sontsumrum regionuni;
iiltsntem kuncismenta omnium LÄionum ^urispru-
^entiN Kom. LsrmaniLX, nebst unterschiedlichen Disputatio-nen. Lrkoräis litersta, k. I. Isct. 2.
, *Brückner, (Wilh. Hieronymus) ein Rechtsgelehrter,"Ud ein bruder der beyden vorhergehenden , war zu Erfurt den^-sept. an. i6z6. nach seines vatters tobe gebohren. Nachdem^erstlich m der stadt-schule zu Erfurt einer guten UnterweisungAbvffen, grenz er auf das O^mnslium nach Gotha, kehrtean. 1676. nach Erfurt zurück, und bezog sodann die Uni-versität Jena, da er denn, weil er sich der Gottsgelehrtheit ge-Mwet, die berühmten IKsulogos , Velthemrum, Musaum,Mium und Baierum hörte. Er änderte sich aber nachgehends,M erwehlte die Rechtsgelehrsamkeit, brachte es auch in der-ben, unter anführung seines bruders und anderer geschick-Ä Lehrer, in kuryemso weit, daß er an. 1684 . die vockor-."rde mit rühm annehmen, und den studirenden mit seinemverricht nützlich seyn konnte. Nach diesem erhielt er eine^Eonem sxcmoräinLriLm zu Erfurt, und kam von dar wie-nach I^a, woselbst er anfänglich lulkirutiauum, und ei-zeit hernach kanässk-u-um, kroksttor oräiri3riu8, ingleichen/.„dasigen Hof-Gerichts und Schoppen-stuhls Msttor , derUtzen Academie 8enior und Hochfurstltch-Sachsischrr Hof-Mh wurde. Er starb den 2z. april an. i?;6. und hinterließtk-u-Mhrte Dissertationen, die er theils selbst ausgearbeitet,S'is sorgfältig übersehen und verbessert hat; als: äs krssliäi-per ; äe ^uri8ciMone communi; R.om. Im-
poifwri8 Ns^LtiLts pr-scipus reali <L personell; äs OissersnAistun^ orii oräinarü ttimmsrüllimi; äs sture Princips L 8ta-^^k^rii cirea SMtts M-etrimoirü; äs ÄrrULgeruLtibusvoe^erum; äs 8spultura arati8 conLeäenäa; Ls. ?ro-
den/brüderlichen liebe und einigkeit orden, ward vongiv Chur-Sächsischen Printzen, Christiano II. Johanne Geor-Nis N Augusts gestiftet, als sie noch unter Churfürst Johan-ri,i.« Mu zu Brandenburg und Hertzogs Fridericr Wilhel-zej.,m Sachstn-Weunar vormundschafft stunden. Das ordens-deff-n war ein kleinod von gold schön emaillirt oder geätzt, aufauf n ^wer feite stunden ein paar tauben, so sich schnäbelten,Andern aber waren die Worte einqegraben: siehe wieUe» ""b lieblich ist es, daß brüder einträchtig bey einander woh-läura,- dieser orden sonst jemand, ausser den drey Durch-kein-da Stiftern, sey zu theil worden ^ davon findet manNachricht. Iunckers discurs von den Sächs. Ritter-ord.
iwMÜel, oder Lroel, eine kleine stadt im Ertz-Stift Cöln"°u dE ^r Hauptstadt dieses nahmens und Bomi elne mellerhes^w Rhein gelegen, hat ein feines und vestes schloß, wel-L°n von Churfürst Siffrido erbauet, und an. 1; 18.
Cvlnern vier monat belagert worden., Es hat dembisweilen zur residentz gedienet; wie dann auch- H«stor. n. Theil.
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der Cardinal Mazarini, als er an. iszi. wegen den innerli-chen unruhen für einige zeit lang aus Franckreich weichen mus-ste , sich dahin zu dem Churfürsten von Cö.» verfüget hat.2er/. icin. 6srm. *
Brüg, (Johann von) siehe Eick.
Brügge, lat. Lrugn und LruM, eine schöne, weitläufts-ge und wohlbevestigte stadt in dem Oesterreichischen Flandern ,nebst einem Btßchum, welches unter den Ertz-Bischoff zu Me-cheln gehöret, und von dem Papst Paulo IV. an. 1559. gestif-tet worden. Sie liegt 8. Meilen von Gent an vielen canälen,welche nach Ostende, Gent, Sluys und anderswo hingehen.Es sind über 60. Archen daselbst, unter welchen die zu St. Do-nat oder voiuüsni die Dom-kirche ist. Dieselbe soll anfangsder Jungfrau Maria zu ehren erbauet worden seyn, als manaber an. 87 °. btereliquien des heiligen Donati dahingebracht,den rrtzlgen nahmen bekommen haben. Ausser dieser befindensich auch daselbst noch 2. «stifts-kirchen, nemlich die zu St.8-ävawr und dte zu unserer Lieben Frauen. Sie treibt starckeHandlung, hat schone manufacturen, und die handwercker wer-den in 68. unterschiedene (lassen eingetheilet. An. izZr. qe-rieth sie den Franzosen in die Hände, an. i;84. aber kam siewieder an Spanien. An. l?c>8. ergab sie sich an die Franzo-sen , welche sie aber, vermöge des in Gent mit dem Grafenäs la Motte geschlossenen accorbs, an. 1709. den hohen Wir-ten wieder einräumen musten. Die umliegende gegend heisset1e81'ranss äs Lrugs8, t'Lanä vsn äsn Vr^en, oder das Ouar,tier und die Freyheit von Brügge.
