2;8
brü
ser ehe gefugte söhn , Hans Moritz von Brüh!, hinterließ vottSabina Eleonora von Witzleden aus Wendelstein Hans Mori-tzen von Brüht auf Gangloff-Sömmern rc. Königlichen Polni-schen und Chur-Sächststhen geheimen Rath, wie auch Hertzog-lich-Sachsen-Weiffenfelsischen Ober-Hof-Marschall, geheimenRath und Ober-Hauptmann in Thüringen, des Hertzoglich-Würtembergifchett St. Hubert!, und des Marggräflich-Bran-Lenburg-Bayreuthischen äs In 8iueerite-ordens Ritter. Der-selbe war an. 1665. im nov. gebohren, und zeugte mit Erd-muth Sophia von der Heydte, einer lochtet des Königl. Schwe-dischen Obersten und Chrir-Pfältzischen Cammer-Herrn , Pe-tri von der Heydte, und Iohannä Magdalenä von Reibold,ausser einer tochter Johanna Eleonora von Brühl, welche ErichVolckmarn von Berlepfch auf Grbß-und Klein-Uhrleben beyge-leget worden, folgende 4. söhne, die der Kanfer Carolus VI.an. i-Z 7 . und 17)8. in des H. Röm. Reichs Grafen-standerhoben: 1.) Hans Moritz, des H. Röm. Reichs Graf vonBruhl, war an. 17^8. Statthalter der Balley Thüringen undComthur zu Grieffstädt, Königl. Polnischer und Chut-Sächst-scher Cammer-Herr, wie auch Oberster der cavalerie, undCommendant des Königl. Printzifchen küraßier-regiments. 2.)Johann Adolph, des H. Römischen Reichs Graf von Brühl,Erb-Herr auf Gangloff-Sömmern und Zehista, war an. 17,8.Königl. Polnischer und Chur-Sächstfcher Ober - Stallmeisterund Ober-Steuer-Einnehmer, wie auch des Hertzoglich-Wür-tembergifchen St. Huberti, und des Marggräflrch-Branden-burg-Bayreuthischen 6s la 8iueerite-ordens Ritter. Er hat sichan. i7)2. mit Martha Eva Christiana von Oppeln vermählet,welche ihm an. l??4. den 19. may Mariam Annam, Gräfinvon Brühl, an. r?;?. den 1. jun. Henrietten Erdmuth Eleo-noram, Gräfin von Brühl, und an. 17z?. den 4. oct. HansMoritz Adolphen, Grafen von Bruhl, gebohren. ;.) Fried-rich Wilhelm, des H. Römischen Reichs Graf von Brühl,Erb-Herr auf Wiederau, rc. war an. 17)8. Königl. Polnischerund Chur-Sächsifcher Kreis-Hauptmann des Chur - Kreises,Landes-Hauptmarm in der Nieder-Laufitz und Kkiegs-Lommis-lörius, ingleichen des Mnigl. Preußischen äe la Lensroüte,und des Hertzogl. Würtembergischen <2t. Huberti-ordens Rit-ter. Er hat sich an. 17; i. den 6 . may mit Agnefe Elisabeth,einer tochter Christian! Wilhelmi von LhiemeN aufBlanckensee,vermählet, die ihm an. den 20. dec. Hans Moritz, Gra-fen von Brühl, gebohren. 4.) Heinrich, des H. Röm. ReichSGraf von Brühl, Erb-Herr auf Grochwitz, Borckau, Rahns-dorff und Pesterwitz rc. waran. i?;8. Königl. PolnischerundChur - Sächsischer geheimer Cabinets - Minister, fürfitzenderwürcklicher geheimer Rath, Cämmerer , Cammer - Präsident,Ober - Steuer - und General - Accis - Direätor, Dom - Probstzu Budißin, Lanonieus zu Missen, Merseburg und Naum-burg, des Rußifchen St. Andreas, ingleichen des Polnischenweissen und Preußischen schwachen Adler-ordens Ritter rc.Durch seine Verdienste und treue hat er der beyden Könige vonPolen und Churfürsten zu Sachsen, Augusti II. und AugustiIII. gantz sonderbare gnade erworben, und an. 17;?. den 27.may zuerst die Reichs-Gräfiiche würde, so ihm der Kayser auseigener bewegnis ertheilet, auf sein Hans gebracht. Mit sei-ner gemahlen Maria Anna Francifca, Gräfin von Kolowrath-Krakowskv, die ihm an. 1744. den 29. apr. beygeleget wor-den, hat er einige kinder gezenget, davon an. 17)8. nur nochdie einzige Maria Amalia, Gräfin von Brühl, so an. 17)6.den 9. jul. zu Warschau gebohren, am leben gewesen. Lv7 '^». aää. Rönigs Adels-Hist. tom. II. p. 194.
Brümsi, ein uraltes, vornehmes und sehr vermöglichesadeliches geschlecht, ursprünglich aus Meyenfeld in Bündten,woselbst die Brümsi das nahe gelegene nunmehro zerstörte schloßWartenstein besessen haben. Sie hatten ihre Wohnung zu Schaff-hausen schon lange vor ansang des dortigen klosters Allerheili-gen » und befassen nebst andern adelicheu güthern in diesem lan-de auch die sogenannte fahr-oder schiff-lände. ES hat sich diesesqeftblecht sehr weit ausgebreitet, und in drey Haupt-linien zer-theilet , nemlich die Brümsi', welche auch nachwärts sowol alsvorder Morharden genannt wurden; die am Stand, und dieim Thurn, von welchen an seinem ort. An. 1277. lebteConrad Brümsi des Raths zu Schaffhausen. An. 1287. warConrad von Lupinis oder Brümsi Convent-Herr zu Allerheili-qen daselbst, und an. 1;6;. Conrad Brümsi Convent-Herr undCämmerer zu Rheinau. An. i; 70 halfen Gebnr und Ja-cob Brümsi, als reisige denen von Schaffhansen die vestungEwatinqen auf dem Schwartzwald einnehmen und zerstören.An. 1,86. wurde Hans Brümsi mit Hertzog Leopolden undvielen bürgern zu Schaffhausen von den Schwerern bey Sem-vach erschlagen. An. 1526. war Joachim Brümsi, zu Herb-ringen genannt, des Raths, und der erste Ober-Vogt zu Neu-kirch im »ahnten der stadt Schaffhausen. Dieses geschlechtflorirct annoch nn Thurgvw und in Preussen. lr-Ecr, mLr.Zeneai. *
Brünig, ist ein berg zwischen dem Bernerischerr Oberlandund dem Canton Unterwalden, so da für eine untermarch die-net. Es gehet em strenger weg darüber, aus dem Haßle-thalnach Unterwalden, wie dann an. i;r;. da Hertzog Leopoldvon Oesterreich wider dre drey länder Ury, Schweitz und Un-terwaiden gekneget, GrafOtto von Straßberg mit 6000. mannErgöwern und Oberländern über diesen berg ins land Unter-
bru
walden eingebrochen, aber nachdem der Hertzog am Morgar-ten geschlagen worden, viel geschwinder den rückweg wieder ge-
sllchet. lib. VII. p. 19;. ekrou. Kelv.
mler. ?. I. sä rmn. 141z. p. m. 621. *
Brüssel, lat. Lroxell», die Haupt-stadt in dem Hertzog-thum Brabairt, an dem fluß Senne oder Sinne, aus welchemviele canäle in die stadt gehen. Sie ist eine der grollen, schön-sten und volckreichsten stadte in den Niederlanden, treibt guteHandlung und hat schöne manufacturen. Es befinden sich da-selbst; 2. handwercker, welche M9. zünfte, so sie die 9. dl mw-nes nennen, eingetheilt werden. An. iz«z. brachte sie derHertzog von Pürma durch Hunger wieder unter Spanische bot-mäßigkeit, und an. 1587- mnste sie abermals grosse hungers-noth ausstehen. An. 169?. ward sie von dem Marschall äsViüeroy dergestalt bombardrrt, daß fast der dritte theil übereinen Haussen fiel. An. 1706. ergab sie sich an die hohen Miss-ten, worauf sie der Churfürst von Bayern an. 1708. heftig be-stürmen ließ, sich aber bey annäherung der Missten armee mitHinterlassung aller bagage zurücke zog. Vermöge des zu Rastadtan. 1714. geschlossenen friedens verblieb sie dem Kayser Carolo Vl.Der Statthalter über die OesterreichifchenNiederlande hat allhierseine restdentz, und sonst befinden sich daselbst alle hohe Lalle-x>L, als der Stadt-Rath, die Cammer, der Kriegs-Rath,die Cantzley und die regierung oder der Hof von Trabant.Das umliegende land ist eines von den 4. theilen des Hertzog-thums Brabant, und heisset das G.uartier von Brüssel,
lat. Tetrsrelus Lruxellenli«. notic.
eeel. Lutig. Lrabaut. Lnix. LrȊcvr eliro-
nogr. Lrabant. Lc.