Brüggerfahrt, ist der grosse canal, so sich zu Brügge inviel arme und durch viel straffen theilet, und von daraus bisdrey Meilen nach Ostende in die see gehet. Er wurde in decmitte des XVII. Lsuli von den Brüggern verfertiget, undträgt bey der flnth des meers schiffe von 400. tonnen bis nachBrügge, lat. Lruxsali 8 letrsrclua. cls urb ills.
6erm. orat. äs laucl. Lrug. äescr Lei/
Kitt. essles. äu Iku8-L:,8. <Lc. '
Brügge», eine kleine stadt im Hertzogthum Jülich hartan den Gewaschen grentzen.
Brügmann, (Otto) gebürtig von-Hamburg. Er legtesich auf die kaufmannlchafft, und reiscte in seiner jugend nachSpanien, Portugall und Persten. Hernach fieng er^ in semergeburts-stadt eine eigene Handlung mrt tuch an, war aber sounglücklich < daß er banquerotirte. Als er sich deswegen nachGottorff wendete, fand er gelegenheit, bey dem daselbst regie-renden Hertzoge Friderico sich dergestalt zu instnuiren, daß der-selbe (in der abstcht, eine Niederlage von dem Persiauischenseiden-handel unmittelbarer weise in sein land zu ziehen) ihnnebst Philippo Crusio zu seinem Gesandten an den Czaar inMoscau, und an den König von Persten ernennete. An. -6;den 22. vct. traten sie aus Holstein nach Moskau, und vondannen den 16. jun. an. 16^4. nach Persten ihre reise an. Den21. dec. an. i6;8. verliessen sie die Persiantsche Haupt-stadtJspahan, und den i. aug. an. 16^9. kamen sie zurück nachGottorff. Man hatte ihnen in währender ihrer Ambaffode anallen orten grosse ehre erwiesen; allein die ervedition an sichselbst war nicht nach wünsch abgelausten. Indessen würdeBrügmann dessen eben so wenig haben entgelten dörfen, alssein Mit-Gesandter, wenn er nicht durch gantz unverantwort-liche insolentzen, welche er theils wider die von seinem gefolge,theils wider andre, und auch so gar wider die Potentaten selbst,an welche er abgeschickt worden, verübt, ingleichen durch al-lerhand andre unbesonnene, eigennützige, grausame und sonststrafbare thaten, seines Principalen rechtmäßigen zorn widersich gereitzet hätte. Der Hertzog ließ ihn deswegen den 1. dec.an. 16)9. in verhafft nehmen, und nach genauer Untersuchungward er zum stränge vernrtheilt, wobey in der sententz folgen-de Ursachen angeführt worden: daß er viel iooo. chaler Fürst,liehe gelber veruntreuet, falsche rechnung geführt, feines Prin-cipalen defehl öfters überschritten, dessen an hohe Personen ab-gefertigte briefe erbrochen und verfälschet; hingegen andere andenselben gestellte wichtige schreiben Hinterhalten und cröfnet,über dieses sich mit ehebruch, vörsetzlichem todschlage und är-gerlichem leben besudelt, und so weiter. An statt des zuer-kannten stricks befahl der Hertzog ihn mit dem schwerdt hinzu-richten, welches auch den 5. may an. 1640.. Z" Gottorff anihm vollzogen ward, nachdem er vorher auf eme sichr bußferti-ge art, auch mit bezeugung einer grossen standvasttlgkelt, sichzu dem tode bereitet. Persian. resse-beschr.
tom. IV. sol. 167. l6Z. «e
* Brüh!, eine uralte adeliche, ""WAp Gräfliche fami-lie in Thüringen und Meiste«, davon sich ihrer vrele, als Teut-sche Ordens-Ritter, in denen rn Preussen geführten kriegen durchihre tapferkeit hervor gethan. Hans von Bruhl auf Gangloff-Sömmern zeugte mit ^rlmtas von Brandenftein Rahins,Hansen von Bruhl, welcher sich lMt Magdalena von Hansmaus Lützen-Sömmern verehltchte. Drese gebahr ihm einen söhnmit ihm gleiches nahmens, welcher von Veronica von Creutz-burg aus Merrleben Hansen von Bruhl auf Gangloff-Söm-mern nach sich ließ. Derselbe zeugte mit Maria von Heßleraus Eloster-Heßler Hans Moritzen von Brühl, welchem Mariavon Kutzleben aus Groningen beygeleget wurde. Der aus die-
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