Brüx, Srrx, vorzeiten Gnevtn genannt, ist eine alte undziemlich weitläuftige stadt in Böhmen, in dem Satzer-kretst,2. meilen von Töplitz und 10. von Praga, an dem flusse Bila,gelegen. An. 1421. wurde sie in dem damaligen Hussiten-kriege von den Prägern nicht allein vergebens belagert, son-dern es lieferten ihnen auch die Meißner hierbei) eine blutig?schlackst, worinnen lene 2000. mann verlohren, und diesen diewahlstatt lassen musten. An. 15,5. und i; 78 . ist sie abge-brannt. An. 1646. haben die Schweden ihr überaus vestes,nunmehro aber in den gründ zerstörtes schloß, Landswert,nach einer dreytägigen bestürmung mit accord erobert. Da»an diesem orte befindliche St. Marien Magdalenen - kloster,wozu der König Wenceslaus IV. an. 128;. den ersten gründgelegt, hat in der Hußiten-unruhe viel ausstehen müssen. Nebstdiesem ist allhier ein Minoriten - und Capuciner - kloster anzu-treffen. Die stadt-kirche allda ist sehr schön , und ohne faulesterbauet. epit. rer. Loli. Böhm. chron. Theo^
bald, vom Hußiten-krieg k. I. Vogtens jetzl. Böhm. p. 8--
* Brueys, (David Augustin.) einFranzos, war zuAickoder wie andre wollen zu Narbonne aus einer alten fansilie,welche schon an. 1481. den Adel erlanget, an. 1640. gebohren»Er studirte anfangs die Rechtsgelehrsamkeit, war auch ein?zeillang Advocat zu Air, legte sich aber nach der Hand auf dssTheologie, und gab verschiedene wercke wider die Catholickestheraus. Allein an. 1682.,trat er selbst von der ReformiEzu der Römisch-Catholifchen kirche, und begab sich darauf na«,Paris, allwo er sich sowol mündlich als durch schriften berEhete, seine vormalige mitbrüder, die Reformirten , ebenfau»zu der Römischen kirche zu ziehen, und, nachdem er PriEworden, von dem König, ingleichen von der Französischen GeUlichkeit mit einigen jahr-geldern versehen wurde. Von dEzeit an gab er nicht allein einen guten controversisten, sondernauch vornemlich einen fleißigen comödien-fchreiber ab, woP'-er auch fortfuhr, bis er endlich zu Montpellier, woselbst er Mdie letzten jähre seines lebens aufgehalten, den 2;. nov. u"'172;. in einem alter von 8;. jähren mit tode abgreng. Av,'sagt, daß er ein so schwaches gestcht gehabt, daß er sich fastständig, und selbst über der Mahlzeit, einer drille bedienet,daß sein freund Palaprat, in dessen gesettschafft er einen gEtheil seiner schauspiele verfertiget, gleichfalls so wenig «ssE,daß, wann sie deö morgens zusammen thee trincken >vE.einer von ihnen zum öfter» auf der treppe so lauge wartensen, bis ihnen jemand im vorbey gehen nachgesehen, ob ^wasser über dem feuer zu kochen angefangen. Seine scM'sind unter andern: Kspouls LU Ifivrs äs Nr. äs Lottäointltuls: Exposition äs lil Loctrins Latkoliizue ; LxsweN ^,laisons, gui out äonus lieu ä la sepsrstiou äes LrotsM ^welches werck von Petro Jnrieu, Dan. äs Parroque, lM0->cod Leufant widerleget worden, davon er auch den beMl» .ftern in seiner vekenis äu cults exterieur äs LLgilss LS .ligus wiedrum zu antworten gesucht; 1r. äs I'LuLsisrw ^Tr. äs l'Lglise; Hittoirs äu tLULtiüne äs uötrs rems; ^ ' .^z1 a 8ts Nelle; äs l'ObÄllancs äes Lkretieus sux kwü» . ^
lrch ist. Sein leben ist bey den jetzt-gedachten Oeuvrestreffen. T'rro» ä« , karualls Vrsuc;. p. 592. 7c Mcrr°c, äse. 172;. Ttteevo» , mem. tom. XXXII.
* Brugmannüs, (Johannes) ein Minorite aus Fla»^Äbeschrieb das leben der H. Liduinä rc. und starb zu NssNM^an. 14;?- Er war sehr beredt, und daher in grossem
»